Lackierte Kampfhunde – Der Straßenverkehr als Ventilsitte

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wolliohne

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Bestätigt auch meine Erfahrungen!


„Wer bremst, verliert!“, lautet das Motto des Lebens unter den Bedingungen entfesselter Konkurrenz. Der andere ist der Feind – Glück ist, wenn der Pfeil den Nebenmann trifft. Nirgends zeigen sich die Folgen einer systematisch betriebenen Entgesellschaftung und Entsolidarisierung so deutlich wie im Straßenverkehr. Von Götz Eisenberg.
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da hilft nur eines nicht kirre machen lassen, souverän bleiben, und eben drüberstehen. wenn andere so sind, brauch ich noch lange nicht so zu sein.....

aber das beschriebene phänomen ist mir sehr wohl bekannt.

eine kleine anekdote; ist schon eine weile her. ich stehe da in meinem sträßchen und warte auf eine passende lücke um auf die hauptstrasse einbiegen zu können. hinter mir macht so ein wildgewodener BMW SUV den molli. hupen, lichthupe, grimassen. sorry ich fahre erst raus wenn es wirklich eine lücke gibt....

der tumpmolli macht weiter - ich mache meinen wagen aus, eine sek. später mit resignationsgeste die warnblinkanlage an. so nun stehen wir da. ich winke freundlich, das supermolli an mir doch bitte vorbeiziehen möge - sehr wohl wissend das dafür bestimmt kein platz ist. supermolli steigt aus, ich auch. ich erkläre dem chauvimeister aller strassen das meiner nicht mehr läuft, supermolli bleibt nun bei all seinem gezeter nur ein fast unmögliches wendemanöver oder-----schieben..... supermolli entscheidet sich fürs schieben, also schiebt er mich schön ums eck, nicht ohne gewisse böse worte über frauen loszulassen. der rest der hauptstrasse hupt nun auch, weil ja eigentlich keine lücke da, sorry nicht meine entscheidung :biggrin:...supermolli wollt ja schieben. so nun steht mein alter wagen in fahrtrichtung hauptstrasse, ich mache meinen wagen an, die warnblinkanlage aus, danke freundlich, und fahre ganz gemächlich davon wärend supermolli wahrscheinlich mit 1000 flüchen zurückläuft, in seine superduper karre steigt, mit dem wissen geschlagen, das er soeben vorgeführt wurde :icon_party:
LG von barbara
 

ZynHH

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Sehr schön gemacht, Barbara.

Immer wieder gerne genommen sind auch , mal nicht bei den Autos, Mütter mit Kinderwagen, davon 2 Nebeneinander und es liegt Schnee, wer weicht aus? Schaffen es diese Mütter kurzfristig vom Smartphone auf den Fussweg zu schauen und für ca 16 Sec. hintereinander zu gehen oder muss der entgegenkommende Fussgänger auf die Fahrbahn ausweichen?

Bei mir gehen die dann hintereinander..... und nicht nur bei Schnee.

Wollen wir noch Fahrradfahrer gegen Fussgänger oder Fussgänger gegen Linienbus oder so durchspielen? :biggrin:
 

jimmy

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Wenn Sie es nicht schaffen, dann kannst du Sie von der Last der Smart Phones befreien, und Sie (die smart phones) irgendwo in den Schnee werfen. Dann haben Sie in Zukunft immer die Augen in Gehrichtung. :icon_twisted:
 
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oh, einen schlüssel geschmissen hab ich auch mal.

dazu muß man einige regeln kennen. also zu meiner zeit war das so, das ein moped respektvoll hinter einer großen maschine stehenbleibt, bzw. leicht versetzt nach hinten an roten ampeln. so ein kleiner westentaschen rocker hatte sich mal mit seinem rengdengdeng neben mich platziert wumwum gegen rengdengdeng, absolut nogo! viel zu eng für meinen geschmack. fazit; die ampel geht von rot auf gelb - ich beugte mich ein wenig rüber zum moped, zog den schlüssel ab und warf ihn richtung kreuzung.....und zog mit dem kawa typischen bums davon.....wetten der hat sich nie mehr neben eine große maschine geplunzt?

fahrrad? freestyle! sonst wäre ich schon längst platt wie ein igel.

