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Leiharbeit abschaffen

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Mario Nette

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#1
Pressemitteilung - Kampagne gegen Leiharbeit startet

Die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter Union (FAU) kritisiert "modernen Menschenhandel" und fordert die Abschaffung der Leiharbeit.

In über 30 Städten finden ab Freitag, den 18. September bis Freitag, den 25. September im Rahmen einer bundesweiten Kampagne gegen Leiharbeitsverhältnisse verschiedene Protestaktionen statt. Initiiert wurde die Kampagne von Einzelgewerkschaften des Dachverbands FAU. Der anarchosyndikalistische Gewerkschaftsverband war zuletzt durch seine Kampagne für Tarifverhandlungen im "alternativen" Kino Babylon aufgefallen und ist manchen LeserInnen noch durch die "Strike Bike" Aktion bekannt. [Mehr]


de.indymedia.org | "Leiharbeit abschaffen" in Dortmund

de.indymedia.org | Frankfurt: "Leiharbeit abschaffen" gestartet


Mario Nette
 

Merkur

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#2
Mit der modernen Sklaverei wird das Volk zu unmündigen Bürgern erklärt ! Ist ein jeder nicht selbst in der Lage sich Arbeit zu suchen ?
Muss eine Kaste (Leihbuden) noch von dem wenigen was ein Arbeiter verdient abzocken ??
Leihbuden sind Betrug am Volke und spalten die Arbeiterklasse.
 
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#3
Meine Meinung seit bestehen der Leiharbeit ist, das allein deren Existen ein Beweis für das Unvermögen der BfA ist. All das, was ein Sklavenhändler tut ist eigentlich Aufgabe der BfA. Würden die Argen die Vermittlung der Leiharbeit durchführen, wäre es möglich die Leiharbeiter ordentlich zu entlohnen. Denn der Gewinn den sich der "Zwischenhändler" einstreicht könnte an die Arbeitnehmer weitergereicht werden. Und alle, die jetzt beim Sklavenhändler angestellt sind, könnten in gleicher Position bei den Argen beschäftigt werden.

Ergo: Verstaatlicht die Leiharbeit !!
 

RudiRatlos

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#4
Meine Meinung seit bestehen der Leiharbeit ist, das allein deren Existen ein Beweis für das Unvermögen der BfA ist. All das, was ein Sklavenhändler tut ist eigentlich Aufgabe der BfA. Würden die Argen die Vermittlung der Leiharbeit durchführen, wäre es möglich die Leiharbeiter ordentlich zu entlohnen. Denn der Gewinn den sich der "Zwischenhändler" einstreicht könnte an die Arbeitnehmer weitergereicht werden. Und alle, die jetzt beim Sklavenhändler angestellt sind, könnten in gleicher Position bei den Argen beschäftigt werden.

Ergo: Verstaatlicht die Leiharbeit !!
Genau das ist mein Reden. :icon_daumen:Zeitarbeit als Solches ist nicht so verkehrt. Verkehrt sind die Leihbuden. Wie du schon geschrieben hast, das wäre die Aufgabe der BfA. :cool:
 

Rounddancer

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#5
Nein. Es wird immer Einsatzsituationen für Zeitarbeit geben,- z.B. um Auftragsüberhänge zu bewältigen, oder Ausfälle durch Mutterschaftsurlaub, Elternzeit, Krankheit, etc.

Wichtig ist nur: Der Zeitarbeiter muß für die selbe Arbeit MINDESTENS das selbe bezahlt bekommen, wie der regulär Beschäftigte.
Also ist das Ziel "Equal pay".

Wenn der Zeitarbeiter wirklich mindestens den selben Lohn erhält,- und, das ist wichtig, nicht seinem Zeitarbeitsvermittler davon auch nur einen Cent abgeben muß,-
dann wird Zeitarbeit so deutlich teurer als die Arbeit durch Festangestellte,- daß die Unternehmen, so, wie das woanders auch ist, Zeitarbeiter wirklich nur noch da einsetzen, wo nicht auch ein Festangestellter da ist, oder dafür eingestellt werden könnte.
Dann wäre das ganze, kriminelle Lohndumping, das heute mit Zeitarbeit getrieben wird, unmöglich, weil unwirtschaftlich.
Und Arbeitgebern, Eignern, aber erst recht Managern, kann man leider nicht mehr mit moralischen, oder sozialen, nein, man muß ihnen mit wirtschaftlichen Argumenten kommen, am Besten, um das wettbewerbsneutraler zu bekommen, gepaart durch gesetzliche Vorgaben.
 

Mario Nette

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#6
Auftragsüberhänge, genau - pfffft. Welcher Manager hat da wieder gepennt und mehr Aufträge angenommen als das Unternehmen stemmen kann?

Mario Nette
 

RudiRatlos

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#7
Nein. Es wird immer Einsatzsituationen für Zeitarbeit geben,- z.B. um Auftragsüberhänge zu bewältigen, oder Ausfälle durch Mutterschaftsurlaub, Elternzeit, Krankheit, etc.
Richtig. Das Problem ist nur, wer Zeitarbeit vermittelt. Das können die Arbeitsagenturen übernehmen. Private Leihbuden sind wie Makler, überflüssige Parasiten, die nur Kohle einsacken wollen.:icon_kotz:
 

FrankyBoy

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#8
Ich habe einen guten Freund, der arbeitet in der Automobil-Zulieferindustrie bei einem großen amerikanischem Unternehmen.

Am Standort Bohum stehen 51 Stamm-Mitarbeitern 204 Leiharbeitern gegenüber - was sind das denn für Verhältnisse?

Die Leiharbeiter können ihren Lebensalltag einfach nicht mehr planen und das Zerstört ebenfalls eine Gesellschaft und schafft Neid und spaltet sie immer immer weiter - manchmal denke ich darüber nach, warum es hier nicht einen Schulterschluss sehr sehr vieler Menschen gibt wie ich es noch in den 70iger jahren erleben konnte?

Unsere Leiharbeit in dieser Form muss endlich abgeschafft werden so wie es lange lange Jahre der Fall war - das sind doch, genau wie Hartz IV Instrumente, Druck auf die Löhne auszuüben und das gehört verboten - von den alten EU 15 Ländern ist Deutschland mittlerweile von Platz 2 auf Platz 14 abgerutscht, was die Reallöhne anbetrifft - sollen wir uns so etwas gefallen lassen?

Hier könnt ihr sehen, welche Schandtaten uns unsere Regierungen zugefügt haben und das erklärt eben einfach alles.

• Einkommen - Entwicklung der Reallöhne in Europa seit 2000 | Statistik
 

druide65

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#9
Richtig. Das Problem ist nur, wer Zeitarbeit vermittelt. Das können die Arbeitsagenturen übernehmen. Private Leihbuden sind wie Makler, überflüssige Parasiten, die nur Kohle einsacken wollen.:icon_kotz:
Hat doch die BA schon versucht.Hat ja auch nicht gefunzt.

