Leiharbeit ist out, Werkverträge sind in

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Paolo_Pinkel

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Leiharbeit wird für Unternehmen zunehmend teuer. Seit es gesetzliche Mindestlöhne und Tarifabschlüsse in der Branche gibt, setzen die Unternehmen jetzt verstärkt auf Werkverträge

Wer gibt schon gerne mehr Geld aus, als er muss. Selbiges dachte sich sicherlich auch die Arbeitgeberseite, als am 1. Januar 2012 ein gesetzlicher Mindestlohn für die Beschäftigten der Leiharbeitsbranche eingeführt wurde. Seit November 2012 sind die Arbeitgeber dazu verpflichtet pro geleisteter Arbeitsstunde eines Leiharbeiters in Ostdeutschland mindestens 7,50 Euro und in Westdeutschland sogar 8,19 Euro zu bezahlen. Durch eine kleine Lücke im Gesetz lassen sich diese Löhne jedoch noch einmal deutlich senken. Denn wenn ein Unternehmen gar keine Leiharbeiter beschäftigt, muss es ihnen auch keine Mindestlöhne bezahlen.
==> Leiharbeit ist out, Werkverträge sind in | Telepolis
 
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xyz345

Gast
Dieser Kommentar hätte auch von mir kommen können:

18. Dezember 2012 15:23
Re: Informatik und Elektrotechnik studiert und arbeitslos?
notting (mehr als 1000 Beiträge seit 01.06.04)
KGB schrieb am 18. Dezember 2012 15:00

> Danke.
> Hab mich so ziemlich von der IT verabschiedet und unterichte auf 400€
> Basis in einer Schule.
> Nebenher studiere ich mittlerweile Rechtswissenschaften und werde
> diesen Staat für das was er uns angetan hat später als "Querulant"
> in Grund und Boden verklagen;-)

Antwort
Genau, verknacke ihn wg. der staendigen Grundgesetz-Verstoesse (siehe
div. BVerfG-Urteile) :)

:icon_mrgreen:
 

Der Ratlose

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Die Schweinerein der Industrie und ihrer Rechtsvertreter werden nur leider nicht von den Erwerbslosen genutzt. Leider.

Werkverträge sind etwas feines. In bestimmten Fallkonstellationen bedeuten diese Werkverträge eine Art Freibrief für die Betroffenen.

Aber wie bereits gesagt sind die ELos leider nicht in der Lage ihr Hirn anzustrengen.:biggrin:
 

saida25

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Verdoppelung prekär Beschäftigter
Wie viele Personen in ihrer Anstellung von einer Vertragskonstellation mit Werkverträgen betroffen sind, lässt sich derzeit nicht endgültig klären. Denn im Unterschied zur klassischen Leiharbeit sind weder die Verleiher, noch die Entleiher gesetzlich verpflichtet, den Umfang der in den Unternehmen stattfindenden Arbeitnehmerüberlassung der Bundesagentur für Arbeit (BA) anzuzeigen.
Laut ILS vertritt der Verband derzeit 19 Mitgliedsunternehmen mit rund 50.000 Beschäftigten. Eine Zahl, die durchaus realistisch sein könnte. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) schätzt, dass 2011 mehr als 600.000 Personen über eine Konstellation mit einem Werkvertrag angestellt waren. Damit hätte sich die Zahl solcher prekär Beschäftigter seit 2002 fast verdoppelt.
Die Zahl muss man sich mal vor Augen halten. Die Unternehmer
finden immer eine Lücke. Wäre zu schön, ginge keiner mehr auf
so einen Job ein!!! Und was dann?
 

saida25

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Mit Zuschüssen rechnen
Dabei handle es sich um Nettolöhne, da die Beschäftigten dieser Gehaltsstufe in aller Regel 400-Euro-Kräfte seien und daher dort brutto gleich netto sei. Die Mitarbeiter dieser Gehaltsstufe seien in der Regel Studenten, Rentner, Hausfrauen oder Hinzuverdiener im Zweitjob, die ihr Haupt- bzw. Familieneinkommen aufbessern. "Natürlich kann und soll niemand allein von einem 400 Euro Monatsverdienst leben."
Henkel wies ebenfalls darauf hin, dass die Tätigkeit auch für Langzeitarbeitslose die Möglichkeit biete "im Rahmen der Anrechnungsregeln etwas zum Arbeitslosengeld (Hartz IV) hinzuzuverdienen und den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen." Offensichtlich rechnet der Verband bei seinen Stundenlöhnen nicht nur mit den Zuschüssen aus einem Erstjob, sondern eben auch aus der Steuerkasse.
Wiedereinstieg? :icon_laber: Erzählen sie doch alle!!!

Ich glaube, der spinnt!!! Wiedereinstieg und wo?

1 Mini-Job bei Rewe
1 Mini-Job bei Tengelmann
1 Mini-Job bei Edeka
1 Mini-Job bei Netto

Arbeitgeber wollen meist auch keine Mini-Jobber, die bereits einen
Mini-Job haben!!!

