Lehrlingsmangel in Betrieben Suche Azubi, biete Auto

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hartzhasser

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ich war Heute morgen bei meinen Bäcker, die suchen auch Auszubildende Bäckereifachverkäuferin.

lg hartzhasser
 

utafu

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ich war Heute morgen bei meinen Bäcker, die suchen auch Auszubildende Bäckereifachverkäuferin.

lg hartzhasser
Meine Nichte hatte sich bei einer großen Kette als Bäckereifachverkäuferin beworben.
14 Tage Praktikum und dann kam der Ausbildungsvertrag.
320€ Ausbildungsvergütung, sie hat den Vertrag nicht unterschrieben und zurückgeschickt.
 
E

ExitUser

Gast
Was will sie denn im ersten Lehrjahr denn noch verdienen???:icon_kinn:

Sie wird sich schon vorher schlau gemacht haben.
Und wenn sich noch nichteinmal mehr ein Ausbildungsbetrieb an den Tarif hält, wo soll das denn noch alles hinführen?
Die Ausbildungsvergütung ist ganz klar geregelt.

Die kann und darf ein Betrieb nicht so einfach nach seinem Gefallen herabsetzen.
 

Lecarior

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Sie wird sich schon vorher schlau gemacht haben.
Und wenn sich noch nichteinmal mehr ein Ausbildungsbetrieb an den Tarif hält, wo soll das denn noch alles hinführen?
Die Ausbildungsvergütung ist ganz klar geregelt.

Die kann und darf ein Betrieb nicht so einfach nach seinem Gefallen herabsetzen.
Der Ausbildungsbetrieb ist nur dann an den Tarifvertrag gebunden, wenn er selbst Tarifvertragspartei oder Mitglied einer als Tarifvertragspartei fungierenden Arbeitgebervereinigung ist (§ 3 Abs. 1 TVG).
 

XxMikexX

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Der Ausbildungsbetrieb ist nur dann an den Tarifvertrag gebunden, wenn er selbst Tarifvertragspartei oder Mitglied einer als Tarifvertragspartei fungierenden Arbeitgebervereinigung ist (§ 3 Abs. 1 TVG).
Völlig richtig!

Und auch gleichzeitig das Problem.
 

Trixi2011

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Lehrlingsmangel in Betrieben Suche Azubi, biete Auto

Tja, wem will man jetzt die Schuld geben?

Man könnte sagen, dass die Jugendlichen schlicht zu dumm geworden sind den Anforderungen der Betriebe zu genügen, wenn sie oft noch nicht mal grundlegende Dinge in Deutsch und Mathe beherrschen, unzuverlässig sind oder zu bequem.

Man kann aber auch fragen, ob manche Betriebe einfach nur ein Rad abhaben, an einen gesuchten Azubi von vielleicht 18-20 Jahren Anforderungen zu stellen, die dieser eigentlich gar nicht erbringen kann. Anzeigen á la "Suche Koch-Azubi, Alter: 18-20 Jahre, Männer min. 1,70m, Frauen mind. 1,65m wegen körperlicher Belastung, mindestens mittlere Reife (max. Notendurchschnitt 2,0), mit mindest vorhandener Praktikumserfahrung von einen Jahr im Bereich des Kochens & Gastronomie. Führerschein wird vorausgesetzt, da Auslieferung von Essen Teil der Arbeit ist..."
 

mathias74

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Man kann aber auch fragen, ob manche Betriebe einfach nur ein Rad abhaben, an einen gesuchten Azubi von vielleicht 18-20 Jahren Anforderungen zu stellen, die dieser eigentlich gar nicht erbringen kann. Anzeigen á la "Suche Koch-Azubi, Alter: 18-20 Jahre, Männer min. 1,70m, Frauen mind. 1,65m wegen körperlicher Belastung, mindestens mittlere Reife (max. Notendurchschnitt 2,0), mit mindest vorhandener Praktikumserfahrung von einen Jahr im Bereich des Kochens & Gastronomie. Führerschein wird vorausgesetzt, da Auslieferung von Essen Teil der Arbeit ist..."

Das hört sich aber sehr nach Catering an und hat wenig mit der normalen Gastronomie zu tun dort kannste noch mit 15 Anfangen und normaler Hauptschulabschluss langt da auch noch jedenfalls in Bayern :biggrin: wir haben früher auch nichts anderes gehabt und wurden genommen.
Aber heut will man Lehrlinge die volljährig sind und weit nach Mitternacht noch Arbeiten dürfen, bei diesen Lehrlingen gilt ja das Jugendschutzgesetz nicht mehr.

Jedem Lehrling kann man nur raten Mitglied in der Gewerschaft zu werden das kann Gold wert sein nach der Lehre kann man wieder aussteigen :biggrin:
 

nightangel

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Wie viel billiger wollen die Bäckereiketten denn noch ihre Verkäuferinnen? Die Auszubildenden werden schon nach wenigen Monaten voll eingeplant.

