Kundgebung gegen Jobmesse am Flughafen Hamburg - 24.10.2013

Onkel Tom

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Hallo, lieber User.

Wir, die LAG Arbeit und Armut, möchten Euch auf eine von uns durchgeführte
Kundgebung anlässlich einer Jobmesse am Hamburger Flughafen hinweisen.

Die Kundgebung findet am Donnerstag den 24.10.13 von 9 bis 15 Uhr auf dem
Vorplatz des Terminal – Tango - Flughafenstr. 1-3 statt.

Für diese Stand-Kundgebung ist für ein Pavillon bezüglich Hamburger Wetter
gesorgt und laden herzlich zur Teilnahme / Unterstützung ein.

Auf Jobmessen stellen sich Firmen in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur vor.

Dabei werden jede Menge Jobs (in der online- Zeitung www-jobs-kompakt-de
ist von 5000 die Rede) versprochen.
Doch schaut man sich die Aussteller genauer an, so entdeckt man zu einem Großteil
sog. „Personaldienstleister“, d.h. Leiharbeitsfirmen.

Deren Jobangebot erstreckt sich zum Großteil auf die Bereiche Gastronomie /
Produktion / Reinigungsgewerbe.

Auch die Bundeswehr ist auf der Jobmesse vertreten, um u.a. auch Erwerbsarbeitslose
als Kanonenfutter rekrutieren zu können.

...

Prekär hieran ist sowohl der Niedriglohn als auch jene befristete Jobvergabe.
Durch die Zusammenarbeit zwischen Jobcenter und Leiharbeitsfirmen wird der
Niedriglohnsektor systematisch entsprechend der Agenda 2010 ausgebaut
(Ziel: europaweite Übertragung der Agenda 2010. Leiharbeitsfirmen agieren bereits
seit langem europaweit).


Wir würden uns freuen, wenn Ihr an der Aktion teilnehmt und unseren
Aufruf unterstützt.

Das Problem der systematischen Verwandlung von Normalarbeitsplätzen
in prekäre Jobs betrifft uns schließlich alle !


Über beiliegenden Aufruf hinaus gibt es neben diverse DIE LINKE - Flyer zum
Thema auch noch einen selbst konzipierten Flyer mit Hintergrundinfos als
Gemeinschaftsprojekt Initiatoren der Aktion sind: LAG Arbeit u. Armut der Partei
DIE LINKE sowie ALERTA, ELSE und WIR SIND BOES.

WeiterführendeLinks :

Aufruf - Flugblatt der AG Arbeit und Armut :

...

Flugblatt von alerta :

https://www.wir-sind-boes-hamburg.de/boes/uploads/2013/10/flugblatt_alerta_flughafen_hamburg.pdf

Aufruf - Flugblatt der Linke :

...
---

Vielen Dank für den Flugi - Host an :

Wir sind Boes. Hamburg. |

Tom :icon_daumen:
 

AusbeuterPack

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Diese Jobs-Kompakt "Zeitung" ist ein überflüssiger Anzeigen-Friedhof und zehntausende von Exemplaren werden einfach ins Altpapier geschmissen. Freunde von mir haben bei dieser Firma gearbeitet, voll die Verarschung.
Die Aussteller dieser Jobs-Kompakt Messe müssen überteuerte Anzeigen schalten damit sie auf dieser Fakemesse ausstellen dürfen.
Der Veranstalter verdient pro Fakemesse im Terminal Tango mehr als 100.000 Euro und er lacht sich über uns arme Schweine kaputt.
Die Fakemesse geht doch über 3 Tage vom 23.-25.Oktober , wieso legen wir diesen Fake nicht alle 3 Tage lahm und demonstrieren ???????
 