Was Arbeitgeber nicht alles wollen. Die wollen nur eins: Ausbeuten
auf Teufel komm raus!!
 

galadriel

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Das alles hört erst auf, wenn keiner mehr mitmacht.
Aber das wird in 1000 Jahren nicht passieren.
 

druide65

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Die Schweinerein der Industrie und ihrer Rechtsvertreter werden nur leider nicht von den Erwerbslosen genutzt. Leider.

Werkverträge sind etwas feines. In bestimmten Fallkonstellationen bedeuten diese Werkverträge eine Art Freibrief für die Betroffenen.

Aber wie bereits gesagt sind die ELos leider nicht in der Lage ihr Hirn anzustrengen.:biggrin:


Hast du schon mal einen Werkvertrag gehabt?Oder beziehst du deine Infos nur von Onkel Google?
 

Der Ratlose

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Junge Junge Junge,

du wärst erstaunt von was ich eine Ahnung habe und von was nicht.
Ich schwanke noch zwischen dem Frust gegen so eine stumpfe Masse anzuschreiben und der belustigung über deren Blödheit.

Dies betrifft vor allem die Fraktion der linken und ewig gestrigen (die hier immer so oberklug daherkommen), da diese jeden Tag an den Lösungswegen vorbeilaufen und sie eigentlich am ehesten erkennen müssten.
Meine Lösungswege sind teilweise so genial einfach und werden eben nur wegen eurem Tunnelblick nicht erkannt.

Ich verweise hier nur mal auf meinen Beitrag zu diesen vielen sinnlosen Zwangsbewerbungen und wie das sofort ausgehebelt wird, und meinem unverständniss das ihr da nicht selbst drauf kommt.
(Simpler gehts ja wohl nicht als das was ich dort aufzeigte)

Aber da trennt sich eben die Spreu vom Weizen.:biggrin:
 

Speedport

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@Der Ratlose,

der Hinweis nützt interessierten Lesern überhaupt nichts ohne link.

Kannst Du das bitte nachholen?
 

Heidschnucke

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Moin Moin,

mal zu dem Thema was von jemanden der so was nicht nur einmal am eigenen Leibe erleben durfte, aber schnell was zu mir ich bin 48 Jahre alt von Beruf Fleischer-Meister mit so ziemlich alles was man an Zusatzquali was man in dem Job braucht auch hat. Habe seit 1995 auch immer in Leitenden Meister Positionen gearbeitet mit Personal Verantwortung vom Produktionsmeiste; Schichtleiter bis hin zum Betriebsleiter und Werksleiter mit bis zu 70 Mitarbeiter.

Na sagen wir mal Fleischer waren noch nie Überbezahlt und harte Arbeit ist es auch, nicht das es in anderen Berufe anders wäre aber schaut euch mal an was ein Fleischer alles können und machen muss und unter welchen Bedingungen sie arbeiten. So haben wir 1995 noch eine groß Anzahl von Betrieben gehabt die wie alle sich an die Tarifverträge mehr oder weniger gehalten haben. In den folgenden Jahren sind immer mehr Unternehmen aus den Arbeitgebervertretungen ausgestiegen, warum sicher der Gewinnmaximierung, der Handel hat immer mehr die Preise diktiert es musste alles billiger werden, da Anforderungen vor allen an die Hygiene wurden immer höher geschraubt (ist ja auch gut) aber die Kosten wurden immer mehr als erstes wurde am Personal gespart also raus aus den Tarifverträgen, meines Wissens nach gibt es nur noch zwei Bundesländer für die es einen Tarifvertrag für die Fleischwirtschaft gibt.

Aber es ging weiter nach den Ausstieg aus den Tarifverträgen kamen die Leiharbeiter, eine große Zahl der Mitarbeiter wurden meist zu Anfang des Jahres entlassen (Saure Gurken Zeit; Jan-März) die dann so nach und nach meist über Firmeneigen Leihbuden wieder kamen so April-Dez. Damals noch ohne Tarifvertrag, Lohn in er Regel bis zu 50% weniger als früher, und wenn jemand gesagt hat für den Lohn nicht gab es eine Meldung an die Agentur und schon gab es für eine Ausgeschlagene Arbeit eine Sanktion.

Im weiteren Verlauf gab es dann auch Tarifverträge für die Leiharbeiter, wie schlecht die sind brauchen wir hier nicht zu diskutieren aber selbst das war noch zu viel, mit der endgültigen Öffnung des EU-Binnenmarktes und er Arbeitnehmerfreizügigkeit und nicht zu Letzt durch die Werbung unseren jetzigen Bundesregierung kam es zur vermehrten Vergabe von Werksverträgen.

