Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben - Klageverfahren

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IngolfH

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Hallo,

ich streite mich mit der DRV darüber ob mir eine Umschulung/Weiterbildung im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe zusteht oder nicht. Das ganze ist vor dem SG.

Nun habe ich via Akteneinsicht die Stellungnahme des sozialmedizinischen Dienst angefordert und erhalten. Leider sind darauf handschriftliche Vermerke drauf die ich nicht entziffern kann.

Hänge das mal als Anhang an. Vielleicht kann das ja einer von euch entziffern und mir sagen was dort steht.

Unabhängig davon macht mich dabei einiges stutzig denn meine LTA-Umschulung wurde erstmals mit einem negativen Bescheid im Februar 2018 beschieden und im April 2018 wurde auch der Widerspruch abgelehnt. Die Einschätzung des SMD ist aber erst von Mitte August 2018.

Ich deute das so das hier die LTA vom Sachbearbeiter abgelhnt wurde ohne den SMD einzuschalten und dieser erst nachträglich eingeschaltet wurde als ich die Klage einreichte.

Dann ist das komplette Formular überhaupt nur teilweise ausgefüllt und das Leistungsbild wurde überhaupt nicht ausgefüllt.

Kann das korrekt sein zumal die DRV die LTA deswegen abgelehnt hat weil ich gesundheitlich nicht dazu in der Lage wäre ?
 

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Kerstin_K

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Irgendwie beziehen die sich immer wieder auf Berufenet. Die dortigen Infos solltest du mal mit deinen Einschränkungen abgleichen.

Ausserdem wuerde ich die DRV glatt auffordern, dir diese Sauklaue zu entziffern.
[>Posted via Mobile Device<]
 

IngolfH

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Ich wollte die auch auffordern aber ich muss bis Donnerstag Stellung nehmen und habe das noch nicht erledigen
können weil ich flach lag.

Ich kann mich auch noch so sehr anstremgen aber ich kann es nicht entziffern außer Berufenet.
 

Maulwurf74

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"antragsteller W mit arbeitsbeschäftigung"

"für PU6 ???? ???? vgl AZ88 und ???"

"die in der gesamt???(evt.beurteilung) beim dem ??? (evtl weiteren) bestehenden ???? ( funktionellen) Einschränkungen ??? nicht ??? und dem im Berufenet ?????????
 

IngolfH

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Mal abgesehen von der Sauklaue ist das ganze doch keine wirkliche Einschätzung des SMD. Da ist ja nichts wirklich ausgefüllt.
Ich denke das ich auch darauf abzielen werde das es gar keine vollständige Einschätzung dies Basis für eine Entscheidungs sein muss gibt.
 

IngolfH

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Ich habe noch eine vielleicht blöde Frage zu einem Widerspruchsverfahren bei der DRV.

In der Reha wird ein Antrag auf LTA gestellt der dem Grunde nach bewilligt wird. Ziel ist es in Absprche mit der Reha-Klinik eine berufliche Anpassung zu erreichen-

2 Monate später bewilligt die DRV einen Eingliederungszuschuss. Gegen diesen wird Widerspruch eingelegt und der ursprüngliche Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben wird mit einem konkreten Umschulungs/Weiterbildung erweitert um zu konkretisieren was beantragt wird.

Die DRV ignoriert in Ihrem Widerspruchsbescheid diese Konkretisierung/Ergänzung und lehnt ab da der Eingliederungszuschuss nach ihrem Ermessen richtig ist.

Ist es rechtens das die DRV dies ignoriert und in keinster Weise im Ablehnungsbescheid darauf eingeht so als hätte es diesen Einwand nie gegeben ?

Hätte die DRV nicht prüfen müssen ob dies Sinn macht oder war diese Ergänzung/Erweiterung des ursprünglichen Antrages (es wurde kein neuer Antrag gestellt) im Widerspruchsverfahren gar unzulässig ?
 

saurbier

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Hallo IngolfH,,

also der Reha-Abschlussbericht ist ja eine sozialmedizinische Begutachtung, in welcher die dortigen Rehaärzte ihre Beurteilung zu deiner Leistungsfähigkeit abgeben sowie auch eine mögliche Einschätzung wie man dir ggf. weiter helfen kann die gesundheitlichen Einschränkungen im zukünftigen Erwerbsleben zu überwinden bzw. zu erleichtern.

Wenn dort dann eine Empfehlung zu einer LTA steht, dann wird die DRV dies mit Sicherheit prüfen, denn eine LTA kommt der DRV bei weitem günstiger als eine frühzeitige Rente.

Nur gibt es da dann auch zu berücksichtigen wie alt man ist und ob da aus Sicht der Leistungsträger wieder einmal der Kosten/Nutzen effekt überwiegt. Heist also wer über 40 jahre alt ist hatte es bereits Ende der 90er Jahre sehr schwer überhaupt noch eine teure Umschulung (maximal 2 Jahre) bewilligt zu bekommen. Je älter man ist, desto aussichtsloser wird das bei der DRV wenn man nicht gerade besonders gewichtige Gründe einwerfen kann.

In deinem Fall scheint es nun so zu sein, daß die DRV die Auffassung vertritt ein Eingliederungszuschuss wäre ausreichend.

Ich entnehme dem mal, daß du offensichtlich nicht bzw. noch nicht so Erwerbsgemindert bist, daß du nach Auffassung der DRV nicht wieder deine Erwerbstätigkeit wieder aufnehmen könntest und dies will man einem Arbeitgeber halt mit einem entsprechenden Lohnzuschuss schmackhaft machen.

