Lärm im Mietshaus - jetzt neue Wohnung suchen und umziehen - wie beim JC beantragen und formulieren? (1 Betrachter)

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G

Gelöschtes Mitglied 67474

Gast
Man muss ja, wenn man vor hat, umzuziehen einen Grund angeben. Doch welcher ist für das Jobcenter grund genug für einen Grund?

Es ist hier im Mietshaus nicht mehr normal und nicht mehr tragbar. Die anderen Mieter benehmen sich schon richtig asozial, indem sie die Türen zuknallen, rum brüllen und auch beleidigend werden. Die Polizei wurde von mir und von anderen schon öfters gerufen und jedesmal wurde nur Personalien aufgenommen und die Unruhestifter mündlich von den Beamten belehrt. Aber der Vermieter reagiert nicht. Das alles tut mir nicht mehr gut, ich fühle mich hier dadurch massiv in meinem Leben eingeschränkt, erschrecke jedesmal wenn der Krach wieder los geht. Nachts sowie auch am Tage -sehr laut dieses knallen. Weil es ja auch extra mit Absicht gemacht wird.

Muss ich nun zum Hausarzt und mir so eine Art Attest geben lassen, die Kopie davon beim JC einreichen, wenn ich eine neue Wohnung gefunden habe und den Umzug beantrage?
 

vidar

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Moin @pfennigabsatz,

Zu welchen Zeiten wird denn hauptsächlich die Hausruhe durch den überdurchschnittlichen Lärm gestört?
Führst du akribisch ein nachweisbares Lärmprotokoll (Zeugen)?
Wie willst du die von dir genannten bewussten Lärmabsichten der Mitmieter/Nachbarn nachweisen (Zeugen)?

Gibt es Zeugen für die dir ausgesprochen Beleidigungen?
Hast du die Beleidigungen bei der Polizei angezeigt?

Hast du deinem Vermieter schriftlich eine Frist gesetzt den Missstand abzuschaffen?
Hast du gleichzeitig deinem Vermieter eine Mietkürzung angekündigt, falls nichts passieren sollte?

Mietminderung von 10 % bei ständigen Lärmstörungen in Form von Streiten, Schreien, Poltern, Trampeln und Türknallen
.
 

romeo1222

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Sollte der Vermieter keine Abhilfe schaffen, so ist es möglich, wegen Lärm und asozialen Verhaltens umzuziehen. Ich selbst bin es auch schon mehrfach, teilweise jedes Jahr. Manchmal habe ich versucht mich mit einem Anwalt dagegen zu wehren. Immer habe ich ein Lärmprotkoll geführt, aber es nicht immer dem JC vorgelegt. Meine Ärzte waren aber immer mit im Boot und hatten es mir bescheinigt, dass der Lärm auf die Gesundheit geht und ein Umzug ratsam wäre. Polizei usw. hatte bei mir nie was gebracht, ebenso wie Ordnungsamt mit Anzeigen.
 

verona

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Umziehen kann man ja, wenn man es möchte. Die Kosten muss man halt selber tragen.Die neue Miete sollte nicht über der alten Miete liegen. Die Differenz wird vom JC nicht übernommen.
Aber um dem entgegenzuwirken, kann ein ärztliches Attest hilfreich sein.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67216

Gast
Man muss ja, wenn man vor hat, umzuziehen einen Grund angeben.
Hallo pfennigabsatz!

Der Grund muss aber auch anerkannt werden. Gering sozialisierte Nachbarn sind leider bei dieser Preisklasse schon fast in der Miete inbegriffen. Mich hat so ein Wohnumfeld regelrecht kaputt gemacht.

Hast du über Beratungshilfe schon einen Anwalt beauftragt? Das wird zwar nichts bringen, aber du hättest zumindest deine Möglichkeiten ausgeschöpft.

Für die Zwischenzeit solltest du dich vielleicht informieren, welche Möglichkeiten und Techniken der mentalen Distanzierung dir helfen könnten.

Gäbe es denn eine ruhigere Wohnung innerhalb der KdU-Sätze in deiner Gegend? Dann schleunigst ein Mietangebot ausfüllen lassen und damit direkt beim JC vorsprechen.

Gruß
 
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