Kuendigung waehrend Krankheit (1 Betrachter)

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Yuli

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Ich wuerde einfach gerne mal wissen, wie man in einem solchen fall vorgehen sollte. Es geht hier nicht um mich, so dass es sein kann, dass mir ein paar Details fehlen.

EIne Arbeitnehmerin hat jahrelang in einem Betrieb gearbeitet, unbezahlt Ueberstunden (abends und we) gemacht und Arbeit mit nach Hause genommen. Bis zum Burnout. Nach ca. dreimonatiger Krankschreibung wird sie gekuendigt - "betriebsbedingt". Die Stelle wird sofort neu besetzt. Sie hat aus dem vorjahr und dem laufenden jahr auch noch Urlaub. Lohnabrechnungen hat sie in den ganzen Jahren nie erhalten.

Jetzt sind 3-4 Wochen seit der Kuendigung vergangen. Sie war bisher aufgrund des Burnouts nicht in der Lage, sich darum zu kuemmern. Momentan erhaelt sie Krankengeld. Arbeitszeugnis hat sie natuerlich auch nicht erhalten.

Mal abgesehen vom zeugnis - kann man gegen den Arbeitgeber jetzt noch vorgehen? Und wenn ja, wie? Sie will die Stelle natuerlich nicht zurueck (und sie ist eh' neu besetzt). Aber ich kann es einfach nicht fassen, dass die mit sowas einfach davonkommen sollen.

Kleiner Nachtrag: Das ganze natuerlich zu Mindestlohn. Es hat sich also finanziell nicht mal gelohnt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
EIne Arbeitnehmerin hat jahrelang in einem Betrieb gearbeitet, unbezahlt Ueberstunden (abends und we) gemacht und Arbeit mit nach Hause genommen. Bis zum Burnout. Nach ca. dreimonatiger Krankschreibung wird sie gekuendigt - "betriebsbedingt". Die Stelle wird sofort neu besetzt. Sie hat aus dem vorjahr und dem laufenden jahr auch noch Urlaub. Lohnabrechnungen hat sie in den ganzen Jahren nie erhalten.
Der Urlaub aus dem Vorjahr dürfte verfallen sein, der aus dem laufenden Jahr muss ausgezahlt werden.
Jetzt sind 3-4 Wochen seit der Kuendigung vergangen. Sie war bisher aufgrund des Burnouts nicht in der Lage, sich darum zu kuemmern. Momentan erhaelt sie Krankengeld. Arbeitszeugnis hat sie natuerlich auch nicht erhalten.
Kündigungsschutzklage geht eigentlich nur innerhalb von drei Wochen, ob der Burnout für die Zulassung einer verspäteten Klage nach § 5 KSchG genügt müsste ein Fachanwalt für Arbeitsrecht einschätzen.
Mit Glück kommt da noch eine Abfindung bei raus.
Mal abgesehen vom zeugnis - kann man gegen den Arbeitgeber jetzt noch vorgehen? Und wenn ja, wie?
Allenfalls wegen den Überstunden. Wie lange rückwirkend müsste im Arbeitsvertrag (ggf. auch Tarifvertrag) stehen (Ausschlussfrist). Steht da nichts, gelten §195 + §199 BGB (drei Jahre).
Falls das oben rotmarkierte nachweisbar ist, könnte man dem AG eine Zollkontrolle verschaffen, da freut der sich bestimmt drüber.
 

Muzel

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Schau mal in den § 5 KSchG!
 
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