Kürzung bei Ein-Euro-Jobs trifft soziale Einrichtungen

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Kaleika

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Hamburg

Kürzung bei Ein-Euro-Jobs trifft soziale Einrichtungen

Das Diakonische Werk schlägt Alarm: Durch Kürzungen bei Ein-Euro-Jobs sind in Hamburg viele etablierte Einrichtungen hart getroffen. Wie NDR 90,3 berichtete, will die regionale Arbeitsgemeinschaft (Arge) mehr als 1.200 Brückenjobs weniger ausschreiben als bisher. Viele Anbieter, die zum Diakonischen Werk gehören, müssten deshalb Beschäftigte entlassen.
"Menschen nicht im Regen stehen lassen" (...)



https://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/eineurojobs100.html

Nee, die Menschen sollen mit ihren ausbeuterischen Ein-Euro-Jobs vom Regen in die Traufe kommen!

Hier wird irgend was nicht verstanden: nicht die Ein-Euro-Jobber fehlen.sondern die Angebote, die Jobs anständig und sozialversicherungspflichtig zu bezahlen!

Kaleika
 

Arania

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Ach wie schade, das die dann fehlen, dann müssen doch glatt wieder Leute zu einem Gehalt eingestellt werden, als das die Arbeit umsonst gemacht wird, das kann ich nicht bedauern

Ich bedaure nur das trotzdem dann keiner eingestellt werden wird und die Leute in den Heimen etc. darunter leiden werden
 

claudiak

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Denen geht es doch nur darum, vom Staat (von uns allen Steuerzahlern) die Kohle abzugreifen. Für mich sind diese Einrichtungen und alle Großunternehmer die Menschen nur ausbeuten die wahren Schmarotzer in D. Die es wieder ausbaden müssen, sind die Schulkinder, Alten usw. Leider:icon_sad:
 

Drueckebergerin

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Ich hab jetzt nicht mehr so den Wortlaut vor mir.... Martin schrieb mal ungefähr.....
wenn ein 1-€-Job nicht gemacht wird, macht es auch nichts....
Jetzt kommen endlich die ganzen Betrügereien und der Mißbrauch der mit 1-€-Jobs betrieben wird ans Licht und das ist auch gut so !
 

ela1953

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Ach wie schade, das die dann fehlen, dann müssen doch glatt wieder Leute zu einem Gehalt eingestellt werden, als das die Arbeit umsonst gemacht wird, das kann ich nicht bedauern

Ich bedaure nur das trotzdem dann keiner eingestellt werden wird und die Leute in den Heimen etc. darunter leiden werden


So steht es ja auch in dem Artikel. Es können keine Köche eingestellt werden, also wird die Schulkantine geschlossen werden......

Das Diakonische Werk schlägt Alarm: Durch Kürzungen bei Ein-Euro-Jobs sind in Hamburg viele etablierte Einrichtungen hart getroffen. Wie NDR 90,3 berichtete, will die regionale Arbeitsgemeinschaft (Arge) mehr als 1.200 Brückenjobs weniger ausschreiben als bisher. Viele Anbieter, die zum Diakonischen Werk gehören, müssten deshalb Beschäftigte entlassen.
"Menschen nicht im Regen stehen lassen"

Heftig trifft die Kürzung nach Angaben vom Gabi Brasch vom Diakonischen Werk Hamburg zum Beispiel die Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg. Sie müsste ihr Angebot um mehr als 70 Prozent einschränken. Brasch forderte, die Beschäftigten und Träger nicht im Regen stehen zu lassen. Die Kürzungen machten nur dann einen Sinn, wenn sie durch andere, sinnvolle Maßnahmen wie eine Qualifizierung ersetzt würden.
Schulkantine vor der Schließung?

Betroffen ist auch die Schul- und Stadtteilkantine "Slomans" auf der Elbinsel Veddel: Dort dürften künftig nur noch Servicekräfte arbeiten, aber keine Köche mehr, sagte Gudrun Stefaniak von der Passage GmbH, die die Kantine betreibt. Wie das Essen dann noch zubereitet werden soll, ist ihr schleierhaft: "Wir müssten die Kantine, die vor allem von der Schule Slomanstieg genutzt wird, schließen." Auch die Hausbetreuer, die sich in Kirchdorf-Süd um die Anliegen der Anwohner kümmern, könnten nicht mehr beschäftigt werden, sagte Stefaniak.
Die sogenannten Ein-Euro-Jobs werden an Langzeitarbeitslose vergeben, um sie wieder an das Arbeitsleben heranzuführen. Sie erhalten für ihre Tätigkeit eine geringe Aufwandsentschädigung.
Das Diakonische Werk schlägt Alarm: Durch Kürzungen bei Ein-Euro-Jobs sind in Hamburg viele etablierte Einrichtungen hart getroffen. Wie NDR 90,3 berichtete, will die regionale Arbeitsgemeinschaft (Arge) mehr als 1.200 Brückenjobs weniger ausschreiben als bisher. Viele Anbieter, die zum Diakonischen Werk gehören, müssten deshalb Beschäftigte entlassen.
"Menschen nicht im Regen stehen lassen"

