Kürzung wegen KH-Aufenthalt?

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Mullemaus

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Hallo zusammen...

Ich habe ende Oktober eine Knie-Op mit einem ca.7 tägigem Aufenthalt, die mich für 3-6 Monate AU macht...

jetzt habe ich mehrmals gelesen das man sehr wahrscheinlich gekürzt wird wenn man einen Krankenhausaufenthalt hat,
da man da ja Vollverpflegung hat und das als Einkommen gesehen wird...

Ist das richtig? Wenn ja wieviel würde denn gekürzt?

Lg Mullemaus
 

Mario Nette

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Ist nicht korrekt. Die Regelung des Abzugs bei KH-Aufenthalt wurde gekippt. Möglicherweise hast du ältere Beiträge gelesen. Sollte man dir was kürzen, sofort Widerspruch einlegen.

Mario Nette
 
E

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Ist nicht korrekt. Die Regelung des Abzugs bei KH-Aufenthalt wurde gekippt. Möglicherweise hast du ältere Beiträge gelesen. Sollte man dir was kürzen, sofort Widerspruch einlegen.

Mario Nette

https://juris.bundessozialgericht.d...en&Datum=2008&Seite=0&nr=10550&pos=12&anz=140

Verpflegung während eines Krankenhausaufenthalts darf nicht als Einkommen bei Alg II berücksichtigt werden

Regelleistung hat pauschalierenden Charakter
Urteil [B 14 AS 22/07 R] Verpflegung während eines Krankenhausaufenthalts darf nicht als Einkommen bei Alg II berücksichtigt werden
 

galigula

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Du musst aber einen gesetzlichen Eigenanteil von 10 € pro Tag bezahlen,der Aufnahme- und Entlassungstag werden seperat berechnet,also 80 € einkalkulieren.
Bei der Rechnung ist die Krankenkasse schnell.
 
D

Die Antwort

Gast
Aber nur, wenn es keine andere Zuzahlungen vorher gegeben hat, die wären dann nämlich abzuziehen.

Bei chronischen Krankheiten sind ca. 40 Euro gesamt im Jahr an Zuzahlungen zu leisten, sonst rund 80 Euro.
 

Ela

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Bei chronischen Krankheiten sind ca. 40 Euro gesamt im Jahr an Zuzahlungen zu leisten, sonst rund 80 Euro.



stimmt net so ganz... bin chronisch krank, aber muss trotzdem 80 Euronen zahlen... Grund...

meine Kasse erkennt mich als Chroniker erst an, wenn ich mindestens GDB 60% habe :-(
 

Linchen0307

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Meine Krankenkasse hat auch chronisch anerkannt und ich habe keinen GdB.
Soviel ich weiß, gilt als chronisch krank, wer pro Quartal mindestens einmal den Arzt aufsuchen muss.
Bei mir wird z.B. als chronisch meine Schilddrüsenerkrankung angerechnet und dafür gibt es keinen GdB...
 

Til Gung

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Bei chronischen Krankheiten sind ca. 40 Euro gesamt im Jahr an Zuzahlungen zu leisten, sonst rund 80 Euro.



stimmt net so ganz... bin chronisch krank, aber muss trotzdem 80 Euronen zahlen... Grund...

meine Kasse erkennt mich als Chroniker erst an, wenn ich mindestens GDB 60% habe :-(

Falsch, entweder oder

Definition: Chronisch Kranke

Als chronisch krank gilt, wer wegen derselben Erkrankung mindestens einmal pro Quartal ärztliche Behandlung benötigt oder zu 60% behindert oder erwerbsgemindert ist. Dazu zählen auch Patienten, die eine oder mehrere der folgenden kontinuierlich medizinischen Versorgungen benötigen:

Chronisch Kranke: Zuzahlung, Befreiung und Disease Management Programme - Vitanet.de

