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Kündigungsschreiben - Datum völlig falsch?

Hemdale

Neu hier...
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Hallo,

hatte einen Arbeitsvertrag der ab dem 01.07.14 ging. Am 02.07.14 wurde mir telefonisch mitgeteilt, dass ich gekündigt bin und nicht mehr zur Arbeit erscheinen muss (war mir egal, da ich eh schon was anderes habe), aber die Daten stimmen nicht. Daraufhin hatte ich diesen Nasen mitgeteilt, dass das Datum usw... nicht stimmen, aber sie beharrren darauf und es gibt nichts anderes ... hatte schon 1000x gesagt, dass das nicht stimmt.

Hier ein Auszug ...

Was ist nun zu tun, wenn sich der Ex-Arbeitgeber weigert, die richtige Kündigung auszustellen? Keine Ahnung, wie die auf den 25.06 kommen, wenn mein erster Arbeitstag der 01.07. war ...

Irgendwie stimmt da gar nichts.

Hilfe wäre sehr nett, danke.

Gruß

Hemdale
 

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Fritz Fleißig

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Ein fälschlich zu kurz angegebener und damit unzulässiger Kündigungstermin ist letztlich egal. Es muß die gesetzliche oder tariflich vereinbarte Kündigungsfrist eingehalten werden. Wenn die genannte Frist zu kurz ist, wird das üblicherweise als Kündigung zum nächstmöglichen zulässigen Termin ausgelegt.

Die gesetzliche Frist für eine Probezeitkündigung sind zwei Wochen zu jedem beliebigen Schlußtermin. Das kann durch Tarifvertrag anders geregelt werden.

Weiterhin läuft die Frist erst ab dem Tag, an dem dir ein eigenhändig von einem dazu Berechtigten unterzeichnetes Kündigungsschreiben zugegangen ist. Mündliche Kündigungsmitteilungen sind ohne Bedeutung.

Rechne dir das korrekte Datum aus und teile der Firma dann schriftlich (am besten mit Zugangsnachweis) mit, daß du die Kündigung erhalten hast, sie entsprechend der zulässigen Frist als eine solche zum ... ansiehst und solange der Firma natürlich zur Arbeitsleistung zur Verfügung stehst. Bis dahin muß dich die Firma selbstverständlich auch bezahlen, egal ob sie Arbeit für dich hat oder nicht.

Die Arbeitsagentur würde ich sicherheitshalber schon jetzt benachrichten.
 

Ginsu

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Gibts 'nen schriftlichen Arbeitsvertrag in dem das Einstellungsdatum steht ?
 

Hemdale

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Leider ist hier nichts "egal" ...

Wenn der schriftliche Arbeitsvertrag den Arbeitsbeginn am 01.07. vorsieht, dann ist daran nichts zu rütteln. Wenn ich nun am 01.07. auch da war und den Arbeitstag beendet habe, der Chef zu mir "bis morgen" sagt und mir dann dennoch am 02.07. telefonisch mitteilt, dass ich nicht mehr kommen soll, dann ist hier Einiges im Argen ... aber das Beste kommt ja noch ...

Bitte einfach mal lesen, was ich extra noch angefügt habe und das war ein Auszug der originalen Kündigung. Dort steht, dass das Arbeitsverhältnis vom 01.07. am 25.06. gekündigt wird ... klingelt es jetzt? Ich hoffe doch ... denn wie kann das Arbeitsverhältnis vom 01.07. ne Woche vorher am 25.06. gekündigt werden, wenn der Arbeitsvertrag erst am 30.06. unterschrieben wurde ... Ich hoffe es leuchtet nun ein, worauf ich hinaus will?

Ausserdem bekam ich bis einschließlich den 30.06. noch Alg1, da ich ja ab dem 01.07. ne Anstellung und nen Arbeitsvertrag hatte.

Warum sind diese Leute meines Ex-Arbeitgebers völlig unfähig und schreiben die Kündigung richtigerweise nicht vom 02.07. mit den anschließenden 14 Tagen Frist? Warum muss ich als Arbeitnehmer hinter der "richtigen" Kündigung hinterherlaufen? Was ist das für ein Kasperltheater? Ich hatte denen mehrere Male mitgeteilt, dass das nicht stimmt und alles was ich bekam war "das passt so".

Sind diese Leute blind oder einfach nur völlig verblödet? Wie kann man eine Kündigung noch vor dem eigentlich Arbeitsbeginn zurückdatieren, als man noch gar nicht gearbeitet hatte ... und dann soll das so stimmen? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wenn das stimmen sollte, lasse ich mich in die Klapsmühle zwangseinweisen ... denn dann zweifle ich an dieser Welt.

Ab dem 02.07. bekäme ich noch für ein paar Tage Krankengeld von der Krankenkasse, aber die brauchen die Kündigung ... und zwar mit dem richtigen Datum. Aber der Ex-A****l***geber weigert sich. Er hätte im Endeffekt eh nichts damit zu tun, da die Krankenkasse ja übernimmt. Es geht doch nur um das richtige Datum der Kündigung!

Da bleibt wohl nur wieder das Arbeitsgericht ... als wenn man nicht andere Probleme hätte ...:icon_neutral:
 

KARLderWEHRER

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Hallo Hemdale,

wie wurde die Kündigung zugstellt?! Kann der Arbeitgeber beweisen, zu welchem Zeitpunkt du die Kündigung erhalten hast?!

Hier könnte sich u. U. eine (Kündigungsschutz-)Klage mit dem Begehren festzustellen, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgehoben ist, sondern weiterhin fortbesteht lohnen.

Schau auch mal bitte in deinen Arbeitsvertrag rein. Dort kann u. U. die Klausel aufgenommen sein, dass das Arbeitsverhältnis nicht vor Beginn der Aufnahme der Tätigkeit gekündigt werden kann.

Gruß
KdW
 
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Ausserdem bekam ich bis einschließlich den 30.06. noch Alg1, da ich ja ab dem 01.07. ne Anstellung und nen Arbeitsvertrag hatte.



Ab dem 02.07. bekäme ich noch für ein paar Tage Krankengeld von der Krankenkasse, aber die brauchen die Kündigung ... und zwar mit dem richtigen Datum.
Ja was denn nun??? :icon_kinn:
 

Fritz Fleißig

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@Hemdale

Die offensichtliche Unfähigkeit deines früheren Arbeitgebers kann ich dir nicht erklären, da mußt du schon selber nach den Gründen suchen. Aber es ist in der Tat egal, wenn eine zu kurze Frist in einem Kündigungsschreiben steht. Das war hier schon richtig dargestellt.

Ein Arbeitsverhältnis kann nicht durch einen Anruf gekündigt werden. Es muß hierzu eine korrekte schriftliche Kündigung zugehen. Wenn die dort genannte Frist zu kurz ist, gilt sie als Kündigung zum nächsten zulässigen Termin.

Sollte dir also beispielsweise die schriftliche Kündigung am 2. Juli zugegangen sein, endet dein Arbeitsverhältnis am 16. Juli und nicht früher. Solange kannst du auch Lohn beanspruchen. Wenn der Arbeitgeber dich in dieser Zeit freistellt, ist dies seine Sache und ändert am Lohnanspruch nichts.
 

Caso

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Warum sind diese Leute meines Ex-Arbeitgebers völlig unfähig und schreiben die Kündigung richtigerweise nicht vom 02.07. mit den anschließenden 14 Tagen Frist? Warum muss ich als Arbeitnehmer hinter der "richtigen" Kündigung hinterherlaufen? Was ist das für ein Kasperltheater? Ich hatte denen mehrere Male mitgeteilt, dass das nicht stimmt und alles was ich bekam war "das passt so".
Sind diese Leute blind oder einfach nur völlig verblödet? Wie kann man eine Kündigung noch vor dem eigentlich Arbeitsbeginn zurückdatieren, als man noch gar nicht gearbeitet hatte ... und dann soll das so stimmen? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wenn das stimmen sollte, lasse ich mich in die Klapsmühle zwangseinweisen ... denn dann zweifle ich an dieser Welt.

