Lebensversicherung

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ofra

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Ich habe vor ein paar Jahren eine Lebensversicherung abgeschlossen. Die läuft noch mindestens bis 2030. Da zahle ich den Mindestbeitrag.
Was würde passieren, wenn ich die kündigen würde?
Ist das Vermögensumwandlung oder einmaliges Einkommen?
 
F

FrankyBoy

Gast
Beim Rückkauf einer Lebensversicherung wird kein Einkommen erzielt, sondern bestehendes Vermögen umgewandelt. Der Betrag in Höhe von 10.000,- € war schon vor der Ausbezahlung in Form der Versicherung vorhanden - er ist nicht neu hinzugekommen; er war nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 SGB II geschützt.
Somit handelt es sich bei dem Geldeingang um Vermögen, das genau so wie die ursprüngliche Lebensversicherung zu behandeln ist.
In dem genannten Fall hat die Vermögensumwandlung folglich keine Auswirkung auf den Alg II-Bezug (Freibetrag: 11.750.- €).
Das gleiche gilt auch bei Auszahlung der Lebensversicherung wegen Fälligkeit. Hier ist jedoch zu beachten, dass es sich bei den Schlussüberschussanteilen um (einmaliges) Einkommen handelt.
https://www.elo-forum.org/alg-ii/22...ensversicherung-%3D-einmaliges-einkommen.html

Hoffentlich kennste den nicht schon.
 

ofra

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Wenn ich die Vers. jetzt kündige, muss ich das vorher meinem SB sagen oder erst nachträglich?
Muss ich ihm sagen, warum ich die Vers. kündige?
Wie lang ist da normalerweise die Kündigungsfrist?
 
R

Rounddancer

Gast
Wenn ich die Vers. jetzt kündige, muss ich das vorher meinem SB sagen oder erst nachträglich?
Muss ich ihm sagen, warum ich die Vers. kündige?
Wie lang ist da normalerweise die Kündigungsfrist?

Lebensversicherungen sollte man wenn es irgend geht, nicht kündigen, da die Verluste sonst viel zu groß sind, da in den ersten Jahren erstmal alles Geld als Provision für den Vermittler, und für Kosten der Versicherung draufgeht.

Besser:
Lebensversicherungen kann man aber auch

a) Beitragsfrei stellen. Dann verringert sich zwar die Versicherungssumme, und damit die Summe dessen, was im Leistungsfall, bzw. am Vertragsende ausgezahlt wird,- aber man zahlt wenigstens nicht drauf, sondern kriegt mindestens das Einbezahlte, ggf. plus einiger Zinsen und Boni zurück.;

oder

b) verkaufen. Das ist erst seit kürzerer Zeit größer beworben,- da verkauft man einfach die Lebensversicherung, und was die ankaufende Firma damit macht, kann einem ja egal sein. So kommt mehr Geld auf die Kralle, als wenn man die Lebensversicherung kündigte (siehe oben).


Wenn ein Zufluß kommt, und sei es durch den Verkauf und die Auszahlung oder die Auszahlung eeiner gekündigten Lebensversicherung, dann muß man diesen Zufluß wie jeden anderen Zufluß dann melden, wenn er auf dem Konto oder sonst wie beim Hilfsempfänger gelandet ist.

Kontoauszüge kriegt man ja normal monatlich, bei manchen Konten vierteljährlich,- und dann eben melden.

Ich melde meldepflichtige Zuflüsse im Laufe des Monats, der dem Zuflußmonat folgt. Das heißt z.B., daß ich meine Zuflüsse im Dezember im Laufe des Januar melde.
 

ofra

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Danke. Das mit dem Verkaufen ist hartztechnisch wohl wieder etwas problematisch. Man hat ja dann einen Verkaufserlös ...
 

Sumseline

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Also bei der Versicherung wo ich arbeite ist die Kündigungsfrist der kapitalgebundenen Lebensversicherung ein Monat zum nächsten 1ten.

Ich kann dir jedoch, wie schon von Rounddancer geschrieben nur dringend von einer Kündigung abraten. Das ist der denkbar schlechteste Weg. Die ersten (meist) 4 Jahren muss der Versicherungsnehmer die Abschlusskosten, Verwaltungskosten usw. tragen, weshalb ein Verkauf ein großer Verlust bedeutet. Erst nach dieser Zeit gerät die Versicherung in die Gewinnspanne. Diese Versicherungen sind, sofern sie über die gesamte Laufzeit laufen, auf jeden Fall eine gute Variante der Absicherung und werfen im Endeffekt auch gute Gewinne ab, meist sogar höher als die prognostizierte Leistung. Egal wie du es drehst und wendest ist eine Kündigung, selbst bei Neuanlage in einen einfachen Sparvertrag, ein Verlust, da du extrem viel Geld in den Wind schießt.

Du sagst du zahlst schon die Mindesbeitragssumme, sollte es dir finanziell momentan nicht möglich sein die Versicherung zu bedienen, dann kläre mit deiner Versicherung ab, ob es möglich ist die VS beitragsfrei zu stellen.

Solltest du Geld benötigen, kannst du eine kapitalgebundene LV auch beleihen, um Geld daraus zu ziehen. Das ganze kannst du zurückzahlen, mußt es aber nicht, es kann auch eine Verrechnung erfolgen. Du kannst auch eine Teilkündigung erwirken und dir die Überschüsse auszahlen lassen. Insgesamt aber bitte nicht kündigen. KLV ist besser als Riester und der ganze Schrott ... und vor allem besser als die fondgebundenen Versicherungen (mit Ausnahme von denen die eine Beitragserhaltungsgarantie haben).

Überlege dir den Schritt gut. Im Endeffekt ist nichts gewonnen, wenn du sie aufgelöst hast und das Geld ist meist schneller verbraten, wie man schauen kann.

Gruß
Sumse

Edit: Um die Versicherung Harz4 sicher zu machen kannst du einen Verwertungsausschluß beantragen. Dies dem Amt auch so aufgeben. Dann ist das Geld bis zu deinem 60ten Lebensjahr gesperrt und dient somit der Altersvorsorge. Zu berücksichtigen sind dabei die Freibeträge aber der "normale" Sparer kommt mit diesen meist hin. Ruf mal bei deiner Versicherung an und lass dich direkt beraten.
 
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