Kürzung der Unterkunftskosten - Widerspruchsfrist übersehen. Was kann ich tun? (1 Betrachter)

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kerstin2

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Hallo zusammen,

ich beiß mir hier grad in den Popo... ich habe den letzten Bescheid nicht sorgfältig genug durchgelesen. Der Bescheid ist vorläufig, denn ich bin ja selbstständig. Und ich Wirrkopf habe diesen Passus übersehen:

"Mit Schreiben vom 22.08.2014 wurden Sie aufgefordert, dei Kosten der Unterkunft zu senken. Da Sie dieser Anforderung nicht nachgekommen sind kann ab dem 01.03.2015 gem. §§ 22 SGB II lediglich die angemessene Nettokaltmiete bei der Leisungsberechnung berücksichtigt werden."

Ich habe die ganze Zeit brav Wohnungsbewerbungen verschickt und Absagen gesammelt und dokumentiert und die Nachweise an die KdU-Stelle geschickt. Die haben noch vor 10 Tagen einen Meckerbrief geschickt, dass Ihnen die Dokumentation so nicht ausreicht und mir das erste Mal (meine erste Anfrage wurde ignoriert) genau aufgelistet, was sie von mir erwarten. Da hab ich dann noch Nachweise nachgeliefert und geschrieben, ab jetzt mach ich das eben noch mal anders und wie sie es wünschen.

Äh, ja. Nun.

Die Widerspruchsfrist für den vorläufigen Bescheid ist vorbei. Den endgültigen Bescheid gibt es erst in Monaten. Ich könnte die fehlenden Unterkunftskosten mit sehr viel Mühe vorstrecken - aber sollte und kann ich nicht jetzt sofort was tun? Ich les grad von Überprüfungsanträgen... schnall das aber noch nicht so ganz.

Danke für euren Rat
 

Seepferdchen 2010

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Hier noch mal dein Thread damit wir nicht wieder von vorne anfangen:

https://www.elo-forum.org/kdu-miete-untermiete/138873-kostensenkung-ausreichende-bemuehungen-traegt-kosten.html

Die haben noch vor 10 Tagen einen Meckerbrief geschickt, dass Ihnen die Dokumentation so nicht ausreicht
Was genau steht in diesem Schreiben?

meine erste Anfrage wurde ignoriert) genau aufgelistet, was sie von mir erwarten.
Hast du diese Anfrage belegbar versendet/eingereicht ?
Diesen Hinweis hast du im o.g. Thread bekommen.
 

gelibeh

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Ich les grad von Überprüfungsanträgen... schnall das aber noch nicht so ganz.
Die Begründungen sind identisch mit einem Widerspruch, nur dass Überprüfungsantrag drüber steht und die gebeten werden, den/die Bescheide noch mal zu überprüfen und Dir dann ein rechtsmittelfähiger Bescheid zugesandt wird.
Die haben dafür 6 Monate Zeit, lehnen die ab, dann kommt der Widerspruch.
Eventuell kann man einen Eilantrag beim Sozialgericht stellen. Oder Du holst Dir einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht und lässt das einen Anwalt machen.
 

kerstin2

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Was genau steht in diesem Schreiben?
.....................
Hast du diese Anfrage belegbar versendet/eingereicht ?
Diesen Hinweis hast du im o.g. Thread bekommen.
Ich versende immer per qualifiziertem Fax (simple-fax im Internet ist günstig und prima), ist also rechtlich belegbar.

Die Kürzung wurde schon im vorläufigen Bewilligungsbescheid am 16.12.14 beschlossen. Lange also bevor irgendjemand an meinen Nachweisen rumgemäkelt hat.

Im Schreiben von vor 2 Wochen steht, dass meine Nachweise so nicht anerkannt werden können. Dann stehen da 9 Punkte oder so, was als Nachweis gilt. Nirgendwo wird allerdings auf meine Fragen von vor 3 Monaten eingekangen. Denn ich such über immoscout, und dort bewerb ich mich dann wie gewünscht per email-Formular. Ich bekomme darauf aber eben fast nie eine Rückantwort. Ich habe dann die immo-Bestätigungsmails "Sie haben sich beworben" eingereicht. Das zählt also für die nicht.

Eine Tabelle mit Anrufterminen und Nennung der Ansprchpartner würde zählen. Leider aber wird oft bis meistens gar keine Telefonnummer angegeben oder es steht schon da: sehen Sie von Anrufen ab, bewerben Sie sich per Email...

Nächste Woche ist wieder ein "Wohnen mit Hartz 4"-Beratungstermin bei Mietern helfen Mietern, da geht ich dann mal hin. Und dann werd ich mich mal um einen Überprüfungsantrag kümmern.

Echt, nur Ärger...
 

kerstin2

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Oder Du holst Dir einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht und lässt das einen Anwalt machen.
Ach, hier in Hamburg gibt es doch nur die Öffentliche Rechtsberatung. Da muss ich morgens um 7 vor der Tür stehen, und mit Kind, das erst um 9 nen Kitaplatz hat, ist das echt ein Riesenaufwand. Und dann wartest du mit allen anderen bis zu 4 Stunden. Einmal bin ich auch wieder fortgeschickt worden, weil zu viele da waren.
Und glaub man nicht, dass die was schreiben oder so. Jedenfalls bei mir wegen der Steuergeschichte haben sie nix gemacht. Da gibts ne Beratung, ein paar Stichpunkte auf nem Zettel und dann schicken sie dich direkt zum Gericht, wo der EA aufgenommen werden kann.
 

gelibeh

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Konnte ich ja nicht wissen, dass DU aus HH kommst. Ja, die Öra kannst Du knicken.
 
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