Kündigung zur Vermeidung gesundheitlicher Gefährdung

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

monique38

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
4 März 2009
Beiträge
6
Bewertungen
0
Hallo.

Ich war jetzt vorgestern bei der Begutachtung einem Psychiater, der vom Medizinischen Dienst der Krankenkasse beauftragt wurde.

Die Sache hat ca. 25 minunten gedauert und ich habe ihm die Unterlagen von meinem Hausarzt, sprich Befunde, wie 2x Krankenhausbefunde (da wegen starken Beschwerden Notfallmäßig nachts hinmusste und 1x tagsüber), Befund von Neurologin, von Mutter-Kind-Kur, vom Hausarzt Blutwerte usw. Von meiner derzeitigen Psychologin hatte ich nichts dabei, da ich dort erst seit ca. 2 Monaten bin, aber das wissen die ja auch.

Ich habe über meine derzeitigen Beschwerden erzählt, wie oft ich sie habe und das meine Migräneleiden mittlerweile wöchentlich sind. Das ich einen Kalender führe in dem ich eintrage wann ich die Beschwerden habe und welche Medikamente ich einnehmen muss (und meine Leberwerte sind mittlerweile auch angestiegen- das war bei mir noch nie der Fall gewesen) und so alt bin ich ja auch noch nicht, 38!

Wenn das so weiter läuft mit meinen Beschwerden, und ich ständig dann diese Triptane einnehmen muss und Anti-depressiva, dann schade ich nur noch mehr der Leber u. evtl. anderen Organen.

Mir wurde von ihm empfohlen, eine "KÜNDIGUNG ZUR VERMEIDUNG GESUNDHEITLICHER GEFÄHRDUNG" ZU SCHREIBEN UND DER HAUSARZT SOLL MIR DARÜBER EIN ATTEST AUSSTELLEN- UM DIESEN ARBEITSPLATZ ZU BEENDEN.
So das ich dann keine Sperre vom Arbeitsamt erhalte???

Ich sehe eigentlich für mich nur 2 Wege: entweder wieder gesund werden (so schnell wie möglich, was ich ja nicht so beeinflussen kann) oder krank arbeiten :icon_sad:

Ich habe vieles selber schon versucht um den Beschwerden entgegenzuwirken, wie Akkupunktur, Homöopathie, uvm., die Ärzte haben mich komplett durchgecheckt und jetzt ist es erstmal so das die nette Krankenkasse nur bis zum 31.01.09 Krankengeld gezahlt hat, seit 07.12.08 habe ich Krankengeld erhalten, und halt ALG 2 Zuschuss Anteil.

Jetzt habe ich die Gutachtersache hinter mir, und ich habe auch dem Arbeitsamt bisher jede krankenmeldung eingereicht und ebenso das schreiben das die Krankenkasse erstmal nur bis zum 31.01.09 gezahlt hat.

Jetzt weiß ich nicht wie es weiter laufen wird. Von alleine melden die sich sowieso nicht.

Mir geht es psychisch sehr schlecht; als ob ich aus Spaß krank machen würde. Lieber gehe ich den ganzen Tag schuften, als diese Beschwerden zu haben.

Ich habe mit meinem Arzt auch schon über eine Schmerzklinik gesprochen, aber im Moment muss ich jetzt erstmal schauen, wie das mit dem Gutachter jetzt ausgehen wird und was die Krankenkasse dazu meint.

Ein Stress von dem man seelisch nur noch kranker wird:icon_kotz:

Sobald ich einen Job finden sollte, was ja auch nicht gerade einfach ist heutzutage, werde ich wieder einsteigen und dann bin ich wieder krank und muss nach Hause, dass ist so sinnlos alles.

Ich hoffe bloß dass die Krankenkasse weiterzahlt und wenn nicht, wie läuft das dann über das Arbeitsamt, wenn Kündigung zur Vermeidung gesundheitlicher Gefährdung mit Attest vom Arzt dort schrifltich angekomen ist? Erhalt ALG2 Zuschuss- Arbeitgeber kündigt mir auch nicht.

