Kuraufenthalt, Was muß beachtet werden (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Master of Desaster

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Mein Kleine muß unbedingt zur Kur. Sie hat Schilddrüsenprobleme, Rheuma, Arthritis u. Arthrose und wiegt infolge dessen bei 158cm Größe nur noch 38kg. Wir sind von den Zuzahlungen für Heilmittel befreit. Wird uns für die Dauer des Kuraufenthalts die Leistungen für Lebensmittel gekürzt? Was ist alles zu beachten und welche Kürzungen können uns treffen? Eine Befreiung von der Kurtaxe ist wohl nicht möglich?
 

ZynHH

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Wer ist Leistungsträger für die Kur?

Gekürzt wird da nichts.

Wer zahlt die Kurtaxe bei einer Reha?
Eine Reha Behandlung wird von einem Arzt verordnet und in der Regel von der Krankenkasse bezahlt, manchmal bezahlt ihr sie privat. Befindet ihr euch in einer Reha-Klinik in einem Kurort, so fällt für euch keine Kurtaxe an, sofern ihr die Touristenattraktionen nicht wahrnehmt. Möchtet ihr sie wahrnehmen, muss eine Kurtaxe gezahlt werden. Allerdings kommt es häufig vor, dass die Kurtaxe von der jeweiligen Klinik übernommen wird. Am besten ihr fragt bei eurer Klinik nach.
kwelle

Also wegen der Kurtaxe=Klinik anrufen


Ich war 2015 6 wochen zur Anschlussheilbehandlung in St.Peter Ording und habe keine Kurtaxe gezahlt.
 

Seepferdchen 2010

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Wird uns für die Dauer des Kuraufenthalts die Leistungen für Lebensmittel gekürzt?
Hierzu mal für dich zum lesen dieses BSG Urteil:

Durch die gestrige Entscheidung des Bundessozialgerichts fühlt sich der Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V. in seiner Rechtsauffassung bestätigt. Er ruft Bezieher von Arbeitslosengeld II (Alg II) auf, bei einer Kürzung der Leistungen aufgrund eines Krankenhausaufenthalts sofort Widerspruch einzulegen. Bei Altfällen kann die Leistung über einen Überprüfungsantrag zurückgefordert werden.

und

Im vergangenen Jahr urteilte das Bundessozialgericht in Kassel, dass auch bei einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus, Arbeitslosengeld II (ALG II) Auszahlungen nicht gekürzt werden dürfen. Zuvor war es die gängige Praxis der Argen entsprechend der Anzahl der Tage den ALG II Regelsatz zu kürzen. In der Entscheidung (Az. B 14 AS 22/07 R) erklärte der 14. Senat des Bundessozialgerichts die Anrechnung der Krankenhausverpflegung ans Alg II für rechtswidrig. Demnach ist weder die Anpassung der (starren) Regelleistung an eine verringerte Bedarfslage noch die Anrechnung der Vollverpflegung einer stationären Einrichtung als Einkommen erlaubt.

also hier darf nichts gekürzt werden.
 
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