Was ist daran denn so verkehrt? Ich selber habe genau diesen Beruf gelernt allerdings schon vor ca. 25 Jahren.
Ich war in einem Betrieb wo wir von Anfang an voll mit ran mussten. Sprich vom ersten Tag an direkt mit kassieren z.B. Nach einem halben Jahr standen wir schon alleine in einer Filiale, da wurde kurz gezeigt wie man morgens einräumt und auf macht, wie man Abends die Bestellung macht, die Abrechnung und den Laden wieder schliessen usw. usf. (hätten wir offizeil erst ab dem 3.ten Lehrjahr gedurft). Also am ersten Tag wurde einem das noch alles gezeigt, ab dem zweiten Tag musste man alleine ran.

Ja, es war eine harte Zeit, es war auch anstrengend aber es hatte auch Vorteile, wir haben viel gelernt dadurch. In der Berufsschule haben viele immer gemeckert das sie ja nur putzen dürfen und kaum was über den Beruf lernen, das merkte man auch dann im Unterricht.

Kl. Bsp. bei uns damals. Eine Kollegin schob mir den Putzeimer Abends hin und meinte, mach du das. Chefin hat das mitbekommen, kam sofort nach vorne und hat diese Kollegin erstmal zusammen gefaltet mit den Worten "Hier putzt jeder, die Lehrlinge sind nicht als eure Putzfrauen hier sondern um was zu lernen". Kollegin musste also Zähneknirschend ihren Putzeimer nehmen und es selber machen. Heißt wir wurden genauso behandelt wie die ausgelernten auch und nicht nur als dumme ungelernte Putzhilfen die ja noch garnichts können. Natürlich haben wir Anfangs auch Fehler gemacht aber das war auch ok so denn wir mussten es ja noch lernen.

Der Vorteil war halt, wir haben gelernt indem wir machen durften. Wie soll man auch was lernen wenn man nichts machen darf?

Ich geb zu, vieles war so nicht rechtens und eigtl. auch nicht erlaubt aber es kam uns Auszubildenden auch zugute weil wir dadurch einiges mehr und auch eher gelernt haben als viele andere aus anderen Betrieben.
 

utafu

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^^ ist ja auch nix gegen zu sagen,aber dann bitte zu einem anständigen Lohn.
Wir haben halt nicht mehr die Rahmenbedingungen wie vor 25 Jahre,bei Kinder von SGBII bezieher geht der selbstbehalt für die Monatskarte drauf.
 

nightangel

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Soviel anders sind die Rahmenbedingungen auch nicht immer.
Wir haben damals auch von Sozialhilfe gelebt und die wurde um die Ausbildungsvergütung gekürzt. Heißt ich musste den Großteil davon Zuhause abgeben und von dem Rest musste ich auch meine Fahrtkosten bestreiten.
Das war aber ok so, denn es war eine Ausbildung, sprich lernen um danach dann Geld zu verdienen.
Als Schüler ist man sozusagen auch noch in "Ausbildung" und verdient garnichts.

In der Schule lernt man halt das Theoretische, Allgemeine
In der Ausbildung lernt man dann die Praxis und Fachbezogen

Erst danach ist man soweit mit Lernen fertig dass man damit Geld verdienen kann.

Was aber allerings verständlich ist, ist dass Jugendliche bestimmte Ausbildungen nicht mehr machen wollen weil sie selbst danach kaum eine Chance haben soviel zu verdienen um davon leben zu können, evtl. sogar eine Familie zu gründen. DA müsste angesetzt werden, dass sie nach der Ausbildung dann eine reele Perspektive haben.
 

hemmi

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Das Ding heißt Ausbildungsvergütung und nicht Ausbildungsverdienst.
Zunächst kosten Lehrlinge nur mal einige Tausend Euronen im Jahr, die Gegenleistung ist relativ gering, die zahlt sich erst nach der Ausbildung aus.
Mal Nachdenken wäre angesagt, oder wo kommt der Fachkräftemangel her?
Wie soll ein Bäckermeister seine Auszubildende mit 700€ Vergüten?
Das kann Aldi aber nicht Bäckermeister Brot !:icon_neutral:
 

hartaber4

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Das Ding heißt Ausbildungsvergütung und nicht Ausbildungsverdienst.
Zunächst kosten Lehrlinge nur mal einige Tausend Euronen im Jahr, die Gegenleistung ist relativ gering, die zahlt sich erst nach der Ausbildung aus.

Kommt auf den Betrieb an
Kommt auf den Azubi an (Vorbildung, etc.)


Mal Nachdenken wäre angesagt, oder wo kommt der Fachkräftemangel her?

