kurzfristiger Umzug in andere Stadt

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ofwue25

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Tag!

Ich will zum Monatsende in eine andere Stadt ziehen. Das Angebot kam leider sehr kurzfristig, aber mein bisheriger Wohnsitz ist sowieso nur eine Notlösung, von dem hier bin ich froh, dass sich gleich so schnell etwas gutes Ergeben hat.

Bisher habe ich herausgefunden, dass ich nur eine Begründung brauche, wenn ich Umzugskostenerstattung beantragen möchte. Das hab ich allerdings nicht vor, da ich die Kosten selber tragen könnte.

Was sich in meinem Fall etwas von anderen Fällen, die ich durch die Suche gefunden habe, unterscheidet ist, dass der Umzug recht kurzfristig stattfinden soll. Dazu kommt, dass ich keine Fahrt- oder Umzugskosten beantragen wollte und sogar im schlimmsten Fall mit den alten Unterkunftskosten die neue Miete übernehmen könnte, falls der Umzug nicht als gerechtfertigt angesehen wird und deshalb eine erhöhte Miete nicht übernommen wird.

Aber etwas macht mich skeptisch, denn meine ALG2-Bescheid läuft hier bis Ende März und ich frage mich, ob das auch eine Frist darstellt, in der ich nicht umziehen kann, bzw. die Kosten nicht übernommen werden.

Meine eigentlich Frage ist daher, ob das so funktionieren wird, oder ich etwas übersehen habe.

Ich hoffe, dass ich keine wichtigen Details ausgelassen habe. Mir wäre es sehr wichtig, dass ich jetzt schon Klarheit darüber habe, ob und wie es dann weiter geht und hoffe auf Verständnis, falls meine Fragen unbegründet sind und im Prinzip schon beantwortet. :icon_smile:

Mit freundlichen Grüßen
 

Mario Nette

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Mit den Unterkunftskosten für die alte Wohnung die neue finanzieren ist eine sehr schlechte Idee. Wenn die jetzige ARGE dich Ende Dezember für Januar überzahlen wird, dann wird sie das zurückverlangen. Vollständig. Eine Verrechnung kann vor allem dann stattfinden, wenn zwar die Unterkunft, nicht aber die betreuende ARGE wechselt.

Zudem: Bist du zufälligerweise U25, muss ein Umzug in auf jeden Fall mit der ARGE abgestimmt werden, sonst wird es u. U. unangenehm mit der zukünftigen ARGE.

Die Möglichkeit zum Umzug hat nichts mit der Laufzeit eines Bewilligungsbescheides zu tun. Der Bescheid wird natürlich bei Umzug durch die ARGE teilweise aufgehoben, klar.

Wenn der Umzug klar geht, dann sollte unbedingt bei der neuen ARGE ein Neuantrag gestellt werden.

Mario Nette
 

alvis123

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Hi ofwue25.

..Mario hat recht, wenn er drauf hinweist, dass auch das Alter ausschlaggebend ist.

Wenn Deine neue Wohnung teurer ist, als die alte, wird die ARGE nur die Kosten der alten Wohnung übernehmen.

Du bist halt ein "Anhängsel" der ARGE und musst Dich da nach den Gepflogenheiten richten. Wir hier im Forum helfen bei Notlagen gerne, aber anscheinend liegt bei Dir keine solche vor, sonst hätteste das beschrieben.

MfG
 

ofwue25

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Danke schon mal für die Antworten. Also über 25 bin ich, sollte also nicht das Problem sein. Ich wollte auch nicht einfach ohne weiteres dahin ziehen und über die laufende Unterkunftskostenzahlungen die neue Wohnung finanzieren.
Mein Plan sieht zusammengefasst so aus:
1. Ich regel alles soweit, dass Mietvertrag u.Ä. vorhanden ist
2. melde hier der Arge, dass ich umziehe, sodass der laufende Bescheid geändert wird und die das ggf. an das Sozialamt weiterleiten, falls nicht, mach ich das eben selber.
3. am ersten Werktag 2010 gehe ich zur da örtlichen Arge und melde mich Arbeitslos, warte ab was ich noch alles nachreichen muss und hoffe, dass bis dahin alles geklappt hat.

Es scheint so, als wäre das so machbar, allerdings kann man nie wissen, ob es für die Arge nicht irgendwelche Gründe gäbe, mir wegen diesem Umzug Alg2 + KDU zu streichen. Da hoffe ich auf eure Erfahrungen, damit ich mich auch auf diesen Fall vorbereiten kann.

