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LAG Hessen: EEJs - Ein Arrangement für ...

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FrankyBoy

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#2
AW: LAG Hessen: Ein-Euro-Jobs - Ein Arrangement für ...

Nette Broschüre die zudem gleichzeitig belegt, dass unsere Regierung aber auch rein gar nichts gelernt hat Zitat aus Seite 5:
Keine neue Erfindung
Öffentlich geförderte Beschäftigung gibt es bereits seit 90 Jahren. Schon in der Zeit der Massenarbeitslosigkeit in den 1920-iger Jahren wurden Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aufgelegt, mit denen von Arbeitslosen z.B.
Dämme gezogen, Moore trockengelegt und Straßen gebaut wurden.
In dem Papier steht so viel widersprüchliches drin, dass ich mir die weitere Lektüre erspare - wir erleben gerade die selben Fehler wie vor 90ig Jahren - es ist nicht mehr auszuhalten - der Nobelpreisträger Paul Krugman schimpft Peer Steinbrück einen einen Holzkopf, "bonehead", der das wahre Ausmaß der Krise immer noch nicht kapiert hat.

Da durch diese Jobs keine Kaufkraft erzeugt werden und der Binnenmarkt weiter geschwächt wird wird das die Krise dramatisch verschärfen - es gibt viele Möglichkeiten die Krise zu bekommen - die Ausführungen unserer Bundesregierung sind aber die besten!
 

Rounddancer

Forumnutzer/in

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#3
AW: LAG Hessen: Ein-Euro-Jobs - Ein Arrangement für ...

Das ganze Heftchen ist ein einziger Versuch der Rechtfertigung, daß sich gemeinnützig anerkannte Träger von AGH am regulären Markt eine goldene Nase verdienen, indem sie Catering bei privaten und öffentlichen Events, Gartenbauarbeiten, und vieles andere mehr anbieten,- und in der Regel die normalen Anbieter dieser Arbeiten , bei Catering vom Metzger bis zum gastronomischen Betrieb und kommerziellen Caterern, beim Garten- und Landschaftsbau normalen mittelständischen Gärtnern und Landschaftsbauern, etc. entweder bei den Konditionen, über eine möglicherweise vorhandene bessere Absetzbarkeit bei der Steuer, oder über das moralische Argument: "Wenn Sie uns den Auftrag geben, können wir besser armen, arbeitslosen und/oder behinderten Menschen helfen,- und der Herrgott wird Ihnen auch danken!" unterbieten.
 

wolliohne

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#4
AW: LAG Hessen: Ein-Euro-Jobs - Ein Arrangement für ...

ja,die erste Seite hat mir bereits genügt.

dafür brauchen wir hier wirklich keine Werbung zu machen.

ab i.d.großen Müllcontainer mitsamt den Insolvenzverwaltern in Berlin.
 
E

ExitUser

Gast
#5
AW: LAG Hessen: Ein-Euro-Jobs - Ein Arrangement für ...

Liest sich wie ein Propagandablatt der "christlichen Parteien" inkl. Koch.

Hartz4“ und „1-Euro-Jobs“ –
wie eine unumgängliche Reform diskreditiert wird

Das SGB II ist erst seit 2005 in Kraft. Bereits im Vorfeld
der Reform und umso heftiger nach Inkrafttreten des
Gesetzes laufen politische und gewerkschaftliche Kräfte
gegen die „Agenda 2010“ Sturm. „Fördern und Fordern“,
neue Zumutbarkeitsregeln, Abschaffung der unbegrenzten
Arbeitslosenhilfe und ihre Zusammenführung
mit der Sozialhilfe im neuen Arbeitslosengeld II
mit Vermögensanrechnung – das sind die Steine des
Anstoßes. Die (nicht offen ausgesprochenen) Gegenvorstellungen
lauten: Möglichst hohe Sozialleistungen
ohne Gegenleistung, möglichst lang dauernde Arbeitslosenversicherung,
möglichst geringer Druck zur Arbeitsaufnahme.
Seite 15