Wir wissen ja leider nicht, ob da nicht wohlmöglich eine Anfrage bei deinem alten Arbeitgeber vorliegt ob er dich weiter beschäftigen würde, oder gar eine Anfrage bei der AfA hinsichtlich der Vermittlungsmöglichkeit.

Das sind halt die Unwegbarkeiten für unsereins, denn in den Untiefen der DRV-Bürokratie können wir leider nicht rein blicken.


Grüße saurbier
 

IngolfH

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Hallo Saurbier,

dann will ich das mal aufdröseln um es besser verständlich zu machen.

Wenn dort dann eine Empfehlung zu einer LTA steht, dann wird die DRV dies mit Sicherheit prüfen, denn eine LTA kommt der DRV bei weitem günstiger als eine frühzeitige Rente.
Ja diese Empfehlung gibt es sogar mit dem Hinweis weiter AU min. bis zum LTA-Beginn. Entlassen wurde ich mit unter 3 Stunden für den Bezuigsberuf und über 6 Stunden auf dem allgmeinen Arbeitsmarkt nach erfolgter LTA.

Nur gibt es da dann auch zu berücksichtigen wie alt man ist und ob da aus Sicht der Leistungsträger wieder einmal der Kosten/Nutzen effekt überwiegt. Heist also wer über 40 jahre alt ist hatte es bereits Ende der 90er Jahre sehr schwer überhaupt noch eine teure Umschulung (maximal 2 Jahre) bewilligt zu bekommen. J
Das ist mir schon klar. Bei mir geht es nicht um eine Umschulung sondern lediglich um eine 6 monatige Weiterbildung die es mir ermöglich meine bisherigen Fähigkeiten zu nutzen und Fachwirte auszubilden. Als Dozent/Ausbilder wurde das in der Reha befürwortet und mir wurde bestätigt das ich dies gesundheitlich ausüben kann aber ich darf steßbedingt nicht mehr ins operative Geschäft in meinem Beruf zurück. Ach ja, bin knapp über 50.


In deinem Fall scheint es nun so zu sein, daß die DRV die Auffassung vertritt ein Eingliederungszuschuss wäre ausreichend.
So sieht es aus und dies wird damit begründet das ich nicht belastbar genug bin nach der Weiterbildung diese Tätigkeit aus zu üben. Dies entgegen der Auffassung der Reha Ärzte und meiner behandelnden Ärzte. Aber vor allem, wie ich nach Akteneinsicht und nach übersendung der Stellungnahme des SMD entnehmen konnte, ohne das dies durch die DRV medizinisch überprüft wurde oder gar von einem Mediziner angeraten wurde. Der SMD hat die Anfrage erst am 15.08.2018 bekommen. 2,5 Monate nachdem ich Klage eingereicht habe. Offensichtlich hat das der SB mit Teamleiter und Rechtstelle entschieden. Haben ja auch eine medizinischen Ausbildung lol.

Ich entnehme dem mal, daß du offensichtlich nicht bzw. noch nicht so Erwerbsgemindert bist, daß du nach Auffassung der DRV nicht wieder deine Erwerbstätigkeit wieder aufnehmen könntest und dies will man einem Arbeitgeber halt mit einem entsprechenden Lohnzuschuss schmackhaft machen.
Ich kann nicht mehr in meinem Bezugsberuf arbeiten aber, siehe oben, unter Einschränkungen auf dem allgmeinen Arbeitsmarkt. Wie der Richter aber schon durchblicken lies darf ich im Reha Verfahren nicht auf den allgmeinen Arbeitsmarkt verwiesen werden sondern es ist nur der Bezugsberuf maßgebend. Der allgemeine Arbeitsmarkt ist erst im EMR Verfahren zu berücksichtigen.


Wir wissen ja leider nicht, ob da nicht wohlmöglich eine Anfrage bei deinem alten Arbeitgeber vorliegt ob er dich weiter beschäftigen würde, oder gar eine Anfrage bei der AfA hinsichtlich der Vermittlungsmöglichkeit.
Mein alter Arbeitgeber ist im Ausland und es gibt dort keine Möglichkeit. Was die AFA betrifft so ist das noch eine interessante Geschichte. Die DRV hat die AFA angefragt aber diese hat der DRV geantwortet das sie noch nicht mit mir gesprochen haben, was zu diesem Zeitpunkt stimmte, und deswegen keine Beurteilung abgeben können. Die DRV behauptet dann in einem Schriftsatz das die AFA nach mehrmaligen Anfragen nicht geantwortet hat. Ich habe den Brief der AFA aber bei der Akteneinsciht bei der DRV in der Akte gefunden.
Aber es kommt noch besser. Ich habe zur AFA einen guten Draht und die haben mich deshalb kontaktiert. Ich bin dann zur stellvertretenden Geschäftsstellenleiterin und habe Ihr meinen Entlassungsbericht vorgelegt (ohne md. Diagnosen) und ein längeres Gespräch über die Möglichkeiten die ich habe geführt.
Daraufhin hat die AFA der DRV geschrieben das sie, nachdem sie ein Gespräch mit mir hatten und alle Unterlagen eingesehen haben, ebenfalls es als sinnvoll ansehen das ich die angestrebte Weiterbildung mache und meine bisherigen Erfahrungen nutze. Des Weiteren haben sie der DRV mitgeteilt das sie derzeit keine Möglichkeit sehen mich zu vermitteln. Dies sowohl auf dem ersten Arbeitsmarkt, wo ich unter 3 Stunden bin, als auch auf dem zweiten Arbeitsmarkt.
Dieses Schreiben hat die DRV noch vor der Ablehnung des Widerspruchs erhalten aber es interessierte offensichtlich nicht.

Hoffe das ich nicht vergessen habe. Wenn noch etwas unklar ist einfach nachfragen. :bigsmile:
 
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