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Lange Krankheit während HARTZ IV

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ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo
allgemein gefragt, was passiert eigentlich wenn man länger AU ist? Wo finde ich da etwas über das Vorgehen der ARGEß Habe irgendwo mal gelesen, wenn man voraussichtlich länger als 6 Monate krank sein wird, dann fällt man in die "normale" sozialhilfe, stimmt das? :icon_kinn:
 

Lork

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#2
Hallo Renni

Zu dem Thema hatte ich mir mal was aufgehoben:

"Wenn ein ALG-2-Leistungsempfänger voraussichtlich mehr als 6 Monate arbeitsunfähig erkrankt ist und womöglich noch ein längerer Krankenhaus- oder Kuraufenthalt oder eine Therapiemaßnahme erforderlich ist, wird dieser Mensch aufgrund der geltenden Rechtslage früher oder später, im Regelfall nach 6 Monaten, aus dem SGB II ins SGB XII abgeschoben.

Während im SGB II noch Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden, fällt das im SGB XII sofort weg.

Der Betroffene ist zwar weiterhin krankenversichert, das bezahlt die Sozialhilfe, aber es entsteht zwangsläufig ein Bruch/eine Lücke im Rentenversicherungsverlauf.
Der Betroffene könnte unmittelbar nach Einstellung der Pflichtversicherungszahlen durch die ARGE einen Antrag auf freiwillige Weiterversicherung bei der RV stellen (das kostet zur Zeit ca. 78,00 € im Monat).

Das Schonvermögen im SGB II ist erheblich höher als im SGB XII, dort sind gerade mal 1.600,00 € Schonvermögen erlaubt.

Dem kranken Menschen kann also passieren. daß er aus dem SGB II herausfällt und ins SGB XII noch nicht reinkommt, weil er erstmal sein Schonvermögen verbrauchen muß.

Dann müsste er neben den Rentenversicherungsbeiträgen auch seine Krankenversicherung selbst zahlen, bis er endlich ins SGB XII darf.

Im SGB XII wird er allerdings nicht mehr gefördert sondern mehr oder weniger in Ruhe gelassen bis er in die Altersrente kommt, die dann mit Grundsicherung, ebenfalls nach SGB XII, aufgestockt werden muß, weil die eigenen insgesamt erworbenen Rentenansprüche vermutlich sehr gering sind.

Wenn jetzt ein kranker Mensch aufgrund seiner Erkrankungen einen GdB bekommen kann, der über 30 liegt, kann er auf Antrag einem Schwerbehinderten (ab GdB 50) gleichgestellt werden und hat dann auch Anspruch auf sämtliche Hilfen, Förderprogramme und Maßnahmen nach dem SGB IX. Das reicht von speziellen Zuschüssen für Arbeitgeber die ihn einstellen würden über spezielle Mobilitätshilfen über Förderung einer Umschulung, Berufsausbildung usw.

Solange Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden, hat die betroffene erkrankte Person Ansprüche gegen den Rentenversicherer, die umfassen medizinische Reha-Maßnahmen (Kuren etc.), berufliche Reha-Maßnahmen (z.B. auch Umschulungen) oder auf Voll- bz. Teilerwerbsminderungsrente.

Während Teilerwerbsminderungsrente quasi unbegrenzt bis zum Altersrentenbeginn gezahlt werden kann und grundsätzlich daneben die Aufnahme einer Teilzeiarbeit ausdrücklich erlaubt, werden Vollrenten nur befristet bewilligt (im Regelfalle bis zu 3 Jahre).

Wenn diese bewilligte Zeit rum ist, kann Verlängerungsantrag gestellt werden.

Wenn sich der Gesundheitszustand gebessert hat, wird keine Vollrente mehr bewilligt, manchmal dann auch keine Teilrente mehr.