Befreiungsnachweis für chronisch Kranke: Einmal beantragen reicht

1. sich in ärztlicher Dauerbehandlung
befindet (nachgewiesen durch einen
Arztbesuch wegen derselben Krankheit pro
Quartal wenigstens ein Jahr lang) und
2. eines der folgenden Kriterien erfüllt:
oder
- Es ist eine kontinuierliche medizinische
Versorgung erforderlich, ohne die nach
ärztlicher Einschätzung eine
lebensbedrohliche Verschlimmerung der
Erkrankung, eine Verminderung der
Lebenserwartung oder eine dauerhafte
Beeinträchtigung der Lebensqualität durch
die aufgrund der Krankheit verursachten
Gesundheitsstörung zu erwarten ist. (z. B.
Diabetes)

https://www.google.de/url?sa=t&sour...ahlung&usg=AFQjCNHeiZBxF-7hvfgc0NwQKy1OutWJYQ

Ich würde die KK auf die gesetzliche Regelung aufmerksam machen (die kennen die auch) und mit Klage vor dem Sozialgericht drohen.
 

franzi

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Was ist dann mit folgendem Fall:
Bin seit Jahren chronisch krank, muss deswegen aber nicht jedes Quartal zum Arzt, sondern nur alle 2 Quartale. Daher wird das von meiner KK nicht als chronisch anerkannt.
Hab meine KK darauf angesprochen, dass ich das nicht so ganz fair finde, nur weil man nicht so oft zum Arzt muss, dass man dann nicht als Chroniker anerkannt ist, obwohl man chronisch krank ist.
 

Tinka

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@ Franzi!

Und warum gehts du dann nicht einfach jedes Quartal zum Arzt und wenn es nur Kontrolle/Klärung der Befindlichkeit o.ä. ist?

Der Arzt wird dir doch den Besuch nicht verwehren, oder?

Ich mache das schon seit ca. 4 Jahren (bewußt) so und besuche den Neurologen/Psychiater mindestens 4 x im Jahr, egal wie es mir geht, lasse mir mein Rezept geben und die KK hat mich als Chronisch-Krank eingestuft.
 

Til Gung

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Hat nix mit Fairness zu tun, die Regeln sind klar. Jedes Quartal zum Doc.
- Es ist eine kontinuierliche medizinische
Versorgung erforderlich, ohne die
nach
ärztlicher Einschätzung eine
lebensbedrohliche Verschlimmerung der
Erkrankung, eine Verminderung der
Lebenserwartung oder eine dauerhafte
Beeinträchtigung der Lebensqualität
durch
die aufgrund der Krankheit verursachten
Gesundheitsstörung zu erwarten ist.

Wenn du nicht jedes Quartal hin musst,dann bist du kein Chroniker.
 

Tinka

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Nur nicht so viel theoretisieren...

...ohne die nach
ärztlicher Einschätzung eine
lebensbedrohliche Verschlimmerung der
Erkrankung, eine Verminderung der
Lebenserwartung oder eine dauerhafte
Beeinträchtigung der Lebensqualität durch
die aufgrund der Krankheit verursachten
Gesundheitsstörung zu erwarten ist.

...all das würde bei mir nicht und bei 100.000 anderen Chronikern garantiert ebensowenig auftreten, wenn sie nur jedes 2. Quartal zum Arzt gehen würden, meinst sind wir mit Medikamenten recht gut eingestellt.

Ich meine, es hängt eher vom Verhältnis zum Arzt ab, ob mensch als (Chronik)-Patient dort jedes Quartal aufkreuzen kann und sollte.

Für die Feststellung der chronischen Krankheit (und sei es nur zur Kostenreduzierung der Zuzahlung bei H4-Betroffenen) ist es m.M. nach absolut sinnvoll jedes Quartal den Arzt aufzusuchen.

:icon_smile:
 

Til Gung

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Hat doch nix mit theoretisieren zu tun, wenn man die Regeln kennt, dann weiß man was zu tun ist. Ich kann nur jedem Betroffenen empfehlen zusätzlich am Hausarzt-Modell oder bei wem entsprechende Erkrankungen vorliegen am DMP teilzunehmen, dann werde 40 € im Jahr rückerstattet.
 