Das schlimme an Leiharbeit ist das hier eine Ware offeriert wird.Und diese Ware heißt Mensch...
Deswegen ist der Begriff Sklaventreiber gar nicht so abwegig.
Und da Leiharbeit de Facto nicht mehr begrenzt ist schaffen sich die Unternehmer einen Pool von Niedriglöhner wo sie keinerlei mehr Verantwortung für zeigen müssen.
Und das sogenannte Stammpersonal wird als Kapos für die Leiharbeiter missbraucht.
 

twaini

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#11
Ob man die Leiharbeit abschaffen soll weiss ich nicht so recht, aber die miserablen Umstände muss man abschaffen udn stark drauf gucken.

Beispiel: Wurde verliehen an eine Firma die Klärschlämme absaugt usw., stinkig schwere Arbeit,die Leutz die dort angestellt waren bekamen Stundenlöhne zwischen14 und 19 euro je nachdem wie lange sie schon dort waren.

Und alles so gesehen nur helfer wie ich sprich angelernt und Erfahrungen gesammelt,so und der Hammer nun ich kriegte weil ja "nur" Helfer in diesem bereich 7€ brutto die Stunde.

Was dem Fass den Boden ausschlug war die tatsache das ich durch Zufall mit bekam was die Firma für mich abdrücken muss Pro Stunden und das waren satte 20 €.

Sprich ich bekam nicht mal die hälfte von dme was die Firma zahlte und diese Schreibtisch täter sacken sich die dicke Kohle ein.

Und das ganze nur weil sie der Meinung sind/waren,somit haben sie keine Krankheitsausfälle,tja weit gefehlt gibt einige wie mich die es nicht machen wollten somit auch ausfälle,wie das von Seitens der Leihfirma gerade gebogen wurde keine ahnung.

Nur konnte ich das ganze nicht auf mir sitzen lassen und schnappte mir den Cheff von der Bude und teilte ihm mit das ich aufgrund von der Arbeit selbst und den dort gezahlten Löhnen mehr Geld will,da ich nicht einsehe für so wenig so eine Knochen Maloche zu machen.

Er meinte nur trocken das ist ja vertraglich so fest gelegt und ich müsse ja,ich schaute ihn nur an und meinte dann gewählte Wortwahl werde ich mir mal gerade schenken,die dann aber zur Kündigung führte was mich aber nicht sonderlich kratzte.

Deutschland mus ssich endlich mal den Gedanken aus dem Kopf schlagen von wegen besser egal was für eine Arbeit als gar keine, denn genau dies führt zu solchen beispielen wie dem meinen!


gruss
 

druide65

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#13
Was dem Fass den Boden ausschlug war die tatsache das ich durch Zufall mit bekam was die Firma für mich abdrücken muss Pro Stunden und das waren satte 20 €.
Sicher?Normalerweise sind die Stundensätze höher die sie abdrücken müssen.
Muss ja alles bezahlt werden davon.....Büro ,Sozialversicherung usw.
Und dann soll ja für die Sklaventreiber auch noch eine Rendite abfallen
 

FrankyBoy

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#14
Dein Beitrag zeigt eines ganz deutlich: Die Lohndrückerei in Deutschland nimmt immer skurilere Formen an - ich erinnere mich gerade an die PIN-Group, die dazu aufgefordert hat, dass ihre unterbezahlte Belegschaft auch noch für Hungerlöhne demonstrieren gehen - wo leben wir eigentlich?
PIN AG

Unsere Volksverräter sollen selber mal harte Arbeit für diese paar Kröten machen, damit die wieder Sauerstoff ans Hirn bekommen denn die Entscheidungen, die dazu geführt haben hat aus einem der reichsten Länder dieser Erde eines gemacht, in dem die kleinen Leute in einer Tretmühle aktiv sind, aus der sie nicht mehr heraus kommen und nicht einmal mehr über den Tellerrand sehen können, kann wirklich keine Lösung sein - wir brauchen gelebte Chancengleichheit und die wird mehr und mehr vernichtet!

Dazu passt dann dein Beitrag ganz gut:
Ob man die Leiharbeit abschaffen soll weiss ich nicht so recht, aber die miserablen Umstände muss man abschaffen udn stark drauf gucken.

Beispiel: Wurde verliehen an eine Firma die Klärschlämme absaugt usw., stinkig schwere Arbeit,die Leutz die dort angestellt waren bekamen Stundenlöhne zwischen14 und 19 euro je nachdem wie lange sie schon dort waren.

Und alles so gesehen nur helfer wie ich sprich angelernt und Erfahrungen gesammelt,so und der Hammer nun ich kriegte weil ja "nur" Helfer in diesem bereich 7€ brutto die Stunde.

Was dem Fass den Boden ausschlug war die tatsache das ich durch Zufall mit bekam was die Firma für mich abdrücken muss Pro Stunden und das waren satte 20 €.

Sprich ich bekam nicht mal die hälfte von dme was die Firma zahlte und diese Schreibtisch täter sacken sich die dicke Kohle ein.

Und das ganze nur weil sie der Meinung sind/waren,somit haben sie keine Krankheitsausfälle,tja weit gefehlt gibt einige wie mich die es nicht machen wollten somit auch ausfälle,wie das von Seitens der Leihfirma gerade gebogen wurde keine ahnung.

Nur konnte ich das ganze nicht auf mir sitzen lassen und schnappte mir den Cheff von der Bude und teilte ihm mit das ich aufgrund von der Arbeit selbst und den dort gezahlten Löhnen mehr Geld will,da ich nicht einsehe für so wenig so eine Knochen Maloche zu machen.

Er meinte nur trocken das ist ja vertraglich so fest gelegt und ich müsse ja,ich schaute ihn nur an und meinte dann gewählte Wortwahl werde ich mir mal gerade schenken,die dann aber zur Kündigung führte was mich aber nicht sonderlich kratzte.

Deutschland mus ssich endlich mal den Gedanken aus dem Kopf schlagen von wegen besser egal was für eine Arbeit als gar keine, denn genau dies führt zu solchen beispielen wie dem meinen!


gruss
 

druide65

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#15
erinnere mich gerade an die PIN-Group, die dazu aufgefordert hat, dass ihre unterbezahlte Belegschaft auch noch für Hungerlöhne demonstrieren gehen - wo leben wir eigentlich?
Das ist ein gutes Beispiel.Das war heftig.
Das ganze Konzept der Pin Group war darauf aufgebaut Niedriglöhne zu zahlen...konnte gar nicht anders funktionieren.
Durch prekäre Arbeit Marktanteile sichern und Konkurrenz vom Markt fegen.

Perfider gehts nicht mehr....
 

RudiRatlos

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#16
Hat doch die BA schon versucht.Hat ja auch nicht gefunzt.
Dann müssen sie es eben noch mal versuchen. Aber Nein, das könnte dem Staat ja Geld kosten- mehr Mitarbeiter etc.:icon_kotz:
Mein zuständiger SB für die Weiterbewilligung hat mir erzählt, dass wieder Stellen abgebaut wurden. Er hat jetzt 100 dazu bekommen.
 

