Lassen sich nachträglich neue Behinderungen beim GdB geltend machen?

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ExitUser

Gast
Hallo

Ich habe Anfang September einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragt.
Jetzt habe ich das Ergebnis bekommen. Sie haben einen GdB von 40 festgestellt.

Seit Antragstellung haben sich aber weitere Beschwerden ergeben.
So haben die Schmerzen im linken Knie und Hüfte stark zugenommen.
Letzte Woche wurden Aufnahmen (MRT + Röntgen) von Knie und Hüfte erstellt.
Es wurde Verschleiß an beiden Gelenken sowie Arthrose festgestellt.
Bei Belastung sowie beim liegen auf der linken Körperhälfte habe ich Schmerzen.
Im Moment bekomme ich Ibu-ratiopharm 600mg gegen diese Schmerzen.

Bei Antragstellung habe ich diese Beschwerden nicht mit angegeben, da sie noch nicht
so schwerwiegend waren.
Kann ich jetzt im Nachherein diese Beschwerden noch geltend machen?
Ich habe ja 1 Monat Zeit gegen den Beschluss Einspruch zu erheben.

Ich Danke euch schon mal für eure Antworten.

hermine
 

Paolo_Pinkel

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Hi,

in der Tat. Diese Möglichkeit besteht. Soweit ich weiss musst du dann einen "Änderungsantrag" stellen. Schau mal bei deinem ansässigen Versorgungsamt nach im Internet. Meist haben sie die Anträge zum Download bereit liegen.

Ausfüllen und dann die aktuell behandelden Ärzte angeben sowie die neuen Beschwerden.

Viel Erfolg!

Paolo
 
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ExitUser

Gast
Danke Paolo für deinen Tip

Wieviel GdB werden die Beschwerden
in Knie und Hüfte in etwa (von-bis) zusätzlich ausmachen?

Kann man eigentlich auch einen Leberschaden sowie
Senk- und Spreizfüße geltend machen. Ich meine das irgendwo
gelesen zu haben.

hermine
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Hi,

wieviel Prozente du dadurch bekommen wirst wird der entsprechende Arzt anhand der GdB-Tabelle ermitteln (Siehe Link). Unter Umständen wird man dich auch zu einer Untersuchung laden.

Tabelle

Wichtig ist, dass, bevor du den Änderungsantrag (Siehe Link) ausfüllst, in Ruhe in dich gehst und wirklich alles Beschwerben - und seinen sie auch noch so klein - auflistest.

Download-Details: Änderungsantrag zur Feststellung einer Behinderung (PDF-Datei). Der Antrag kann am Computer ausgefüllt werden und ist nach dem Ausdruck an das zuständige Versorgungsamt zu senden. | LASV

Da ich nicht weiss aus welchem Bundesland du kommst habe ich jetzt mal den Antragsvordruck für Brandenburg als Beispiel genommen. Gib einfach bei Google "Änderungsantrag+Schwerbehinderung+Dein Bundesland" ein. Dann sollte da was bei rum kommen.

Immerhin behindern dich diese Beschwerben in deinem alltäglichen Leben und tragen nicht sonderlich zu einer Verbesserung deiner Lebensqualität bei.

Viel Erfolg!

Gruss

Paolo
 

Eierbecher

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Da ich gerade mit dem Amt zu tun habe,

meine Nieren funftionieren mittlerweile wieder zufriedenstellend, daher fallen sie raus. Ergebnis: ich falle von 60 wieder auf 30 zurück.

Beim Orthopäden wurde mir klargemacht das ich kaum eine Chance habe mit meinen Gebrechen auf 50 zu kommen.

Das sind, Bandscheibenvorfall, Arthrose in beiden Füßen und Knien.
Ferner Kontaktallergien, alleine schon 20.

Die Berechnungen der Versorgungsämter sind nicht nachvollziehbar.

Würde man alles einzeln addieren käme ich auf 100.

Tip vom Orthopäden, auf jeden Fall irgendwas "inneres" dazu nehmen,
Tinnitus, Nieren etc.

Da s kann doch auch nicht im Sinne des Erfinders sein.:icon_evil:
 

Arania

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Bedenke aber das es Monate dauern kann bis der neue GDB festgestellt wird, denn es müssen alle Unterlagen der Ärzte neu angefordert werden, also nur das angeben was die Ärzte Dir dann auch attestieren
 

wuppermaus

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Hallo,

bei mir hat die Bearbeitung des Erhöhungsantrages von GdB 70 G auf 100 aG/RF ganze drei Wochen gedauert....ich hatte allerdings auch direkt sämtliche Kranken-Unterlagen dabei....das spart viel Zeit.

Grüße von der wuppermaus :icon_klatsch:
 

Muzel

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Du kannst auch im Widerspruchsverfahren neue Tatsachen vorbringen (Befund des Orthopäden). Bevor du den Widerspruch schreibst, solltest du ein Gespräch mit dem Arzt führen.
 
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