E

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Gast
Hat doch nix mit theoretisieren zu tun, wenn man die Regeln kennt, dann weiß man was zu tun ist. Ich kann nur jedem Betroffenen empfehlen zusätzlich am Hausarzt-Modell oder bei wem entsprechende Erkrankungen vorliegen am DMP teilzunehmen, dann werde 40 € im Jahr rückerstattet.

die werden nicht zurückerstattet, man bekommt 10€ am Jahresanfang von der KK abgebucht und muss dann seinen Befreiungsschein für die anderen 30€ beim Arzt vorlegen, das wars dann.
 

franzi

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@ Franzi!

Und warum gehts du dann nicht einfach jedes Quartal zum Arzt und wenn es nur Kontrolle/Klärung der Befindlichkeit o.ä. ist?

Der Arzt wird dir doch den Besuch nicht verwehren, oder?

Ich mache das schon seit ca. 4 Jahren (bewußt) so und besuche den Neurologen/Psychiater mindestens 4 x im Jahr, egal wie es mir geht, lasse mir mein Rezept geben und die KK hat mich als Chronisch-Krank eingestuft.

Ich bin beim Arzt praktisch austherapiert. Ich hole mir nur in gewissen Abständen meine Tabletten. Eine Packung reicht unterschiedlich lange, je nach Schmerzaufkommen. Die nehme ich also nicht 3 x tgl. sondern je nach Bedarf. Ich erhalte dort keine Beratung mehr oder andere Therapien.
Nur einfach hingehen, guten Tag sagen und wieder heimgehen ist doch auch nicht sinnvoll.
Der Arzt ist außerdem chronisch überlastet und ständig schlecht gelaunt. Da muss man froh sein, wenn man überhaupt innerhalb von 6 Wochen einen Termin bekommt.
 

Til Gung

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Ich bin beim Arzt praktisch austherapiert. Ich hole mir nur in gewissen Abständen meine Tabletten. Eine Packung reicht unterschiedlich lange, je nach Schmerzaufkommen. Die nehme ich also nicht 3 x tgl. sondern je nach Bedarf. Ich erhalte dort keine Beratung mehr oder andere Therapien.
Nur einfach hingehen, guten Tag sagen und wieder heimgehen ist doch auch nicht sinnvoll.
Der Arzt ist außerdem chronisch überlastet und ständig schlecht gelaunt. Da muss man froh sein, wenn man überhaupt innerhalb von 6 Wochen einen Termin bekommt.

Da frag ich mich, ist das der einzige Arzt im Ort?

Wobei es für einige Fachrichtungen typisch zu sein scheint, Orthopäden helfen nach meiner Erfahrung nie. Schmerztherapeuten sind voll, nee nicht die Ärzte sondern die Terminkalender. Augenärzte finden und Gynäkologen finden in einigen Orten überhaupt nicht statt.

Trotzdem solltest du dringend über einen Arztwechsel nachdenken, das ist praktizierte Nächstenliebe wenn der Arme so überlastet ist. :icon_twisted:
 

Til Gung

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Gast

franzi

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Da frag ich mich, ist das der einzige Arzt im Ort?

Wobei es für einige Fachrichtungen typisch zu sein scheint, Orthopäden helfen nach meiner Erfahrung nie. Schmerztherapeuten sind voll, nee nicht die Ärzte sondern die Terminkalender. Augenärzte finden und Gynäkologen finden in einigen Orten überhaupt nicht statt.

Trotzdem solltest du dringend über einen Arztwechsel nachdenken, das ist praktizierte Nächstenliebe wenn der Arme so überlastet ist. :icon_twisted:

Das ist eine orthopädische Gemeinschaftspraxis. Arztwechsel bringt da nicht wirklich was. Ist wie die Alternative zwischen Pest und Cholera. :icon_party:

PS: Möglicherweise wird sich bei mir in den nächsten Wochen ohnehin einiges ändern. Hab nämlich nun einen Neurochirurgen aufgesucht. Der macht einen wesentlich kompetenteren Eindruck.
 