FrankyBoy

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#17
Tja, und der Rest der Unternehmer guckt in die Röhre und muss aufgrund solcher Schweinereien dann selber Insolvenz anmelden - wie kann man unter solchen Umständen noch von einer "Sozialen Marktwirtschaft" reden wenn es eigentlich eine asoziale Marktwirtschaft ist?

Na ja, bin selber Unternehmer und muss nun in den Betrieb weil wir jetzt Feierabend haben - mal sehen ob es sich heute gelohnt hat, der Mittag war heute erstaunlich ruhig aber Abends war viel zu tun, musste meine Leute unterstützen was ich gerne tue - jetzt bin ich nebenbei mit Papierkrieg beschäftigt, mal sehen - bis gleich.
 

druide65

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#18
Dann müssen sie es eben noch mal versuchen. Aber Nein, das könnte dem Staat ja Geld kosten- mehr Mitarbeiter etc.:icon_kotz:
Mein zuständiger SB für die Weiterbewilligung hat mir erzählt, dass wieder Stellen abgebaut wurden. Er hat jetzt 100 dazu bekommen.
Na ja...dann müssen die das Konzept aber radikal ändern wenn die das noch mal versuchen wollen.

Und....wozu Leiharbeit wenn es die Möglichkeit befristeter Arbeitsverträge gibt?
 

VerBisUser

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#19
Mit der modernen Sklaverei wird das Volk zu unmündigen Bürgern erklärt ! Ist ein jeder nicht selbst in der Lage sich Arbeit zu suchen ?
Muss eine Kaste (Leihbuden) noch von dem wenigen was ein Arbeiter verdient abzocken ??
Leihbuden sind Betrug am Volke und spalten die Arbeiterklasse.
Oha, da ist ja jemand schwerst im Steinzeitsozialismus gelandet....
 

RudiRatlos

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#20
Und....wozu Leiharbeit wenn es die Möglichkeit befristeter Arbeitsverträge gibt?
Zeitarbeit und befristete Arbeitsverträge sind zwei Paar, unterschiedlicher Schuhe.
 

VerBisUser

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#21
Hat doch die BA schon versucht.Hat ja auch nicht gefunzt.

Das schlimme an Leiharbeit ist das hier eine Ware offeriert wird.Und diese Ware heißt Mensch...
Deswegen ist der Begriff Sklaventreiber gar nicht so abwegig.
Und da Leiharbeit de Facto nicht mehr begrenzt ist schaffen sich die Unternehmer einen Pool von Niedriglöhner wo sie keinerlei mehr Verantwortung für zeigen müssen.
Und das sogenannte Stammpersonal wird als Kapos für die Leiharbeiter missbraucht.
Die Ware heißt nicht Mensch. sondern menschliche Arbeitsleistung.
 

druide65

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#23
Zeitarbeit und befristete Arbeitsverträge sind zwei Paar, unterschiedlicher Schuhe.
Ein befristerter Arbeitsvertrag wird dem Wort Zeitarbeit mehr gerecht.
Ein Vertrag auf Zeit.
Und ich handele das mit meinem Brötchegeber direkt aus.....ohne "Vermittler" die noch an mir verdienen wollen.
 

Volker

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#24
Auftragsüberhänge, genau - pfffft. Welcher Manager hat da wieder gepennt und mehr Aufträge angenommen als das Unternehmen stemmen kann?

Mario Nette
Doch sowas gibt es in der Tat. Grossauftrag, der unverhofft ist gar nicht so
unüblich. Meistens ist es in Tat Überhänge organisiert, alles wird zurückgefahren
und dann wird quasi jeder Auftrag zum Grossauftrag.

Volekr
 

Kaleika

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#25
Arbeitsbedingungen
"Das ist ein Skandal"

Bremen scheitert mit einem Vorstoß, der Zeitarbeit eindämmen soll und kündigt ein Gesetz an, dass öffentliche Aufträge an Mindeststandards koppeln soll.
Mit sehr unterschiedlichem Erfolg versucht die rot-grüne Landesregierung derzeit, die Situation von ArbeitnehmerInnen im Land grundlegend zu verbessern. Dabei geht es zum einen um die Arbeitsbedingungen von ZeitarbeiterInnen, zum anderen um soziale und wirtschaftliche Mindeststandards bei öffentlichen Aufträgen.

Gescheitert ist gestern eine Initiative, für die sich Bremen - gemeinsam mit Rheinland-Pfalz - im Bundesrat stark gemacht hat. Sie hatte zum Ziel, die Leiharbeit auf maximal 24 Monate zu begrenzen. (...)
Arbeitsbedingungen: "Das ist ein Skandal" - taz.de
 

RudiRatlos

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#26
Ein befristeter Arbeitsvertrag wird dem Wort Zeitarbeit mehr gerecht.
Ein Vertrag auf Zeit.
Und ich handele das mit meinem Brötchengeber direkt aus.....ohne "Vermittler" die noch an mir verdienen wollen.
Eben, würde der "Vermittler" die BfA sein, gebe es keinen Drittverdiener.
Wegen fehlgeleiteter Wirtschaftspolitik wird in Deutschland immer mehr privatisiert. Unternehmen bekommen Gelder ohne Rückzahlungsvereinbarungen und ohne Zinsen. Wie bitte? Die Banken fahren wieder ein dickes + ein. Warum wird das Geld nicht zurück gefordert? Hallo, geht´s noch?
Die sollten alle priv. Arbeitsvermittlungen und priv. Leihbuden einschmelzen und die ganze Sache in staatliche Hand nehmen. "Dann klappt es auch mit dem Nachbarn". :icon_neutral:

Übrigens, wir "ich" haben die Möglichkeit, T- Shirts zu drucken. :icon_wink:
 

FrankyBoy

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#29
Sublimationsdruck
Unser Hauptgeschäft ist Drucker- Qualitätstinte und Toner. Wie auch kostenlosen Druckerservice (keine Rep., da wir keine Vertragswerkstatt sind) :cool:
Was kostet bei euch der T-Shirt druck? Habe Bedarf für 6 Mitarbeiter und eben mich, ausserdem brauche ich für diese Geräte eigentlich immer Tinte, wir produzieren unsere Flyer selber - am liebsten mit pigmentierter Tinte.

http://www.brother.de/display.cfm/id/139865
Brother DCP-135C

Kannst ja morgen einmal deinen Chef fragen - unser Druckvolumen: ca. 10.000 Seiten/Monat und 36 T-Shirts sollten es schon sein.
 
