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Kürzung bei Jobablehnung + Umzug?

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Habe heute im TV nen Bericht gesehen da ging es unter anderen um einen Mann welchem der Regelsatz gekürzt wurde
(Frage nebenbei.. die Strafkürzungen von 30%/60%/100% betreffen "nur" die 345EUR und nicht die Mietkosten ja?)
weil dieser welcher wohl in Köln wohnte ein Jobangebot ablehnte das in Düsseldorf war.

Er hätte also Umziehen müssen in eine Fremde Stadt wo er dann für 830eur/netto Gearbeitet hätte und eine Miete von mind. 400.-EUR gehabt hätte (also maximal 85eur/Monat über dem zum Leben notwendigsten Regelsatz abzgl. Fahrkosten und was sonst noch für die Stelle anfällt)

Aufgrund des geringen Lohns+nötigen Umzuges lehnte er diese Stelle ab und bekam eine Leistungskürzung.


Ist das denn so rechtens?

Wo kommen wir denn da hin ey?
Deutschland holt massig bedürftige aus anderen Ländern her bzw. kommen sie her und werden Finanziell unterstützt... gleichzeitig müssen aber Bürger des eigenen Landers umziehen für einen Job?
Und ich hab schon dinge gehört von wegen vorschläge man solle ins Ausland ... bekannter wurde vorgeschlagen vor 2 Jahren nach Disneyland zu fahren um da 1 Jahr zu Arbeiten (befristete Stelle) ...

Was soll das? ...

Bekommt man wirklich eine kürzung wenn man einen Job ablehnt (auch in einem Gespräch?) weil dieser einen Umzug beinhaltet und aufgrund der Lohnnebenkosten untragbar wäre?
Ich selbst möchte z.b. auch nicht umziehen, hab es sehr schwer Kontakte zu Knüpfen, aufgrund von Schulden müsste ich in einer Fremden Stadt dann auch ohne Telefon&Internet klarkommen und hätte somit jeglichen Kontakt verloren zu den Leuten die ich kenne.
Abgesehen davon das man sich mit nem neuen GV auseinandersetzen müsste...
 

Zwergenmama

Elo-User/in

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#2
Jobangebote im Ausland können nur freiwillig angenommen werden. Niemand kann Dich zwingen, Deutschland zu verlassen.

Jobangebote innerhalb Deutschland mußt Du, theoretisch, annehmen. Ich bezweifele allerdings, daß Dich der AG dann überhaupt haben will. Diese Vorschläge kommen vom Amt, müssen befolgt werden. Also brav Bewerbung schreiben. Sollte es zu einem Bewerbungsgespräch kommen, Fahrtkostenübernahme durch ARGE beantragen. Im Bewerbungsgespräch kommt dann automatisch die Umzugsproblematik zur Sprache.

Allerdings- Wenn Du nicht wirklich an einen Standort gebunden bist, z.B. durch Familie, dann kann ein Arbeitsplatz an einem anderen Ort auch durchaus eine Chance bedeuten.
Problematisch ist hierbei jedoch die doppelte Haushaltsführung in der Probezeit. Niemand kann alleine 2 Haushalte finanzieren, da hilft auch die Trennungsbeihilfe nicht weiter. Und einfach Wohnung kündigen, halte ich für riskant. Denn wenn man in der Probezeit den Job verliert, dann sitzt man plötzlich ganz alleine in einer fremden Stadt.

Diese Geschichte muß jeder für sich selbst abwägen.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#3
Ebend!

Ich selbst bin zwar nicht gebunden, habe "nur" Freunde und meine Oma hier in Berlin. Aber Psychisch würde mich das alle machen.
Abgesehen davon wär ich dann Telefon&Internetlos.

Und ja, man kann nicht gezwungen werden... man kann auch nicht gezwungen werden von Berlin nach Hannover umzuziehen, aber man kann ja vielleicht kürzungen bekommen...

Neben den Kosten für einen Umzug kämen ja auch die Renoveriungskosten für die diestehende Wohnung hinzu, Kautionskosten für eine neue Wohnung (ausser die stellen eine Unterkunft zum schlafen..toll....)

Und die 3 Monate Kündigungsfrist für die bestehende Wohnung.


Das mit der Probezeit denk ich mir aber auch.. bisher wurde ich immer genau zur beendigung der (geförderten) probezeit gekündigt....
Die eine Firma meinte auch zu mir "Sie können sich ja gerne in etwa 3 Monaten wieder bei uns Bewerben"... sagt doch alles oder...
 

Zwergenmama

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#4
Das kenne ich :hug: .
Und das schlimme ist, daß die Ämter mitspielen und Förderbeträge auszahlen.

Du kannst nicht zum Umzug gezwungen werden, aber zur Arbeitsaufnahme in einer anderen Stadt. Wie Du dies finanziell und psychisch schaffen sollst, interessiert niemanden.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#5
Also geht das tatsächlich...

Asozial sowas!

Es geht echt nur um Zahlen... da iss dann jemand mal 3 Monate nicht mehr Arbeitslos und wird letztendlich sicher eh wieder gefeuert weil er psychisch kaputt geht oder finanziell....

Und wenn die person Psychisch nicht klar kommt wird sie z.b. wegen Unzuverlässigkeit entlassen.. das hat zur Folge das sie eine Sperre bekommt.

So oder so bekäme man also eine Sperre.....entweder weil man ablehnt, oder weil man Mangels anständiger Arbeitsausführung entlassen wird...

Was sind denn das für Zustände, die sollen gefälligst Jobs vergeben die Physisch und Psychisch für die Leute geeignet sind, wo kommen wir denn da hin ey?
 
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