Länger als 6 Monate krank - Neuer Bewilligungsbescheid nur vorläufig (1 Betrachter)

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Gute Fee

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Hallo alle miteinander,

mir ging es in letzter Zeit sehr schlecht und habe mich deshalb von allem möglichen zurückgezogen, weil ich nicht anders konnte, so auch hier. Aber heute habe ich mich irgendwie aufgerafft, weil ich dringend eure Hilfe brauche. Vielleicht kann mir jemand von euch einen Rat geben, wofür ich sehr dankbar wäre.

Am 01.01. war meine letzte Zahlung von ALG II. Wie immer habe ich den Folgeantrag gestellt und vor drei Tagen den Bescheid erhalten, der auf den ersten Blick aussah wie immer. War er aber nicht. Denn darin stand, daß über eine weitere Leistung derzeit noch nicht entschieden werden kann und der Bescheid zunächst ein vorläufiger Bescheid ist. Des weiteren stand direkt dabei, daß wenn negativ darüber entschieden wird, alle in der Zwischenzeit geleisteten Zahlungen von mir zurückgezahlt werden müssen. Die entsprechenden Gesetzestexte waren auch gleich mit dabei. Einen endgültigen Bescheid habe ich noch nicht. Es ist also genauso gut möglich, daß ich heute oder bis Ende Januar einen endgültigen negativen Bescheid erhalte, dann wird direkt die Zahlung eingestellt.

Eine Begründung für den vorläufigen Bescheid war NICHT angegeben. Allerdings kann ich mir denken, warum. Weil ich weit länger als 6 Monate krankgeschrieben bin. Bisher gab es keine Probleme. Im Sommer letzten Jahres war ich 6 Wochen in med. Reha. Davor schon war ich krankgeschrieben und danach ebenfalls. Ich war am 01.08.2007 zurück und das sind bis zum 01.01.08 exakt 6 Monate.

Ich weiß jetzt überhaupt nicht mehr, was ich machen soll und könnte nur noch heulen. Bin ich jetzt in 1 Woche möglicherweise völlig mittellos? Müßte mir nicht irgendwer Bescheid gegeben haben, daß irgendwann die Leistungen eingestellt werden und mir sagen, an wen ich mich nun wenden muss (welches Amt?) und welche Leistung ich jetzt beantragen muss? Mit dem Sozialamt habe ich heute früh telefoniert, aber die hat mein Fall wenig interessiert. Solange ich denen keine direkte Zahlungseinstellung nachweisen kann, passiert gar nichts. Es ist auch überhaupt nicht sicher, ob ich überhaupt Anspruch auf irgendwelche Leistungen vom Sozialamt hätte. Meinen Leistungssachbearbeiter von der Arge versuche ich nun seit 2 Tagen anzurufen. Es gibt keine Durchwahlnummern mehr hier, nur eine allgemeine. Heute morgen hab ich endlich jemand erreicht. Der wußte nicht Bescheid und wollte Herrn X Bescheid sagen, daß er mich zurückruft. Da kann ich sicher lange drauf warten.

Noch zum besseren Verständnis. Meine Krankschreibung basiert auf psychische Einschränkungen (Depressionen, Angst- und Panikattacken) in Verbindung mit starken chronischen Lendenwirbelsäulenprobleme, die laut Aussage der Ärzte zum großen Teil durch psychische Belastung entstehen. Falls das wichtig ist, ich habe eine Schwerbehinderung von 50% ohne Merkmale. Erwerbsgemindert bin ich nicht. Es gibt kein Gutachten oder sonstiges. Zu einem Amtsarzt mußte ich nie (habe aber schon drum gebeten). Seit der Reha im letzten Sommer läuft beim Rentenversicherungsträger ein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation). Nach Rücksprache mit dem Sozialdienst in der Reha habe ich festgestellt, daß das der richtige Weg für mich ist. Dieser befindet sich allerdings im Widerspruch. Ich benötige für den Rentenversicherungsträger ein psychotherapeuthisches Gutachten über mein Befinden seit Ende der Reha, was für mich nur sehr schwer zu beschaffen ist, weil ich in keiner Psychotherapie bin (kaum Plätze zu finden). Momentan suche ich aber jemanden auf, der mich - wie er sagt - aber erst richtig kennenlernen muss, um überhaupt ein Gutachten abgeben zu können (leider komme ich mit diesem Arzt überhaupt nicht klar).

Das sind so ungefähr die Fakten. Falls jemand eine Meinung zu meiner Situation hat, wäre ich dankbar, diese zu erfahren. Und bei Nachfragen beantworte ich diese gerne und sofort.

Liebe Grüsse an alle
Eure gute Fee
 

Mario Nette

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Tach :biggrin:

deine Schwester, ist das die Toffi-Fee? :icon_mrgreen:

Also eine Begründung muss schon dabei sein, denn man muss ja wissen, auf welche der beigelegten Paragraphen (oder überhaupt) sich die Entscheidung bezieht. Sonst könnte die ARGE jedem Leistungsbezieher das SGB mit seine 12(?) Büchern zur Ansicht auslegen und gut ist. Aber da wir alle keine Juristen sind und wohl auch nicht werden wollen, muss in dem Bescheid schon was stehen. Auf bloße Vermutung hin kann sich kein Bescheid begründen. Fechte das Ding an. Einfach einen Widerspruch schreiben. Du kannst auch, um die Fristen zu wahren, einfach nur schreiben "Hiermit lege ich Widerspruch zu Ihrem Bescheid vom ... ein. Die Begründung des Widerspruchs reiche ich nach." Datum rauf und persönlich abgeben und die Abgabe auf einer Kopie des Schreibens bestätigen lassen.

Mach dir erstmal keine Sorgen wegen der möglicherweise (oder auch nicht) anstehenden Rückzahlungen. Es geht darum, dass du so gut es geht lebst. Nutze das Geld jetzt dafür. Ob ein Bescheid der Leistungseinstellung ausgestellt wird oder nicht, wird ja gerade vom Amt geprüft. Mir ist das Problem klar, nämlich die unangemessene Kurzfrist im Negativfall und die nach nicht beschiedenen anderen Angelegenheiten - das beunruhigt dich zurecht. Vielleicht weiß hier einer Rat, was zu tun ist, wenn alle noch im Entscheidungsprozess stecken; ich weiß da leider nichts.

Auf jeden Fall versuche mal, ruhig zu bleiben. Ist leichter gesagt, als getan. Vielleicht hilft dir, dass wir momentan auch immer noch mittellos sind und mit dir mitleiden. Du wirst erstmal nicht aus deiner Wohnung fliegen. Bis der Zeitpunkt ran wäre, lässt sich was machen. Beispielsweise kannst du mit deinem Vermieter reden, dass du ihm gern die Miete zahlen würdest, wegen behördlichen Schwierigkeiten und ausstehenden Entscheidungen aber momentan nicht kannst. Frag ihn, ob er dir 2 Wochen Aufschub gewährt, bevor er seine erste Mahnung rausschickt. Er muss das nicht, aber Fragen kostet kein Geld.

Bezüglich der Ernährung kann ich dir nicht viel empfehlen. Ich meide die Tafeln aus rein moralischen Gründen. Es gibt daneben allerdings auch ähnliche Angebot von z. B. Vereinen.

Wenn dir der ganze Kram über den Kopf wächst, was nur allzu verständlich ist, dann kannst du im Rathaus (oder einer adäquaten Stelle) darum bitten, man möge dir jemanden aus dem Sozialbereich zur Seite stellen. Ist allerdings eine Vertrauenssache. Alternativ gibt es (wieder mal) diverse Vereine, die auch helfen können.

Und bezüglich deines begutatchtenden Arztes: Hat man nicht in einem bestimmten Rahmen eine freie Wahl? Gerade im Rahmen psychologischer Dinge solltest du nicht einfach irgendwen irgendwie hinnehmen. Denn die Gefahr besteht, dass du ungewollt deine Verhalten aufgrund der Person des Arztes verstellst und er ein Fehlgutachten anfertig. Und das müsstest du dann wieder anfechten ... Rharbarber, Rharbarber, Rharbarer.

Mario Nette
 

Arania

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Hallo Gute Fee, wenn die ARGE Dich als erwerbsunfähig einstuft, wegen Deiner längeren Krankheit und nicht mehr zahlen möchte, dann ist das Sozialamt für Dich zuständig wegen der Grundsicherung, die können sie Dir nicht streichen, ist dasselbe Geld ,nur ein anderes Amt

Welches Amt zuständig ist, das sollen die unter sich ausmachen, am besten rufst Du mal bei der ARGE an und fragst nach wie Du vorgehen sollst

Warum solltest Du keine Grundsicherung bekommen? Hast Du anderes Einkommen?

