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Längere Zeit krankgeschrieben - was kann folgen?

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Ragnaroek

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#1
Hallo allerseits...

Ich bin jetzt seit Ende August krankgeschrieben und werde es min noch bis zum 9.11 bleiben. Es geht hierbei um einen Antrag für eine Reha-Maßnahme, bei der sich meine Krankenkasse davor drücken möchte (kurz gesagt, wenn mein Therapeut kassenzugelassen wäre, wäre ich sicherlich schon längst weg. Das hat mir meine SB bei der AOK auch unter der Hand oder durch die Blume zu verstehen gegeben...dadurch ist ja auch mehr oder weniger zugegeben worden dass eine "Bedürftigkeit" für eine Reha besteht). Jetzt bin ich bei einem Psychiater, der sich da serh einsetzt und eine klarer "Kampfansage" gemacht hat: Bevor ich nicht aus der Reha zurück bin wird es keine Arbeitsfähigkeit geben (Er kennt die Tricks der Krankenkassen, er hat selbst Jahrelang in einer Klinik gearbeitet). Also kann es sein dass ich noch etwas länger Arbeitsunfähig geschrieben werde.

Auf was muss ich mich bei der ARGE einstellen? Werde ich irgendwann zum Medizinischen Dienst beordert? Muss ich Auskunft geben wenn meine SB fragt was ich denn habe? Wie soll ich mich dann verhalten?

Ich muss dazu sagen dass unsere ARGE hier recht "human" agiert, und ich mit meinen SBs recht gut auskomme. Das mag vielleicht auch daran liegen dass ich mich recht viel beworben habe und dabei auch recht unkonventionelle Wege gegangen bin, also viele Möglichkeiten ausgeschöpft habe.

Besten dank

Ragna
 

Ragnaroek

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#4
Habe einige Antworten gefunden, aber noch nicht alles...

Was muss ich über meine Krankheit denn meinem SB sagen? Mussich ihm überhaupt was sagen? Sollte ich? Sollte ich nicht?

besten dank

Ragna
 

Arania

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#5
Deinem SB musst Du nur das sagen was er auch aus einem eventuellem ärztlichen Gutachten entnehmen kann, das er sicher dann auch beantragen wird, also das was einer Arbeitsaufnahme entgegensteht oder was Dich dabei einschränkt
 

Ragnaroek

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#6
Das Problem bei mir ist dass ich an einer narzistischen Persönlichkeitsstörung leide und ich krank geschrieben bin damit ich eine Rahe bekomme. Nur wenn ich das erkläre würden die meissten SBs es eh nicht verstehen...
 

Arania

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#7
Das muss er ja auch nicht, deshalb kann er ein ärztliches Gutachten verlangen, das muss er dann auch nicht verstehen, aber akzeptieren
 

Hartzbeat

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#8
Krankheitsursachen der ARGE melden?

Hallo Ragnaroek,
ich würde erstmal abwarten. Solange keine Anfrage seitens der ARGE/SB kommt, besteht keine Veranlassung, Deine Krankheitsursache zu verkünden.

Ragnaroek: Auf was muss ich mich bei der ARGE einstellen? Werde ich irgendwann zum Medizinischen Dienst beordert? Muss ich Auskunft geben wenn meine SB fragt was ich denn habe? Wie soll ich mich dann verhalten?
Vorschau: Falls eine Anfrage wegen der langen Krankheitszeit kommen sollte...
Persönlich denke ich, dass Deine SB - wie Du im Nachfolgenden ja selbst bereits ahnst, mit Deiner gesundheitlichen Einschränkung, nicht klarkommen wird bzw. es ablehnt, dafür verantwortliche Folgen hinsichtlich Deiner Vermittlungstauglichkeit selbst tragen zu wollen. Daher wird sie Dich früher oder später aus Überforderung ganz bequem zum "Psychologischen Dienst" beordern.

Das Problem bei mir ist dass ich an einer narzistischen Persönlichkeitsstörung leide und ich krank geschrieben bin damit ich eine Reha bekomme. Nur wenn ich das erkläre würden die meissten SBs es eh nicht verstehen...
Dieser stellt dann fest, wie es gesundheitlich um Dich steht und wird auflisten, zu welchen Tätigkeiten und in welchem Umfang Du herangezogen werden kannst. Mitunter kann es vorkommen, dass Dich der dortige Arzt in seinem Gutachten als nicht mehr arbeitsfähig einstuft (d.h. unter drei Stunden arbeitsfähig), so dass man Dir Deine Leistungen vollends streichen kann.

