KV ALG2 + Wohngeld?

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RoyMakaay

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Hallo,

Ich habe eine Frage die vielleicht etwas komplizierter ist. Aber je nachdem kennt sich ja jemand zufällig damit aus. Folgender Sachverhalt:

Ich bekomme jeden Monat 450€ + Kindergeld. Kann damit bei einer Kaltmiete von 170€ meinen Lebensunterhalt selbst bewältigen. Bisher. Zum 01.04 bin ich nicht mehr familienversichert und muss mich selber versichern. Das sind natürlich Kosten die ich mit meinem momentanen Einkommen so nicht bewältigen kann. Nun ist mein Plan mich auf §26 zu berufen nachdem das Jobcenter die Kosten der KV übernimmt, wenn ich nur dadurch hilfebedürftig werde.
Dazu würde ich dann noch Wohngeld beantragen, wo ich nach dem Wohngeldrechner einen kleinen Anspruch hätte.

Funktioniert das so in der Praxis?

Ich will einfach vom Jobcenter in Ruhe gelassen werden. Hier in Köln ist der Terror echt unerträglich. Scheinbar besonders bei U25. Dabei versuche ich nur die Wartezeit auf einen Studienplatz rumzubekommen.

Bin über jede Hilfe dankbar :)
 

RoyMakaay

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Das ist die Frage. Ich denke die KV-Übernahme zählt nicht als richtiges ALG2. Wissen tu ich das aber nicht.

Einen Minijob habe ich ja momentan. Zwei davon ergeben glaub ich steuerlich wenig Sinn.

Trotzdem vielen Dank.
 

Hartzeola

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Zuschuss zur Krankenversicherung für Geringverdiener

Berlin. Selbstständige und geringfügig Beschäftigte mit niedrigem Einkommen können von der Arbeitsagentur einen Zuschuss zur privaten beziehungsweise freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung bekommen.


Der Zuschuss soll verhindern, dass Geringverdiener allein deswegen auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind, weil sie sich den Krankenversicherungsbeitrag nicht leisten können. Das Antragsverfahren erläutert die Bundesagentur für Arbeit in einem Merkblatt, das auch im Internet als Download verfügbar ist (arbeitsagentur.de, Link Veröffentlichungen, Merkblätter, Zuschuss zu Beiträgen der Kranken- und Pflegeversicherung zur Vermeidung von Hilfebedürftigkeit).
Krankenversicherung: Zuschuss zur Krankenversicherung für Geringverdiener
 

RoyMakaay

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Soweit so gut, ja. An für sich habe ich ja trotz meines Einkommens von 450€ + 187€ Kindergeld einen Anspruch auf aufstockendes ALG2. Auf diesen geringen Teil würde ich aber gerne verzichten, wenn ich dafür in Ruhe gelassen werde. Die Frage ist jetzt ob das Amt damit einverstanden ist mir "nur" die KV zu zahlen. Oder ob ich gezwungen werde auch das aufstockende ALG2 zu akzeptieren und weiter dem Behördenzwang ausgesetzt zu sein.
 

Makale

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Soweit so gut, ja. An für sich habe ich ja trotz meines Einkommens von 450€ + 187€ Kindergeld einen Anspruch auf aufstockendes ALG2. Auf diesen geringen Teil würde ich aber gerne verzichten, wenn ich dafür in Ruhe gelassen werde. Die Frage ist jetzt ob das Amt damit einverstanden ist mir "nur" die KV zu zahlen. Oder ob ich gezwungen werde auch das aufstockende ALG2 zu akzeptieren und weiter dem Behördenzwang ausgesetzt zu sein.


Natürlich kannst du auf den geringen Teil aufstockendes ALG II verzichten; beantrage es einfach nicht und schon haben sie keine Handhabe dich zu "belästigen" mit ihren nutzlosen 45er SGB III Maßnahmen usw.
Soweit jedenfalls die Theorie, aber die Praxis sieht laut dem Merkblatt der BA wohl anders aus: Man soll ein Hauptantrag stellen mit der SV-Anlage.
Stell am besten einen beschränkenden formlosen Antrag auf KV-Zuschuss nach § 26 SGB II und das du kein aufstockendes ALG II begehrst bzw. du diesbezüglich auf alle gesetzlichen Ansprüche verzichtest.

(PS. am besten gleich mit reinschreiben warum du verzichtest; eben weil du KEIN BOCK auf deren sinnlosen Aktivierungsmüll & so hast :biggrin:)
 

RoyMakaay

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Klingt gut, danke. So werd ich das mal probieren. Reinschreiben tu ich's aber lieber nicht, weil es dann ja sicher eher abgelehnt wird. Auch wenn ich das gern machen würde :biggrin:

Und wenn das durch ist, gehe ich noch zum Wohngeldamt und mache da meinen geringen Anspruch geltend. Das dürfte sich in dem Fall ja dann auch nicht ausschließen?
 

Makale

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Na rein objektiv würde ich sagen das du nicht ausgeschlossen bist vom Mietzuschuss (WG). Aber genaueres kann ich dir nicht mitteilen; einfach Antrag stellen :icon_pause:
 

biddy

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Ich glaube, dass es den Zuschuss nur dann gibt, wenn allein durch die Beiträge Hilfebedürftigkeit eintreten würde und - wie ich hier *klick* herauszulese -, dass die Versicherungspflicht aufgrund des Leistungsbezugs vorrangig ist, denn ein Alg-II-Anspruch besteht ja.

§ 26 SGB II meinte:
.
für Personen, die allein durch den Beitrag zur freiwilligen Versicherung hilfebedürftig würden, wird der Beitrag im notwendigen Umfang übernommen.

Das soll Dich nicht abhalten, den Antrag nur auf einen Zuschuss zu stellen; nur solltest Du wissen (und da hast Du wohl selbst schon dran gedacht), dass das ggf. nicht glatt durchgehen wird, denn bei der Überprüfung Deines Bedarfs und Deines Einkommens werden sie feststellen, dass trotz Zuschuss weiterhin Hilfebedürftigkeit bestehen wird, Du also Alg-II-berechtigt bist und deshalb die Versicherungspflicht aufgrund des Alg-II-Bezugs Vorrang hat (Alg-II-Bezug, den Du ja nicht möchtest, was ich auch verstehen kann).

Aber wie so oft: Versuch macht "kluch".
 

RoyMakaay

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Das was du beschrieben hast, befürchte ich nach meinen Recherchen auch ein wenig.

Aber wie absurd wäre das bitte jemanden zu "zwingen" Geld zu nehmen, dass er gar nicht will nur um ihn dann krankenversichern zu können :eek:
Deutsche Bürokratie mal wieder..
 
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