Heftig trifft die Kürzung nach Angaben vom Gabi Brasch vom Diakonischen Werk Hamburg zum Beispiel die Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg. Sie müsste ihr Angebot um mehr als 70 Prozent einschränken. Brasch forderte, die Beschäftigten und Träger nicht im Regen stehen zu lassen. Die Kürzungen machten nur dann einen Sinn, wenn sie durch andere, sinnvolle Maßnahmen wie eine Qualifizierung ersetzt würden.
 
E

ExitUser

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Ich weiß nicht, was Ihr wollt. Durch Westerwelles Bürgergeld + Bürgerarbeit werden diese Jobs bald von uns zum Nulltarif gemacht, wenn wir uns nicht dagegen wehren.
 

Kikaka

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.
..will die regionale Arbeitsgemeinschaft (Arge) mehr als 1.200 Brückenjobs weniger ausschreiben als bisher. Viele Anbieter, die zum Diakonischen Werk gehören, müssten deshalb Beschäftigte entlassen
.

- Die genaue Zahl kenne Ich nicht, jedenfalls sind es zig-tausende Ein-Euro-Jobs bei den Kirchlichen und Wohlfahrtsverbänden
- Ein gezielter Rammstoß in die Struktur oder nur ein peripheres Vorkommnis ?
- Die Arge wird kaum eigenmächtig Entscheidungen dieser Dimension treffen, wer zieht die Fäden hinter den Kulissen ?
- Wird die Ankündigung mit den Ein-Euro-Jobs Schluß zu machen endlich in die Tat umgesetzt ?
- Und dann die Gretchenfrage : Was käme danach ? Schnell taucht das Gespenst der Bürger( zwangs )Arbeit wieder auf.

Die Kürzungen machten nur dann einen Sinn, wenn sie durch andere, sinnvolle Maßnahmen wie eine Qualifizierung ersetzt würden.
- Da wäre Ich eher für Pulverisierung dieser Maßnahmeträger
 

katzenfreund

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nightangel

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Warum jammern die denn? 1€ Jobs waren doch angeblich zusätzlich, also Jobs die garnicht oder eben in diesem Umfang, in einer gewissen Zeit nicht gemacht worden wären. Also fehlt denen doch eigtl. garnichts. Diese jobs wären doch ohne 1€ Jobber auch nicht gemacht worden, die gäbs doch angeblich dann garnicht. :icon_party:

Kann es sein das die nun Angst kriegen das endlich auffällt das der ganze Mist nicht rechtens war und die 1€ Jobber statt reguläre Arbeitnehmer eingesetzt wurden? Geschieht ihnen recht. :icon_klatsch:
 

twaini

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"Brückenjobs"

Das ich nicht lache,aber definieren kann man es ja mal....denn eien Brücke bringt uns ja alle irgendwo hin,aber wo bringt uns denn ein solcher Brückenjob hin?

Richtig.........in den nächsten Brückenjob..........sry ich kann da rein gar nichts bedauern eher dafür Plädieren und zwar für die komplette Abschaffung solcher Jobbs gibt eh viel zu viele die es machen damit sie ruhe vor der Arge haben oder ein wenig mehr Geld in der Tasche haben/brauchen.

Soll das Diakonische Werk was so eifrig Alarm schlägt mal präsentieren wieviele dieser so genannten Brücken- / ein Euro Jobber sie schon in feste Vollzeit Arbeitsverhältnisse übernommen haben.


gruss
 

tunga

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Die sogenannten Ein-Euro-Jobs werden an Langzeitarbeitslose vergeben, um sie wieder an das Arbeitsleben heranzuführen. Sie erhalten für ihre Tätigkeit eine geringe Aufwandsentschädigung.

