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Lastenzuschuss für meine Mutter

sohnius1

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Hallo zusammen,

ich habe mich hier angemeldet, um für meine Mutter herauszufinden, welche Möglichkeiten sie hat, um eine finanzielle Unterstützung zu bekommen.

Ich hoffe ich bin hier im richtigen Unterforum, falls nicht, sorry! (ich hab nichts zum Wohngeld selbst gefunden...)

AKtueller Status:

Sie ist 59,seit 2 Jahren erwerbslos und wird vermutlich auch keinen Job mehr bekommen. Seit 2005 ist sie Witwe und hat monatlich nur eine kleine Witwenrente von etwas unter 500€.
Bis einschließlich August letzten Jahres hatte sie noch ALG1-Bezüge, so dass die finanzielle SItuation kein Problem war.



Mein Bruder und ich wohnen nicht mehr daheim und sind 1 bzw. 1,5 AUto-Stunden weit entfernt und haben dementsprechend auch eine ganze Weile nicht so richtig mitbekommen, dass sie finanziell zu wenig zum Leben hat.


Die finanzielle Lage ist folgende:
knapp 500€ +
knapp 400€ - für Nebenkosten des Hauses. Ist ein Reihenmittelhaus und eigentlich längst renovierungsbedürftig, wenn denn Geldmittel da wären.


Jetzt das Problem. Wir haben im April dann gemeinsam die Formulare für einen Lastenzuschuss ausgefüllt, alles mit bestem Wissen und Gewissen ausgefüllt.
Leider war mein Bruder noch in der Wohnung gemeldet, obwohl er seit vielen Jahren bei der Bundeswehr ist und nicht mehr daheim wohnt. DAs haben wir dem Amt mit den Bezügen der letzten Jahre "klargemacht", weil da ja seine Bundeswehr-Standort-Adresse draufsteht.


Das WOhngeldamt hat den Bedarf jetzt aber ausgerechnet und den Antrag abgelehnt mit der Begründung: um einen Lastenzuschuss zu bewilligen, hat meine Mutter aktuell zu wenig Geld zum Leben.
Nämlich eben genau die 100€, die übrig bleiben, wenn man von der Witwenrente die Nebenkosten für das Haus abzieht.

:icon_frown:
wie kann man denn bitte so argumentieren? aus welchem anderen Grund sollte ich denn sonst einen Antrag stellen, wenn nicht "mangelnde Finanzen".

Die haben uns eine Rechnung aufgestellt und argumentieren, damit dass es nicht plausibel ist, mit diesen geringen Mitteln einen Lebensunterhalt zu bestreiten...
"Es bestehen Zweifel an Glaubhaftigkeit und Vollständigkeit der Angaben..."


Wir haben jetzt noch knapp eine Woche Zeit, um einen Widerspruch einzureichen...leider habe ich auch genug nebenher zu tun und war schon 2 Wochen nicht mehr daheim, um mich um ihre schriftlichen Angelegenheiten zu kümmern...

Wie kann man denn hier weiter verfahren? Habt ihr vllt. ein paar Tipps für uns?

Ich versteh die Welt nicht mehr... "Die Frau hat zu wenig Geld ausgegeben, deswegen kann man ihr kein Wohngeld zugestehen..."
Ich fass es nicht -.-





--
ALG2 gibts nicht, weil die Witwenrente ja als Einkommen gilt. Haben wir auch nie beantragt, weil das ja eh nie durchginge. Oder irren wir uns da?
 

ikarus

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Das ist schon richtig, die machen eine Plausibilitätsprüfung und kommen zu dem Schluss
so kann man sich nicht selbst unterhalten!
Da hilft nur noch Alg 2 zu beantragen!
Sollte deine Mutter nicht erwerbsfähig sein, das muss aber festgestellt werden gibt es
Hilfe zum Lebensunterhalt nach den SGB XII!
Hier stellt sich dann die Frage können die Kinder zum Lebensunterhalt
der Mutter herangezogen werden?
In Sachen ALG2 irrt ihr!
So traurig es ist, sollte deine Mutter gesund sein kommt nur
die Beantragung von aufstockendes ALG II infrage!
Leider auch mit allen dranhängenden Irrungen und Wirrungen!
 

