Kündigungsfrist bei Minijob wenn ARGE auffordert (1 Betrachter)

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Master of Desaster

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Theoretische Frage:

Gesetzt der Fall, die ARGE will jemanden in eine Maßnahme schicken der einen Minijob ausübt. Hat der Betreffende dann gegenüber dem Arbeitgebr bei der Kündigung nicht auch Fristen einzuhalten, welche die ARGE berücksichtigen muß?
 

Purzelina

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Natürlich sind die vereinbarten Kündigungsfristen einzuhalten, natürlich kündigt man keinen Minijob auf dem ersten Arbeitsmarkt nur um an einer Sinnlosmaßnahme teilzunehmen.

Wenn schon, dann sind Maßnahme und Minijob zu koordinieren, der Maßnahmeträger hat sich dabei nach den Arbeitszeiten des Minijobs zu richten.
 

ZynHH

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Ja, natürlich.

Ausserdem, bist du verpflichtet, deine Bedürftigkeit zu verringern, das hast du mit dem Minijob getan. Ich bezweifle, das die Maßnahme vor deiner Pflicht zur Verringerung der Bedürftigkeit liegt und die Kündigung gefordert werden darf, nicht das du hinterher eine Sanktion bekommst weil du gekündigt hast..... Trau schau wem....also auf jedenfall die Forderung nach Kündigung schriftlich geben lassen.
 

Master of Desaster

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Thx@all erst mal.
Doch scheints mir, ist mir bei der Fragestellung ein kleiner Fehler unterlaufen, odee einige von Euch machen den. Es handelt sich hier um einen anrechnungsfreien Minijob (100 Euro) und nicht um einen 400-€-Job.

Wie siehst hier aus?
Meiner Meinung nach sollte hier auch eine Kündigungsfrist (wie lange) eingehalten werden? Denn auch hier handelt es sich um einen Vertrag. Und die ARGEN fordern ja stets, dass man sich abrbeitsmarktkonform zu verhalten hat.
 

wommi

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Thx@all erst mal.
Doch scheints mir, ist mir bei der Fragestellung ein kleiner Fehler unterlaufen, odee einige von Euch machen den. Es handelt sich hier um einen anrechnungsfreien Minijob (100 Euro) und nicht um einen 400-€-Job.

Wie siehst hier aus?
Meiner Meinung nach sollte hier auch eine Kündigungsfrist (wie lange) eingehalten werden? Denn auch hier handelt es sich um einen Vertrag. Und die ARGEN fordern ja stets, dass man sich abrbeitsmarktkonform zu verhalten hat.
Ein Minijob ist ein 400-Euro-Job !!!
Fast jeder 400-Euro-Jobber bekommt doch weniger als 400,-- ausbezahlt !
 

Purzelina

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Thx@all erst mal.
Doch scheints mir, ist mir bei der Fragestellung ein kleiner Fehler unterlaufen, odee einige von Euch machen den. Es handelt sich hier um einen anrechnungsfreien Minijob (100 Euro) und nicht um einen 400-€-Job.

Wie siehst hier aus?
Meiner Meinung nach sollte hier auch eine Kündigungsfrist (wie lange) eingehalten werden? Denn auch hier handelt es sich um einen Vertrag. Und die ARGEN fordern ja stets, dass man sich abrbeitsmarktkonform zu verhalten hat.
Da sieht es genauso aus, auch das ist ein Job auf dem 1. Arbeitsmarkt mit Kündigungsfristen.

Da man aber bei einem 100 € sicher offiziell nur sehr wenige Stunden im Monat arbeitet, sollte die Koordination mit einer Maßnahme doch relativ problemlos sein.
 

alvis123

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Thx@all erst mal.
Doch scheints mir, ist mir bei der Fragestellung ein kleiner Fehler unterlaufen, odee einige von Euch machen den. Es handelt sich hier um einen anrechnungsfreien Minijob (100 Euro) und nicht um einen 400-€-Job.

Wie siehst hier aus?
Meiner Meinung nach sollte hier auch eine Kündigungsfrist (wie lange) eingehalten werden? Denn auch hier handelt es sich um einen Vertrag. Und die ARGEN fordern ja stets, dass man sich abrbeitsmarktkonform zu verhalten hat.
Hi...