Wir hier im Forum helfen bei Notlagen gerne, aber anscheinend liegt bei Dir keine solche vor, sonst hätteste das beschrieben.
MfG

Als Notlage würde ich das jetzt auch nicht bezeichnen, kann aber gut sein, dass es eine wird, wenn ich mich schlecht darauf vorbereite. Nachlesen ist natürlich das eine, aber kein ausführlicher Gesetzestext kann einen erfahrenen Menschen ersetzen, der von der Praxis Ahnung hat.

Mein derzeitiger Wohnsitz ist wie gesagt eine Notlösung, da ich hier maximal ein halbes Jahr wohnen kann und so eine Zeit schon mal sehr schnell vergehen kann, wenn man als Arbeitsloser versucht eine Wohnung zu finden. Deshalb möchte ich diese Chance nutzen, damit dieser Stress endlich ein Ende hat. In der anderen Stadt hätte ich auch deutlich bessere Chancen auf Arbeit in dem Bereich, in dem ich mich selbstständig machen möchte.
 

Kikaka

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Du könntest bei Deiner jetzigen Arge zum Ende des Jahres einen Leistungsaufhebungsbescheid erstellen lassen, weil Du zum Monatsende umziehen wirst. Gleichzeitig kannst Du Deiner alten Arge das Mietangebot für die neue Wohnung ( Nettokaltmiete, Nebenkosten, Heizkosten separat ) vorlegen. Die sind verpflichtet die KdU-Prüfung interaktiv mit neuer Arge zu klären.
- Da Du von denen nichts an Leistungen erwartest kannst Du auch den unterschriebenen Mietvertag vorlegen, allerdings könnte Deine jetzige Arge dann KdU-Prüfung ablehnen und an neue Arge verweisen. Da bin ich auch nicht so recht im Bilde.
- Wenn die Unterlagen von Deiner bisherigen Arge vorliegen wirst Du bei neuer Arge vorstellig und stellt neuen Leistungsantrag.

- Kommt die Arge zeitmäßig nicht in die Pötte dann mußt Du halt ohne deren Segen umziehen. der Zeitfaktor wird gerne von den Argen genutzt um irgendwelche Repressalienmechanismen in Gang zu bringen, aber da Du schon auf Umzugsbezahlung verzichtest sowie auch eine evtl. Deckelung der KdU in Kauf nehmen willst, was wollen die dann noch.
Übrigens ist bei Umzug in eine andere Arge Deckelung auf die alten KdU-Kosten nach gängiger Rechtsprechung widerrechtlich, nach Erhalt des KdU-Bescheides kannst Du dagegen Widerspruch erheben.
 

Mario Nette

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Die begrenzte Wohndauer spricht für mich dafür, dass die ARGE einem Umzug prinzipiell zustimmen muss. "muss" nicht im Sinne von "du musst da hingehen und das beantragen", sondern im Sinne von "es ist unabdingbar" Wenn allerdings diese Zustimmung eingeholt werden soll, sollte darauf geachtet werden, dass die Miete am neuen Wohnort den Angemessenheitskriterien der neuen ARGE entsprecht. Denn sonst lehnt die aktuelle ARGE den Umzug ab und genau diese Ablehnung wird die neue ARGE nutzen, um die Wohnkosten nicht in vollem Umfang zu übernehmen.

Mario Nette
 

Kikaka

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Denn sonst lehnt die aktuelle ARGE den Umzug ab und genau diese Ablehnung wird die neue ARGE nutzen, um die Wohnkosten nicht in vollem Umfang zu übernehmen.
M.N.


- Entweder sind die neuen KdU angemessen oder sie sind es nicht. Sind sie es nicht, kann die alte Arge zwar die Umzugsübernahme ablehnen, aber das spielt für die neue Arge keine Rolle bei der KdU-Leistungsgewährung. Nichtsdestotrotz werden solche Doppelzangen versucht umzusetzen. Nur eine Kürzung der KdU mit dem Argument der neuen Arge , wir kürzen die KdU , weil keine Umzugsbewilligung vorliegt, ist meines Erachtens ein no-go . Andererseits ist immer damit zu rechnen, das KdU gekürzt wird mit der Begründung das nach einem nicht bewilligten Umzug nur alte KdU geleistet wird. Aber da gibt es ja Urteile genug die das verworfen haben.
 
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