Strolchenmann

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Deine Mutter kann als Erwerbsfähige ALG II aufstockend oder als nicht Erwerbsfähige Grundsicherung beantragen, das mit der Ablehnung des Lastenzuschusses ist rechtens

Falls ihr mal Interesse habt Mutters klein Häuschen zu erben, dann solltet ihr euch mal zusammen setzen und überlegen ob ihr der guten Frau nicht finanziell unter die Arme greift, auch der Anstand könnte das gebieten....
 

Fraggle

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Deine Mutter kann als Erwerbsfähige ALG II aufstockend oder als nicht Erwerbsfähige Grundsicherung beantragen, das mit der Ablehnung des Lastenzuschusses ist rechtens

Falls ihr mal Interesse habt Mutters klein Häuschen zu erben, dann solltet ihr euch mal zusammen setzen und überlegen ob ihr der guten Frau nicht finanziell unter die Arme greift, auch der Anstand könnte das gebieten....
Nicht jeder ist in der Lage finanziell noch einen weiten Haushalt zu unterstützen.

Wenn ALGII beantragt wird - oder Sozialhilfe, ist auf die Angemessenheit von Haus und Grundstück zu achten. Ist dies zu groß, könnte eine Aufforderung zum Verkauf die Folge sein.
Allerdings gibt es da ein Urteil, dass auch ein zu großes Haus geschützt ist - nach Auszug der Kinder und langer Wohnzeit. Mal googeln. Es ist wie immer eine Einzelfall Entscheidung.

Könnte die Mutter nicht einen kleinen Job machen? Ihr fehlen so etwa 400 Euro zum Leben.
Wenn sie etwas dazu verdienen könnte (auch durch vermieten z. B. Zimmer), dann könnte sie nochmals einen Antrag bei der Wohngeldstelle stellen.

Übrigens wird der jüngere Sohn auch bei ALGII zur Kasse gebten, wenn er dort mit Hauptwohnsitz gemeldet ist. Er müßte die Hälfte der KdU zahlen.

Wie wäre diese Lösung: der jüngste Sohn zahlt Miete. Diese Miete ist Einkommen und kommt zu den 500 Euro WWR dazu, plus kleiner Job. Je nachdem wieviel dann noch zu ergänzen wäre könnte ein Antrag bei der Wohngeldstelle gestellt werden.
 

gelibeh

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ALG2 gibts nicht, weil die Witwenrente ja als Einkommen gilt. Haben wir auch nie beantragt, weil das ja eh nie durchginge. Oder irren wir uns da?
Und da ist der Irrtum. Wenn das Einkommen, egal ob nun aus Arbeit oder z.B. Witwenrente, nicht reicht und man prinzipiell 3 Stunden täglich arbeiten kann, dann steht einem ALGII zu. Erwerbsfähig scheint sie ja zu sein, denn sie hat ja ALG1 bezogen.

Das mit dem Wohngeld dürfte so richtig sein, denn mit dem Wohngeld und der Rente deckt sie nicht ihren Bedarf.
 

Fraggle

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Mag sein, dass ALGII zustehen würde, aber wenn nur ein geringer Teil fehlt, dann kann auch mit Wohngeld ergänzt werden.

So weit ich weiß hat man dann eine Wahl. Denn: wenn man seinen Unterhalt decken kann (egal wie) und kein ALG II Anspruch zusteht, dann gibt es auch kein Wohngeld.
Ich denke mein Lösungsvorschlag wäre ein möglicher Weg. Ein Wohngeldantrag könnte dann gestellt werden.

Ihr Lebensunterhalt ist:
400 Euro Unterkunft + Regelsatz. Das wären ca 800 Euro.
Einkommen ist 500 Euro WWR
Daher fehlen monatlich 300 Euro.
Zahlt der Sohn oder Untermieter die Hälfte Miete wären schon mal 200 Euro gedeckt. Es blieben dann lediglich 100 Euro, die noch offen sind. Minijob?

