Leiharbeit / Zeitarbeits-Firmen....was ist davon zu halten bei Vermittlung durch AfA?

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Stubenpilot

Elo-User*in
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Mir stellen sich die Nackenhaare hoch, wenn ich schon "vorab" gesagt bekomme von den Damen der AfA, dass im Falle das meine Frau (fast 58) wieder gesund wird, es dann attraktive Angebote in Zeitarbeitsfirmen geben wird. Beobachte ich die Jobbörse der AfA bekomme ich den leichten Verdacht, dass ein Großteil der verfügbaren "minderwertigen / schlechtbezahlten" Arbeitsjobs...quasi vorrangig "reserviert" sind von solchen für mich "dubiosen" Firmen. Sprich Arbeit wird nicht offen angeboten sonderrn gleich den Leiharbeits / Zeitarbeitsfirmen quasi vorrangig angeboten....sicher mit dem Wissen, dass man so:
1) den Arbeitslosen "vom Tisch hat" in der AfA und die weitere Vermittlung dann diesen Firmen "übergibt"
2) das den Firmen wohl garantiert bewußt ist dass sich "Helfer"-in der Produktion kaum freiwillig melden bei dem Lohn und so auf einen "Schleichweg" Sie zwangsweise doch die Jobs besetzt bekommen?
Ich habe NULL Erfahrung mit solchen Firmen...sehe aber auch in anderen offiziellen Job-Börsen...das dort sich überwiegend solche Firmen tummeln...um es mal höflich auszudrücken.
Bin ich da völlig falsch mit meinen Gedanken?
Montag ist ja der erste termin für meine Frau mit dem Psychologen und wenn man Pech hat...ist das ein Hardliner und blockt Alles ab.....(muss nicht---aber kann)
fragende Grüße vom Jörg
 

RoxyMusic

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ein Großteil der verfügbaren "minderwertigen / schlechtbezahlten" Arbeitsjobs...

Hier geht es schon los - viele der angebotenen Jobs sind eben nicht "verfügbar", sondern dienen lediglich dazu, neue Bewerber "anzulocken". Im Vorstellungsgespräch heißt es dann oft "Diese Stelle ist gerade besetzt worden, ich habe gestern am späten Nachmittag den Anruf bekommen. Wir haben allerdings viele interessante Jobs im Angebot ... und hier bitte Ihre Unterschrift setzen ... Datenweitergabe ... beste Einsatzmöglichkeiten".
 

Stubenpilot

Elo-User*in
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@RoxyMusic danke...heißt das etwas das es tatsache so ist.....das die AfA einen Menschen zu solch Firmen "schickt"...(??) und dann muss man sich da bewerben? Und die Jobs exsitieren nur auf dem Papier und (ich spinne mal weiter)..... man dann dort angenommen wird in der Zeitfirma und lehnt man dann einen Job "dort" ab...und nicht in der AfA...sitzt man ja dann schneller in der Falle als man bis drei zählen kann?
Upps?
 
G

Gelöschtes Mitglied 66188

Gast
So oder so ähnlich sieht es dann aus. Ich hatte die AfA darauf hingewiesen, dass manche Jobs bei der Jobbörse gar nicht existent sind oder die Beschreibung von der tatsächlichen Tätigkeit stark abweicht, angeboten von ZAFs. Die SB bei der AfA sagte mir, dass grundsätzlich jede Arbeit erstmals besser sei als keine Arbeit :cheer2:. und das Gehalt immer noch höher sei als ALG1. Und man könne sich ja dann aus der Erwerbstätigkeit heraus neu bewerben. Sprich, zurück in ALG gelten dann die gleichen Regeln wieder wie bei der Kündung einer bestehenden Erwerbstätigkeit.
 

Gollum1964

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mahlzeit,

gerade bei ZAF-Angeboten beschleicht mich das Gefühl, dass viele VV mal einfach so rausgehauen werden, nur um Sanktionen durchzudrücken. Die Stellen gibt es von vornherein nicht, was nicht nur die ZAF, sondern auch die JC wissen. Die JC wissen aber, dass fast niemand dort gerne arbeitet und hoffen auf Fehler ihrer "Kunden".
Ich mußte mich auch schon mit Sanktionsversuchen wegen angeblicher Nichtbewerbung/ Nichtrückmeldung herumschlagen, für die es keine Grundlage gab (habe um Nachweise gebeten, die es nicht gab). Die betreffende Stelle, aufgrund derer ich sanktioniert werden sollte, war danach noch gut 1 Jahr in der Jobbörse als offen deklariert. Meines Erachtens glasklarer Fake.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Frage zum Geschäftsmodell: Wovon lebt eine ZFA wenn (so das Forum hier) niemals Stellen vorhanden und somit vermittelt werden können?
Wird die Show bezahlt? Vom Amt?
 

saurbier

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Hallo Stubenpilot,

also zuerst einmal, bei deiner Frau ist doch noch gar nicht geklärt was sie gesundheitlich überhaupt noch arbeiten kann.

