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Kurze Selbständigkeit zwischen zwei Arbeitsverträgen sinnvoll möglich?

Dawn668

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#1
Hallo zusammen,

ich würde mich freuen, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte. Meine Situation ist folgende:

Ich bin "normaler" Arbeitnehmer (gesetzl. krankenversichert) und habe auch nicht vor, mich dauerhaft selbständig zu machen. Meine jetzige Stelle ist zum Ende des Monats gekündigt und ich habe noch keinen neuen Arbeitsvertrag, habe aber in zwei bis drei Monaten einen in Aussicht. Ich habe jedoch event. die Möglichkeit, für den Übergang auf Berater-Basis (beratende Tätigkeit als Betriebswirt) kurzfristig tätig zu sein, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Nur, ist das sinnvoll möglich ohne hohe Startkosten und ohne gleich ein Gewerbe anzumelden?

Welche Voraussetzungen müßte ich dafür erfüllen, also hinsichtlich Krankenversicherung, Steuern, etc. Was muß ich wo anmelden, wenn ich so einen Vertrag mache und was muß ich dafür an Kosten veranschlagen?

Was muß ich ggf. noch beachten?
 

alvis123

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#2
Hi...

...wenn Du Ahnung davon hast, kann dies durchaus sinnvoll sein.

Aber als Anfänger, brauchste erstmal viel Ahnung und Enthusiasmus dazu. Dazu kann Dir sicher Dein PAP beim JC mehr sagen. Der wird nämlich bezahlt dafür- Ich schick Dir im Anhang die Rechtsgrundlage.

Die IHK bietet bundesweit dafür Kurse an; die Wirtschaftsministerien der einzelnen Bundesländer auch. Es ist halt nicht zu erkennen, wo Du wohnst; also musste Dir die Adressen selbst raussuchen. :icon_party:

Viel Spass!

MfG
 

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ZynHH

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#3
Da musst du garnicht viel machen, auch kein Gewerbe anmelden.

Du übernimmst den Auftrag, schreibst am Ende eine Rechnung und gibst diese Einnahmen in der Steuererklärung mit an.
Der KK teilst du deine kurzfristige Slebsständigkeit mit unter angabe ungefährer Einnahmen, wirst dann für den kurzen Zeitraum freiwillig versichert.
 

Dawn668

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#4
Aber als Anfänger, brauchste erstmal viel Ahnung und Enthusiasmus dazu.... Die IHK bietet bundesweit dafür Kurse an.
Kurse wofür? Ahnung und Enthusiasmus? Ich würde den Berater-Vertrag bei meinem alten Arbeitgeber haben und weiß jetzt schon genau, was dort mein Job ist. Inhaltlich ist es kein Problem. Mir geht es nur um die bürokratischen Hürden, die event. zu nehmen sind, wenn man vorübergehend auf selbständiger Basis tätig ist.

Du übernimmst den Auftrag, schreibst am Ende eine Rechnung und gibst diese Einnahmen in der Steuererklärung mit an.
Der KK teilst du deine kurzfristige Slebsständigkeit mit unter angabe ungefährer Einnahmen, wirst dann für den kurzen Zeitraum freiwillig versichert.
Na, wenn es wirklich so einfach ist, wäre das natürlich toll. Ich hätte jetzt gedacht, das wäre komplizierter. Bis zu welchem Betrag bzw. welchem Zeitraum kann ich denn so tätig sein, ohne dass ich weitere Schritte wie Gewerbe/Umsatzsteuervoranmeldung (oder anderes?) unternehmen muß?
 

Rounddancer

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#5
Ich habe jedoch event. die Möglichkeit, für den Übergang auf Berater-Basis (beratende Tätigkeit als Betriebswirt) kurzfristig tätig zu sein, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Nur, ist das sinnvoll möglich ohne hohe Startkosten und ohne gleich ein Gewerbe anzumelden?
Hm, wir haben gelernt: Wenn wir Diplom-Betriebswirt sind,- dann gelten wir als Freiberufler, müssen uns nur beim Fi-Amt anmelden, nicht aber ein Gewerbe anmelden.

Welche Voraussetzungen müßte ich dafür erfüllen, also hinsichtlich Krankenversicherung, Steuern, etc. Was muß ich wo anmelden, wenn ich so einen Vertrag mache und was muß ich dafür an Kosten veranschlagen?
Krankenversicherung (inkl. Pflegeversicherung) sind für Selbstständige ungerecht hoch, weil im unteren Einkommensbereich Kranken- und Pflegeversucherung von einem fiktiven hohen Einkommen berechnet werden. Eine Petition läuft dagegen.
 