So haben wir heute in fast allen Größeren Fleischverarbeitenden Betrieben Werksarbeiter, mein letzter Arbeitgeber hatte einen Werksvertrag mit einer Rumänischen Firma das heißt unsere Rumänische Kollegen können nach Rumänischen Verhältnissen bezahlt werden, das heißt sie haben einen Mindestlohn von 800 lei (ca 170€) ja in Rumänien gibt es einen Mindestlohn, und selbst die FDP könnte sich ja einen Mindestlohnvorstellen wenn er auf Rumänischen Ähnlichkeiten liegt, sie haben keinen Kündigungsschutz, keine Rentenversicherung und keine Krankenversicherung usw. Also nun mal ehrlich mehr kann man nicht verdienen oder der Arbeitnehmer bringt noch Geld mit. Ich habe mal gesagt mit dem was ich hier verdiene kann ich mir nicht mal die Bratwurst leisten die ich Produziere, darauf hat mein Personaler gesagt ein Mitarbeiter bei Airbus kann sich auch kein A380 leisten!

Diese Leute die nun für 800 lei arbeiten sollen nun für uns gute sichere und vor allen Billige Lebensmittel Produziren, vor 48h waren es noch Bauern die Rumänien Ihre Rüben aus dem Acker gebuddelt, heute sollen sie vor allen Hygienisch einwandfreie Lebensmittel für unsere Geiz ist Geil Gesellschaft Produzieren, sorry jeder normal Denkende Mensch wird sagen – Das geht nicht! –

Noch was zu mir ich habe meinen Er lehrten Beruf an den Nagel gehängt ich habe mir einen neuen Job gesucht in den ich auch mein Hobby das Fotografieren einbringen kann, ok ich verdiene ein paar Euro weniger habe aber viel mehr Spaß und Freude, was will ich mehr?!

Was muss passieren, Deutschland du musst anfangen dein eigens Land in den Griff zu bekommen und vor allen dich schützen, ich bin mit Sicherheit nicht rechts Orientiert aber Arbeitsplätze in Deutschland sollten in erster Linie auch mit Arbeitskräften besetz sein für Deutschland das zu Hause ist, na und die zweite und dritte Generation der hier Lebenden „Ausländer“ sind ja hier auch zu Hause.

Diese Art von Beschäftigung wie die Werksverträge gehören abgeschafft! Leiharbeit ist auf 5% zu begrenzen! Es ist ein Flächendeckender Gesetzlicher Mindestlohn einzuführen und gern folge ich da der Frau von der Leyen (2500€ Netto) und den wieder Aufbau der Tarifstrukturen und die Zwangsmitgliedschaften für Arbeitgebern in den Arbeitgebervertretungen und natürlich auch für Arbeitnehmer in den Gewerkschaften (man könnte dafür der Soli abschaffen)

So jetzt werden wieder einige auf mich einhauen weil spaß dabei!
 
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xyz345

Gast
Nö, ich nicht. In anderen Ländern wurden ja auch zuerst die Ausländer gekündigt, als die Krise dort ankam. Was gibt es denn dagegen einzuwenden, wenn die Regierungen ihr eigenes Volk schützen?! :icon_kinn:
 

Heidschnucke

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Nö, ich nicht. In anderen Ländern wurden ja auch zuerst die Ausländer gekündigt, als die Krise dort ankam. Was gibt es denn dagegen einzuwenden, wenn die Regierungen ihr eigenes Volk schützen?! :icon_kinn:

Das Problem ist, die Regierung schütz nicht das Volk sondern das Kapital.
 

Der Ratlose

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Da bin ich aber froh das wir in der europäischen Union leben und sich Leute wie du nicht mehr durchsetzen können.:biggrin:

Haste auch so ne rote Fahne im Schrank? So eine wo in der Mitte ein Emblem mittels Klettverschluss angebracht werden kann.
(wahlweise ein Hackenkreuz oder Hammer und Sichel ?)

Aber tröste dich, die Schulterriemen sind die gleichen und für die Uniform gibt es schon gute Färbungsmittel. Immer schön alles bereit haben gelle?
 

JulieOcean

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Stichwort Werkvertrag: Vor geraumer Zeit bekam ich einen VV vom Job Center als Regalauffüllerin "in Teilzeit". (Mit meinem Beruf hat das rein gar nichts zu tun.) Das Ganze natürlich mit Rechtsfolgebelehrung sprich: Sanktionsdrohung.

Arbeitgeber war eine Zeitarbeitsbude. Am selben Tag kam mir ein Zeitungsartikel in die Hände, der sich kritisch mit dem Thema "Werkverträge" auseinander setzte und die betreffende Zeitarbeitsbude wegen ihrer Praktiken sogar namentlich nannte.

Also Zwangsvermittlung vom Job Center in Werkvertrag. So füllt sich die Personalliste.

P.S. Hab eine Kurzbewerbung ohne relevante Daten an die Bude geschickt - nie mehr was von denen gehört. :icon_smile:
 
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