Hört sich ja fast an wie das das ohne die bekannten Zwänge und Probleme geht....:icon_kinn:
 

kleine

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Was meint ihr? Können oder wollen die Einrichtungen ihre Mitarbeiter nicht bezahlen? :icon_kotz:
 
F

FrankyBoy

Gast
Was meint ihr? Können oder wollen die Einrichtungen ihre Mitarbeiter nicht bezahlen? :icon_kotz:
Hartz IV hat das gesamte Gefüge von Löhnen und Gehälter völlig ad absurdum geführt denn die 1,-- € Jobber kämpfen um die gleichen Kunden wie die, dich ich als Gäste begrüßen darf - bei mir, 200 Meter weiter in der Schulkantine schmieren 1,-- € Jobber Brötchen etc. und wenn ich welche anbiete darf ich die mit "regulärem Personal" herstellen und verkaufen und bekomme keine 300,-- € je Kraft zusätzlich.

Tja, die 1,-- € Jobber erhalten viel weniger als die Maßnahmeträger und können so ihrerseits keine Nachfrage generieren so dass sich Schrödlings Katze erst einmal selber in den Schwanz beißt bevor sie dann mit einer gewissen Warscheinlichkeit getötet wird.

Wie man so von "Sozialer Marktwirtschaft" reden bzw. schreiben kann entzieht sich meinem, durchaus vorhandenem Vorstellungsvermögen!

Tja, ob die nicht wollen oder nicht können ist da schon schwieriger zu beantworten - sowohl der Diakonie als auch dem Carritasverband laufen immer mehr Mitglieder fort weil sich immer mehr Menschen, oftmals auch notgedrungen, aus den Kirchen austreten nur wie das jeweils genau aus sieht, kann ich nicht sagen.

Fakt ist aber, das wir gerade die asozialste Marktwirtschaft erleben, die unsere Republik je erleben durfte und der nächste Schritt, dieses Bürgergeld, wird diese Zustände noch verschlimmern - was sind denn das für Zustände, wenn der Bäcker um die Ecke mit normalen Angestellten kalkulieren muss während die Schulmensen, Carritas-Suppenküchen oder Großküchen der Diakonie mit 1,-- € Jobbern versorgt werden, für die auch noch Gelder erhalten, um diese Mitarbeiter zu beschäftigen.

Hier sollte schnellstens der Begriff asoziale Marktwirtschaft eingeführt werden, weil es eben die Warheit ist und ich finde es schon komisch, warum 1,-- € Jobber nicht nach Tarif entlohnt werden, denn hier wird ja gerade sichtbar, wie wichtig die mittlerweile sind - 2,5 Monate bis 2010 - so hat sich Gerhard Schröder also das Ergebnis seiner Agenda vorgestellt?

Ich bin beeindruckt wie asozial diese Zustände geworden sind - ein Stammgast von mir schmiert seit gestern ebenefalls Brötchen in einer Kantine als 1,-- € Jobber - das hat doch nichts mehr mit sozialer Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards zu tun sondern ist reinstes Asozialentum!

Was die Lobby und Hartz IV angerichtet haben könnt ihr hier verfolgen: https://www.boeckler.de/pdf/impuls_2008_14_1.pdf

Der durchschnittliche Reallohnanstieg in Europa fiel im
vergangenen Jahr mit 0,5 Prozent recht niedrig aus. Das hatte
vor allem einen Grund: In Deutschland schrumpften die
realen Löhne um 1,1 Prozent – obwohl die größte Volkswirtschaft
Europas solide wuchs. Die Daten für 2007 zeigten
die „lohnpolitische Sonderstellung Deutschlands besonders
prononciert“, schreibt Tarifexperte Thorsten Schulten im
neuen Europäischen Tarifbericht desWSI.* Diese Sonderrolle
bestätigt auch der längerfristige Vergleich: Seit der Jahrtausendwende
stagnieren die Reallöhne in Deutschland,
während es im gleichen Zeitraum in den meisten EU-Ländern
ein klares Plus gab
 

Bestagers

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Was meint ihr? Können oder wollen die Einrichtungen ihre Mitarbeiter nicht bezahlen? :icon_kotz:

@Kleine

Während unserem kostenlosen Einsatz wurden in diesem Verein permanent Leute eingestellt (Vermutung: Förderscheck).

Das Geld wäre aber auch ohne Zuschüsse vorhanden gewesen.
Niemand ist so "Reich" wie die....

Aber warum soll man das "Eigene" ausgeben?

@Kalaika

Wir haben versucht Öffentlichkeit zu schaffen. Weder TV noch Presse wollten sich "trauen".

Selbst als wir Unterstützung (2007/2008/2009) der Linken baten - taube Ohren.

Es gibt viel zu viele, die daran interessiert sind, dass solche Dinge nicht an die Öffentlichkeit dringen. Ausserdem legt sich niemand mit der ach so reichen .... an!

LG
 
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