Meine Fall-Managerin ist auch nicht die tollste, hatte wegen Ihr schon mal eine Sperre v. 3 Monaten erhalten, da ich im Call-Center Outbound nicht mehr mit der Arbeit klar kam, erstmal die weite Fahrt die ich bis dahin hatte, dann der Std.-Lohn von 6,-Eu plus die Beschwerden die ich dabei hatte, wollte Sie aber nicht verstehen. Die Arbeit war für mich und auch für andere wie ich mitbekommen hatte, perspektivlos, frustrierend, unter Druck mit der Angst gekündigt zu bekommen, wenn keine guten Abschlüsse erfolgt werden, und teils war es kalt-Acquise, bei Unternehmen wie Apotheken usw. Das war ein Kommen und Gehen dort.

Aber Hauptsache das Arbeitsamt hat die Arbeitslosen erstmal aus der Statistik und untergebracht, Grauenvoll :icon_sad:

:confused: Es ist zum verzweifeln.
 

münchnerkindl

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
5 November 2006
Beiträge
1.730
Bewertungen
106
Mit dem Attest können die dir erstmal garnix von wegen Sperre..



Der Job scheint dich ja wirklich gesundheitlich zu überfordern, oder? Und bei Migräne verschlimmert das die Sache ja auch zusätzlich wenn ich richtig informiert bin.

Wieso sträubst du dich dann so sehr dagegen diesen aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbaren Job aufzugeben und dich um deine Gesundheit zu kümmern?
 

Kaulquappe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
25 Mai 2006
Beiträge
974
Bewertungen
8
Mit dem Attest können die dir erstmal garnix von wegen Sperre..



Der Job scheint dich ja wirklich gesundheitlich zu überfordern, oder? Und bei Migräne verschlimmert das die Sache ja auch zusätzlich wenn ich richtig informiert bin.

Wieso sträubst du dich dann so sehr dagegen diesen aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbaren Job aufzugeben und dich um deine Gesundheit zu kümmern?
Weil sie Angst vor einer Sperre hat !
 

münchnerkindl

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
5 November 2006
Beiträge
1.730
Bewertungen
106
Die man überhaupt nicht bekommt wenn man einen Job mit ärztlichem Attest aus gesundheitlichen Gründen kündigt.
 

Sonntagsmaja

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 Juli 2005
Beiträge
1.442
Bewertungen
768
Die man überhaupt nicht bekommt wenn man einen Job mit ärztlichem Attest aus gesundheitlichen Gründen kündigt.
So gesehen richtig. Aber kennst Du nicht auch diese Standart-Textbaustein-Schreiben "Gründe für eine abweichende Entscheidung sind nicht erkennbar", obwohl man einen halben Aufsatz zur aktuellen Situation plus Atteste eingereicht hat?

Es wird doch grundsätzlich erstmal alles abgebügelt, egal ob nun zu recht oder nicht:icon_neutral:
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.734
Bewertungen
2.030
Wenn gesundheitliche Gründe zur Kündigung führen, kann das Arbeitsamt dich nicht sperren. Zivilrechtlich kannst du trotzdem gegen den Arbeitgeber vorgehen, wenn er schuldhaft seine Fürsorgepflicht vernachlässigt hat und es bei dir zum Gesundheitsschaden gekommen ist. Allerdings würde ich auch vor einer Kündigung zurückschrecken. Aus der Arbeitslosigkeit sich zu bewerben reduziert die Bewerbungschancen.
 

peramos

Elo-User*in
Mitglied seit
1 November 2007
Beiträge
166
Bewertungen
4
Krank sein und arbeitslos ist noch schlechter, ich kann aus Erfahrung sprechen, hinterher bekommst du gar keinen Job mehr so bin ich jetzt auch aus dem Arbeitslosengeld raus (Harz4) steht mir nicht zu. Mir blieb jetzt meine Erkrankung und Hausmann ohne Einkommen.
Mein TIP mach eine Rehabilitation suche andere Ärzte auf und werde gesund!
Von den Ämtern kannst du nicht viel erwarten und vor allem von der ARGE dort sitzen die Schlimmsten!
 