Kann das jetzt nicht nachvollziehen
 

Gute Fee

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an Mario Nette:

Hi, süsser Scherz, das mit der Schwester *grins*, hat mich richtig aufgebaut.

Also eine Begründung war nicht dabei, nur der § 40 SGB II (Anwendung von Verfahrensvorschriften) und § 328 SGB III (vorläufige Entscheidung) sowie eine Auflistung über die Möglichkeiten, die eine leistungsrelevante Änderung sein könnten, wie eben beispielsweise Arbeitsunfähigkeit.

Das mit dem Widerspruch ist vielleicht keine so schlechte Idee, aber ich weiß ja nicht, wie und wann die entscheiden und aufbringen möchte ich die auch nicht unbedingt gegen mich.

Es ist wirklich nicht leicht, ruhig zu bleiben und die Tränen zu unterdrücken, aber du hast schon recht, handeln ist besser.

Mein Vermieter schiebt alle Probleme (auch Geldangelegenheiten) auf seinen Bruder ab, der sich hier als Hausmeister aufspielt (hier im Haus das ist ne Eigentümergemeinschaft, da ist alles ein wenig schwieriger). Also müßte ich mich an den wenden und mit dem bin ich noch nie ausgekommen. Da hab ich wegen der Miete wohl ziemlich schleche Karten. Aber so ist es nunmal und ändern kann ich daran auch nichts.

Diese Stellen, die du ansprichst, die einem hilfreich zur Seite stehen können, wer ist das? Integrationsfachdienst oder sowas?

Bei den Psychotherapeuten hast du recht. Bei mir läuft das im Moment auch nicht gut und ich habe schon wieder neue Termine mit anderen Ärzten vereinbart. Abwarten.

Erstmal vielen Dank für deine Antworten.





an Ariana:

Hallo Ariana, auch dir erstmal vielen Dank für deine Antwort. Ich weiß nicht, ob mich die ARGE als erwerbsunfähig einstuft. Nur weil ich länger als 6 Monate krank bin und die nicht wissen, was sie entscheiden sollen, heißt das doch nicht, daß ich automatisch erwerbsunfähig oder gemindert bin, oder?

Ich habe mal gehört, daß man Grundsicherung vom Sozialamt nur bekommt, wenn man halt eben erwerbsgemindert ist. Ob es stimmt, weiß ich leider nicht. Ich habe keinerlei anderes Einkommen und habe auch große Angst, daß ich halt in einer Woche (wenn der Februar beginnt) komplett ohne Geld dastehe. Mein Konto ist eh schon weit überzogen.

Bei der ARGE rufe ich jetzt schon seit 48 Stunden an, immer mit dem gleichen Erfolgt. Eine Tonbandstimme erzählt mir, daß man meinen Anruf wegen Überlastung nicht entgegennehmen könne. Mittlerweile hab ich aber durch Beziehungen die Durchwahlnummer von dem zuständigen Leistungssachbearbeiter herausgefunden. Aber der ging auch nicht ran. Also gleich ab morgen früh um 8:00 Uhr wieder das gleiche Spiel... *seufz*



Liebe Grüsse euch beiden
Die gute Fee
 

Mario Nette

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Das mit dem Widerspruch ist vielleicht keine so schlechte Idee, aber ich weiß ja nicht, wie und wann die entscheiden und aufbringen möchte ich die auch nicht unbedingt gegen mich.
Na solange die Leistungen eintrudeln, geht's ja auch noch geregelt. Spätestens beim Bescheid kannst du dann aber, sofern nicht ein anderer Träger verantwortlich bist, Widerspruch erheben. Zumindest bei mir haben sie nicht einfach von heute auf morgen das Tor zugemacht, sondern noch einen Monat Gnadenfrist gegeben. Ich war also am 28.12. dort. Der Bescheid kam 10 Tage später, und einstellt ist ab Feb.

Hat jemand eine Ahnung, ob gegen vorläufige Bescheide überhaupt wie von mir beschrieben Widerspruch erhoben werden könnte?