Wenn die Linkspartei sich sorgt, dass durch AGH die
Wirtschaft gefährdet wird, fließen Krokodilstränen. Ihr
geht es primär um den Kampf gegen die ungeliebte
Arbeitsmarktreform als solcher.
Besonders widersinnig ist es, wenn die in den Grundsicherungs-
Beiräten vertretenen Tarifparteien die Spielräume
für AGH immer weiter einengen, bis die Arbeit
besonders sinnlos und marktentfernt ist – und dann
die niedrigen Vermittlungseffekte beklagen.
Seite 21

Arbeitsgelegenheiten wären schon deshalb unsinnig,
weil sie keine Vermittlung in Arbeit bewirkten – so lautet
eine häufige Kritik. Sie kommt von Arbeitgeberverbänden
und Linkspartei gleichermassen und wird von
halbinformierten Presseleuten wiederholt. Diese Kritik
hat weder die Funktion der AGH noch den Arbeitsprozess
bei den Grundsicherungsträgern verstanden.
Sie wirft den AGH Versagen an einer Aufgabe vor, die
nicht ihr primärer Auftrag ist.
Seite 13

DGB und Linkspartei antworten mit der Forderung nach
einer anderen öffentlich geförderten Beschäftigung:
die AGH soll entfallen, stattdessen sollen hunderttausende
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsplätze
zu tariflichen Konditionen auf Staatskosten geschaffen
werden. Das ist ein kostspieliges staatliches
Ersatzarbeitsmarkt-Programm („ABM-neu“), aber keine
Vermittlungsförderung. Hier werden entweder leistungsfähige
Personen von einer Reintegration abgehalten und
geparkt oder es werden sehr arbeitsmarktferne Personen
mit günstigsten Bedingungen versorgt, so dass
sie nie mehr ungefördert arbeiten wollen.
Seite 14

Die IAB darf natürlich auch nicht fehlen. Die angebliche "Vermittlungsqiote" soll bei 15% liegen usw.

Der Typ, der das geschrieben hat, ist selbst Träger.

Der mit dem weltweiten Einbruch der Konjunktur verbundene Verfall der Rohstoff-Preise bringt auch die stadteigene Gemeinnützige Offenbacher Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft (GOAB) in die Bredouille. Die 100 festangestellten Mitarbeiter sollen nun auf einen Teil ihres Gehalts verzichten, um die Einbußen aufzufangen.
Geschäftsführer Jürgen Schomburg fürchtet, in diesem Jahr für im Recycling-Zentrum an der Mühlheimer Straße gewonnene Metalle und Kunststoffe rund 500 000 Euro weniger zu erwirtschaften als im Vorjahr. Angesichts eines jährlichen Gesamtumsatzes von zehn Millionen Euro reißt der absehbare Rückgang ein tiefes Loch in die Kasse. Der dramatische Preisverfall bei den Rohstoffen lasse sich weder durch Mengensteigerungen im Recycling noch durch Mehrerlöse in anderen Abteilungen oder neue Projekte kompensieren.
GOAB-Chef will Gehälter beschneiden - Offenbach - Lokalmeldungen - Lokales - op-online.de
 
E

ExitUser

Gast
#6
AW: LAG Hessen: Ein-Euro-Jobs - Ein Arrangement für ...

»Dank der Regelmäßigkeit im Arbeitsprozess hat mein Leben wieder
Struktur erhalten. Dies musste ich erst wieder lernen.
Im Anschluss an die AGH werde ich hier eine Ausbildung zum Produktionsassistenten beginnen...«
würde man auch ohne AGH bekommen.

»Die Arbeit hat mir bis jetzt gefallen. Das Arbeitsklima ist sehr angenehm. Die Kolleginnen sind total in Ordnung und ich komme mit allen
Leuten hier gut zurecht. Gern würde ich noch einmal eine Ausbildung beginnen…«
bekommt man auch ohne AGH, das es aber über eine AGH dazu kommt, ist fragwürdig.