Linchen0307

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
2.166
Bewertungen
67
die Ärzte haben mich komplett durchgecheckt und jetzt ist es erstmal so das die nette Krankenkasse nur bis zum 31.01.09 Krankengeld gezahlt hat, seit 07.12.08 habe ich Krankengeld erhalten, und halt ALG 2 Zuschuss Anteil.
Mich irritiert, warum die KK nur so ein paar Tage Krankengeld gezahlt hat ?!
Wenn du krank bist und den Job auf absehbare Zeit nicht ausführen kannst, beziehst du längstens für 78 Wochen Krankengeld.
Wenn dein Arzt dich krank schreibt, kann die KK nicht die Zahlung einstellen, es sei denn, dein Arzt ist der Meinung, es geht wieder.....
 

peramos

Elo-User*in
Mitglied seit
1 November 2007
Beiträge
166
Bewertungen
4
Ein Hausarzt alleine zählt wenig, die KK kann und schickt jemanden zur eigene Untersuchung MDK, und wenn dort ein Gutachter der Meinung ist "es geht weiter" musst du selber das Gegenteil beweisen.
Die KK will auch nicht auf Anhieb 78 Wochen Krankengeld leisten solange man sich noch selber bewegen kann tuen sie alles um dich wieder los zu werden.
 

Linchen0307

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
2.166
Bewertungen
67
Ich kann mich noch selbst bewegen, bin jetzt seit 60 Wochen im Krankenstand und meine KK meckert nicht rum.
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.734
Bewertungen
2.030
Hallo monique!

Gibt es in deinem Betrieb vielleicht eine Schwerbehindertenvertretung? Falls nicht, gibt es eine im Ministerium. Du kannst doch mit ihr zusammen versuchen, einen Plan zu erstellen, dass du stundenweise wieder eingegliedert wirst. Zahlen muss das die KK.
 
E

ExitUser

Gast
Meine Krankenkasse zahlte ohne Murren die 78 Wochen. Sie fragte zwar immer mal an und wollte den Stand der Dinge wissen, den hab ich dann erzählt und das wars dann auch.

Ich würde keinesfalls selbst beim Arbeitgeber kündigen.

Evtl. würde ich über Anwalt an den Arbeitgeber herantreten. Vielleicht sind die ja froh, wenn sie einen mit kl. Abfindung loswerden (können).

Wenn eine Schwerbehinderung vorliegt, dann eine Gleichstellung bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen. Und dann an das Integrationsamt herantreten wegen einer evtl. stundenweisen Wiedereingliederung beim Arbeitgeber.
 

monique38

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
4 März 2009
Beiträge
6
Bewertungen
0
Hallo und erstmal vielen Dank für die Beiträge.

Zu meinem "noch" Arbeitgeber muss ich erwähnen, dass ich dort seit letztem Jahr September und dort als Bürohilfskraft tätig bin, dies ein kleines Unternehmen ist, sprich mein Geschäftsführer und ich, 2x/Woche kommt noch ein Buchhalter, ab und an 1 Architekt - ein Bauunternehmen.

Leider wurde ich an diesem Arbeitsplatz von Ihm belästigt (verbal u.a.), bin mit ihm zusammen an Baustellen gefahren (da er im Moment keinen Führerschein besitzt / wegen Alkohol am Steuer!), die Belästigungen haben mich sehr belastet und meine Anwältin meinte, dass ich da wenig machen kann, wenn da kein Zeuge dabei war - ich bekam dann Panik- u. Angstattacken u. leide eh schon an Ein- u. Durchschlafstörungen!