Klar, die AfA und besonders die JC vermitteln heute fast nur noch an ZAF´s weil reguläre Arbeitgeber sich recht ungerne mit der Arbeit einer Suche nach neuen Mitarbeitern befassen wollen. Das diese Faulheit den Firmen unterm Strich Geld kostet scheint dabei ja wenig zu interessiert. Mal ein Beispiel von mir als ich mich damals bei einer ZAF beworben hatte, da sagte mir der Disponent direkt zu anfang das man das doppelte meines Stundenlohnes dem neuem Arbeitgeber in Rechnung stelle. Hallo damit müßte der Leihbetrieb mehr zahlen als der ursprüngliche Tarifvertrag für mich hergeben würde. Wo ist das denn ein Geschäft. Nun gut, man hat keine Lohnbuchhaltung, keine Kündigungsfrist und vor allem nicht mit Krankenausfall zu tun, aber all das soll soviel kosten das es sich rechnet - ich bezweifel das -.

Für deine Frau wäre als reine ZAF Abwehr ggf. mal darüber nachzudenken wie es z.B. mit einer SchwerB aussieht (ich sag mal so Reinigungskräfte haben häufiger mit Rücken etc. zu tun) und da würde bereits ein GDB 30 reichen, den man dann im Rahmen einer Gleichstellung bei einem neuen Job auf GDB 50 anheben läßt. Das ist für die meisten ZAF´s ein k.o. Kriterium.


Grüße saurbier
 

Gollum1964

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Es liest sich so als Tenor im Forum.
Also gibt es doch Stellen und es wird Forenseitig nur versucht (zu hintertreiben) die Vemittlung zu vereiteln?

Ottokar,

natürlich gibt es bei ZAF offene Stellen. Jedoch

1) Es stellt sich jedoch häufig heraus, dass die ursprüngliche ausgeschriebene Stelle als "Lockvogel" dient und die dann tatsächlich angebotene Stelle deutlich weniger schmackhaft ist.
Beispiel:
Ich musste mich vor 2 Jahren bei einer ZAF bewerben, wo die Disponentin im VG mit mitteilte, der Auftrag ginge mindestens über 1 Jahr mit Übernahmeoption. Ich dann zur Entleihfirma zum VG. Dort hieß es dann plötzlich, maximal 4 Monate, bis die Azubine ihr Abschluß in der Tasche hatte. Ich sollte somit die Azubine lediglich entlasten und hatte danach als Mohr meine Schuldigkeit getan.

2) Vergabepraxis Stellen über ZAF:

1 Firma benötigt 2 Lageristen auf Zeit und wendet sich an 4-5 ZAF.
Diese schreiben dann insgesamt 8-10 Stellen an Lageristen aus, obwohl nur 2 zu vergeben sind.
 

Imaginaer

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@Ottokar Die leben von ihren bestehenden "Kunden".

99 Prozent der Stellen die diese darüber hinaus anbieten, gibt es nicht und dienen nur der Bewerberpool Auffüllung. Fahre mal zu einigen Vorstellungsgesprächen hin, dann wird man Dir nur sagen das die forcierte Stelle vergeben ist und sie was anderes ach so tolles hätten, aber dazu ein Bewerberbogen auszufüllen sei.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Wäre es machbar ( oder passiert es bereits ?) das per EGV man verpflichtet werden kann sich in allen bekannten ZAF zu registrieren?
 

RoxyMusic

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Wäre es machbar ( oder passiert es bereits ?) das per EGV man verpflichtet werden kann sich in allen bekannten ZAF zu registrieren?

Ich denke nicht:

 

götzb

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Frage: Gibt es auch Zeitfirmen die "Zwangs"bewerber einstellen, obwohl diese nur postalisch erreichbar sind ?
- Sollte sich doch quantitativ in Grenzen halten.
Denn das ist ja oft ein sinnvoller Tipp, keine Telefonnummer und Email anzugeben.
 
Zuletzt bearbeitet:

lino

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Frage zum Geschäftsmodell: Wovon lebt eine ZFA wenn (so das Forum hier) niemals Stellen vorhanden und somit vermittelt werden können?
Wird die Show bezahlt? Vom Amt?
Die Show bezahlt der Steuerzahler, und der tut das sogar gerne.
Das ausgeschriebene Stellen nicht vorhanden sind, ergibt sich aus der Praxis, eine Stelle mehrfach auszuschreiben.
Ist doch irgendwie logisch, oder nicht?
 

saurbier

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Zum Thema ZAF und ihre angeblichen Stellenangeboten ist doch inzwischen selbst der BA aufgefallen das da so einiges nicht zusammen paßt. Man hat deshalb jetzt eine genauere Prüfung vollzogen, wo schon im ersten Anlauf tausende ausgeschriebene Stellen als Fake festgestellt wurden und von der BA aus dem System entfernt wurden.


