Leben in Utopia

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ExitUser

Gast
Ob Ein-Euro-Jobs, Eingliederungszuschüsse oder andere Formen der Arbeitsbeschaffung – alle Instrumente verfolgen das Ziel, Langzeitarbeitslose wieder in einen normalen Beruf zu bringen. Das gelingt fast nie. Trotzdem erfüllen die Programme eine wichtige Aufgabe.

Langsam nimmt Patrick Jaschinsky eine lange Holzlatte vom Stapel, dreht sich um, geht zur Kreissäge und sägt das Holz dort zu kurzen, gleich langen Latten. Seine Brille sitzt schief, die Bügel sind notdürftig zusammengebunden. So viele Falten sich in sein Gesicht graben, so viele Jobs hat er in seinem Leben schon ausgeübt. Der Mittfünfziger kann sie nicht mehr alle aufzählen. „Ich bin froh, hier zu sein und wieder eine Aufgabe zu haben“, sagt er nüchtern.

Die Schreinerei, die Jaschinsky beschäftigt, gehört zum Waldprojekt des Weißen Raben, einer gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft der Caritas im Süden Münchens. Hektik ist den Beschäftigten hier fremd. Leistungsdruck und Profit stehen nicht im Vordergrund. Jaschinsky hat nie eine Ausbildung abgeschlossen, sich sein Leben lang irgendwie durchgeschlagen. Seit fünf Monaten arbeitet er beim Weißen Raben, im November endet der auf ein Jahr befristete Ein-Euro-Job. Wie es dann weitergeht, weiß er noch nicht. Der Sprung in ein ganz normales Beschäftigungsverhältnis, Experten sprechen von sozialversicherungspflichtigen Jobs des ersten Arbeitsmarkts, dürfte schwer werden. Dort weht ein rauer Wind. „Ich will auf alle Fälle noch ein paar Jahre arbeiten“, versichert Jaschinsky.

Die Arbeiter in der Werkstatt des Weißen Raben fertigen einfache Holzkisten, in denen zum Beispiel Waldarbeiter ihr Werkzeug transportieren können. In der Luft liegt Leimgeruch, der von den fast fertigen Bänken stammt, die gerade zum Trocknen aufgestellt wurden. Komplexere Produkte sind den Beschäftigten hier nicht zuzumuten. Schränke etwa übersteigen ihre Fähigkeiten.
::merkur.de (Rheinischer Merkur): 2009_15.Leben in Utopia::

und das geht so weiter "Ein-Euro-Jobs sind toll, die Menschen haben endlich wieder was zu tun" blabla.
 
E

ExitUser

Gast
Utopia?, oder Realta...
"sie bringen keine volle Leistung...". Ja nun, was erwarten die? 100% Leistung für Penuts?
Wird es erst so kommen, oder ist es nicht heute schon so weit.

Erst werden Bürger disqualifiziert, bzw. "dumm" gehalten, und dann wird an der Qualifikation gemäkelt.

Manchmal weiss ich echt nicht mehr, was man noch zu Beiträgen dieser Art sagen soll.
 
E

ExitUser

Gast
Ist doch einfach, die Krise ist "ausgelutscht" und jetzt geht man (Politik,Regierung, Medien) wieder zum "Tagesgeschäft" über, die Schuld für das eigene Versagen bei anderen suchen. Hätte mich auch gewundert, wenn es nicht so wäre.

Was haben sie denn gemacht, um diese Krise zu "überwinden"?

Autos kann man nicht essen.
Autos sind nicht Überlebensnotwendig.
Alle sog. Maßnahmen zur Überwindung der Wirtschaftskrise dienen Hauptsächlich den großen Firmen.
Die Banken zahlen weiterhin Bonuszahlungen an ihre Manager usw.

Soviel Inkompetenz soll verschleiert werden und das wird klappen, denn dem kurzzeitdenken deutsche Wähler soll eingeredet werden, das es besser wird, wenn man "mit dem richtigen Koalitionspartner" zusammen regiert.
 

ethos07

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Sag die Wahrheit die, holt nachts der Bestatter ab.

Daran dachte ich auch sofort - da wäre dann der Sozialkreislauf fast geschlossen, wenn darin die mittellosen zu ihrer letzten Fahrt aufbrechen dürfen. Fast, weil ja die Caritas auch ihr Kopfgeld sicher reichlich einfährt mit diesen Dequalifizierten , oder noch schöner: die nie eine Ausbildung erhalten haben - sozusagen einfach per se dumm in rauhen Mengen aus dem Mutterleib schlüpfen um zeitlebens in 'Maßnahmen' als Erwerbslose "lieb" aufgefangen zu werden ... :icon_neutral:
 
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