Leiharbeitsfirmen schulden Sozialkassen Millionen

XxMikexX

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Ganze 221,5 Millionen Euro schulden Leiharbeitsfirmen den Sozialkassen wegen unzulässiger Niedriglöhne. Jetzt wurde bekannt: Bisher haben die Unternehmen nur 71, 7 Millionen Euro abgezahlt.

Leiharbeitsfirmen schulden den Sozialkassen Millionen - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT


Gut das die Abzocker jetzt bezahlen müssen.

Eins finde ich aber merkwürdig:

Gewerkschaften und Wissenschaftler hatten die Ansprüche der Sozialversicherungen auf Beitragsnachzahlungen 2010 allerdings auf zwei bis drei Milliarden Euro geschätzt.
Also etwa 10x soviel, wie erklärt sich das?

Gab es einen Deal?
 

ZynHH

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Viel Spannender ist doch, wird den Arbeitnehmern der zuwenig gezahlte Lohn auch nachgezahlt?
 

libertad

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Die armen Mitarbeiter in den Jobcentern!
Wieviel Sanktionen müssen sie aussprechen, damit das Geld für den Staat wieder reinkommt?
 
E

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Leider findet kein Vollzug statt. Im Klartext: Wollen oder können die Leihklitschen nicht zahlen, wird evtl. vorhandenes Vermögen kassiert u. der Laden dicht gemacht.

So gehört das u. so wird es auch in anderen Fällen gehandhabt!

Nur mit diesen Drecksbuden hat man wieder eine Engelsgeduld. Die will man um jeden Preis erhalten.
 
E

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Viel Spannender ist doch, wird den Arbeitnehmern der zuwenig gezahlte Lohn auch nachgezahlt?
Nein. Lohndumping war der ausdrückliche Wunsch von Schröder, Müntefering, Steinmeier und den Bertelsmännern. Freilich betrachtete das der Gesetzgeber in Bezug auf die stets klammen und teilweise steuerfinanzierten Sozialkassen als unzulässige Vereinbarung zu Lasten Dritter und erfand den "Phantomlohn". Im Gegensatz zu den Sozialkassen darf man den Fiskus aber bei der Lohnsteuer austricksen.
 

XxMikexX

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Viel Spannender ist doch, wird den Arbeitnehmern der zuwenig gezahlte Lohn auch nachgezahlt?
Natürlich!

Aber sie müssen vorher ihre Ansprüche vor dem Arbeitsgericht geltend machen.

Da Sammelklagen in Deutschland nicht zulässig sind, muß das jeder Einzelne tun!

Bleibt die Frage wieviele Leiharbeiter das getan haben, ihren Job sind sie dann fraglos los!

Unterstützung gegen das illegale Treiben ihrer Arbeitgeber erhalten sie nirgendwo!

Was sagen die Gewerkschaften dazu, die mit diesen Menschenhändlern Tarifabschlüsse tätigen, ohne dazu eigentlich eine Grundlage zu haben?


Der Artikel läßt leider viele sonstige Fragen unbeantwortet, man kann nur vermuten. Journalismus ist was anderes!
 
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Natürlich nicht. Denn die Fragestellung zielte doch darauf, ob die Verbeitragung eines von der Betriebsprüfung der Sozialversicherung festgestellten Phantomlohns zwangsläufig zur Folge hätte, daß die Arbeitnehmer einen ihnen rechtswidrig vorenthaltenen Lohn ausbezahlt erhielten. Einen solchen Automatismus gibt es nicht, genausowenig wie bei der Bemessung der Lohnsteuer.

Aber sie müssen vorher ihre Ansprüche vor Gericht geltend machen.
Korrekt. Und die dafür geltenden Fristen einhalten. Da kann man nicht warten, bis eine Betriebsprüfung Jahre später zu Potte kommt.

Bleibt die Frage wieviele Leiharbeiter das getan haben, ihren Job sind sie dann fraglos los!
Da die Masse der Leiharbeitnehmer nichts von den Neuerungen hat, über die die Nahles derzeit laut nachdenkt, ist von denen sowieso längst keiner mehr in dem fraglichen Job. Das Argument verfängt also nicht.
 

XxMikexX

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Das "Natürlich!" war auch ironisch gemeint, ich glaube die meisten haben das auch so verstanden.:wink:

Da die Masse der Leiharbeitnehmer nichts von den Neuerungen hat, über die die Nahles derzeit laut nachdenkt, ist von denen sowieso längst keiner mehr in dem fraglichen Job. Das Argument verfängt also nicht.
Über die geplanten Neuerungen in der Leiharbeit, geht es hier gar nicht!
 
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