Um dem entgegen zu wirken, schlage ich vor:
Sprich dann erst mit Deiner SB über die beabsichtigte Reha und erkläre ihr Dein Krankheitsbild mit leicht verständlichen Worten - vermeide Verwirrung und Überforderung. Frag bei ihr nach, ob Du einen Termin bei einem Reha-berater (die gibt es intern in der ARGE) erhalten und Dich dort beraten lassen kannst. Das bietet Deiner verständigen SB einen machbaren und bequemen "Ausweg" und sie muss das Thema nicht allein entscheiden bzw. gleich den Psychologischen Dienst heranziehen.

Vorerst gibt's aber noch nichts zu tun für Dich...
Gruß von
Hartzbeat
 

Ragnaroek

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#9
und was würde passieren wenn ich die Leistungen gestrichen bekomme? Krankengeld bekomme ich ja nicht...bekomme ich dann Grundsicherung? Und wie hoch würde die ausfallen? Weniger als ALG II (mit dem ich so gerade auskomme) ???
 

Ragnaroek

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#12
Was ich nur noch nicht so ganz verstehe:

Wenn ich das ganze hier so höre bekomme ich das Gefühl dass der Medizinische Dienst eine Krankmeldung quasi "aufheben" kann. Also wenn mein Doc mich weiterhin krank schreibt der MD sagen kann "nö, DU bist nicht mehr krankgeschrieben"...oder verstehe ich da was falsch?

Besten dank

Ragna
 

Hartzbeat

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#13
Ärztlicher Dienst - Aufgaben

Hi Ragnaroek,
...bekomme ich das Gefühl dass der Medizinische Dienst eine Krankmeldung quasi "aufheben" kann. Also wenn mein Doc mich weiterhin krank schreibt der MD sagen kann "nö, DU bist nicht mehr krankgeschrieben"...oder verstehe ich da was falsch?
Andere Ziele
Der Ärztliche Dienst der ARGE ermittelt in seiner Untersuchung:
- inwieweit Deine gesundheitlichen Einschränkungen sich auf Deine Erwerbsfähigkeit auswirken,
- bzw. daraus ob Deine Verfügbarkeit noch gegeben ist
- und Du damit Anspruch auf Leistungen hast.

Daraus erklärt sich bereits von selbst, dass er gewiss andere Ziele als Dein krankschreibender Arzt verfolgt.

Der Ärztliche oder Medizinische Dienst arbeitet somit eher für die ARGE und versucht, zu ermitteln, ob Dir
a) entweder die Erwerbsfähigkeit (mindestens 3 Stunden täglich) abgesprochen werden kann und damit die Leistungen zu entziehen,
b) zu bestätigen, dass Du mindestens 3 Stunden arbeiten kannst - und damit erwerbsfähig zu sein. Das kann auch eine eingeschränkte Erwerbsfähigkeit bedeuten, d.h. dass Du nicht voll arbeiten kannst.

Deshalb ist es wichtig, sich vor der Untersuchung ausführlich über den Verlauf und die Fragen während einer solchen zu informieren. Dabei ist drauf zu achten, ob man eine Mindesterwerbsfähigkeit oder eingeschränkte Erwerbsfähigkeit erhalten möchte - auch im Attest des behandelnden Arztes drauf achten! - um noch Leistungen der ARGE weiter erhalten zu können. Falls man auf die Leistungen der ARGE verzichten kann und eine Rente anstrebt, sollte das Attest dahingehend sehr deutliche Aussagen treffen.

Besprich das mit Deinem behandelnden Arzt.

Gruß von
Hartzbeat
 

Ragnaroek

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#14
Sorry, aber das verstehe ich immer noch nicht so ganz...

Wir versuchen bei mir wie gesagt eine Reha-Maßnahme durchzubekommen. Danach hoffe ich das ich wieder fit bin. Ich will auf keinen Fall irgendwie "ausgemußtert" werden, denn die ganze Zeit daheim zu sitzen ist für mich die Hölle schlechthin. Aber im mom geht es nicht anders. Daher ist die Krankschreibung bis zur Reha unablässlich, da nur so der Kostenträger versteht dass auch wirklich eine Bedürftigkeit vorliegt.

Geht es jetzt denn dann nur darum festzustellen wie es irgendwann mal sein wird? Also ob ich überhaupt irgendwann wieder arbeitsfähig sein werde? Diese Frage kann ich mit einem definitiven JA beantworten, es braucht nur seine Zeit.

Oder kann der MD wirklich eine Krankschreibung "aufheben"? Sprich dass ich noch 3 Wochen AU wäre, er aber sagt, DU kannst wieder arbeiten? Denn das würde unsere komplette "Taktik" zunichte machen...dann würde der Kostenträger denken "siehste, geht auch so" und alles wäre dahin...

Danke noch mal für die Mühe...