...auch ich hab einen Minijob, der selten mehr als 100 €/Monat einbringt. Das ist nichts unrechtes und auch nichts, weswegen man sich schämen müsste.:icon_twisted:

Dennoch resultiert diese Einnahme aus einem Vertrag und Du bist verpflichtet, diesen einzuhalten. Dies hast Du auch dem Jobcenter kundzutun. Da mein Einkommen monatlich unterschiedlich ist, muss ich für jeden Monat eine Einkommensbescheinigung abgeben; dies schon jahrelang.:icon_party:

Letztes Jahr sollte ich nun eine Massnahme per VA mitmachen, aber der VA wurde dann doch auf Druck vom SG zurückgenommen. Die Frage nach Schadenersatz durch das Jobcenter erübrigte sich dadurch für mich.:biggrin:

MfG
 

Master of Desaster

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Da man aber bei einem 100 € sicher offiziell nur sehr wenige Stunden im Monat arbeitet, sollte die Koordination mit einer Maßnahme doch relativ problemlos sein.
Vielleicht weil die Zeiten sich gegenüberstehen, und man entweder nur das eine o. das andere zu einer bestimmten Zeit tun kann?

Im Übrigen Danke an alle anderen
 

Purzelina

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Die Maßnahmen für Minijobber werden extra so eingerichtet, dass die Teilnehmer für ihrem Minijob die Maßnahme verlassen können.
 

pinguin

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Vielleicht weil die Zeiten sich gegenüberstehen, und man entweder nur das eine o. das andere zu einer bestimmten Zeit tun kann?
Ich sage' mal so, daß ein gemeldeter Job in jedem Falle Vorrang hat. Alles, was das Amt wünscht, hat sich an den Belangen dieses Jobs auszurichten. Und wenn etwas dann halt amtsseitig nicht funzt, dann funzt es eben nicht.

In jedem Falle sollte sich jeder HE schwer hüten, einen Job zu kündigen, nur weil das Amt das möchte; einzigster Ausweg, ob für das Amt gangbar oder nicht, ist hier eine klare Schadensersatzreglung für den Fall der Fälle, die u.a. darin bestehen sollte, als daß das Amt zeitlich unbefristet den bisher erzielten Lohn mitbezahlt. Denn warum, bitteschön, sollte man sich für den Fall der Fälle hernach schlechter stellen lassen?
 

deepsleeper

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Bezüglich den Maßnahmezeiten, die extra und speziell Minijobinhabern eine Teilnahme ermöglichen sollen::icon_evil:
Es soll auch Minijobs geben, bei denen die Arbeitszeiten nicht festgelegt sind und Arbeiten auf Zuruf bzw. Anruf auszuführen sind. Da der Minijobinhaber dann nicht absehen kann, wann er bei wechselzeitigen Arbeitsaufträgen eingesetzt wird, kann auch keine noch so variabel gestaltete Maßnahmezeit eingehalten werden.

Das ist dann aber das Problem des JC.

Soll der Minijob zugunsten der Maßnahme gekündigt werden, greift wieder die Argumentation mit der Verringerung der Hilfebedürftigkeit, idealerweise, wenn auch noch ein Anrechnungsbetrag, sei er auch noch so klein, entstanden ist.
 

Purzelina

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Es soll auch Minijobs geben, bei denen die Arbeitszeiten nicht festgelegt sind und Arbeiten auf Zuruf bzw. Anruf auszuführen sind. Da der Minijobinhaber dann nicht absehen kann, wann er bei wechselzeitigen Arbeitsaufträgen eingesetzt wird, kann auch keine noch so variabel gestaltete Maßnahmezeit eingehalten werden.
Bei 100 € im Monat kann der Abruf ja nur relativ selten erfolgen. :icon_twisted: Und für diese kurze Zeit darf man sich dann aus der Maßnahme verabschieden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Es kommt nicht darauf an wieviel man im Minijob verdient, da der AG immer eine Sozialversicherungspauschale abführen muss. Dadurch kann das JC niemanden zu einer Kündigung zwingen, da sie dadurch die Sozialeinnahmen des Staates verringern würden. Auch hat ein Minijob immer Vorrang vor einer Maßnahme, so das der Träger ihn für die Zeiten frei zu stellen hat.
 
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