Werkler

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Na da seht ihr es mal wieder, wie doof ihr seid! Einen Job wollt ihr, und gar noch nen bezahlten?? Ihr seid ja sooowas von hinterm Mond (oder A...). Der Trend flitzt doch woanders hin: gründe ne Leihbude, hast nur minimale Ausgaben (ein leeres Büro, Sack äh Sakko und Krawatte, kaum Ausgaben für Werbung und Stellenanzeigen, das macht doch das Amt gerne (he WER zahlt das eigentlich) und prügelt dir die Kunden in den Laden - welche Sparte hat das denn schon! Dann läßt du deine Häschen hoppeln, natürlich bei minimalem "Futter", damit sie nicht träge werden. Die "Stallkosten" zahlen diese im Idealfall selbst Es gibt tatsächlich Firmen, die beim Leihsklaven 120 Öcken pro Monat für die vorgeschriebene Firmenkleidung und Reinigung derselben abkassieren. Betriebswirtschaftliche Meisterleistung. Und so wie der Bauer heute die Kuh nach 2-3jähriger Nutzungs(!)dauer metzgert, so jagst du deine Häschen bald in die Wüste, also noch bälder, so bißchen über 9 Monate (oder so) genügt. Du bekommst die Prämie dafür, daß du das Häschen in Beschäftigung gebracht hast.
Achtung, wichtiger Unterschied zur Landwirtschaft: wenn der Bauer auch eine möglichst junge Kuh einsetzt, so siehe du darauf, daß du möglichst ALTE Häschen nimmst, mindestens über 50, die bringen mehr ein.
Was? Du kannst keine Häschen in die Wüste schicken? Und du verstehst diese ganze Betriebs- und Prämienwirtschaft nicht? Ach ja, hast ja recht...

Super Eure Aktion, ist leider für mich so ganz am anderen Ende der Bananenrepublik. Viel Erfolg dabei, und berichtet mal!
 

Werkler

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Nachtrag: wie verträgt sich dieser ganze Quatsch mit dem Gebot der Wirtschaftlichkeit? Sieht eher nach verdammt viel Knete für verdammt gute Kumpels aus. Was sagt der Bund der Steuerzahler oder der Bundesrechnungshof dazu? Übrigens, auch jeder Hartzi und Sub-Hartzi ist Steuerzahler, allein die MWSt macht schon ein Fünftel vom Preis aus!
 

Onkel Tom

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Schön, das Ihr mal hier Euer Frustventil betätigt habt, tut ja auch mal ganz gut..

Und ?.. Sehen wir uns am Donnerstag da, wo Unmut am richtigen Platze los zu werden ist ?

Uff lebendige Kritik vor Ort hoffend..

M.s.G. Tom
 

PeterMM

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erst Boot , dann Flughafen, whats next?

ps.
stellt mal Bilder/Videos rein..
 

Onkel Tom

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Heute nicht mehr..

So ein Jobmessenbereiber ist echt anstrengend, hatten jedoch vollen Erfolg.

Berichterstattung ?.. Morgen ist auch noch ein Tach :icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
Trotzdem schönen Dank für den Bericht.
Für die Auswärtigen: Hamburg erfreut sich dem Vernehmen nach 740 ZAF, Personaldienstleistern bzw. deren überregionalen Niederlassungen. Teilweise in besten Lagen der Innenstadt. In manchem Haus sitzt in jeder Etage eine andere ZAF. Eine Marktbereinigung hätte fatale Folgen für den Büroimmobilienmarkt. In diesem Lichte ist es schon erstaunlich, daß nicht jedes Quartal so eine Messe abgezogen wird. Aber in der Uni gab es ja vor nicht allzu langer Zeit etwas Vergleichbares.
 

arbeitslos in holland

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Hallo Tom :icon_smile:

ich verfolge deine aktivitäten bzgl. sog. "jobbörsen" schon länger. dein widerstand ist sicher nicht verkehrt, jedoch gibt es einfachere und gleichzeitig probatere methoden, wenn das JC private firmen/betreiber mit ins boot holt.

zunächst ist einmal davon auszugehen, dass sich die privaten betreiber keine gedanken darum machen, wie rechtskonform oder rechtswidrig sich das JC verhält. genauso wenig, wie die betreiber sich im vorfeld juristischen rat einholen. sind ja alles "beamte" beim "amt".