R

Rounddancer

Gast
Die Definition des möglichen Einstufungstatbestandes heißt ja "schwerwiegend chronisch krank",- und ist von der Vorschrift her eindeutig.
ABER: Der Arzt (und das ist in der Regel der Hausarzt) schreibt hin, wie oft man da war, und wenn man mal nur da war, um das Kärtchen vorzulegen, und eine Rezept, oder einen Überweisungsschein zu holen,- dazu natürlich zur Vorsorge, etc. . Und er trägt die Codeziffern der vorliegenden Krankheiten ein, und kreuzt an, daß eine Gesundung nicht absehbar, ohne Medikation,- die ja zwingend ist, das Leben nicht, oder nicht lebenswert fortgeführt werden kann.

Das Hausarztmodell würde mir als schwerwiegend chronisch krankem Alg II-Opfer nichts nützen,- denn zumindestens bei meiner Krankenkasse fielen dafür zwar drei bis viermal Praxisgebühr weg,- aber die Befreiung von der Zuzahlung kriege ich trotzdem erst, wenn ich >ca 43 EUR dann halt nur an Medikamenten, etc. zubezahlt habe. Dann wäre ich halt nicht zum 1.April, sondern erst ab Juli oder noch später befreit,- hätte aber die Kugelfuhr, immer erst beim Hausarzt (der bei mir immer arbeitsplatznah, also derzeit noch immer an dem anderen Ende der Stadt ist, an dem ich früher gearbeitet habe) aufschlagen zu müssen.

Derzeit scheint mein Hausarzt aber nur bei AOK-Patienten daran interessiert zu sein, daß die sich ins Hausarztmodell einschreiben,- denn für die kriegt er dann m.W. deutlich mehr Geld,- bei Hausarztmodellen anderer Kassen kriegt er zwar auch ein bißchen mehr Geld,- aber ersäuft dann in einem Berg zusätzlich auszufüllender Berichte und Statistiken,- was durch das bißchen mehr Geld nicht aufgewogen wird.
 

Karola

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Ich war zur Kur für 6 Wochen letztes Jahr und die ARGE hatte mir vorher auch die Vollverpflegung abgezogen. Habe hier im Forum einige Beiträge dazu gelesen und mir ganz mutig eine Klageschrift nach den Mustern (von hier) zusammengestellt, beim Sozialgericht auf Formfehler prüfen lassen und dann eingereicht.

Die ARGE hat relativ schnell den Schwanz eingezogen und gefragt, ob ich die KLAGE zurücknehme ...
Im Gegenzug zahlten sie die Verpflegung umgehend vollständig zurück (leider ohne Zinsen).
 

catwoman666666

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Ich war zur Kur für 6 Wochen letztes Jahr und die ARGE hatte mir vorher auch die Vollverpflegung abgezogen. Habe hier im Forum einige Beiträge dazu gelesen und mir ganz mutig eine Klageschrift nach den Mustern (von hier) zusammengestellt, beim Sozialgericht auf Formfehler prüfen lassen und dann eingereicht.

Die ARGE hat relativ schnell den Schwanz eingezogen und gefragt, ob ich die KLAGE zurücknehme ...
Im Gegenzug zahlten sie die Verpflegung umgehend vollständig zurück (leider ohne Zinsen).

Die Nürnberger Sozialrichter sind ange****t von dem Verhalten der ARGEn. Die ARGEn haben grundsätzlich nicht ohne Gerichtsverhandlung gezahlt. Mein Untermieter klagte das auch vor Gericht ein. Der Richter hat sich ziemlich säuerlich an den Vertreter der ARGE gewandt mit den Worten: Das sollten Sie eigentlich wissen. ARGEn machen sich bei den Richtern nicht beliebt, wenn sie so offensichtlich falsch entscheiden und überflüssige, teure und zeitraubende Verhandlungen provozieren, wo von Anfang an klar ist, daß ARGE unterlegen muß.
 
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