Kurioser Fall!? (1 Betrachter)

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hansi30

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Hallo erst einmal,

wie schon im Titel steht habe ich einen kuriosen Fall und benötige ein paar Meinungen zum weiteren Vorgehen.

Die Vorgeschichte ist folgende. Ich habe eine insgesamt 3jährige Ausbildung gemacht, diese beinhaltete eine 2jährige Erstausbildung sowie eine folgende 1jährige Weiterqualifizierung während der zeitgleich noch eine schulische Ausbildung lief die mich zum Bezug von BAföG berechtigte. Das BAföG bekam ich aber nur bis zum 31.02. während der Rest der Ausbildung noch bis zum 31.06 lief.

Ich habe dann vor 9 Monaten einen ALG-2 Hauptantrag gestellt, im Voraus, zum1.03 weil ich nur neben meiner Schule ein Praktikum a 40 Wochenstunden mit einer Vergütung von gerade einmal 400€ Brutto (ca. 317€ Netto) erhielt.
Ab dem 1.7. war ich dann Arbeitslos, und da bis dahin noch nichts vom JC kam war ich seither Arbeitssuchend ohne Bezüge bei der Arbeitsagentur gemeldet. Ab nächsten Monat stehe ich (gottseidank) wieder in Lohn und Brot und meine Geldreserven haben Dank eines zinslosen Privatdarlehens gerade so gereicht.

Die persönliche Abgabe des Antrags wurde damals vom JC mit Hinweisen auf mögliche Förderung nach BAB und der Nichteinhaltung von deren internen Bearbeitungsrichtlinien gehalten. Also habe ich den Antrag mit Verweis auf die (heutigen) §57 Abs. 2 SGBIII und §17 Abs. 4 bei einem anderen JC eingereicht, die den Krempel dann auch weitergeleitet haben.

Heute, nach 9 Monaten habe ich nun den Ablehnungsbescheid erhalten.
Begründet mit Verweis auf $7 Abs. 5-6 SGBII, da die SA der Meinung ist, meine Ausbildung wäre trotzdem irgendwie nach dem BAföG oder den §§51,57,58 SGBIII förderungsfähig und damit nicht zum Bezug von ALG2 berechtigt.

Gibt es vielleicht doch eine Möglichkeit bereits für den Zeitraum vom 1.3. - 31.6. eine Nachträgliche Unterstützung - von einem anderen Träger oder mit anderer Begründung - zu erhalten (Miete wären dabei 720€ angefallen) oder ist es doch sinnvoller, mit Verweis auf die Fristversäumnis des JC nun nur einen ALG-2 Hauptantrag nachträglich für den Zeitraum 1.7-31.08. zu stellen, oder ist es vielleicht sogar sinnvoll beides gleichzeitig zu machen?

Auch die Frage einen RA einzuschalten habe ich mir gestellt, allerdings habe ich ja jetzt keinen Anspruch mehr auf Rechtskostenbeihilfe und die ca. 200€ möglichen Beratungsgebühren kann ich in den 30Tagen Widerrufszeit nicht aufbringen, oder kann man auch die Rechtskostenbeihilfe nachträglich beantragen wegen der Fristversäumnis des JC?

Fragen über Fragen, ich hoffe auf einige Anregungen, bin nämlich echt hin und hergerissen was ich machen kann.
 

gila

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Das ist in der Tat etwas kompliziert und ich kann (leider) nur sagen, wie ICH persönlich nun vorgehen würde:

Zum einen mal KLARHEIT über Beratungsgebühren schaffen und nicht spekulieren. Rede mit einem Anwalt für Sozialrecht hierüber, die meisten sind sogar telefonisch sehr offen (eigene Erfahrung).
Wenn man da eine Vereinbarung treffen kann und der RA darüber hinaus AHNUNG hat und Chancen sieht, ist das Geld wieder drin.

Der kann dir auch sagen, wie das mit dieser nun schon ungewöhlich langen Bearbeitungszeit zu drehen ist.

Darüber hinaus musste dich leider wohl mit den Bestimmungen des BaföG etc. auseinander setzen und überprüfen, ob deine Ausbildungen und dein damaliger Status "förderfähig" waren und vielleicht ein anderer Topf zuständig war.

Toi toi!




Hallo erst einmal,

wie schon im Titel steht habe ich einen kuriosen Fall und benötige ein paar Meinungen zum weiteren Vorgehen.

Die Vorgeschichte ist folgende. Ich habe eine insgesamt 3jährige Ausbildung gemacht, diese beinhaltete eine 2jährige Erstausbildung sowie eine folgende 1jährige Weiterqualifizierung während der zeitgleich noch eine schulische Ausbildung lief die mich zum Bezug von BAföG berechtigte. Das BAföG bekam ich aber nur bis zum 31.02. während der Rest der Ausbildung noch bis zum 31.06 lief.

Ich habe dann vor 9 Monaten einen ALG-2 Hauptantrag gestellt, im Voraus, zum1.03 weil ich nur neben meiner Schule ein Praktikum a 40 Wochenstunden mit einer Vergütung von gerade einmal 400€ Brutto (ca. 317€ Netto) erhielt.
Ab dem 1.7. war ich dann Arbeitslos, und da bis dahin noch nichts vom JC kam war ich seither Arbeitssuchend ohne Bezüge bei der Arbeitsagentur gemeldet. Ab nächsten Monat stehe ich (gottseidank) wieder in Lohn und Brot und meine Geldreserven haben Dank eines zinslosen Privatdarlehens gerade so gereicht.

Die persönliche Abgabe des Antrags wurde damals vom JC mit Hinweisen auf mögliche Förderung nach BAB und der Nichteinhaltung von deren internen Bearbeitungsrichtlinien gehalten. Also habe ich den Antrag mit Verweis auf die (heutigen) §57 Abs. 2 SGBIII und §17 Abs. 4 bei einem anderen JC eingereicht, die den Krempel dann auch weitergeleitet haben.

Heute, nach 9 Monaten habe ich nun den Ablehnungsbescheid erhalten.
Begründet mit Verweis auf $7 Abs. 5-6 SGBII, da die SA der Meinung ist, meine Ausbildung wäre trotzdem irgendwie nach dem BAföG oder den §§51,57,58 SGBIII förderungsfähig und damit nicht zum Bezug von ALG2 berechtigt.

Gibt es vielleicht doch eine Möglichkeit bereits für den Zeitraum vom 1.3. - 31.6. eine Nachträgliche Unterstützung - von einem anderen Träger oder mit anderer Begründung - zu erhalten (Miete wären dabei 720€ angefallen) oder ist es doch sinnvoller, mit Verweis auf die Fristversäumnis des JC nun nur einen ALG-2 Hauptantrag nachträglich für den Zeitraum 1.7-31.08. zu stellen, oder ist es vielleicht sogar sinnvoll beides gleichzeitig zu machen?

Auch die Frage einen RA einzuschalten habe ich mir gestellt, allerdings habe ich ja jetzt keinen Anspruch mehr auf Rechtskostenbeihilfe und die ca. 200€ möglichen Beratungsgebühren kann ich in den 30Tagen Widerrufszeit nicht aufbringen, oder kann man auch die Rechtskostenbeihilfe nachträglich beantragen wegen der Fristversäumnis des JC?

Fragen über Fragen, ich hoffe auf einige Anregungen, bin nämlich echt hin und hergerissen was ich machen kann.
 
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