damit wägen sich viele betreiber sicher und das wäre lange so geblieben, wenn das JC nicht systemetatisch angefangen hätte, solche "veranstaltungen" nach außen abzuschotten.
die krönung sind natürlich die veranstaltungen, welche man gar nicht mehr verlassen kann, wie zb auf einem ausflugsdampfer.

war ja vor kurzem eine schnappsidee des bekloppten JC in dortmund. natürlich wurde der betreiber des schiffs, nicht über die unfreiwillige teilnahme seiner passagiere informiert. das war dann der dreh- u. angelpunkt, die ganze chose zu kippen :biggrin:

es hat gereicht, dass ich den betreiber über die umstände-per mail-informierte und ankündigte, die zuständige staatsanwaltschaft ebenfalls zu informieren, sowie vor dem zuständigen amtsgericht eine unterlassung zu fordern !
da wurde man, auf seiten des betreibers, sehr schnell nachdenklich und griff zum telefon. gleichzeitig lancierte ich einen eigenen artikel auf pr-sozial->PR-SOZIAL das Presseportal, welcher offensichtlich auch gelesen wurde.
dank dem dadurch entstehenden druck hat man sich seitens des JC in Dortmund entscheiden, "aus orginisatorischen gründen" auf die sklavenfahrt zu verzichten. :biggrin:

hier kann man noch alles nachlesen->
https://www.elo-forum.org/alg-ii/114882-jobboerse-dortmund-kreuzfahrt.html
 

Onkel Tom

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Jo, arbeitslos in holland.

Solche Threads, wie DanBo gestartet hat, finde ich sehr gut und wichtig.

Anbei habe ich mich dafür bedankt, den Thread gleich mit einem Beweisstück,
die Einladung mit Sanktionsandrohung zu bestücken.

Leider ist die Mehrheit der Betroffenen so drauf, das sie Ängste schieben, das wir, die sich explizit mit der Bekämpfung solcher Dumpinglohn-Beglückungs-Messen befassen, uns Fotokopien oder anonymisierte Scans ihrer Vorladungen zu überlassen.

Das Informanten sich auf vertraulicher Behandlung verlassen können, ist klar, muss jedoch immer wieder erwähnt
werden, da diese Ängste, das Daten missbraucht würden anderweitig geschürt werden und den Kampf
gegen seltsame Blüten bezüglich des Arbeitsmarkt etc. nicht unerhelbich erschwert.

Die Ausreden eines JC "Es handel sich um ein versehentlicher Einzelfall" kommt nicht von ungefähr und wenn es schon soooo schwer ist, Beweise zur widerlegung zu sammeln, braucht sich keiner zu wundern, das "schwarze Jobmessen" unbehelligt bleiben.

Beglückend wäre für den Kampf, Einladungsschreiben, wie oben beschrieben zu bekommen.
Es würde uns vor der gegnerischen Anwaltstruppe erleichtern, die das Instrumentarium "Zensur" recht gut beherrschen.

Wenn nun eine zu dieser Jobmesse vom 24.10.2013, die Sanktionsbedroht (§ 309 SGB-III) ist, wäre es die Rettung.

M.s.G.Tom
 

Onkel Tom

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Vielen Dank an Mister x (Name geändert und nicht Elo-Forum-User), der uns
ein Einladungsschreiben zu dieser Jobmesse gemäß 309 SGB III vermacht hat.

Damit kann Jobs-Kompakt-Nord uns nicht mehr mit Abmahn-Tamtam kommen. :icon_razz:

Sone Papiere bestätigen nicht nur unsere Anliegen, sondern schützen uns auch ein wenig vor mutwilliger Rechtsverfolgungen.

Danke :icon_daumen::icon_daumen::icon_daumen:
 

Onkel Tom

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Derzeit stelle ich mit Freude fest, das ich mit dem Artikel, der sich unter den Suchbegriff "Jobs-Kompakt" sofort finden
lässt, den Jobmessenbetreiber aufs Mark getroffen zu haben..

