Leihbude verlangt Impfpass & Gesundheitskarte wegen Untersuchung

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EAZY E

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Hallo Freunde;
mein Kumpel hat ein Problem,
er hat sich bei einer Leihbude beworben (wird aber gut bezahlt)& hat einen Termin bei einem Betriebsarzt in seiner Stadt.Im Schreiben steht;
Sind eine Menge an Untersuchungen – dies dauert ca. 1,5 Stunden.

Bitte auch Versichertenkarte + Impfausweis mit zum Arzt nehmen. Wurde vom Arzt so angewiesen.:doh:
Geht dass mit rechten dingen zu?Warum soll er seine Karte & Impfpass vorlegen?
Vielen dank
 
E

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Gast
In welchem Bereich ist denn die Stelle?
Wenn es im Gesundheitsbereich oder z. B. Kantine etc. ist kann das durchaus legitim sein, weil gesetzlich gefordert.
 
E

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Gast
Bei großen Firmen war das immer schon sehr häufig und bei Behörden ist es sogar Vorschrift.
 

EAZY E

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Bei großen Firmen war das immer schon sehr häufig und bei Behörden ist es sogar Vorschrift.

Als Metallfacharbeiter....aber wozu die Gesundheitskarte?Was will die Arztpraxis damit?
Bezahlt wird das doch sowieso von der Leihbude oder nicht?
Finde das schon sehr merkwürdig!Er will nun erstmal beim Arzt anrufen, was die mit seiner Karte vorhaben.
 
E

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Gast
Stimmt, ein Betriebsarzt braucht die ja eigentlich nicht!
https://users.fmi.uni-jena.de/~nez/IuG/05.Datenschutz und elektronische Gesundheitskarte.Franke.pdf
Nicht Zugriffsberechtigte dürfen vom Versicherten nicht verlangen, Zugriff
auf die Daten der elektronischen Gesundheitskarte zu erhalten, ein solches
Verlangen darf mit den Versicherten auch nicht vereinbart werden. Dies gilt
auch für Zugriffsberechtigte, die den Zugriff zu anderen Zwecken als zu
Versorgungszwecken verlangen (zum Beispiel ein Betriebsarzt).

Und eine "Aktivisten" Seite meint
https://www.stasistan.de/gesundheitskarte-krankenkassenkarte.php
Für Arbeitgeber waren und sind die Gesundheitsdaten ihrer Arbeitnehmer sehr interessant. Bald sind die Gesundheitsdaten aller Arbeitnehmer in der zentralen Patientendatenbank gespeichert und jeder Arzt hat mit der elektronischen Gesundheitskarte des Arbeitnehmers (Versicherten) Zugang zur Krankenakte. Der Arbeitgeber könnte dann sagen: Wenn du den Job willst, musst du meinem Arzt des Vertrauens Zugang zu deiner Krankenakte gewähren.

Auch sollte man vorsichtig sein, wenn der Betriebsarzt die elektronische Gesundheitskarte nutzen möchte – Betriebsärzte sind nicht unbedingt unabhängig vom Arbeitgeber.
Wobei nur sehr große Betriebe wirklich eigene Betriebsärzte haben. Viele bedienen sich da den Angeboten diverser Anbieter der BGn.
 

EAZY E

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Stimmt, ein Betriebsarzt braucht die ja eigentlich nicht!
https://users.fmi.uni-jena.de/~nez/IuG/05.Datenschutz und elektronische Gesundheitskarte.Franke.pdf


Und eine "Aktivisten" Seite meint
https://www.stasistan.de/gesundheitskarte-krankenkassenkarte.php

Wobei nur sehr große Betriebe wirklich eigene Betriebsärzte haben. Viele bedienen sich da den Angeboten diverser Anbieter der BGn.
Das heisst also,dass der Arzt die kompletten Krankheitsdaten hat im Computer hat ,wenn mein Kumpel nur die Gesundheitskarte vorlegt? :doh:
Vielen dank erstmal,er soll am besten nichts mit zum Termin mitnehmen....mal sehen was passiert:popcorn:
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Das heisst also,dass der Arzt die kompletten Krankheitsdaten hat im Computer hat ,wenn mein Kumpel nur die Gesundheitskarte vorlegt? :doh:
Quatsch, Zukunftsmusik.

