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Kurzfristige Ortsabwesenheit beantragen und Meldepflicht nach Krankmeldung

Rikax3

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#1
Hallo,
ich hätte gestern einen Termin bei meinem Fallmanager gehabt. Wurde aber am Montag von meiner HÄ für diese Woche krankgeschrieben, weil es mir wirklich richtig schlecht geht.
Das war auch erst das erste Mal, dass ich wegen Krankheit einen Termin nicht wahrgenommen habe. Die AU habe ich sofort zum JC geschickt. Nun ist es so, dass in der Einladung drin steht, dass ich sofort am ersten Werktag, wenn ich nicht mehr arbeitsunfähig bin, meiner Meldepflicht nachkommen muss. Sollte ich dies nicht tun werde ich für 3 Monate 30% sanktioniert.
Leider kam heute eine schlechte Nachricht von meiner Familie (250km) entfernt und ich würde aufgrund dieser Umstände gerne am Wochenende, wenn es mir gesundheitlich besser geht dort hin fahren. Allerdings müsste ich ja am Dienstag im Jobcenter aufkreuzen um meiner Meldepflicht nachzukommen um nicht sanktioniert zu werden und einen Antrag auf Ortsabwesenheit habe ich auch nicht gestellt. Das kam auch ganz unvorhersehbar und ist für mich ein familärer Notfall. Das JC würde das aber wohl nicht so sehen, denk ich.
Meint ihr ich habe eine Chance wenn ich mich morgen früh zum JC schleppe mit Antrag auf Ortsabwesenheit und darum bitte, dass sofort darüber entschieden wird, weil es eben ein ungeplantes Ereignis in der Familie ist?
Oder wird das nichts, wegen der Meldepflicht. Das sind gleich zwei Probleme auf einmal...
Ich will auf keinen Fall Ärger, aber auch gerne zu meiner Familie.
 
Zuletzt bearbeitet:

Zeitkind

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#2
Das sind gleich zwei Probleme auf einmal... Ich will auf keinen Fall Ärger, aber auch gerne zu meiner Familie.
Auch wenn das in den Augen einer SB merkwürdig klingt, daß Du einen Meldetermin wegen AU versäumt hast
und Dich nun wegen einer Notlage dort hinschleppst, so ist es aus menschlicher Sicht aber nachvollziehbar.
Es spricht nichts dagegen, sich mit der Notfallsituation an den SB zu wenden,
um den anstehenden Meldetermin aus wichtigem Grund zu verschieben.
Wie hoch die Chancen stehen, kann Dir hier keiner voraussagen. Das liegt im Ermessen des SB.
Nachteile können Dir beim Vorbringen eines wichtigen Grundes aber keinesfalls entstehen. :icon_wink:
 

Rikax3

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#3
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Das Problem ist nur, dass meine Sachbearbeiterin eine schreckliche Person ist, absolut keine Empathie besitzt und ich hatte schon einige Probleme mit ihr. Zuletzt hat sie meinen
WBA abgelehnt, weil Sie der festen Überzeugung war, dass mein Freund und Mitbewohner ja nach einem Jahr für mich zu zahlen hat und dass es selbst nicht mal etwas nützen würde, wenn ich in eine eigene Wohnung ziehe obwohl alle Kosten von Anfang an getrennt wurden usw.
Widerspruch konnte ich durchsetzen.
Sie ist immer von oben herab und und hat mir auch schon mal direkt gesagt, dass sie so einen Freund ja nicht haben wollen würde, der nicht für einen einsteht und es da bessere gäbe. (Das war als der ganze Stress anfing mit eheähnlicher Gemeinschaft usw.)

Ich bin nur etwas verwirrt. Entscheidet die Sachbearbeiterin darüber oder meine Fallmanagerin bei der ich den Termin hatte und mich melden muss wenn meine AU vorbei ist?
Wenn meine Sachbearbeiterin entscheidet, habe ich ganz schlechte Karten...
 

Helga40

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#4
Normalerweise entscheidet das der Vermittler, also dein Fallmanager. Die Vorschrift zur OAW ist ja gedacht, dass zulässig die Suche nach Arbeit unterbrochen werden darf (um es mal grob zu sagen). Damit hat deine LeistungsSB nichts zu tun.
 

Regensburg

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#5
Nun ist es so, dass in der Einladung drin steht, dass ich sofort am ersten Werktag, wenn ich nicht mehr arbeitsunfähig bin, meiner Meldepflicht nachkommen muss.
Dann ist es keine normale Einladung nach 59/309.
Dort steht so etwas nicht.
Sollte ich dies nicht tun werde ich für 3 Monate 30% sanktioniert.
Auch falsch -> hier solltest Du mit "nur" 3x10% "belohnt" werden. Ein weiteres verdacht das es sich um keine normale Einladung handelt.

Ich würde die Kurzfristige OAW beantragen.
- Wird OAW genehmigt -> OK
- Wird OAW nicht genehmigt -> weißt Du endgültig wer vor dir sitzt. Da würde ich eine DAB raushauen. Man hat zwar kein recht auf OAW nach seinem Terminvorstellung, aber die SB muss ein Grund für nicht Gewährung einer OAW haben. Z.B. eine geplante Maßnahme. Einfach nur Nö sagen wäre ja Willkür.

Und selbstverständlich schriftlich / Beistand -> nachweisbar.
 
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