Er trollt auf indymedia rum, was schon sehr amüsannt ist.

Meine Strategie ist, was Gestaltung der Überschrift und Formulierung angeht
(Rechtschreibfehler ausgeommen),
wohl besser aufgegangen, wie ich zunächst erhoffte.

Die Internetzpräsenz des Jobmessenbetreiber hat nun einen mächtigen Kratzer und dafür sorgen schon ganz allein
die Suchmaschienen-Crawler.
:icon_pfeiff:

Darauf gönn ich mir ein leckeres Blondes.

Prost.. und auf die nächste Runde, die 14.Jobmesse ;-)
 

gismo41

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Die Kommentare von dem Jobs-kompakt Betreiber oder seiner Mitstreiter ist wirklich unter aller Sau. Die Lügen was das Zeug hält.

Hier der Auszug der Lügen ,die er wohl selber glaubt ?
Leiharbeit und Co

Günni 16.04.2014 - 05:17

@Tom
Nicht einmal 1.7 Prozent aller deutschen sozialversichungspflichtigen Beschäftigten arbeiten in der Leiharbeit
- Der Durchschnittsverdienst in der Leiharbeiter liegt bei 13.21 Euro/h In holland vielleicht oder in Frankreich aber nicht bei uns ?
- Die Zeitarbeitsbranche hat einen Mindestlohn von 8,50 Euro schon beschlossen, als die Politiker in Berlin noch darüber gestritten haben
- nur Unqualifizierte ohne Berufsabschluss verdienen in der Leiharbeit den Mindestlohn. Das sind nicht einmal 7,5 Prozent der in der Leiharbeiter beschäftigten Arbeitnehmer. Die meisten Leiharbeiter mit qualifizierten Berufsabschluss verdienen deutlich mehr Ach ja,warum werden denn alle ersteinmal für den Zeitarbeitstariflohn von 7 ,35 € eingestellt ?

Insofern haben wir kein Leiharbeits- sondern ein Bildungsproblem. Wenn von rd. 70.000 erwerbslosen Hamburgern rd. 45.000 keinen Berufs-, viele nicht einmal einen Schulabschluss haben, ist es kaum verwunderlich, dass diese Arbeitsuchenden kaum interessante Jobangebote finden. Bloß ,das die Jobcenter kein Geld für Bildung ausgeben ,weil das Geld wieder nach Berlin zurück fliesst .Zitat Albert Krölls : Es durch eine Berufsausbildung mehr ,nicht einen Zusätzlichen Job entsteht .Die mobcenter nur mit Leihbuden zusammen arbeiten ,weil Sie nichts anderes anbieten können .Politisch so gewollt.

Diverse Untersuchungen, u.a. der renommierten Hans-Böckler-Stiftung, belegen, dass Arbeitnehmer mit guter Qualifikation auch gut verdienen und in den überwiegenden Fällen Jobs außerhalb der Zeitarbeit finden bzw. aus der Zeitarbeit heraus übernommen werden. Das immer mehr mit guter Qualifkation für ein Lohndumping Lohn arbeiten ,und darin verbleiben ,wird hier nicht erwähnt. Auch dazu gibt es Untersuchungen.

Lediglich die un- und schlechter qualifizierten Arbeitsuchenden sind in der Regel von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen. Insofern würde es sich evtl. mehr lohnen, für mehr Bildung und Qualifizierung zu kämpfen und gegen Kürzungen in diesem Bereich vorzugehen. Dann wird sich auch das Problem prekärer Beschäftigung von selbst lösen. Sehr einfach gesagt. Dummes Zeug .Politisch hat man doch den prekären Arbeitsmarkt mit Hartz 4 und co über Jahre geplant.

Leider ist es immer so ,das man die Wahrheit nicht hören möchte und versucht alles zu vertuschen .

@ Tom . Guter Artikel.:icon_wink:
 
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