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#30
Ich habe, noch zu DM-Zeiten, in einem kleinen Ort, wo jeder jeden kennt, mit einem Sklavenhändler ein paar Bier getrunken. Als dieser schon etwas angedieselt war, plauderte er mal aus dem Nähkästchen. Ein Facharbeiter bekam damals beim ihm knapp 20,00 DM Stundenlohn (was ja eigentlich ganz gut war). Er bekam von den Firmen zwischen 32,00 DM und 36,00 DM die Stunde. Er hat er sich dann damit gebrüstet, das er pro Mann und Stunde netto 7,00 DM in der Tasche hätte. Wie gesagt. Das war NETTO. Alle Kosten und Steuern waren schon herausgerechnet. Und dieser Mann hatte immer rund 600 Leute auf den norddeutschen Werften verteilt arbeiten. In Spitzenzeiten waren es gar über 1000 Leute.

Ich denke das sich an den Relationen in der Zwischenzeit nicht viel geändert hat. Da ist es doch klar, das Westerwelle den darbenden Mittelstand fördern muß, und sich gegen einen Mindestlohn, bzw. dessen Erhöhung, ausspricht.
 

basou

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#32
Ich habe, noch zu DM-Zeiten, in einem kleinen Ort, wo jeder jeden kennt, mit einem Sklavenhändler ein paar Bier getrunken. Als dieser schon etwas angedieselt war, plauderte er mal aus dem Nähkästchen. Ein Facharbeiter bekam damals beim ihm knapp 20,00 DM Stundenlohn (was ja eigentlich ganz gut war). Er bekam von den Firmen zwischen 32,00 DM und 36,00 DM die Stunde. Er hat er sich dann damit gebrüstet, das er pro Mann und Stunde netto 7,00 DM in der Tasche hätte. Wie gesagt. Das war NETTO. Alle Kosten und Steuern waren schon herausgerechnet. Und dieser Mann hatte immer rund 600 Leute auf den norddeutschen Werften verteilt arbeiten. In Spitzenzeiten waren es gar über 1000 Leute.


Wo ist das Gewaltmonpol von dem Staat?
Wenn der Staat nicht eingreift, hat der Bürger das Recht gegen diese Unverschämten Verbrecher zu urteilen. In diesen Fall sollten die Bürger ein Volksgericht einberufen und die Verbrecher Aufhängen.


Ich denke das sich an den Relationen in der Zwischenzeit nicht viel geändert hat. Da ist es doch klar, das Westerwelle den darbenden Mittelstand fördern muß, und sich gegen einen Mindestlohn, bzw. dessen Erhöhung, ausspricht.
Wo ist das Gewaltmonpol von dem Staat?
Wenn der Staat nicht eingreift, hat der Bürger das Recht gegen diese Unverschämten Verbrecher zu urteilen. In diesen Fall sollten die Bürger ein Volksgericht einberufen und die Verbrecher Aufhängen.
 

Mario Nette

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#36
Gerade eben meinte Scholz im SWR bei 2+Leif sinngemäß, dass er für Mindestlöhne in der Leiharbeit wäre. Fragt sich nur in welcher Höhe.

Mario Nette
 

Mario Nette

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#37
Leiharbeit abschaffen!
22.09.2009 16:35

Etwa 800.000 Menschen haben im vergangenen Jahr für Leiharbeitsfirmen gearbeitet. Viele von ihnen wurden von den Arbeitsagenturen gezwungen, sich von den Menschenhändlern für Niedriglöhne vermieten zu lassen.
Trotz Wirtschaftskrise ist der Markt für Leiharbeit in Deutschland auch im Jahr 2008 gewachsen. Die 25 größten Leihfirmen erzielten ein Umsatzplus von 3,7 Prozent, insgesamt betrug das Marktvolumen im Jahr 2008 14,7 Milliarden Euro. Die größten Konzerne, die vom Menschenhandel leben, sind Randstad, Adecco, Manpower und USG People.

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Mario Nette
 

penelope

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#38
Hallo zusammen

heute Mittag nach den HA Termin bin ich zu meiner Schwester gefahren, wir saßen draußen auf der Treppe, als ein Mercedes C Klasse Wert ca 100 t €.

mein Schwager führte noch hinzu, ach die haben noch 2, ein dicken BMW u. noch ein Mercedes.:icon_eek:ja der Nachbar hat 300 Leute unter sich,
Zeitarbeiter, die verpacken Grillgut usw bei Westfalenfleisch ein:icon_kotz:
 

Mario Nette

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#40
Die C-Klasse kostet in der Grundausstattung nach meinen Kenntnissen etwa 30.000 und keine 100.000 €.

Mario Nette
 

penelope

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#41
Die C-Klasse kostet in der Grundausstattung nach meinen Kenntnissen etwa 30.000 und keine 100.000 €.

Mario Nette
sorry Mario Nette, ich kenne mich in diesen Gefilde nicht aus:icon_sad: aber eine Grundausstattung war es eher nicht, so wie Schwager es sagte.

aber was die verdienen:icon_kinn: wollte es nur mal zum Ausdruck geben.
 

VerBisUser

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#43
Mit der modernen Sklaverei wird das Volk zu unmündigen Bürgern erklärt ! Ist ein jeder nicht selbst in der Lage sich Arbeit zu suchen ?
Muss eine Kaste (Leihbuden) noch von dem wenigen was ein Arbeiter verdient abzocken ??
Leihbuden sind Betrug am Volke und spalten die Arbeiterklasse.
Und? Hast Du einen Job?
 

VerBisUser

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#44
Meine Meinung seit bestehen der Leiharbeit ist, das allein deren Existen ein Beweis für das Unvermögen der BfA ist. All das, was ein Sklavenhändler tut ist eigentlich Aufgabe der BfA. Würden die Argen die Vermittlung der Leiharbeit durchführen, wäre es möglich die Leiharbeiter ordentlich zu entlohnen. Denn der Gewinn den sich der "Zwischenhändler" einstreicht könnte an die Arbeitnehmer weitergereicht werden. Und alle, die jetzt beim Sklavenhändler angestellt sind, könnten in gleicher Position bei den Argen beschäftigt werden.

Ergo: Verstaatlicht die Leiharbeit !!

Nun mal sachlich: die BfA war die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Die hat nix mit Leiharbeit zu tu.
Heute heisst sie übrigens DRV.
Meinst du vielleicht die Bundesagentur für Arbeit?
Sorry, aber ein Schlaumeier wie Du sollte sich besser auskennen!
 

VerBisUser

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#45
Meine Meinung seit bestehen der Leiharbeit ist, das allein deren Existen ein Beweis für das Unvermögen der BfA ist. All das, was ein Sklavenhändler tut ist eigentlich Aufgabe der BfA. Würden die Argen die Vermittlung der Leiharbeit durchführen, wäre es möglich die Leiharbeiter ordentlich zu entlohnen. Denn der Gewinn den sich der "Zwischenhändler" einstreicht könnte an die Arbeitnehmer weitergereicht werden. Und alle, die jetzt beim Sklavenhändler angestellt sind, könnten in gleicher Position bei den Argen beschäftigt werden.

