KV Verlust durch Arbeitsaufnahme (1 Betrachter)

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AntiHartz

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Hallo :smile:

Folgende Situation:
BG mit 2 Erwachsenen in ALG2.
Das Weibchen allerdings in Elternzeit.
Wir sind nicht verheiratet.

Nun kommts.
Sie kann ihre bisherige Arbeit nicht mehr machen.
Wird also ihre Arbeit verlieren über den Weg einer Kündigung durch
den AG bzw. aus eigener Kündigung aus gesundheitlichen Gründen.

Wenn ich nun eine Arbeit aufnehme und wir aus ALG2 rauskommen würden,
was würde passieren:
1. wenn sie noch in Elternzeit ist, würde die KV über die Elternzeit und den bisherigen Arbeitgeber abgedeckt sein?
2. bezüglich der KV, wenn Sie dann ihre Arbeit verliert, wir aber über dem ALG2 Satz liegen

sehe ich das richtig, das durch die Arbeitsaufnahme meinerseits und die Arbeitsaufgabe ihrerseite in Verbindung mit Beendigung der Elternzeit sie nachher nicht mehr krankenversichert sein wird?

Sehe ich das richtig, das immer, wenn es ein nichteheliches Paar trifft, beide arbeitssuchend, der 1. findet welche und man liegt 5 Euro übern Hartz4 Satz, der 2. krankenversicherungstechnisch dicke Backen macht?

Danke für Eure Antworten.
AntiHartz
 
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Hallo AntiHartz,

ich kann Dir leider nur Deine erste Frage beantworten.
Deine Partnerin ist in der Elternzeit generell beitragsfrei gestellt.
Es ist möglich, das im ALG2 Bescheid bei KV und PV nun das Amt steht.
In Wahrheit handelt es sich um eine Doppelmeldung.
Bei der KV wird weiterhin der AG gmeldet sein und zusätzlich das Amt.
Das Amt wird im Falle der Arbeitsaufnahme mit Rausfall aus ALG2 seine
Meldung machen und der AG der Partnerin wird bleiben.
Da diese, wie gesagt beitragsfrei gestellt ist, ist solange sie in Elternzeit
ist die KV und damit PV finanziell gesichert. Nach der Elternzeit würde
dann das Arbeitsverhältnis bei Deiner Partnerin aufleben.
Damit würde der AG wieder ins Spiel kommen und die KV+PV Beträge bezahlen
und sie natürlich selbst auch anteilig. Aber da kommen wir nun zu dem
Punkt, zu dem ich nichts sagen kann.
Bevor ich nur vermute, halt ich lieber meine Klappe.

Ich hoffe, ich habe aber mit der ersten Frage geholfen und es ist schonmal positiv, das sie da auf jeden Fall noch gesichert ist und das Amt sich da nur rausmelden würde, während die AG Meldung bestehen bleibt und alles unter dem Schirm der Beitragsfreistellung.
 
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Neben Deiner noch unbeantworteten 2.Frage zu dem Fall nach der Elternzeit bedenke folgendes.
Hat Deine Freundin einen ALG1 Anspruch?
Wenn die Elternzeit nun z.B. 3 Jahre bestanden hat und sie aus gesundheitlichen Gründen kündigt oder der AG sie kündigt, dann ist sie vielleicht ALG1 berechtigt und würde darüber eine Absicherung der KV+PV haben.
Allerdings ist mir mal was hier auf dem Schreibtisch gelandet, wonach da eine Mutter 6 Jahre in Elternzeit war, aufgrund 2er Kinder und danach keinen ALG1 Anspruch mehr hatte. Dann kann es vielleicht wirklich dazu kommen, das wenn man nur Kinderzuschlag/Wohngeld erhält oder über dem ALG2 Satz liegt, sie vielleicht ohne Arbeit bei der KV durchfällt nach der Elternzeit.

Vielleicht hat dazu jemand mehr Ahnung. Ist mir nur in den Sinn gekommen.

Manchmal wird man bestraft dafür, das man Kinder hat. Und manchmal wird man bestraft, wenn man arbeiten geht. Das sind 2 traurige Kapitel.
 

AntiHartz

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Ok, dann bin ich schonmal einen Schritt weiter.
Also ist man bis Ende der Elternzeit so oder so sicher mit der KV.
Dann ist die Frage, was ist nach der Elternzeit.