Rounddancer

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#7
Entweder für immer oder nie!!!

Das sehe ich anders:

Wer sich die nötigen Infos holt, der kann,- und eben gerade im Beraterbereich, auch durchaus temporär selbstständig arbeiten.

Kann ja durchaus auch sein, daß sich daraus auch der eine oder andere Stammkunde ergibt,- für den man dann neben einer eigentlichen Anstellung her projektweise arbeiten kann.
Klar, daß der einen anstellende Arbeitgeber davon wissen muß und daß man nicht den Mitbewerber des Arbeitgebers berät, bei dem man angestellt ist (oder so).

Was ich allerdings vorher auch klären würde, ist: Wo kriege ich eine Versicherung her, für den Fall, daß ich bei der Beratung Fehler mache, und der sich falsch beraten Fühlende mich in Regreß nähme.
Eine Versicherung, die nicht das ganze Jahr, sondern eben projektbezogen meine eventuellen Beratungsfehler, bzw. die Regreßansprüche daraus decke.

Oder ob es eine Möglichkeit gäbe, in den eigenen AGB Regreß für eventuelle Beratungsfehler auszuschließen.
 

flandry

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#8
Das sehe ich anders:
Wer sich die nötigen Infos holt, der kann,- und eben gerade im Beraterbereich, auch durchaus temporär selbstständig arbeiten....
Wenn er einen kurzfristigen Kunden hat kann er auch einen befristeten Arbeitsvertrag abschließen. Das wäre in der Situation für meine Begriffe sinnvoll.
Selbständigkeit ist für kein Spiel, das man nach Lust und Laune spielen kann.
Abgesehen von der Beraterhaftung: das Finanzamt will Papier, die Krankenkasse will Geld, die Rente will Papier und am liebsten auch Geld. Nur die BA nicht. Dann ist noch die Frage der Berufsunfähigkeit.
 

ZynHH

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#9
Wenn er einen kurzfristigen Kunden hat kann er auch einen befristeten Arbeitsvertrag abschließen. Das wäre in der Situation für meine Begriffe sinnvoll.
Selbständigkeit ist für kein Spiel, das man nach Lust und Laune spielen kann.
Abgesehen von der Beraterhaftung: das Finanzamt will Papier, die Krankenkasse will Geld, die Rente will Papier und am liebsten auch Geld. Nur die BA nicht. Dann ist noch die Frage der Berufsunfähigkeit.
Also ich habe 2 Jahre lang nebenberuflich selbstständig gearbeitet und wie oben beschrieben versteuert. Das ist doch etwas ganz normales und kommt häufiger vor als so mancher sich das vorstellen mag.
 
E

ExitUser

Gast
#10
Ich würde den Berater-Vertrag bei meinem alten Arbeitgeber haben und weiß jetzt schon genau, was dort mein Job ist. Inhaltlich ist es kein Problem. Mir geht es nur um die bürokratischen Hürden, die event. zu nehmen sind, wenn man vorübergehend auf selbständiger Basis tätig ist.
Wenn Du damit unter die Katalogberufe des § 18 EStG fällst (Hochschulabschluß?), dann hast Du auf dem Gewerbeamt nichts verloren. Laß Dich von Deiner Krankenkasse und von der Rentenversicherung über die Höhe der Pflicht- bzw. freiwilligen Beiträge beraten, damit Du das durchrechnen kannst, denn an die gehen schon mal 350 oder gar 700 - 800 Euro weg. Im Monat.

Dann Mitteilung ans Finanzamt, das schiebt Dich in einen anderen Bezirk und gibt Dir eine neue Steuernummer. Das war's dann schon. Für Dich. Für Deinen "Auftraggeber" womöglich nicht, denn dem würde eine eventuelle Scheinselbständigkeit ans Bein schlagen.

Und umgekehrt genauso: Nachricht ans Finanzamt, daß Du aufhörst. Oder eben die Gewerbeabmeldung, wenn Du erst anmelden mußtest.

Bis zu welchem Betrag bzw. welchem Zeitraum kann ich denn so tätig sein, ohne dass ich weitere Schritte wie Gewerbe/Umsatzsteuervoranmeldung (oder anderes?) unternehmen muß?
Schau Dir den "Fragebogen zur steuerlichen Anmeldung" an, den Du vom Finanzamt bekommst, wenn Du Dich nach den Terminen bei den Kassen für den Weg entscheidest. Die Grenzen bei der UStVA stehen in § 19 UStG. Bist Du da drüber oder willst auf die Befreiung verzichten, dann mußt Du die ersten zwei Jahre lang monatlich UStVA abgeben, auch wenn da nur Nullen drinstehn.
 
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