Ergo: Verstaatlicht die Leiharbeit !!
Aber der Mensch bringt doch die Arbeitsleistung...oder?
Also was wird angeboten?Der Mensch...
Ja, aber Mensch bedeutet nicht nur Arbeitsleistung - oder hat Dein Hirn, Dein Herz, Deine Leber auch nen Vertrag mit der Zeitarbeit?

Ganz brutal: Bei der Zeitarbeit landen nur Arbeitnehmer, die allenfalls temporär dem allgemeinen Arbeitsmarkt zumutbar sind.
Und die, die besser sind, landen dann in der direkten Anstellung oder können sich die "Leihbude" aussuchen, für die sie arbeiten.

Eines haben wir nach der Wiedervereinigung verloren, nämlich die PFLICHT ZU ARBEITEN.

Faulheit ist keine Rechtfertigung, den Sozialstaat auszunutzen.
 
E

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#46
J
a, aber Mensch bedeutet nicht nur Arbeitsleistung - oder hat Dein Hirn, Dein Herz, Deine Leber auch nen Vertrag mit der Zeitarbeit?
Wie ist es bei dir um Hirn und Herz bestellt????
Ganz brutal: Bei der Zeitarbeit landen nur Arbeitnehmer, die allenfalls temporär dem allgemeinen Arbeitsmarkt zumutbar sind.
Hast du deine Wortwahl mal einer Überprüfung unterzogen?
Eines haben wir nach der Wiedervereinigung verloren, nämlich die PFLICHT ZU ARBEITEN.
Es gab weder hüben noch drüben jemals eine Arbeitspflicht.
Faulheit ist keine Rechtfertigung, den Sozialstaat auszunutzen.
Du meinst also, dass Erwerbslose, die sich nicht einfach eintüten lassen wollen, und sich gegen miese Arbeitsbedingungen und fragwürdige Entlohnungen zur Wehr setzen, faule Schmarotzer sind????
 

druide65

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#47
Ja, aber Mensch bedeutet nicht nur Arbeitsleistung - oder hat Dein Hirn, Dein Herz, Deine Leber auch nen Vertrag mit der Zeitarbeit?
Da man den Menschen als Gesamtes betrachten muss haben alle Körperorgane einen Vertrag mit der Zeitarbeit.
Im übrigen wird von ZA nur die Arbeitsleistung gesehen.Nichts anderes.

Ganz brutal: Bei der Zeitarbeit landen nur Arbeitnehmer, die allenfalls temporär dem allgemeinen Arbeitsmarkt zumutbar sind.
Und die, die besser sind, landen dann in der direkten Anstellung oder können sich die "Leihbude" aussuchen, für die sie arbeiten.
Wenn dem so wäre würden die ZA kein Geschäft machen.
Eines haben wir nach der Wiedervereinigung verloren, nämlich die PFLICHT ZU ARBEITEN.
Sehnst du dich nach den alten Zeiten von 1933-45 zurück?

Faulheit ist keine Rechtfertigung, den Sozialstaat auszunutzen.
1.Rein rechnerisch ist gar nicht möglich jedem Arbeitslosen eine Stelle anzubieten.Das ist nun mal Fakt.
2.Wenn Millionen von Menschen ohne eigene Schuld vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt werden hat das ja wohl nichts mit Faulheit zu tun.
 

penelope

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#48
Hallo VerBisUser

sorry aber ich glaube du bist moralisch völlig am Thema vorbei.

warum nimmst du nicht die Kurzfassung, mit Leib und Seele bei der Arbeit:icon_kinn:
 

ShankyTMW

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#49
Dann müssen sie es eben noch mal versuchen. Aber Nein, das könnte dem Staat ja Geld kosten- mehr Mitarbeiter etc.:icon_kotz:
Mein zuständiger SB für die Weiterbewilligung hat mir erzählt, dass wieder Stellen abgebaut wurden. Er hat jetzt 100 dazu bekommen.
Na ja...dann müssen die das Konzept aber radikal ändern wenn die das noch mal versuchen wollen.

Und....wozu Leiharbeit wenn es die Möglichkeit befristeter Arbeitsverträge gibt?
Um Gottes Willen ihr beiden. Ich hab noch gut in Erinnerung was die PSA bedeutete. Das war im Vorfeld eigentlich schon abzusehen - auch weil heir ein paar Funktionäre und/oder Befürworter von ZAFs mit im Arbeitskreis um die HArtz-Reformen waren, bzw. auch mit Rat und Tat unterstützend von außen mitwirkenten (allen voran: Peter Hartz selbst von VW - Halter der WOB AG und als Co zur AutoVision - Wolfgang Clement mti Vorsitz bei Adecco - ein Vertreter der McKinsey Gruppe die Firmen sogar dahingehend berät auf Flexible Lohnsklaven umzusteigen und und und). Dazu beruhte das gnaze PSA auf die Erfahrungsberichte die von den größten ZAFs gestellt wurden - Berichten die man nei bestätigen konnte und auch so kaum halt hatten. Und den gleichen ZAFs hatte man auch einen Teil der PSA anvertraut nachdem diese über die AA (oder war es damals schon die BfA (in Kurzform auch BA)) genehmigt wurden. Das die Lohnsklaven der PSA dann auch zum einem mit Zuschüssen in den ZAFs eingeführt wurdn, die Leihbuden diese beim auftraggeber auch nochmal abgerechnet hatte wie einen Normalen, das hatte dann zur Folge das alles hier ZAFs unter dem Deckmäntelchen des PSA Siegels versteckt mit Versicherungsleistungen der BA Subventioniert wurden. Gut das es eingedämmt wurde, wenn auch viel zu spät. Es hat niemanden in Arbeit gebracht aber wirklich Geld verbrannt.

Und dieses Konzept sollte nicht einmal umgearbeitet ncohmal Versucht werden, schon gar nciht wenn es mit so heißer NAdel gestrickt udn auch noch so offensichtlich schon vor dem offiziellen Begin mit absehbaren Folgen in die Binsen gehen muß.

Gerade eben meinte Scholz im SWR bei 2+Leif sinngemäß, dass er für Mindestlöhne in der Leiharbeit wäre. Fragt sich nur in welcher Höhe.
Eigentlich gibt es in der Leiharbeit diese sogar schon - aber wo Du schon fragst: eine Höhe wurde bisher noch nicht fest gelegt und es ist ein ewiges hin und her gezurre seit dem es im neuen Entsendegesetz nochmal aufgekocht wurde.

Quelle:
Netzzeitung (2006)
Focus Online (Suche nach ZAF Mindestlohn-Berichten)
Tagesspiegel
FAZ

Nun mal sachlich: die BfA war die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Die hat nix mit Leiharbeit zu tu.
Heute heisst sie übrigens DRV.
Meinst du vielleicht die Bundesagentur für Arbeit?
Sorry, aber ein Schlaumeier wie Du sollte sich besser auskennen!
Hmm, da macht aber einer den Oberschlauen. Wen juckt es ob jemand mit BfA die Bundesagentur für Arbeit meint wenn die ehemalige AfA nun DRV heißt, ganz zu schweigen das Sie auch als DRB bekannt ist? Auh für die alte AA gibts nunmal seit sie umbenannt wurde mehrere abk.: AfA, BfA, BA - such dir was aus.