LG von barbara
 
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ich habe keine 400m radweg am stück, diese teilstücke darf ich teilen mit.... fußgängern die mich anblöcken, hundhaltern die am liebsten die flexi 10 m weit auslaufen lassen, unerlaubte autoparker, türaufreißer, 15 cm tiefe spurrillen und schlaglöcher, kampftussis in 4er oder 5er formation beim gehen am "Stock", also rauf runter, halteanker straßenschild, abwarten, einfädeln in den hauptverkehr..rauf auf den angeblichen radweg, mit karacho durch eine unterführung die berüchtigt ist, was gewisse klientel angeht (frauen zu fuss oder ältere mitbürger fürchten sich dort).....so sieht es im moment aus. tpisches beispiel letztes jahr, ein radler muß die Nicht vorfahrtsberechtigte Strasse kreuzen um auf den gegenüberliegenden radweg zu kommen. ober- und unterarmbruch, etliche prellungen und schürfungen, neues fahrrad (wert gute 1100€) totalschaden. Fahrradrowdie? nein ein gesetzer herr von ca. 60 jahren.

ab 1. april darf ich wieder durch die gartenschreberkolonie, besser! mit gefühlten 100 anderen radlern die zur arbeit wollen zur stoßzeit. leider ist der weg von nov. bis. 1. april mit einem balken gesichert, weil zuviel passiert ist dort.

ah1 noch so ein kleiner schwank, vor ungefähr 14 tagen wollte mir eine dame mit ihren 3 flexileinenläufern morgens um 7 00 uhr erklären, das dieser radweg nicht für mich sei! das dürfen nur kinder befahren bis 12 jahre und ich sollte mich schämen....

LG von barbara
 

hemmi

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Ist schon ein paar Tage her war beim Einkaufen, dann Unfall und Stau nix geht mehr, also warten, zwei Autos hintendrann tobt Einer rum er muß dringend weiter, mittlerweile war auch ich ausgestiegen, der Eilige erzählte jedem der es nicht hören wollte wie eilig er es hat, dann sah er mein Auto und das auch noch mit französischer Nummer : "Schei... Waggese können kein Autofahren und dann auch noch unsere Straßen zustopfen!" Die Antwort kam im breitesten Saarbrücker Dialekt, Inhaltsangabe spar ich mir würde Katzenkurt auf den Plan rufen.
Der Eilige hatte es sehr eilig in sein Auto zu kommen, mit hoch rotem Kopf wurden Türen geschloßen und weiter geflucht, mit den deutlichen Worten " Du mich auch" und erhobenem Mittelfinger setzte auch ich mich dann wieder in meine Karre und wartete.:cool:
 

viona14

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Mein Auto habe ich vor 2 Jahren abgeschafft. Ich hatte keinen Spas mehr daran mich mit stressgeplagten Menschen auseinander setzen zu müssen.
Meiner Meinung nach braucht man in Berlin kein Auto mit Bus und Bahn sehe ich dinge die ich mit dem Auto nie wahrgenommen habe.

Was mir aufgefallen ist,dass die Menschen immer stärker unter Stress stehen und von einem Termin zum anderen Termin hasten was sich natürlich auf den Straßenverkehr auswirkt und nicht nur dort.
Man will /muss ja seinen Arbeitsplatz erhalten.
 
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Ich bin in Köln auch immer ohne Auto k*****kommen. Wenn's ausnahmsweise mal was Größeres zum Einkaufen gab (Möbel), dann hat eine Freundin geholfen.

Allerdings ist ein Vorratseinkauf mit Bus/Bahn/Fahrrad/zu Fuß schon schwierig. Ich hatte einmal ein paar Freunde mehr eingeladen und mußte gleich dreimal mit dem Rad los, um die erforderlichen Einkäufe heimzuschleppen.

Im Alltag war das alles aber kein Problem, ich kam prima mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, zum Einkaufen, ins Kino usw. Busse und Bahnen fuhren tagsüber im 10-Minuten-Takt (wenn man mehrere Linien zur Verfügung hatte, noch besser), abends im Viertelstundentakt und erst spät abends nur noch im Halbstunden- oder Stundentakt. Am Wochenende tagsüber immer noch im Viertelstundentakt.