Dadurch kann man sich den ganzen Ärger mit dem JC dann sparen. Ähmmm, Fällt mir gerade ein wie ist sie denn krankenversichert? Ohne Arbeitslosenmeldung muß man die doch selbst bezahlen.
Die Frau ist 59 Jahre alt. Wird auch sie einen eigenen Rentenanspruch haben? wann könnte sie frühstens selbst in REnte?
 

Caso

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ALG2 gibts nicht, weil die Witwenrente ja als Einkommen gilt. Haben wir auch nie beantragt, weil das ja eh nie durchginge. Oder irren wir uns da?
Ich denke, ihr irrt genau da.
Sie bekommt keinen Lastenzuschuß, weil sie sogar dafür zu wenig hat.

Wenn sie nur 500,- Einkommen hat und 400,- Ausgaben fürs Haus, ist sie sozialhilferechtlich bedürftig. Und hätte Anspruch auf Alg2.
Ihr Regelbedarf wäre 391,-, abzgl. WR-Einkommen bereinigt +Wohnkosten 400.
Dürften also ca. 320,- vom Jobcenter kommen---falls die 400,- akzeptiert werden.

Wie kommt ihr auf die Idee, daß es wegen Witwenrenteneinkommen nie durchginge?

Fataler Irrtum.
Also Alg2 beantragen. Noch im August!! Unbedingt. Antrag und Anlagen dazu gibts alle im Netz.

Macht hinne!!
 

Fraggle

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Der Fragesteller hat offensichtlich kein Interesse mehr. Man hört nichts mehr von ihm.

Bei den KdU muß man auch berücksichtigen, dass es ein Eigenheim ist. Von daher würden wohl nur die Zinsen vom JC übernommen werden. Man hat zu wenig Infos um da umfassend zu antworten.
 

Caso

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Der Fragesteller hat offensichtlich kein Interesse mehr. Man hört nichts mehr von ihm.
Bei den KdU muß man auch berücksichtigen, dass es ein Eigenheim ist. Von daher würden wohl nur die Zinsen vom JC übernommen werden. Man hat zu wenig Infos um da umfassend zu antworten.
Die erste Anfrage war doch erst am Samstag. Und er hat recht einheitliche Aussagen bekommen.---Alg2 geht---

Wie kommst du darauf, daß nur Zinsen vom JC übernommen würden, falls noch welche zu zahlen sind?
Die Betriebskosten doch auch, oder?
Fraglich nur, ob das Haus angemessen klein ist für eine Person. 90 -95qm Wohnfläche, mehr sollts nicht sein.
 

Fraggle

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Ach ja, steht ja oben. Es sind nur Nebenkosten für das Haus welche anfallen. Hmmm. 400 Euro ist da ja ziemlich viel und da war die Wohngeldstelle auf jeden Fall der falsche Ansprechpartner, weil dort ja auch keine Heizkosten berücksichtigt werden.

Wenn der jüngste Sohn dort gemeldet ist verringern sich die Kosten ja auch um die Hälfte. Ist egal ob er sich dort aufhält. Wenn das Haus angemessen ist, dann müßte aber trotzdem noch was vom JC gezahlt werden. Ist das Haus nicht angemessen, kann man jedoch davon ausgehen das eine Aufforderung zu Verkauf kommen wird und nur ein monatliches Darlehn gegeben wird. Luxus-Eigenheim scheint es ja nicht zu sein, daher ist eben die Angemessenheit von Grundstück und Wohnfläche wichtig.
 

Erolena

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Die Heizkosten, z.B. Öllieferung werden beim ALG2 berücksichtigt. Deshalb nchts neu kaufen, bevor nicht der ALG 2-Antrag abgegeben ist.

Spezielle Fragen zu den Kosten der Unterkunft im Eigenheim solltest du in diesem Unterforum stellen:

KDU - Eigentum/Eigenheim
 
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