Das sagt doch alles, oder.

Da muß sich doch kein Mensch mehr darüber wundern wenn die BA ständig in ihrer ach so tolle Statistik vorweißt, daß es in Deutschland zig tausende offene Sellen gibt und nur die bösen Arbeitslosen nicht bereit sind eine Arbeit anzunehmen, oder.

Hier klaffen ganz einfach Wunschtraum und Realität weit auseinander und unsere Statistik verliebten Politiker die ihren Blick für die Realität schon lange verloren haben, wollen es noch nicht einmal begreifen, daß nichts einfach ist als eine Statistik den Wünschen angemessen zu manipulieren.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Wäre es machbar ( oder passiert es bereits ?) das per EGV man verpflichtet werden kann sich in allen bekannten ZAF zu registrieren?
Nein, man kann verpflichtet werden, sich auf eine bestimmte Stelle zu bewerben, mehr nicht.

Ich meine was passiert wenn man dies so in einer EGV (freiwillig) unterschreibt?
Wer sowas freiwillig unterschreibt, dem ist nicht mehr zu helfen. Weisst Du wieviele ZAFen es gibt? Da braucht der Briefträger dann wohl ne Schubkarre oder der Mailserver bricht zusammen.
 

Imaginaer

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@Georg1975 Eigene Erfahrungen. Zudem von Leuten die ich als Beistand begleite. Die Zahl war polemisch, ansonsten hätte ich Fakten dazu gelegt. Es gibt zu den Fake Stellen keine Statistiken/Zahlen, da diese nicht so doof sind dies zuzugeben. Bewerberpoolbildung ist nämlich laut Jobbörsen Nutzungsbedingungen nicht erlaubt. Nur das nachzuweisen ist schwer.

Und wer 1 und 1 zusammenzählen kann und will, müsste spätestens beim Daten Skandal wissen das dies nur die Spitze vom Eisberg ist. Wie Datenhändler die Jobbörse missbrauchen

130.000 Stellen zur Datenabgreifung sollen bereits gelöscht worden sein.

Noch so welche sinnfreien Fragen?
 

Birt1959

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Man hat deshalb jetzt eine genauere Prüfung vollzogen, wo schon im ersten Anlauf tausende ausgeschriebene Stellen als Fake festgestellt wurden und von der BA aus dem System entfernt wurden.


Das sagt doch alles, oder.

Hier klaffen ganz einfach Wunschtraum und Realität weit auseinander und unsere Statistik verliebten Politiker die ihren Blick für die Realität schon lange verloren haben, wollen es noch nicht einmal begreifen, daß nichts einfach ist als eine Statistik den Wünschen angemessen zu manipulieren.

@Georg1975 Eigene Erfahrungen. Zudem von Leuten die ich als Beistand begleite. Die Zahl war polemisch, ansonsten hätte ich Fakten dazu gelegt. Es gibt zu den Fake Stellen keine Statistiken/Zahlen, da diese nicht so doof sind dies zuzugeben. Bewerberpoolbildung ist nämlich laut Jobbörsen Nutzungsbedingungen nicht erlaubt. Nur das nachzuweisen ist schwer.

Und wer 1 und 1 zusammenzählen kann und will, müsste spätestens beim Daten Skandal wissen das dies nur die Spitze vom Eisberg ist. Wie Datenhändler die Jobbörse missbrauchen
https://www.swr.de/swraktuell/baden...bboerse-arbeitsagentur-datenhaendler-100.html

Diese Professorin erläutert, warum diese Statistiken und vor allem die Voraussagen der BA und ihrer Töchter nicht stimmen können:


Ob die BA und ihre Derivate zu doof zum Statistik erheben sind, weiß ich nicht. Vielleicht ist es auch einfach nur politisch nicht gewollt, sie zu veröffentlichen und die Historiker in 100 Jahren wundern sich, wenn auch die letzte Verschlusszeit im Archiv endet.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
Ich habe NULL Erfahrung mit solchen Firmen...sehe aber auch in anderen offiziellen Job-Börsen...das dort sich überwiegend solche Firmen tummeln...um es mal höflich auszudrücken.

Der AG muss in der Jobbörse nur ein Häkchen setzen, schon wird das "Stellenangebot" automatisch bei ein paar Dutzend Portalen veröffentlicht. Völlig gratis, dieser Service der AfA.
 
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