Hier in Münster ist das alles etwas anders. Die Busse fahren nur alle 20 Minuten, auf dem Rückweg von der Arbeit kann ich beim Umsteigen Glück haben (dann bin ich in weniger als 30 Minuten zuhause), oder ich habe Pech und darf dann 20 Minuten an einer ziemlich unattraktiven Haltestelle warten. Abends, und zwar schon relativ früh, fahren nur noch die Nachtbusse, stündlich.

Wenn ich ausnahmsweise mal sonntags arbeiten mußte, war Taxi angesagt - die Linie zur Arbeit fährt am Wochenende gar nicht.


Inzwischen weiß ich hier das Auto sehr zu schätzen. Arbeitsweg 10 Minuten statt 30 - 50. Einkaufen ohne Schlepperei. Und man ist unabhängig von diesem nicht sehr großstädtischen Fahrplan der Busse.

(Ja, in Münster fährt man Rad, ich weiß. Ich hasse radfahren.)
 
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die sache verhält sich eigentlich so. das auto ist wegen meinem schwerstbehinderten mann notwendig, ohne wären wir im oft engen zeitrahmen aufgeschmissen. wäre ich alleine käme ich bestens nur mit fahrrad oder motorrad zurecht.

LG von barbara
 
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Meine Erfahrung als Fußgänger im Strassenverkehr Frankfurts:

Rote Ampeln werden für Autofahrer nur als unverbindliche Empfehlung betrachtet - Wer als Fussgänger nicht schaut, hat zum letzten mal was gesehen. Geblinkt wird nur um den Nachbar auf der Gass' zu grüssen. Zusammenhupen bei jeder Kleinigkeit....zuparken von allen was zuzuparken geht...

Zudem von Autobesitzerseite Anspruchsdenken (Benzin am besten geschenkt!) bis zum Geht-nicht-mehr...gefördert von der ADAC (dem Aqivalent der amerikanischen National Rifle Organisation NRA) und von autoindustriehörigen Politikern -die Geschenke (Kats, Abwrackprämie) an die Autofahrer verteilen...
 

jimmy

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mit Bus und Bahn sehe ich dinge die ich mit dem Auto nie wahrgenommen habe.
Mit dem Fahrrad siehst du noch mehr als mit dem Bus. ggf kannst du anhalten, und genauer nachsehen.

Was mir aufgefallen ist,dass die Menschen immer stärker unter Stress stehen und von einem Termin zum anderen Termin hasten was sich natürlich auf den Straßenverkehr auswirkt und nicht nur dort.
Man will /muss ja seinen Arbeitsplatz erhalten.
Die Leute hasten nicht nur zum Arbeitsplatz. Egal wo die Leute hinwollen, vielen kann es nicht schnell genug gehen. Verkehrsvergehen sollten, vorallem wenn von PKW-Fahrern begangen, drakonisch bestraft werden. Notfalls auch mit Haftstrafen. Aber dann würden die Ölkonzerne einen Rückgang des Konsums verzeichnen, und das geht selbstverständlich nicht. Hauptsache der Hals ist bis obenhin vollgestopft!
 

Roter Bock

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Mit dem Fahrrad siehst Du vor allem die Unterseite von dem Auto, das Dich grade überfahren hat.

Für mich sind Fahrräder keine Verkehrsmittel. Bei mir auf dem Dorf wird es angehen - aber sonst. Sind dauernd kaputt die Teile.

Was FFM betrifft - programmierte Parkplatznot zum Abkassieren - wenig sinnvoll.

Roter Bock
 
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Was FFM betrifft - programmierte Parkplatznot:icon_eek: zum Abkassieren - wenig sinnvoll.

Parkplatznot in Ffm? ..wo ich wohne wurde ein Parkhaus eröffnet - die Autofahrer sind aber zu geizig dort reinzufahren - steht immer zu dreiviertel leer. Und parken alles zu+meckern...

Zudem gibts in Frankfurt immer mal wieder Freisprüche auf Bewährung für Passanten-Todfahrer...sogar auf dem Bürgersteig...
Wer Mordabsichten hat sollte das mit dem Auto erledigen...kommt man vergleichsweise billig davon...
 
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