Mein Vermieter schiebt alle Probleme (auch Geldangelegenheiten) auf seinen Bruder ab, der sich hier als Hausmeister aufspielt (hier im Haus das ist ne Eigentümergemeinschaft, da ist alles ein wenig schwieriger).
Dein Vermieter ist dein Vermieter. Nicht irgend so eine anderer Knilch. Der soll eine verbindliche Zusage machen (schriftlich am besten) und gut ist.

Diese Stellen, die du ansprichst, die einem hilfreich zur Seite stehen können, wer ist das? Integrationsfachdienst oder sowas?
Also ich kenne die nur unter dem Begriff "Sozialhelfer" Vielleicht gibts die auch unter dem Begriff "Sozialbetreuer"

Mario Nette
 

Gute Fee

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Hallo Mario Nette,

wenn dein Bescheid 10 Tage nach dem 28.12. kam, da war dann der 07.01., richtig? Und das Geld bekommen wir ja am 01. für den laufenden Monat. Wenn die Zahlung aber ab Februar eingestellt wurde, wieso hattest du dann noch einen Monat Gnadenfrist? Oder hast du am 01.02. noch mal Geld bekommen?

Ich habe übrigens mittlerweile den Leistungssachbearbeiter unter seiner Durchwahlnr. erreicht. Hab ihm gesagt, daß kein Grund im vorläufigen Bescheid stand. Er hat dann nachgesehen und mir erklärt, daß der Bescheid vorläufig sei, weil noch nicht entschieden werden könne, ob die gesamten nächsten 6 Monate gezahlt würde, weil ich ja einen Antrag auf berufliche Rehabilitation gestellt habe und der noch nicht entschieden ist. Als weiteren Grund hat er meine 6 Monate Arbeitsunfähigkeit genannt. Er hat mich darauf hingewiesen, daß die Zahlung angewiesen ist und ich noch keine Angst haben müsse. Ich soll demnächst einen Termin vom amtsärztlichen Dienst zwecks Untersuchung bekommen. Sollte dieser entscheiden, daß ich dem Arbeitsmarkt keine 3 Stunden täglich mehr zur Verfügung stehen kann, so sagte der Sachbearbeiter zu mir, würde ich einen schriftlichen Bescheid erhalten, daß der Jobcenter nicht mehr zuständig ist und man mir gleichzeitig mitteilen würde, an welches Amt ich mich nun zu wenden habe und welche Leistungen ich dort beantragen muß. Zwecks Übergangslosigkeit würde man mir auch mindestens einen Monat Zeit gewähren, um dieses zu veranlassen (ob der Zeitpunkt 1 Monat reicht, ist in meinen Augen mehr als fraglich. Ich glaube kaum, daß das Sozialamt "so schnell" arbeitet.

Nun, das ganze war ja auch nur eine telefonische Mitteilung. Auf sowas kann man sich bekanntlich nur wenig verlassen.

LG
Die gute Fee
 

Mario Nette

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Naja, aber ist doch mal eine Aussage. Natürlich willst du die Bestätigung des Amtsarztes auch selbst sehen. Sag ich mal so. Dann hast du ein paar Tage Vorlauf bezüglich der "frohen" Botschaft. Allerdings fangen natürlich andere Ämter auch erst an zu rotieren, wenn man denen schriftlich was aushändigen kann. Auf den Bescheid musst du einfach warten. Allerdings kannst du in der Zwischenzeit mal bisschen stöbern, wer dann für dich zuständig wäre, wie die Adresse ist und was man da beantragen kann. Wenn du davon ausgehst, dem Markt nicht zur Verfügung stehen zu können, dann fülle die entsprechenden Anträge einfach jetzt gemächlich aus, leg sie auf Halde und wenn der Bescheid dann kommt, dann tütest du das einfach nur noch ein und gibst es bei deinem dann neuen Leistungsträger ab. Erspart dir den Stress, dann schnell alles machen zu müssen, wenn der Bescheid kommt.