Ragna
 

Hartzbeat

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#15
Ärztlicher Dienst - Aufgaben

Hi, Ragnaroek,

Oder kann der MD wirklich eine Krankschreibung "aufheben"? Sprich dass ich noch 3 Wochen AU wäre, er aber sagt, DU kannst wieder arbeiten? Denn das würde unsere komplette "Taktik" zunichte machen...dann würde der Kostenträger denken "siehste, geht auch so" und alles wäre dahin...
Nee, so isses nun nicht. Für drei Wochen AU (Arbeitsunfähigkeit) machen die doch nicht so'n Aufstand, den MD einzuschalten. Da trifft nur Leute, die sehr häufig gesundheitliche Einschränkungen angeben, sobald sie mit einem Stellenangebot konfrontiert werden. Dann wirkt der MD so wie beschrieben.

Eine Krankschreibung wird der MD keinesfalls aufheben.

Für Leute, die kurzzeitig krank geschrieben sind - kann auch ein paar Monate sein, wird der MD nicht eingeschaltet. Es sei denn, Du gibst bei Deinem SB an, dass Du seit Deiner Krankheit bemerkt hast, dass Du gravierende gesundheitliche Einschränkungen hast und Dir so nicht jede Arbeit zugemutet werden kann. Dann muss der MD feststellen, welche Arbeit Dir denn nun noch zugemutet werden kann.

Also beruhige Dich, soweit ich weiß, hast Du ja noch nicht mal ein Gespräch mit Deinem SB über Deine Krankheit geführt - oder? Und ein Termin beim MD liegt auch nicht vor. Das allein dauert schon mehr als 3 Monate. Denke, dass Dir 3 Wochen (und mehr) bis zum Entscheid Deiner Reha ohne jeden Ärger beschert sind.

“Stärk", "stärk" - an Dich
von
H:icon_kratz:rtzbeat
 

Ragnaroek

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#16
Ne, da hast Du mich falsch verstanden...

Ich selber bin seit ende August krank geschrieben. Und die 3 Wochen waren nur als "Restzeit" zu verstehen.

Ok, ich bin mal gespannt, denn wie ich in einem anderen Post schon geschrieben habe habe ich am Mo einen Termin bei meiner SB, wegen beruflicher Situation und so (das Standartding), und da bin ich mal gespannt was da raus kommt. Ich bin halt gerne vorbereitet, so dass ich im "Ernstfall" schnell reagieren kann.

Danke für die Mühe

ragna
 

Kerstin_K

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#17
Hallo Ragna,

ich glaube, was Du da im HInterkopf hast, ist eher der MD der Krankenkassen. An den kann sich z. B. ein Arbeitgeber wenden, der den Verdacht hat, dass ein Mitarbeiter sich ständig Gefälligkeitskrankschreibungen ausstellen läßt.

In Deinem Fall sehe ich das ein bischen anders. Kann schon sein, dass Seine SB Zweifel an Deiner Erwerbsfähigkeit hat, wegen der langen Krankschreibung. Sollte sich herausstellen, dass dies tatsächlich der Anlass des Gespräches ist, bist Du ja mit dem Attest gut vorbreitet und wenn Du dann noch überzeugend rüberbringen kannst, dass Du nach der Reha mit großer Wahrscheinlichkeit wieder fit bist, kann eigentlich nicht viel passieren. SElbst, wenn man Dich zum Gutachter schickt, das kann dauern...
 

Ragnaroek

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#18
Soviele Gedanken für den Montag mache ich mir auch nicht, weil sie selber ja nicht viel machen kann, selbst wenn sie alles anzweifelt denke ich nicht dass sie die Fachkompetenz besitzt das ganze beurteilen zu können. Ich denke mal dass sie nicht mal die Hälfte des Athestes verstehen wird. Falls sie mich fragen sollte wie lange ich noch denke krankgeschrieben zu sein werde ich auch nur sagen dass das im Ermessen meines Psychiaters liegt und ich das nicht beurteilen kann. Fertig...
 

Hartzbeat

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#19
Ärztlicher Dienst - Aufgaben

Falls sie mich fragen sollte wie lange ich noch denke krankgeschrieben zu sein werde ich auch nur sagen dass das im Ermessen meines Psychiaters liegt und ich das nicht beurteilen kann. Fertig...
... eben!
 

anjamueller

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#21
Bei mir hat es fast 1 Jahr gedauert, bis ich zu einem Arzt vom Arbeitsamt geschickt wurde.Also keine Panik!
ich glaube auch nicht, dass der in den 10 Minuten feststellen kann oder gar vorschreiben kann, dass du wieder arbeiten kannst, wenn Dein Arzt, der Dich ja besser kennt, etwas anderes meint.
 
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#22
Wir versuchen bei mir wie gesagt eine Reha-Maßnahme durchzubekommen.
Nimm Dir einen Psychiater und lass Dich per Krankenhauseinweisung in die psychosomatische Klinik Deiner Wahl überweisen. Sollte kein Problem sein wenn der Arzt der das Aufnahmegespräch in der Klinik macht das auch befürwortet.
 
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