Aktuell:

Ihr Vor- und Nachname
Ihr Geschlecht
Ihr Geburtsdatum
Ihre Adresse
Ihre Versichertennummer und Ihr Versichertenstatus, zum Beispiel, ob Sie selbst versichert sind oder beitragsfrei familienversichert
Beginn des Versicherungsschutzes
Ihre Krankenkasse und deren Kassennummer


https://www.tk.de/techniker/service...ichertenkarte/daten-versichertenkarte-2002290

Manche AG wollen die Karte sehen, weil es Arbeitnehmer gibt, die anscheinend nicht wissen, wer die Rechnungen bezahlt.
Also es wurden schon mal falsche Angaben gemacht hinsichtlich der Kasse.

Alles schon erlebt!

@curcuma: dein Beitrag verwirrt nur in dem Kontext hier.
 

Frank71

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Hat er den Job beim Sklavenhändler denn schon sicher?
 

faalk

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Er könnte seinen AG auch mitteilen, dass er sich nicht vom AG eigenen Betriebsarzt untersuchen lässt, sondern die Untersuchung bei einen Arzt seines Vertrauens durchführen lässt (freie Arztwahl).
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Wozu den Impfpass?
Zum Beispiel:

https://www.baua.de/DE/Aufgaben/Ges...nsschutzgesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Er könnte seinen AG auch mitteilen, dass er sich nicht vom AG eigenen Betriebsarzt untersuchen lässt, sondern die Untersuchung bei einen Arzt seines Vertrauens durchführen lässt (freie Arztwahl).

Naja, klassischer Theorie -und Praxis Konflikt:

Erstens muss der Arzt für die jeweiligen Untersuchungen über spezielle Ermächtigungen nach den sogenannten Berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen (G-Grundsätzen) verfügen und dann muss der Beschäftigte die Differenz der anfallenden Kosten bezahlen.

Durch die in der Regel hohe Anzahl der Untersuchungen machen die bekannten Dienstleister das eben relativ billig.

Wenn er den Job haben will, ist das natürlich auch nicht der Hit bei einer bevorstehenden Probezeit, gell ....... ;-)
 

faalk

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spezielle Ermächtigungen

Dazu reicht, wenn der Arzt den Zusatz Arbeitsmediziner oder Betriebsmediziner trägt.

dann muss der Beschäftigte die Differenz der anfallenden Kosten bezahlen.

Wenn der AN den AG daraufhinweist, dass er von seinen Wahlrecht gebraucht macht, hat auch dann der AG zu zahlen. Der AN zahlt nichts.

...die Kosten für die arbeitsmedizinische Untersuchungen trägt der Arbeitgeber...Der Arbeitgeber braucht die Untersuchungskosten nicht zu übernehmen, wenn der Arbeitnehmer ohne Einvernehmen mit dem Arbeitgeber einen anderen Arzt als den zuständigen Betriebsarzt aufsucht

Quelle:komnet.nrw.de

Muss natürlich Jeder selber wissen. Ich habe solche Betriebsärztlichen Untersuchungen immer bei meinen HA (Weiterbildung Arbeitsmediziner) durchführen lassen. Den konnte ich mehr vertrauen, als den Betriebsarzt der Firma, der mit den Chefs Golfspielen und einen Kaffeeklatsch nach den Anderen abhält.
 
E

ExitUser

Gast
Wenn der AN den AG daraufhinweist, dass er von seinen Wahlrecht gebraucht macht, hat auch dann der AG zu zahlen. Der AN zahlt nichts.

Was mich stutzig macht, dass dort steht "ohne Einvernehmen!.
Du hast es ja selbst gefettet.
Für mich liest sich das daher so, dass der AG dies ablehnen kann?
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
@faalk: der AG hat nur die Kosten zu erstatten, die bei Beauftragung seines Betriebsarzt angefallen wären.

Anscheinend ist Dir dieser feine Unterschied nicht klar.