Den Arzt kannst du dann auch mal ganz unverbindlich fragen, ob er mündlich eine erste Einschätzung machen kann. Wenn er sagt, da ginge mit dir auf dem Arbeitsmarkt nix mehr, weißt du ja dann auch, was dich an Formularen etc. erwartet.

wenn dein Bescheid 10 Tage nach dem 28.12. kam, da war dann der 07.01., richtig? Und das Geld bekommen wir ja am 01. für den laufenden Monat. Wenn die Zahlung aber ab Februar eingestellt wurde, wieso hattest du dann noch einen Monat Gnadenfrist? Oder hast du am 01.02. noch mal Geld bekommen?
Du, der 01.02. kommt erst noch :biggrin: Man hätte mir mit sofortiger Wirkung das Geld sperren können, dann hätte es am 01.01. nix gegeben. Gab aber was. Reicht zwar noch nicht mal für die Miete, but who cares ... Für Februar gibt es garantiert aus dem alten Bescheid nix mehr. Widerspruch und neuer Antrag ist schon Anfang Januar raus, bis das bearbeitet ist, kann es dauern: Wir haben am 28.01. einen Termin zur Besprechung des Antrags. Die sind nämlich von der gaaaanz schnellen Truppe.

Mario Nette
 

kalle

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Grusi nach SGBXII erhält nur, wer auf Dauer erwerbsunfähig ist.
Ansonsten würde es Sozialhilfe geben. (Ja, das gibts noch)

Grundsätzlich ist das Jobcenter so lange Leistungsträger und daher zahlpflichtig, bis entschieden ist , was endgültig Satz ist. Und das kann Dauern.

Normalerweise sollte die Gute Fee dann einen Bescheid der Arge bekommen, das die Leistung eingestellt wird. Und man einen Rentenantrag stellen muss. Hierzu wird gerne einen Monat Zeit gegeben. Den Antrag stellt man schriftlich Formlos. 2 Sätze: Ich beantrage die EU -Rente . Bitte teilen Sie mir weiteres Verfahren mit.
Das hat den Vorteil, das man
A: Seiner Mitwirkungspflicht nachgekommen ist innerhalb eines Monats (Kopie vorlegen).
B: Die Rente ab dem Datum gilt, so sie denn durchgeht.

Die RV schickt dann noch Formulare zu und vergibt einen Termin zur Antragsabgabe.

Bis zur Entscheidung des Rentenversicherungsträgers zahlt weiterhin das Jobcenter.

Erst wenn man mit Rente nicht genug zum Leben hat, dann tritt die Grusi in Kraft. Oder man wird von der RV EU geschrieben, aber aufgrund fehlender Anwartschaftszeiten kein Anspruch besteht. Auch dann tritt die Grusi in Kraft.

Also, ruhig Blut und dann mit Ruck.:icon_wink:
 

QuellOfSadness

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Hallo alle miteinander,



Noch zum besseren Verständnis. Meine Krankschreibung basiert auf psychische Einschränkungen (Depressionen, Angst- und Panikattacken) in Verbindung mit starken chronischen Lendenwirbelsäulenprobleme, die laut Aussage der Ärzte zum großen Teil durch psychische Belastung entstehen. Falls das wichtig ist, ich habe eine Schwerbehinderung von 50% ohne Merkmale. Erwerbsgemindert bin ich nicht. Es gibt kein Gutachten oder sonstiges. Zu einem Amtsarzt mußte ich nie (habe aber schon drum gebeten). Seit der Reha im letzten Sommer läuft beim Rentenversicherungsträger ein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation). Nach Rücksprache mit dem Sozialdienst in der Reha habe ich festgestellt, daß das der richtige Weg für mich ist. Dieser befindet sich allerdings im Widerspruch. Ich benötige für den Rentenversicherungsträger ein psychotherapeuthisches Gutachten über mein Befinden seit Ende der Reha, was für mich nur sehr schwer zu beschaffen ist, weil ich in keiner Psychotherapie bin (kaum Plätze zu finden). Momentan suche ich aber jemanden auf, der mich - wie er sagt - aber erst richtig kennenlernen muss, um überhaupt ein Gutachten abgeben zu können (leider komme ich mit diesem Arzt überhaupt nicht klar).

Hallo,

bei mir ist es so ähnlich wie bei Fee, ich bin nun auch schon seit gut 6 Monaten wegen einer psychischen Sache krank geschrieben, ich mache zwar eine ambulante Theraphie aber ich würde gern wissen mit was ich vom Amt (Job Center) auf dauer wohl rechnen muss.
Ich werde zur Zeit immer Monat für Monat krankgeschrieben.

grüsse
Dat Quellchen
 
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