Nach Suchmaschine ist es so, das sie ALG1 Empfängerin wäre, aber nur, wenn sie auch entsprechend dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünde.
Dem ist dann aber nicht so, da mehrere Kinder im Haushalt sind.
Das Gehalt würde dann fiktiv berrechnet werden. Das ist aber alles egal,
weil das Geld ist egal, sondern es geht jetzt um die KV Absicherung.

Dann aber gibt es nur noch:
1. Heirat - Familienversicherung - kommt für beide nicht infrage

2. Trennung - dadurch Partnerin in ALG2 und dadurch KV+PV - kommt eher in Frage, allerdings auch nicht gewollt wegen der Kinder und weil man sich eigentlich nicht trennen will

3. soviel verdienen, das man die KV bezahlt kriegt - unrealistisch

4. die Partnerin muss irgendwas arbeiten, das die KV bezahlt wird - dann türmt sich aber, sobald z.B. der Minijob mal für 3 Monate entfällt, sofort
was auf. Und die KV schickt gleich den Zoll. Zimperlich sind die nicht.

5. versuchen ohne Arbeit zu bleiben, ein Leben lang - das ist doch krank

Richtig?
 

wommi

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Warum ist 3. unrealistisch - das machen doch millionen ANs so ?
Und die Hälfte der KV zahlt doch der AG - die andere Hälfte Du !
Also - warum unrealistisch ? Oder willst Du gar nicht mehr arbeiten ?

Und 5. - nein, nicht richtig !
 

AntiHartz

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@wommi

durch ALG2 spart man den Sprit für den Weg zur Arbeit.
Dann werden 2 Kindergartenplätze zu je 100% bezahlt.
Dann wird eine Versicherung in Höhe von 80 Euro übernommen.
Man spart, kennt sicher jeder 17,98 Euro GEZ.
Wir liegen also bei über 400 Euro.
Dazu kommen nun ca. 150 Euro KV Beitrag.

Wenn ich also verdiene und wir 5 Euro übern Satz liegen, machen wir
dann mal eben 550 Euro Minus. So siehts aus.
Ich muss also mind. 550 Euro drüber sein, damit es 0 wird.
Der übliche tarifliche Durchschnittslohn für meinen Beruf sagt dazu
aber was anderes. Deshalb unrealistisch. Ich rede nicht von meiner KV. Die ist gedeckelt über die Arbeit dann. Sondern von der meiner Freundin.
Also werd ich nicht soviel extra haben. Nicht mal 150 Euro werd ich extra
haben. Wir sind da an der Schwelle und haben dadurch im Endeffekt deutlich weniger.
Auch knapp drunter zu sein bringt nichts. Weil Wohngeld/Kinderzuschlag
sorgt dann nicht für die Entlastung.
Es geht hier im Thread darum, wie ich Arbeitnehmer werden kann und meine Freundin dennoch KV abgesichert ist auch nach Ablauf der Elternzeit und wenn kein ALG2 BEzug vorliegt, sondern vielleicht nur Wohngeld und sie arbeitssuchend ist und nicht unter ALG1 fällt, weil sie z.B. durch die Kinder die da sind nicht so zur Verfügung steht wie sie sollte.
Klar, Tagesmutter und vieles andere gibt es. Nur wie soll das dann finanziert werden? Da beißt sich die Katze in Schwanz.

Es geht darum die KV zu kriegen, was mit dem Geld ist, ist sekundär.
Wir sind sowieso finanziell auf Lebenszeit tot.
Mit einem Beruf mit 1800 Brutto braucht man keine Illusionen für eine Familie.

Mit bezahlen meine ich auch, das ich den Mindestsatz der Freundin komplett zu bezahlen habe. Nicht die Variante AG+AN. Das ist ja das, was dann auf mich zukommt. Ich bin ja aus dem Schneider als Arbeitnehmer. Kinder können rübergezogen werden. Aber die Partnerin säuft dann ab ohen KV oder wie?
 

wommi

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Alles klar - so kommt man jedenfalls ohne Probleme in die Altersarmut !
Oder denkst Du (noch) nicht so weit ?
 

Else Kling

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Spätestens wenn das jüngste Kind 3 Jahre alt ist, stünde doch theoretisch einer Arbeitsaufnahme (sozialversicherungspflichtig) der Freundin nichts im Wege.
 