Dann fällt die betreffende Person, weil wieder erwerbsfähig eingestuft, nicht sofort wieder in die Sozialhilfe, sondern vielleicht sogar zunächst ins ALG-1 (evtl. mit aufstockendem ALG-2) oder sofort ins ALG-2.

Es weiß nämlich kaum jemand, daß bei befristetem Renten, die sich ohne Unterbrechung an eine sozialversicherte Tätigkeit, einen Krankengeld-, einen ALG-1 oder ALG-2-Bezug anschließen, während der Zeit des befristeten Rentenbezuges vom Rentenversicherer Beiträge zur Arbeitslosenversicherung entrichtet werden müssen.

Jemand mit schwerer Erkrankung sollte sich die Optionen auf GdB, Rente usw. offenhalten und alles daransetzen nicht in die Sozialhilfe abgeschoben zu werden.

Der Weg mit GdB und Rente ist zumindest keiner der die Zukunft verbaut, der Weg in die Sozialhilfe schon."

Gruss
 

Paolo_Pinkel

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#3
Vielleicht hilft das weiter:
Die Sozialhilfe für grundsätzlich erwerbsfähige Bezieher und deren Familienangehörige ist mit der Arbeitslosenhilfe zum 1. Januar 2005 zum Arbeitslosengeld II zusammengefasst worden (nach dem Ideengeber der Reform Peter Hartz im Volksmund „Hartz IV“ genannt). Nach diesem Zeitpunkt sollen nur noch Erwerbsunfähige auf Zeit, Vorruheständler mit niedriger Rente, längerfristig Erkrankte und hilfebedürftige Kinder mit selbst nicht hilfebedürftigen Eltern Sozialhilfe beziehen. Das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) wurde als Rechtsgrundlage vom Sozialgesetzbuch – Zwölftes Buch – (SGB XII) ersetzt, das dann auch die Bestimmungen für Grundsicherungsleistungen für dauerhaft Erwerbsunfähige enthält, die zuvor Leistungen nach dem GSiG (Grundsicherungsgesetz) erhalten.
Quelle: Wiki

Wie "längerfristig erkrankt" definiert wird kann ich dir nicht sagen. Vielleicht ein anderer User. Beim ALG-II sind die Anspruchsvoraussetzungen anderes gelagert, nämlich so:
Leistungsberechtigte Personen

Leistungen nach dem SGB II erhalten Personen, die

  1. das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a noch nicht erreicht haben,
  2. erwerbsfähig sind,
  3. hilfebedürftig sind und
  4. ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben (erwerbsfähige Hilfebedürftige).
Leistungen erhalten auch Personen, die mit erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einer Bedarfsgemeinschaft leben.
Quelle: Wiki
 

gelibeh

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#4
Ich denke, man wird denjenigen dann zum ärztlichen Dienst schicken, der schaut, wie das mit der Erwerbsfähigkeit aussieht. So ganz automatisch nach 6 Monaten fällt man nicht in die SOHI
 
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  Th.Starter/in  
#5
nun so wie es nun lesen konnte ist es auf jeden fall ratsam nicht ind die SOHI zu fallen.
 

gelibeh

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#6
Wenn Du Vermögen hast, dann nicht. Ansonsten ist wäre nur noch eventuelle Rentenausfälle zu überdenken. Aber was in ALGII dazukommt an Beiträgen, macht den Kohl auch nicht fett.
 
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#7
Wegen der Rente gebe ich dir recht, das macht den wirklich nicht fetter. Mein Arzt wollte mich bereits im Dez. als langfristig Au schreiben. Im übrigen ausgelöst durch die Schikane der ARGE . Depressionen welche erneut ausgelöst wurden durch Sanktionen. Die KV hat schon angefragtob die erneute Erkrankung auf das Tun Dritterzurück zu führen ist , was der Fall ist.