Die Ware heißt nicht Mensch. sondern menschliche Arbeitsleistung.
...
Ja, aber Mensch bedeutet nicht nur Arbeitsleistung - oder hat Dein Hirn, Dein Herz, Deine Leber auch nen Vertrag mit der Zeitarbeit?
Hmm, ohne das alles könnt niemand arbeiten. Und davon mal ab bezahlt jeder Arbeitgeber Arbeitsleistung. Aber die Leihbuden sind diejenigen, die den Menschen komplett zu Ihren Gunsten quasi verschachern. Kein anderer Arbeitgeber verleiht den Menschen mit seiner Arbeitskraft in der Art.

Ganz brutal: Bei der Zeitarbeit landen nur Arbeitnehmer, die allenfalls temporär dem allgemeinen Arbeitsmarkt zumutbar sind.
Auf welchem Mond lebst du eigentlich?

Und die, die besser sind, landen dann in der direkten Anstellung oder können sich die "Leihbude" aussuchen, für die sie arbeiten.
Ahja, ein Leihbudenpersonaler bist Du also(?) - nur von solchen Leuten bekommt man so viel Unfug (ich würde am Liebsten "Schwachsinn" schreiben, aber ich halt mich da aus Höflichkeit lieber zurück) am Stück zu hören. Ganz zu schweigen das Du dir selbst hier wiedersprichst.

Festanstellung ist dermaßen selten und nur unter ganz wenigen Zufällen möglich das man getrost sagen kann: so gut wie nie egal wie gut Du bist. Möglich ist es zB. bei Gründungen neuer Produktionsstätten. Aber nur so weit bis das kleine Kern-Stammpersonal voll ist. Ab dem Zeitpunkt geht nix mehr mit Volleinstellung, aber man hält die anderne Plätze weiter mit Leihsklaven am Leben und vernichtet damit quasi sogar mögliche neue Arbeitsplätze im Ansatz. Gut, für den letzten Teil ist der Entleiher eher Verantwortlich, aber Leiharbeit, die neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetze und die Gruppen (llen voran diverse Gewerkschaften) die die Tarifverträge zum aushebeln des im Gesetz stehenden Equal-Payments so richtig ins Leben gerufen haben, machen es möglich. Das kanns ja wohl net sein.

Und wo liegt der Sinn wenn sich jemand, der gut ist, die Leihbude aussuchen kann? Jeder der seine 5 Sinne beisammen hat verkauft sich nicht wie (Vorsicht, vergleichende Metaphern:) "eine billige Hure" bei den Sklavenhändlern (=Zuhälter) immer unter Wert, sondern geht lieber gleich zum Arbeitgeber (=Freier) um dort direkt als regulärer Arbeitnehmer (freies Callgirl) zu arbeiten".

Eines haben wir nach der Wiedervereinigung verloren, nämlich die PFLICHT ZU ARBEITEN.
Ja, genau das ist das ungeschriebene Gesetz der Sklavenhändler. Die kleinen Untergebenen schalten das Hirn aus, legen es zum aufbewahren in eine kleie Schachtel zuhause auf dem Nachttisch solange man weg ist und arbeitet fortan wie ein Roboter ohne eigenen Willen. Ist es das was Du willst? Da bleib ich doch lieber im Land der Dichter, Denker und Erfinder - selbst wenn ich dafür auswandern müßte.

Faulheit ist keine Rechtfertigung, den Sozialstaat auszunutzen.
Ok, dann arbeite doch mal ein paar Jahre als Leiharbeiter wenn es dich Glücklich macht und dann sprechen wir uns wieder. Ich unterstelle niemanden, der nicht oder nicht mehr für diese Banden arbeiten will Faulheit. Im Gegenteil, sie sind aufgewacht und haben die großen Lügen erkannt um sich nciht weiter zum Billigstpreis zu verschachern, um sogar noch damit weiter betrogen zu werden.

Die Leiharbeit gehört in Deutschland ausgeräuchert oder auf wenigstens das gesteigert, wie es in anderen Ländern läuft. Aber das ist hierzulande wohl nicht im Sinne der Wirtschaft und Politik, geschweige denn von Leihsklavenhaltern. :icon_neutral:
 

penelope

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#50
Ja, genau das ist das ungeschriebene Gesetz der Sklavenhändler. Die kleinen Untergebenen schalten das Hirn aus, legen es zum aufbewahren in eine kleie Schachtel zuhause auf dem Nachttisch solange man weg ist und arbeitet fortan wie ein Roboter ohne eigenen Willen. Ist es das was Du willst? Da bleib ich doch lieber im Land der Dichter, Denker und Erfinder - selbst wenn ich dafür auswandern müßte.:icon_daumen:

Hallo ShankyTMW

und das hat meine liebe Schwester getan, was ich schon in ein anderen Tread niederschrieb.

sie ging voller Stolz und Tatendrang zur ZA, immer wieder die selben Worte, Haupsache Arbeit.

dann kam sie von der ZA zum Kaffee, völlig entnervt und meckerte
untentwegt:biggrin:

was ist das denn für ein Verein, die schliesen sich ein ich musste erstmal schellen, ich saß in ein Glashaus und füllte Formulare aus.

der ZA sprach von ein Std. Lohn von 8,50€ und ganz klein unten
stand was von 5,60€, was ist das de...nn und verlies fluchtartig die ZA.

und wieder wurde das Hirn ausgeschaltet, wo sie später als gelernte
Altenpflegerin ein Jahr lang ein 1 € Job machte:icon_neutral:

kluge Menschen kann man überzeugen, dumme Menschen versuchen zu überreden.

Ps: habe den Vereinen bei uns mal ein paar Fleyer in Kasten geschmissen, und hinter den Firmschild gesteckt:icon_smile:
 

ShankyTMW

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#51
und das hat meine liebe Schwester getan, was ich schon in ein anderen Tread niederschrieb.
Ich mein ich erinner mcih an den Thread (Kuststrück, ZAFs sind für mich wie ein rotes Tuch)

sie ging voller Stolz und Tatendrang zur ZA, immer wieder die selben Worte, Haupsache Arbeit.
Naja, voller Tatendrang und Stolz darf man ja auch zur Arbeit. Aber der letzte Teil in deinem Satz wird seit Hartz4 in den Köpfen der Leute fest gesetzt. Schüler werden damit erzogen - weg von der Besitztumsgesellschaft udn HAuptsache Arbeit (egal ob Sie einen ernähren kann oder nicht), weil Arbeit ist das einzige Prestige um zur Gesellschaft zu gehören. Ansonsten ist man ausgeschlossen (nur muß es um jeden Preis sein?) :icon_kotz:

...der ZA sprach von ein Std. Lohn von 8,50€ und ganz klein unten
stand was von 5,60€, was ist das de...nn und verlies fluchtartig die ZA.
Ein Glück das sie da noch rechtzeitig von flüchten konnte :wink: Ja, dann ncoh die Berühmten Salvatorischen Klauseln, deren Auslegung Niederlassungsweise unterschiedlich interpretiert und abgerechnet wird. Und von wegen Entgelt nach Einstufung der Arbeitsart - die Nummern kenn ich nur zu gut (und mir geht heut noch der Pfeiffendeckel hoch wenn ich an die armen gefangenen Seelen Denke die sich damit immer noch tagtäglich Ausbeuten lassen).

und wieder wurde das Hirn ausgeschaltet, wo sie später als gelernte
Altenpflegerin ein Jahr lang ein 1 € Job machte:icon_neutral:
JA, wenn es als Zwang vom Amt kommt - aber es gibt schon Leute die es freiwillig machen *Schulterzuck*

Ps: habe den Vereinen bei uns mal ein paar Fleyer in Kasten geschmissen, und hinter den Firmschild gesteckt
:icon_daumen: - eigentlich keien so schlechte Idee, hier in einer der ZAF Hochburgen sollten wir das auch mal als Rundlauf-Aktion einplanen *ggg*
 
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#52
Warum eigendlich Leiharbeit abschaffen ?

In den Skandinavischen Ländern bekommen Leih bzw Zeitarbeiter mehr Lohn als ein Festangestellter.

Begruendung ist recht einfach.

Ein Leiharbeiter ist halt flexibler als ein festangestellter, er hat wechselne Arbeitsstellen und das soll auch so honoriert werden.

Wo ist das Problem wenn ein Leiharbeiter zb bei BMW 15% mehr Lohn bekommt als der Festangestellte bei BMWund dafuer keinen so hohen Kuendigungsschutz hat.
 

Rounddancer

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#53
Das Problem liegt nur darin, daß in Deutschland leider Zeitarbeit vielfach, ja, sieht man von der Arbeit von Interimsmanagern ab, fast ganz zur Billigkonkurrenz für feste Anstellungen verkommen ist.

Und SOLCHE Zeitarbeit muß abgeschafft werden.

Zeitarbeit hat da Sinn und Zweck, wo die Nachfrage nach ihr von Arbeitgeberseite aus schon dadurch stark eingeschränkt wird, daß der Leiharbeitnehmer MINDESTENS das ausbezahlt bekommen muß, was ein Festangestellter auch bekommt,- und daß die Kosten, die der Zeitarbeitgeber hat, allesamt dem ausleihenden Betrieb belastet werden.
Denn dann kann man zwar mal z.B. die Urlaubszeit, eine Hochsaison, eine Auftragsspitze, oder auch testweise eine neue Produktlinie , also z.B. eine Nullserie, mit Zeitarbeitern überbrücken,-
aber wenn daraus Dauerbeschäftigungsbedarf wird, dann muß da die Frage der Rentabilität auf dem Tisch liegen, und diese Frage darf dann wegen der hohen Kosten der Zeitarbeit, wie auch der dauerhaften Qualitätssicherung nur mit: "Wir stellen Mitarbeiter FEST ein!" beantwortet werden können.
 

ShankyTMW

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#55
Warum eigendlich Leiharbeit abschaffen ?

In den Skandinavischen Ländern bekommen Leih bzw Zeitarbeiter mehr Lohn als ein Festangestellter.

Begruendung ist recht einfach.

Ein Leiharbeiter ist halt flexibler als ein festangestellter, er hat wechselne Arbeitsstellen und das soll auch so honoriert werden.

Wo ist das Problem wenn ein Leiharbeiter zb bei BMW 15% mehr Lohn bekommt als der Festangestellte bei BMWund dafuer keinen so hohen Kuendigungsschutz hat.
wie Rounddancer es schon so schön ausgeführt hatte: Leiharbeit verkommt zur Billigmassenware.

Aber neben dem Geld gibt es in der Leiharbeit noch mehr Probleme. Flexibler was den Einsatz angeht - aber der Leiharbeit selbst wird wesentlich mehr dadurch belastet. Soziale Bindungen brauchst Du r´gar nicht erst knüpfen, nie weißt du wie lange der Auftrag dort wirklich geht und ob du dich da jemal wieder einfinden wirst. Dich an die Umstände udn gepflogenheiten in einer Firma gewöhnen ist aufgrund der geforderten Flexibilität eh zweitrangig, ja nahezu unmöglich. Dazu lernen tust du auch ncihts. du machst nur Deien Arbeit. Es gibt keien Lohnerhöhungen, abgesehn von den Arbeitsgesetlichen fplichtzulagen die es in der Branhce vermindert geben muß, arbeitetn Leiharbeite meisten Akkord OHNE Zulagen. Paralel dazu bleibst Du berufl.ich sogar auf der Streckew udn entwickelst dich eher zurück, da deien alten Kenntnisse nciht gefordert werden und neue sich nicht einstellen. Geschult wird so gut wie nichts udn selbst wenn Facharbeiter gesuicht werden dümpeln diese auf Hilfsarbeiter Niveau in D. herum. Urlaub ist auch weniger, dafür mußt mehr schuften. Das Instrument der Zeitkonten wird in kaum einer anderen Branche mit plus und minus Konten so weit ausgelutscht wie hier - zum Nachteil der ZAF-MAs. und und und .... diese Liste könnte ich endlos fortführen bis einschließlch zu dem Punkt, wo man Arbeiter 2ter oder sogar 3ter Klasse ist. Du kommst sogar in Begrängnis bei Firmen als Streikbrecher zu arbeiten ohne das Recht darauf mit die Arbeit nieder zu legen. Lauter kleine Mosaiksteinchen die einzeln betrachtet erstmal nciht so viel ausmachen. Aber all das trifft wie eien Kieselsteinlawiene jeden einzelnen Leiharbeiter und setzt ihn Paychisch unter Druck.

Selbst mit mehr Lohn würd ich wegen all dem nicht mehr in die Leiharbeit einsteigen wollen. Leiharbeit ohne förderung, rein nur Arbeitstiere ist ein Rückschritt für jeden Menschen. Und seit das 2te Arbeitnehmerüberlassungsgesetzt dafür gesorgt hat das selbst die befristeten Einstellungen in einem Entleiherbetrieb kippten, Equal-PAy durch simple Tarifvertrräge ausgehebelt werden können hat das Syxstem Leiharbeit seinen Reiz in Deutschland endgültig verloren. Es wird weiter zum Billig Konsumgut "Wegwerfleiharbeiter verkommen udn das Sysstem denkt sich imemr perfidere Methoden aus m diese Arbeiterklasse auszubeuten". Hier gehörten wirklich änderungen her.
 

lupe

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#56
Ihr seid echt undankbar...