»Arbeiten in der Altenpflege war schon immer mein größter beruflicher Wunsch. Ich möchte hier im Stift eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer beginnen.
Ich hoffe, dass ich dies erreichen werde…«
Wieso hat er dann zuerst Holzmechaniker gelernt?

»Hier beim Rundfunk Meißner habe ich sehr viele positive Erfahrungen sammeln können. Das hat mich gestärkt.
Ich kann jetzt wieder Aufgaben nachgehen, die ich mir vorher
nicht mehr zugetraut hatte...«
mir kommen die Tränen ...............

»Eine sinnvolle Aufgabe, bei der ich unter Beweis stellen kann, dass auch ich meine Arbeit gut mache!
Anerkennung und das gute Gefühl, etwas getan zu haben, sind mir dabei sehr wichtig…«
:icon_cry: Sich bei einer "sinnvollen Aufgabe unter Beweis zu stellen" und auch noch ein Einkommen unabhängig von AHGs, Hartz IV und den Gängeleien zu bekommen, scheint ihm aber nicht wichtig zu sein.

»Hier kann ich den Staplerschein machen, und in Eigeninitiative den
LKW-Führerschein. Beides kann ich sehr gut für später gebrauchen.
Ich bin froh, dass ich etwas zu tun habe und nicht daheim rumsitzen
muss…«
Geht so ab Seite 24 los unter dem Titel.

Ich will jetzt auch ne AGH haben, weil das alles sooooo toll klingt!!! :icon_kotz:

Arbeitsgelegenheiten
– von den Betroffenen gewünscht


Ganz im Gegensatz zu den denunziatorischen Behauptungen über die „Ein-Euro-Jobs“ berichten viele Studien, dass die an den AGH teilnehmenden Menschen diese häufig selbst nachgefragt und gesucht hätten. Sie wollen etwas Sinnvolles tun, anstatt zu Hause isoliert rumzusitzen. Sehr viele Teilnehmer an AGH erleben die AGH als Bereicherung
und Hilfe – sowohl für die aktuellen Lebenssumstände als auch für die Verbesserung der Chancen auf Wiedereinstieg in ungeförderte Arbeit.
Die große „Zumutung“ und „Ungerechtigkeit“ einer AGH-Teilnahme ist etwas, was nur in den Köpfen der politischen Propagandisten lebt. Die tatsächlich Beschäftigten sehen das ganz überwiegend anders. Ihre
Interessen und Bedürfnisse zählen aber nur wenig in einer Welt, die sich der politischen Stimmungsmache verschrieben hat.
Ob die "freudigen AGHler" auch wissen, was sie angeblich gesagt haben ?
 

nightmare

Elo-User/in

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#7
AW: LAG Hessen: Ein-Euro-Jobs - Ein Arrangement für ...

Wenn ich das so lese, bekomm ich wirklich einen Hass, dass sowas in Form der Broschüre existiert. Da frage ich mich echt, ob der Herausgeber wirklich daran glaubt was darin steht......
Ganz spontan fällt mir nur der Spruch "Arbeit macht frei" ein (ich weiss, das Kapitel der Geschichte ist schon was länger her......:icon_neutral:
Und wenn ich nicht eine Arbeitsstelle hätte (zwar nur teilzeit und im "Genuss" einer EGV), müsste ich mich ja fast ärgern, dass ich so tolle "Ein Euro Jobs" bisher nicht machen konnte:icon_kotz: bzw diese abwehren konnte.

Man man ich frag ich mich echt wo wir hier leben.....ich schäme mich für solche Pamphlete oder kann man es schon als Gehirnwäsche bezeichnen ??!!
 
E

ExitUser

Gast
#9
AW: LAG Hessen: Ein-Euro-Jobs - Ein Arrangement für ...

Ich kann mir so unsäglichen Mist gar nicht mehr bis zum Ende durchlesen. In mir kochen Emotionen hoch...:icon_kotz:
 
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