Der normalerweise bekannte Hausarzt ist in der Regel eben kein Arbeitsmediziner.

https://www.diemer-ing.de/newsletter/2006-07/Arbeitsmedizinische_Vorsorgeuntersuchung_freie_Arztwahl.html

Die meisten Unternehmen, mittlerweile auch durchaus größere nutzen nur noch Dienstleister, wo das von Dir angesprochene Freundschaftsverhältnis nicht existiert.

Bei einer Zaf wird das in der Regel auch kein eigener Betriebsarzt sein.
 

karuso

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Hallo EAZY E,

dein Kumpel soll eine betriebsärtzliche Untersuchung machen dann muß die ZAF das auch bezahlen. Seine Versichertenkarte ist hier nicht notwendig.Der Betriebsarzt muß seine Kosten über die ZAF abrechnen.Das einzige was er mitnehmen sollte ist sein Impfausweis damit eine notwendige Imfung auch in sein Impfausweis eingetragen wird als Nachweis.Nicht den Fehler machen und die Versichertenkarte hingeben :icon_evil: das der Arzt womöglich über die Krankenkasse abrechnet weil so etwas bekommt die Krankenkasse mit und fordert dann womöglich die Kosten vom Versicherten zurück weil sie für so etwas nicht zuständig ist.Ich hatte auch schon mal so eine Untersuchung öffentlicher Arbeitgeber da hat der Betriebsarzt auch nicht nach meiner Krankenkassenkarte gefragt.Ich musste nur mal kurz mein Ausweis zeigen zur Identification mehr nicht.:wink:
 

Nena

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Vielleicht steht bei allen dasselbe in der Einladung zur Untersuchung, egal ob Bäcker oder Virologe...
 

Kerstin_K

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Ich würde es zumindest mal hinterfragen und bei einem seriösen Arbeitgeber sollte das auch kein Problem sein.
 

Magdalene

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Hallo,
verstehe ich das richtig, die Krankenkasse könnte also womöglich die Kosten vom Versicherten zurück verlangen?
Würde es nicht reichen eine Kopie mit abgedeckter/geschwärzter "Versichertennummer" abzugeben und das "original" nur vorzuzeigen?
 

Kerstin_K

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Wozu so ein Umstand? Einfach mal fragen, wozu die gebraucht wird.
 

faalk

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der AG hat nur die Kosten zu erstatten, die bei Beauftragung seines Betriebsarzt angefallen wären.

Noch mal, da anscheinend nicht gelesen: wink:

...die Kosten für die arbeitsmedizinische Untersuchungen trägt der Arbeitgeber...Der Arbeitgeber braucht die Untersuchungskosten nicht zu übernehmen, wenn der Arbeitnehmer ohne Einvernehmen mit dem Arbeitgeber einen anderen Arzt als den zuständigen Betriebsarzt aufsucht

Der normalerweise bekannte Hausarzt ist in der Regel eben kein Arbeitsmediziner.

Auch hier zitiere ich mich selber

wenn der Arzt den Zusatz Arbeitsmediziner oder Betriebsmediziner trägt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Ich würde einem AG nicht meine Gesundheitsdaten geben.
Ich würd mich auch nicht untersuchen lassen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ich würde einem AG nicht meine Gesundheitsdaten geben.
Ich würd mich auch nicht untersuchen lassen.

Erklärst Du uns auch welcher Arbeitgeber Daten bekommt und was Du dann machen würdest mit einer Stelle?

Denn ohne z.B. G25 darf ein Staplerfahrer bei den meisten Unternehmen nicht arbeiten, da bringt Dir die Freiwilligkeit nichts.
Mag beim Bezug von Alg2 egal sein, in der betrieblichen Praxis bist Du den Job los.

Selbst bei Bürotätigkeiten werden G37 verlangt.

Der AG bekommt lediglich eine Meldung geeignet ja/nein und selbst dieser Weiterleitung muss man explizit zustimmen.

Stimmst Du nicht zu, habe ich als AG ein Problem Deine Eignung festzustellen.
Betriebssicherheitsverordnung.
Arbeitsschutzgesetz.

https://www.druckgeraete-online.de/seiten/betriebsvorschr/BetrSichV_Anh2.htm#anh1
„Die Benutzung der Arbeitsmittel bleibt dazu geeigneten, unterwiesenen oder beauftragten Beschäftigten vorbehalten.“

So kenne ich das zumindest.
 
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