Ursache und Wirkung...

Wie soll ein Bäckermeister seine Auszubildende mit 700€ Vergüten?
Das kann Aldi aber nicht Bäckermeister Brot !:icon_neutral:

Wenn der Bäckermeister mehr kann als Fertigmischungen zu verarbeiten, dann hat er auch Qualitätsware, die ihren Preis (und somit einen Teil der Ausbildungsvergütung) aus sich heraus rechtfertigt.

Sonst muss man eben auf Discounterware oder Fertigmischungen vom "Hausbäcker" rumkauen...

Wie immer im Leben: Extra kostet extra...
 

hartaber4

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Erst danach ist man soweit mit Lernen fertig dass man damit Geld verdienen kann.

Also ich hatte Monate als Azubi, in denen ich mehr hatte als nach der Ausbildung (Vergütung und die Überstunden eben "gesondert"....)... da musste die halbe Verwandschaft für unterschreiben (diverse Minijobs)... so ganz schwarz ging es denn in der Branche doch nicht...

Ausbildungsvergütung war eher Taschengeld..... und Geld gab es vom Chef wohl nicht für´s reine Luftverbrauchen....
 

Fraggle

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Das ist nicht überraschend, dass Jugendliche wenig Interesse an Lehrstellen haben.
Während der Ausbildung haben sie geringen Verdienst. Nach der Ausbildung werden sie meist nicht übernommen.
Wie schon geschrieben ist die Chance nach der Ausbildung eine Stelle zu bekommen, wo auch ausreichend gezahlt wird um den Lebensunterhalt zu bestreiten nicht gerade gut.
Wenn dann Hartz eintritt müssen sie jede Tätigkeit annehmen - egal ob sie eine Ausbildung haben oder nicht. Damit verliert die Ausbildungszeit seinen Nutzen.
 
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Ausbildungsvergütung ist kein Lohn:biggrin:

Geht mal ein paar Jahrzehnte zurück da musste man um zu lernen noch Geld mitbringen,nannte sich Lehrgeld.:icon_party:
Wenn ich von meiner Jugend ausgehe,sind die Jugendlichen heute richtig Geldgeil.
 

utafu

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Ich habe schon in vielen Betrieben gearbeitet,grade im Lebensmittel und Gastronomie-bereich sind die Auszubildenden schon nach ca. 14 Tage als Vollwertiger Mitarbeiter eingeplant.
Jemanden etwas beigebracht wird ganz selten,das muss man dort selber.
Mehrkosten hat der Betrieb dadurch nicht eher im gegenteil,die Betriebe fahren die Fachkräfte runter um den Laden mit Azubis am laufen zu halten.
 

hartaber4

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Während der Ausbildung haben sie geringen Verdienst.

Ob man mit 300,00-1000,00 € brutto auskommen muss/kann, ist sicher auch eine Frage vor dem Hintergrund Wohnen in eigener Bude oder bei den Eltern....

Dass das Sozialsystem ausbildungswilligen Jugendlichen in den Rücken fällt..... ist dazu ebenfalls bedenklich.
 

hartaber4

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Ich habe schon in vielen Betrieben gearbeitet,grade im Lebensmittel und Gastronomie-bereich sind die Auszubildenden schon nach ca. 14 Tage als Vollwertiger Mitarbeiter eingeplant.
Jemanden etwas beigebracht wird ganz selten,das muss man dort selber.
Mehrkosten hat der Betrieb dadurch nicht eher im gegenteil,die Betriebe fahren die Fachkräfte runter um den Laden mit Azubis am laufen zu halten.

Mehr aber auch nicht.....
 
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Ich habe schon in vielen Betrieben gearbeitet,grade im Lebensmittel und Gastronomie-bereich sind die Auszubildenden schon nach ca. 14 Tage als Vollwertiger Mitarbeiter eingeplant.
Jemanden etwas beigebracht wird ganz selten,das muss man dort selber.
Mehrkosten hat der Betrieb dadurch nicht eher im gegenteil,die Betriebe fahren die Fachkräfte runter um den Laden mit Azubis am laufen zu halten.

Das mag bei Bäckereifachverkäuferin stimmen oder bei Verkäuferin allgemein:biggrin:
aber bei Berufen wie z.B. Bäcker,Metzger und Koch schaut das anders aus.
 

Fraggle

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Das damals sogenannte Lehrgeld war gut angelegt, da diese Leute dann auch entsprechend besser verdient haben als ungelernte.

Geldgeile Jugendliche? Was erwartest du? Das Jugendliche froh sein können wenn sie ohne Verdienst (Praktika usw) arbeiten dürfen?

Um eine Soziale Einstellung bei Jugendlichen zu erreichen müßten gute Vorbilder vorhanden sein.
Was mach der Staat? Schulden und soziale Ungerechtigkeit!
 
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