Da bietet euch mal endlich jemand einen Job zum Topgehalt an und Ihr nörgelt hier rum? Man, was wäre ich froh, wenn ich für 3 € arbeiten gehen dürfte. Ich würde mir den A***sch dafür aufreissen.
 

Til Gung

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#57
Nach deinen Ausführungen im Astrologie-Thread habe ich mich schon gefragt, ob du die Erde für eine Scheibe hältst, jetzt weiß ich es, und der Mond ist ein Stück Käse, denn er hat Löcher.
 

Martin Behrsing

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#58
Es muss jede form der Leiharbeit abgeschafft werden. Dies ist sehr, sehr unwürdig, wenn man als Arbeitnehmer nicht mehr bestimmen kann, bei welchem Unternehmen, Organisatione etc. arbeiten will.
Das Problem liegt nur darin, daß in Deutschland leider Zeitarbeit vielfach, ja, sieht man von der Arbeit von Interimsmanagern ab, fast ganz zur Billigkonkurrenz für feste Anstellungen verkommen ist.

Und SOLCHE Zeitarbeit muß abgeschafft werden.

Zeitarbeit hat da Sinn und Zweck, wo die Nachfrage nach ihr von Arbeitgeberseite aus schon dadurch stark eingeschränkt wird, daß der Leiharbeitnehmer MINDESTENS das ausbezahlt bekommen muß, was ein Festangestellter auch bekommt,- und daß die Kosten, die der Zeitarbeitgeber hat, allesamt dem ausleihenden Betrieb belastet werden.
Denn dann kann man zwar mal z.B. die Urlaubszeit, eine Hochsaison, eine Auftragsspitze, oder auch testweise eine neue Produktlinie , also z.B. eine Nullserie, mit Zeitarbeitern überbrücken,-
aber wenn daraus Dauerbeschäftigungsbedarf wird, dann muß da die Frage der Rentabilität auf dem Tisch liegen, und diese Frage darf dann wegen der hohen Kosten der Zeitarbeit, wie auch der dauerhaften Qualitätssicherung nur mit: "Wir stellen Mitarbeiter FEST ein!" beantwortet werden können.
 

Mario Nette

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#61
Jungle World Nr. 40, 1. Oktober 2009
Eine Woche gegen Menschenmakler

Leiharbeit bedeutet: weniger Lohn für die gleiche Arbeit. Gewerkschaften und Arbeitsämter tragen ihren Teil zu diesem Umstand bei. Die FAU fordert, Leiharbeit abzuschaffen.

von Thorsten Mense

»Bisher konnten diese Menschenmakler ihrem anrüchigen und lukrativen Gewerbe in aller Ruhe nachgehen, weil keine Behörde, kein Unternehmerverband und kein Betriebsrat es wagte, gegen die als harmlose Einzelfirmen getarnten Vermittlungsbüros einzuschreiten.« So beschrieb der Spiegel 1957 das System der Leiharbeit. Es sei ein »zwielichtiges Vermittlergeschäft« zur Ausbeutung von »beschäftigungslosen Flüchtlingen, Urlaubern, entlassenen Strafgefangenen« und Arbeitslosen. Mittlerweile ist die Leiharbeit als Teil der »Agenda 2010« ein staatlich geförderter, immer größer werdender Sektor des Arbeitsmarktes. Im vergangenen Jahr waren 800 000 Menschen darin beschäftigt, seit Beginn der Krise wurden allerdings 300 000 von ihnen entlassen.

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Mario Nette
 

Rounddancer

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#64
Alternative:
Zeitarbeit ja,- aber genossenschaftlich. Das bedeutet:
1. Faire Konditionen
2. Ziel, daß die Mitarbeiter möglichst von regulären Betrieben des ersten Arbeitsmarkts zu regulären Konditionen übernommen werden
3. Keine Tarifeinstufung unter "Facharbeiter-Tarif"
4. Zeitarbeits-Mitarbeiter bekommen zu ihrem Lohn noch min. 70% der erzielten Überschüsse,
5. Zeitarbeiter können und sollen "Genossen", also Miteigentümer der Genossenschaft werden,
6. In der Genossenschaftsversammlung haben die arbeitenden Genossen doppeltes Stimmrecht,
7. Kein Einsatz von Mitarbeitern als Streikbrecher.

etc.

Und hier die Webseite dazu:
http://www.arbeitzuerst.de
 

Mario Nette

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#65
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?

Donnerstag, 12. November 2009 | Thema: Arbeitsmarkt, Leiharbeit, Wirtschaft

Aus Graswurzelrevolution Nr.343/11 | Kampagne gegen Leiharbeit in über 30 Städten – Als Ton Steine Scherben vom Sklavenhändler sangen, meinten sie damit noch den normalen Arbeitgeber und nicht den zweiten Profiteur, den Verleiher.

[...]

Begründung des DGB, überhaupt mit der Branche zu verhandeln, waren immer die christlichen Dumping-Tarife. Dabei lagen allerdings die DGB-Tarife nur im Cent-Bereich über denen der christlichen Gewerkschaften.

[...]

Die Leiharbeitsverbände verhandeln mit den Gewerkschaften, weil sie Tarifverträge brauchen, um das Prinzip des gleichen Lohns für gleiche Arbeit zu unterwandern: "Die Tarifverträge wurden auch deshalb notwendig, weil Kundenbetriebe infolge des Gleichbehandlungsgrundsatzes auf den Einsatz von Zeitarbeitnehmern verzichtet hätten. Die Dienstleistung Zeitarbeit wäre zu teuer geworden [...]", betont etwa der Dachverband BZA auf seiner Homepage.

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Mario Nette
 

ShankyTMW

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#66
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
...
Die Leiharbeitsverbände verhandeln mit den Gewerkschaften, weil sie Tarifverträge brauchen, um das Prinzip des gleichen Lohns für gleiche Arbeit zu unterwandern: "Die Tarifverträge wurden auch deshalb notwendig, weil Kundenbetriebe infolge des Gleichbehandlungsgrundsatzes auf den Einsatz von Zeitarbeitnehmern verzichtet hätten. Die Dienstleistung Zeitarbeit wäre zu teuer geworden [...]", betont etwa der Dachverband BZA auf seiner Homepage.

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Der bericht zeigt sehr deutlich, was man von so manchen Gewerkschaften wie den DGB zu halten hat. Auf der einen Seite verhandeln die gerade die Tarifverträge die den Gleichbehandlungssatz aushebeln und unterstützen so das Politisch eingebaute Prinzip der Gesetzesunterwanderung - auf der anderen Seite versucht man sich nun damit zu Profilieren das man nun bessere Konditionen in der ZAF Branche braucht, man spricht sich für weniger dumpinglöhne aus - verlogener kann man es kaum machen. Die Gewerkschaften hätten Tarifverträge gleich nach der Gesetzesänderung von Anfang an nicht Unterstützen sollen anstatt diese Zustände damit auch noch zu fördern.

Ich kann gar nicht soviel Essen wie ich :icon_kotz2:könnte.
 
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