Montag muss ich erneut zum Doc und ich weiß das der wieder auf ein Attest raus will. Darin würde dann stehen das die Erkrankung über einen Zeitraum von ingesamt mehr als 6 Monaten andauern wird, da nun erstmal wieder therpiert werden muss.
 

gelibeh

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#8
Ich kenne das Depressionenproblem sehr gut. Ich sage nur, Gesundheit geht vor. Und dann abwarten, ob man zum ärztlichen Dienst muss. Dort kann ja auch festgestellt werden, im Moment zwar nicht erwerbsfähig, aber nach der Thera schon.

Mich hat die AU vor dem Generve der ARGE bewahrt.
 
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#9
ja des wegen hat mein doc mich auch AU geschrieben. war 2007 schon daran erkrankt, dann nach 1,5 jahren wiede rin de rlage langsam eingegliedert zu werden und das AA und die ARGE haben es binnen eines Jahres geschafft mich erneut in diesen Zustand zu bringen.
 

Heliane

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#11
Eventuell sich einen Arzt (bei Depressionen einen Psychiater) suchen, der einen unterstützt vielleicht für eine bestimmte Zeit erwerbsmindernde Rente zu bekommen.
 

deori1

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#12
Hallo
Mal eine Frage,bekomme Alg2,bin zur Zeit krankgeschrieben,nach 6 Monaten falle ich ja zum Sozialamt.
Was passiert wenn ich z.b 4 Monate krankgeschrieben bin,dann 1 Monat arbeitsfähig,und danach wieder Krankgeschrieben werde,fängt das dann wieder bei Null an,oder zählen die 4 monate dazu?
Gruss
Mike
 

Krishna

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#14
Was passieren könnte ist, das demnächst dein SB deine Erwerbsfähigkeit überprüfen lässt.
Das macht dann ein externer Gutachter.
(Ärztlicher Dienst des Jobcenters)
Erst wenn der Gutachter feststellt das du nicht mal mehr 3h arbeiten kannst und das nach seiner Einschätzung länger als 6 Monate andauern wird, erst dann gehts zum Sozialamt.
 

deori1

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#15
Hallo

Danke für Eure Nachrichten :

Zu Kaffesäufer:
Wenn ein ALG-2-Leistungsempfänger voraussichtlich mehr als 6 Monate arbeitsunfähig erkrankt ist und womöglich noch ein längerer Krankenhaus- oder Kuraufenthalt oder eine Therapiemaßnahme erforderlich ist, wird dieser Mensch aufgrund der geltenden Rechtslage früher oder später, im Regelfall nach 6 Monaten, aus dem SGB II ins SGB XII abgeschoben.

deswegen dachte ich nach 6 Monaten:

zu Krishna:
Heisst das das man bevor man ein Sozialfall wird erst zum Gutachter muss?

Muss Anfang Mai 5 Wochen in Reha,und bis dahin bin ich noch aufjedenfall krank gemeldet,danach weiss ich natürlich nicht.
Gruss und Danke
 
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#16
Was passieren könnte ist, das demnächst dein SB deine Erwerbsfähigkeit überprüfen lässt.
Das macht dann ein externer Gutachter.
(Ärztlicher Dienst des Jobcenters)
Erst wenn der Gutachter feststellt das du nicht mal mehr 3h arbeiten kannst und das nach seiner Einschätzung länger als 6 Monate andauern wird, erst dann gehts zum Sozialamt.

auch dann meistens nicht......erst wenn das Spielchen ein paar jahre geht dann evtl.
 

Krishna

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#17
zu Krishna:
Heisst das das man bevor man ein Sozialfall wird erst zum Gutachter muss?

Muss Anfang Mai 5 Wochen in Reha,und bis dahin bin ich noch aufjedenfall krank gemeldet,danach weiss ich natürlich nicht.
Gruss und Danke
Ich leg dafür nicht meine Hand ins Feuer, aber ohne das du begutachtet wirst, wirst du kein Fall fürs Sozialamt.

Ich würde mir so lange keinen Kopf machen bis sich dein SB bei dir meldet.
 
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