AntiHartz

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@wommi

Die Altersarmut ist gar nicht mehr abzuwenden.
Ich gehöre zu denen, die in der Lage sind die Rentenpost zu lesen und auch Entgeltpunkte und die gesamte Berechnung sind mir nicht fremd.
Auch gehöre ich nicht zu denen, die Norbert Blüm glauben. Unsere Rente wird davon abgesehen eh nicht mehr in Euro bezahlt.
Aber Altersarmut war nicht die Frage, sondern der KV Verlust bei der Partnerin, wenn ich eine Arbeit annehme, von der ich ihren KV-Beitrag nicht bezahlen kann.

@Else Kling

Wie soll man den eine Arbeit aufnehmen?
Wo lässt man den die Kinder? Die 3 Schulstungen in der Schule von der nachher noch eine ausfällt? Oder im Kindergarten, der man gerade bis 15 Uhr geht? Wir haben keine Großeltern in der Nähe. Und wie soll man einen Kindergartenplatz bis 15 Uhr überhaupt bezahlen oder gar eine Tagesmutter? Vom Lohn? Soll man arbeiten gehen, nur um die Tagesmutter zu zahlen und den Arbeitssprit? Und wofür lebt man? Ach so, für die KV, tolles Leben.
Was ist denn bei 3 Jahre anders als sonst, ausser dass das SGB2 da ne Grenze gesetzt hat? Ein Kind von 3 ist genauso in einen Kindergarten reinsteckbar, wie ein Krippenkind von unter 3. Damit man schön arbeiten geht. Aber auch die Kinderbetreuung ist hier nicht Thema. sondern der KV Verlust bei der Partnerin, wenn ich eine Arbeit annehme, von der ich ihren KV-Beitrag nicht bezahlen kann.
 

AntiHartz

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Die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber laufen.
Die Gesundheit meiner Freundin mit deren Folgen erlebe ich mit.
Zahlen sind bekannt durch Statistiken und eigenen Erfahrungen
bzw. erhaltener Post.

Und der KV-Verlust ist ja gerade meine Frage.
Ist er, ist er nicht, wenn ja, wie kann ich das verhindern?

Wieso gibt es hier eine Person, die mir einfach antworten konnte
und alle bisherigen anderen reden drumrum?
Es geht doch nun nur noch um die Frage nach der Elternzeit,
nachdem die Antwort vor Ablauf der Elternzeit gegeben wurde.

Ich kann arbeiten und alles am Tag x in die Grütze kloppen, damit
wir nach einer Strafzeit endlich in ALG2 sind und alle KV versichert sind.
Wir können aber auch gleich in dem Modus bleiben. Nur, ich will doch
die Arbeit haben. ICh möchte nur wissen, woran ich bin bei dem
Thema KV bezüglich meiner Freundin, wenn wir kein ALG2 beziehen.
 

EMRK

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Um das Thema ein für alle mal zu klären, würde ich entweder direkt bei der Leistungsabteilung der zuständigen KK nachfragen oder mich alternativ an die "UPD - Unabhängige Patientenberatung Deutschland" wenden.

https://www.unabhaengige-patientenberatung.de/startseite.html

Wir sind hier keine Rechtsexperten sondern können auch nur nach bestem Wissen und Gewissen antworten. Wenn du eine definitive und rechtssichere Antwort auf deine offenen Fragen haben willst, wendest du dich am besten direkt an die Quelle.

So würde ich das machen. Du kannst das natürlich handhaben, wie du es für richtig hältst. Viel Erfolg.
 
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Ich schreib mal unter Vorbehalt, wie ich es kenne.

Die Möglichkeiten vor der Rente eine KV bezahlt zu bekommen sind:

1. Arbeitnehmer sein
2. ALG1 Empfänger
3. ALG2 Empfänger
4. Familienversichert, also verheiratet sein
5. Sonstige Transferleistungen, also z.B. als Umschülerin Überbrückungsgeld erhalten und damit KV/PV versichert sein

6. selber bezahlen, in dem Fall musst Du oder Deine Freundin dafür
direkt aufkommen. Nennt sich dann freiwillige Versicherung.
Macht ca. 153 Euro KV+PV aus.

Dann gibt es verschiedene Wege in diese 6 Möglichkeiten zu kommen.
Vielleicht gibt es auch noch weitere Möglichkeiten.
Scheidet 1-5 aus, dann bleibt nur die freiwillige Versicherung. Ganz einfach.
Zahlen oder Besuch von den Beamten des Hauptzollamtes, da KV eine gesetzliche Pflichtversicherung ist.

Nun kurz zu den Wegen.
Zu 1.
Will Deine Freundin mit einem Minijob die KV bekommen, dann muss sie vorher nachweisen, das sie KV hat, bevor sie die Tätigkeit beginnt. Es wird ein Pauschalbetrag abgeführt. Bei einem Vollzeitjob ist es vereinfacht halbe halbe, wobei da eben diese 0,9 Beitragssatzpunkte zu beachten sind.
Wenn sie in ihrem bisherigen Job nicht arbeiten kann, dann vielleicht in einem anderen.
Zu 2.
Auf der Seite Bundesagentur für Arbeit findet man die Voraussetzungen für ALG1 Empfang. Selbst wenn sie nur Teilzeit arbeiten könnte, und somit nur die Hälfte des ALG1 Anspruches hätte, so wäre die KV enthalten, meines Wissens. Also Dein Ziel erreicht. Und Teilzeit sollte bei Kindern möglich sein.
Zu 3.
Neben der Trennung kommt hier in Betracht seinen eigenen Job zu schmeissen um die Familie zu retten oder eben den Verdienst so tief zu haben oder den Bedarf erhöhen zu können, um ALG2 berechtigt zu werden, egal wie. ALG2 Empfang bedeutet Übernahme der KV. Dass das Zustandekommen von Hilfebedürftigkeit bestraft wird, brauche ich wohl nicht erwähnen. Bei ALG1 klingt es ja ohne Probleme an, wegen den gesundheitlichen Beweggründen.
Zu 4.
heiraten, einfach heiraten
Steuerklasse 3 zu 1 macht ca. 150 Euro aus bei 2000-2200 Brutto
Gibt schicke Lohnrechner, da kann man das mal durchspielen.
Zu 5.
Da müsste die RV z.B. aus gesundheitlichen Gründen eine Umschulung genehmigen, wodurch dann über die berufliche Rehabilitation das ganze läuft und die KV abgesichert ist. Jetzt in meinem Beispiel. Das ist ein Weg, der relativ schwer ist. Da muss gesundheitlich wirklich viel im argen liegen und die Restlebenszeit so hoch, das die RV das Geld in die Hand nimmt. Ausserdem muss man nachweisen, das man es schaffen würde und das Lebensalter zu Beginn darf nicht zu hoch sein, damit man noch lange Beitragszahler sein kann. Ausserdem gibt es eine Anwaltschaft von 15 Jahre, die zu erfüllen sind. Aber das Überbrückungsgeld war nur ein mögliches Beispiel. Ich bin wie gesagt KEIN Fachmann, sondern Laie.

Zu 6.
Man kann den PV Satz durch Nachweis eines Kinders etwas minimieren, aber man bleibt bei ca. 153 Euro Beitrag im Monat hängen.
Ich wäre da fast selbst reingerauscht durch 0-Bescheide/Ablehnungsbescheide. Es waren Schwerstgefechte mit dem JC bei mir. Aber das ist durch. Und durch den Anspruch wurde ich auch KV versichert. Ich hätte sonst auch zahlen müssen. Ich hatte den Bescheid schon liegen. KV Beträge müssen Monatsmitte des Folgemonats beglichen werden. Das fällt mir gerade noch so ein.

NOCHMAL, ALLES OHNE GEWÄHR.
Mein Spezialgebiet ist SB`s :icon_tonne::icon_dampf::icon_cry::icon_motz: psychisch zerstören.
Nicht das SGB4 und SGB5.
 

AntiHartz

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Na super.
Also so, wie ich befürchtet hab.
Die KK hats eben auch bestätigt.
Wenn ich arbeiten gehe, fällt meine Freundin früher oder später durchs Raster und muss ihre KV selbst bezahlen.
WEIL ICH ARBEITEN GEHE. Würde ich nicht arbeiten gehen, dann gibt es keine Probleme mit der KV. Also wird man nichtehelich bestraft, wenn einer Arbeit hat und einer nicht, wenn man nicht im Dumpinlohnsektor tätig ist und unters AL2 fällt. Oh, das ist aber sozial :mad:

Also keine Arbeit annehmen und sanktionieren lassen.
Das will ich nicht, mir fällt die Decke hier aufn Kopf.
Weil wenn man die Arbeit in dem Moment hinwirft und ne Vollsperre kriegt, macht das mal eben 4000 Euro aus.
KV für 2 Personen, dazu die laufenden Kosten für Miete usw.
Und dann soll man motiviert sein Arbeiten zu gehen?
Arbeit soll doch die Lösung sein und nicht Probleme schaffen.
 
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:icon_confused:

Schau mal hier:
SGB2 §26 Zuschuss zu Versicherungsbeiträgen

Entweder, Du verdienst eh schlecht bzw. zufällig wirst Du aus betrieblichen Gründen runtergestuft, kann ja mal passieren im Leben. Oder Du bist an der Grenze, dann kann der 26er helfen oder Du bist deutlicher drüber, dann haste Asche die KV zu bezahlen. Vielleicht ist das ein Weg.
Bin aber langsam am Ende mit Möglichkeiten.

Vielleicht kann jemand hier seine Erfahrung mit dem 26er mitteilen.
Ich kenne das aus der Praxis nicht.
 
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Ich denk mal, Du meinst nun mich?

Ich würde mir ne Excel bauen.
Dann würde ich folgendes entwickeln.

Eingabe eines Brutto-Lohnbetrages.
Dann wird mir ein Netto ausgeworfen.
Dann ein Check ob ein Kinderzuschlag bezahlt wird.
Allein dies besteht aus 5 Einzelchecks.
Dann ein Check ob Wohngeld bezahlt wird.
Dann ein Check, inwieweit die Ermässigung für KiGa noch da ist
Dann ein Check, wieviel einer meiner Renten dadurch verändert wird
Dann ein Check, ob ich in ALG2 falle nach der eigentlichen ALG2 Rechnung,
weil die sich von der ALG2 Berechnung beim Kinderzuschlag etwas
unterscheidet
Dann ein Check, wie sich GEZ, und anderes entsprechend verhalten
und dann der Auswurf einer Tabelle.
Diese in 50er Schritten dann den Auswurf, was wann welche Auswirkungen hat. Also wo was bezahlt wird und in welcher Höhe und was dann
Nettonetto rumkommt, nach Verrechnung aller Ansprüche und vielem mehr.

Wenn Du soetwas nicht machen kannst, dann nimm Internetseiten.
Dann fängst Du mit einem online-Lohnrechner an.
Dann hast Du Dein Netto. Das machste bereits mit Werten zwischen
z.B. 1500 Brutto bis 2500 Brutto.
Dann erhälst Du Deine erste Nettotabelle.

Und dann gehst Du auf die nächste Seite. Die für Berechnung
Kinderzuschlag. Musst vieles eingeben, alles manuell machen.
Aber so kannst Du dann rauskriegen, ab wann der bezahlt wird und wann
nicht mehr. Und zwischendurch in welcher Höhe.

In der Art arbeitest Du Dich dann durch.
Am Ende langt Dir eine Bruttozahl und Du siehst sofort bei Gehaltsverhandlungen was genau das an tatsächlichen Auswirkungen auf allen Ebenen hat. Wichtig ist, das Du immer darauf achtest, das wir 2013 haben. Manchmal ist z.B. ein Kinderzuschlag von 255 statt 280 besser, weil es woanders wiederum Vorteile hat und Dein Nettonetto anhebt.
Kalkuliere alles ein, auch Dein Weg zur Arbeit. Wenn Du mit einem Kindergeldzuschlag zu rechnen hast, weiß jetzt nicht, ob Du welche hast, dann, kann man die 330 Euro oft übertreffen. Du wirst wissen was ich meine, wenn Du Dich mit der Berechnung befasst hast.

Das würde ich machen. Veranschlagte Zeit, 1 kompletter Tag.
Du siehst, als Hartzer hat man sehr wohl viel zu tun, wenn man das militärisch genau auseinander nimmt.
Die Endzahl sagt dann auch aus, inwieweit die KV Deiner Partnerin über eine freiwillige Versicherung getragen werden kann.
Diese 152,xx, müsste ich nachschauen, was das genau sind, die muss man dann über haben.
Gehalt+Kindergeld+Kinderzuschlag z.B. und dann gegengerechnet
-GEZ-fehende KiGaermässigung-KV Beitrag usw., das kann sich irgendwann so rechnen, das man auf 0 steht oder leicht im Plus. Dann liegt der Gewinn darin, eine Basis für den Aufstieg zu haben und an seiner gesetzl. Rente zu arbeiten und diese zu erhöhen.

Oder in einem Satz.
Ich würde RECHNEN, viel rechnen. Damit ich bei jeder Bruttozahl mehr weiß, als nur Personalkosten für den UN und Netto.
 
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