Da bleibt wohl nur wieder das Arbeitsgericht ... als wenn man nicht andere Probleme hätte ...:icon_neutral:
Diese Fragen kann ich dir nicht beantworten, aber ich rate dir:
Statt denen es 1000x zu sagen, machs doch einfach schriftlich.
Und zwar sachlich.
Vielleicht brauchen die nen *Zettel* auf dem Tisch und nichts zwischen Tür und Angel gesagtes.
Eigenartig isses aber schon, daß du am 30.6. den Vertrag unterschreibst und schon am 2.7 nicht mehr gewünscht bist?

Dein AG soll dir also bitte schriftlich und wirksam kündigen.

Heute ist doch erst der 9. Also kannst du noch gar nicht so lange mit dem EX-AG rumzetern.
Das geht manchmal monatelang hin und her.

Machs Schriftlich. Und nachweisbar.
 

Claus.

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Das ist keine Unfähigkeit, das ist vollste Absicht.

Die unterstellen einfach, daß der Arbeitsvertrag bereits vor dem 25.06. unterschrieben worden wäre. Nun träumen die evtl. davon, daß der Arbeitsvertrag als nicht zustande gekommen gelten könnte, wenn er vor dem festgelegten Arbeitsbeginn wieder gekündigt werden würde. Kann sein daß das auch stimmen würde.

Aber es ist trotzdem so oder so ein gültiger Arbeitsvertrag zustande gekommen, wenn auch evtl. nicht der ursprüngliche, sondern ein stillschweigender bzw. mündlicher Vertrag. Denn die haben dich am 01.07. arbeiten lassen. Ohne wie auch immer gearteten Arbeitsvertrag hätten die dich sonst wenige Minuten nach Arbeitsbeginn vor die Tür setzen müssen.

Daß die nun auch den 01.07. nicht zahlen wollen durch ihre Trickserei, erscheint mir zudem als äußerst warscheinlich.

Die Kündigungsfrist dürfte vermutlich auch nicht einfach 14 Tage betragen, sondern 2 Wochen zum 15.ten oder zum letzten den Monats.

Ab aufs Arbeitsgericht, 2 Wochen-Frist beachten!
 

Fritz Fleißig

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Die unterstellen einfach, daß der Arbeitsvertrag bereits vor dem 25.06. unterschrieben worden wäre. Nun träumen die evtl. davon, daß der Arbeitsvertrag als nicht zustande gekommen gelten könnte, wenn er vor dem festgelegten Arbeitsbeginn wieder gekündigt werden würde. Kann sein daß das auch stimmen würde.
Bei einer vor Beginn des Arbeitsvertrages ausgesprochenen Kündigung gelten ebenfalls die allgemeinen Kündigungsregeln und vor allem die Kündigungsfristen. Und natürlich muß der kündigende Arbeitgeber den Tag des tatsächlichen Zugangs der schriftlichen Kündigung nachweisen (Empfangsquittung oder Zustellbeleg eines Einschreibbriefes).

Aber es ist trotzdem so oder so ein gültiger Arbeitsvertrag zustande gekommen, wenn auch evtl. nicht der ursprüngliche, sondern ein stillschweigender bzw. mündlicher Vertrag. Denn die haben dich am 01.07. arbeiten lassen. Ohne wie auch immer gearteten Arbeitsvertrag hätten die dich sonst wenige Minuten nach Arbeitsbeginn vor die Tür setzen müssen.
Das sowieso.

Die Kündigungsfrist dürfte vermutlich auch nicht einfach 14 Tage betragen, sondern 2 Wochen zum 15.ten oder zum letzten den Monats.
In einer vereinbarten Probezeit beträgt die gesetzliche Frist zwei Wochen zu jedem beliebigen Termin, nicht nur zum 15. oder Letzten eines Monats (§ 622 Abs. 3 BGB).

Ab aufs Arbeitsgericht, 2 Wochen-Frist beachten!
Frist für Kündigungsschutzklage ist drei Wochen ab Erhalt der Kündigung.
 
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