Kurswechsel in der Rentenpolitik statt Zuschussrente notwendig (1 Betrachter)

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Regelsatzkämpfer

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„Um Altersarmut für Millionen zu verhindern, ist eine andere Rentenpolitik notwendig“, sagte der Präsident der Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Montag. „Die ministeriellen Erkenntnisse über die drohende Altersarmut für die künftigen Rentnergenerationen sind nichts Neues. Auch die falschen Schlussfolgerungen sind nicht neu. Interessant daran ist nur, dass die drohende Gefahr der Altersarmut nun vom Bundesarbeitsministerium bestätigt wird.“ Es klinge fast, als warne Ministerin Ursula von der Leyen vor den Folgen ihrer eigenen Politik und der ihrer Vorgänger....
Volkssolidarität: Kurswechsel in der Rentenpolitik statt Zuschussrente notwendig
 

hellucifer

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An dieser Stelle möchte ich in die Debatte um die Zuschussrente einbringen, dass es der Bundesregierung nicht um die Verhinderung von Altersarmut für Geringverdiener geht. Dies ist nur vorgeschoben.

In Wahrheit geht es der Bundesregierung um zwei Dinge:

1. Sie verfolgt weiterhin eine Hetzkampgne gegen Erwerbslose, und sie möchte einen Unterschied machen zwischen Erwerbslosen und Erwerbstätigen.

2. Geringverdiener sollen praktisch verpflichtet werden zum Sparen für das Alter. Die Zuschussrente erhalten sie nur, wenn sie während der Zeit ihrer Erwerbstätigkeit auf Konsum verzichten. Das Verbrauchsverhalten unterer Einkommensgruppen aber ist Grundlage für die Bemessung von Hartz-IV bzw. Sozialhilfe.

Mit anderen Worten: Die Zuschussrente soll durch die Kürzung bei den Regelbedarfssätzen finanziert werden.

In den Sternen steht außerdem, ob Geringverdiener das Rentenalter überhaupt erreichen. Am Ende freuen sich Banker, Versicherer, Spekulanten, denen man das Geld für die Altersvorsorge gibt, und die Arbeitgeber (freuen sich bereits jetzt schon), weil sie weiterhin nur armselige Löhne zahlen dürfen.

Man muss jedem Geringverdiener abraten, Altersvorsorge zu betreiben. Sie sorgen damit für einen niedrigen Regelbedarf, auf den sie im Falle von Erwerbslosigkeit angewiesen sind. Sie schaden sich damit!
 

hartaber4

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SPIEGEL ONLINE:

Sie warnen davor, dass Arbeitnehmer mit einem Einkommen von weniger als 2500 Euro nach 35 Jahren Beitragszahlung zum Sozialamt müssen.* Experten wie die Deutsche Rentenversicherung sagen, Ihre Zahlen seien maßlos übertrieben - unter anderem, weil Sie die zusätzliche private Vorsorge nicht berücksichtigen.

Von der Leyen:

Den Vorwurf der Deutschen Rentenversicherung finde ich eigenwillig. Mit privater Vorsorge kann man nur rechnen, wo sie existiert.


* von mir/ in der Presse wird hierzu die Summe von € 688,00 angeführt.

Link:

Zuschussrente: Leyen will sich von Merkel nicht bremsen lassen - SPIEGEL ONLINE



Auch wenn vdL sich für eine im großen und ganzen verfehlte Sozialpolitik verantwortlich zeichnen müsste.......

wo Sie (mal) Recht hat, hat sie Recht.... und da Politiker eher die Tendenz haben Sachverhalte etwas aufzuhübschen.... ist das ja wohl noch das "bessere" Szenario...
 

hartaber4

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In den Sternen steht außerdem, ob Geringverdiener das Rentenalter überhaupt erreichen.
Neben dem gesunkenen Rentenniveau sei die höhere Lebenserwartung ein Grund, warum immer mehr Rentner in Deutschland arbeiten, sagt Matthias Weiss, Altersforscher am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik. Angesichts des Verhältnisses von Rentnern zu Beschäftigten werde die Finanzierbarkeit des Vorruhrestandes zunehmend problematisch.



Link:

Erwerbstätigkeit von Älteren wird "in den nächsten 20 Jahren noch - Altersforscher über die zunehmende Zahl an | Wirtschaft und Gesellschaft | Deutschlandfunk
 
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