Dann wurde mir im Okt./Nov. kein Gehalt ausgezahlt. (Bin dann vor Gericht mit einer Anwältin - habe PZKH beantragt - jetzt liegt die Sache bei der Pro Arbeit Grundsicherung/Rechtsabtlg. - die holen sich dann das Geld von ihm irgendwann), gekündigt hat er mir trotzdem bis jetzt nicht, obwohl ich seit 15.10.08 krank bin, wie gesagt, seit 07.12.08 zahlt die K-Kasse und Arbeitsamt. (K-Kasse aber jetzt nur bis 31.01.09) werde sehen wie das nach dem Gutachter/Psychiater jetzt weiterläuft.

Wie "peramos" schrieb, so ist es auch bei mir im Moment:

"Ein Hausarzt alleine zählt wenig, die KK kann und schickt jemanden zur eigene Untersuchung MDK, und wenn dort ein Gutachter der Meinung ist "es geht weiter" musst du selber das Gegenteil beweisen.
Die KK will auch nicht auf Anhieb 78 Wochen Krankengeld leisten solange man sich noch selber bewegen kann tuen sie alles um dich wieder los zu werden."

Mein Hausarzt ist eigentlich sehr gut, bin dort schon jahrelang und er unterstützt mich auch, er hatte jetzt zuletzt Widerspruch eingelegt beim MDK und wird wahrscheinlich nach der Gutachter-Sache wieder Widerspruch einlegen, falls die sich weiter quer stellen. Mein Hausarzt erwähnte, dass das ein Hin und Her ein Spielchen ist. Die K-Kasse will halt nicht zahlen und möchte wohl das ich diese Kündigung zur Vermeidung gesundheitlicher Gefährdung einreiche, damit das Arbeitsamt alles weiter zahlt.

Mich irritiert das auch alles total und für mich ist überhaupt nicht nachvollziehbar wie unmenschlich und total übertrieben bürokratisch das alles abläuft.

Ich gehe kaum noch ausser Haus, ausser wenn möglich, einkaufen für mich und meinen Sohn, oder ich gehe eine Runde spazieren, wegen meiner Beschwerden / frische Luft usw.

Ich sträube mich nicht davor mich erstmal um meine Gesundheit zu kümmern, ich kümmere mich schon seit längerer Zeit darum und würde auch am liebsten in eine Schmerzklinik gehen, weil ich denke, dass mir dort noch am besten geholfen werden kann. Ich muss jetzt mal abwarten, was noch von der K-Kasse wegen Gutachten kommt und wie mein Hausarzt jetzt weiter agiert, natürlich wird er mich weiter krankschreiben.

Kein Arbeitgeber behält einen Arbeitnehmer, der jede Woche diese Beschwerden hat, schonmal garnicht ein neuer Arbeitgeber. :icon_sad:
(Sobald ich aber trotzdem eine neue STelle finden sollte- werde ich versuchen zu arbeiten - und wenn es dort dann halt auch nicht geht - bin ich halt wieder krank)

Normalerweise müsste mir die K-Kasse jetzt aber rückwirkend bis dato mein Krankengeld überweisen, dass kann doch nicht sein? Oder zahlt das dann erstmal das Arbeitsamt? Sonst kann ich ja nichtmal meine Miete bezahlen!

Ist man krank - ist und wird man bestraft. Denkt man endlich einen vernünftigen Arbeitsplatz zu haben, wird man auch dort noch bestraft, belästigt usw.

Und das nette Arbeitsamt schickt einen dann auch noch in einen Call-Center (ohne Perspektive ...) :icon_neutral:

:frown:
 

HiLo

Elo-User*in
Mitglied seit
27 November 2008
Beiträge
56
Bewertungen
0
Ich gehe kaum noch ausser Haus, ausser wenn möglich, einkaufen für mich und meinen Sohn, oder ich gehe eine Runde spazieren, wegen meiner Beschwerden / frische Luft usw.
:frown:
So musst du das auch bei dem MDK sagen, du darfst auf gar keinen fall irgendwas beschönigen, auch wenn es dir peinlich ist oder du dich dann minderwertig füllst oder deinen stolz verletzt. Bei einem Med. Dienst ist es sehr wichtig die wahrheit zu sagen da sie dich sonst falsch eingliedern.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten