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Kündigung während Krankheit - wie weiter?

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HansiPit

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#1
Hallo!

Habe schon im Forum gesucht, aber nix passendes gefunden.

Folgender Sachverhalt:
Bin seit September 2006 in einer Firma beschäftigt. Im Januar 2007 wurde ich dann krank und bin auch bis dato noch AU. Nun bekam ich eine ordentliche Kündigung zum 31. Mai 2007. Da ich aber noch weiterhin AU bin, muß ich mich doch nicht beim Arbeitsamt melden, oder? Da ich dem Arbeitsmarkt ja nicht zur Verfügung stehe.

Meines Wissens nach, muß ich mich melden, sobald absehbar ist, dass ich wieder gesund bin. Stimmt das so?

Gruß HansiPit
 

Arania

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#2
Ich meine Du musst Dich in jedem Fall arbeitslos melden, wer soll Deine KV bezahlen?

Ist denn absehbar wie lange Du noch AU sein wirst?
 

HansiPit

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#3
Ich meine Du musst Dich in jedem Fall arbeitslos melden, wer soll Deine KV bezahlen?

Ist denn absehbar wie lange Du noch AU sein wirst?
Na ich beziehe ja schon seit mitte März Krankengeld.

Nein, dass ist nicht annähernd absehbar. Wird sicherlich noch eine ganze Weile dauern.

Gruß HansiPit
 
E

ExitUser

Gast
#4
Du muss dich auf jedem Fall sofort nach Kenntnsnahme der Kündigung arbeitslos melden, sonst drohen später bei ALG-Bezug Kürzungen.

Und, wie Arania schon schrieb, du bist nach Beendigung des Arbeitsverhältisses nicht mehr krankenversicherheit, bzw. nur für eine Übergangszeit von einem Monat. Daher bitte sofort zur Agentur für Arbeit.
 

HansiPit

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#5
Mist, dann bekomme ich wohl eine Sperre, da ich die Kündigung ja schon eine Weile habe.

Macht es sinn, heute noch was via Fax abzuschicken?

Gruß HansiPit

Nachtrag:
Hab mit meiner Krankenkasse gesprochen. Ich bin während des Bezuges von Krankengeldes beitragsfrei versichert.
 
E

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Gast
#6
Mist, dann bekomme ich wohl eine Sperre, da ich die Kündigung ja schon eine Weile habe.

Macht es sinn, heute noch was via Fax abzuschicken?

Gruß HansiPit

Nachtrag:
Hab mit meiner Krankenkasse gesprochen. Ich bin während des Bezuges von Krankengeldes beitragsfrei versichert.
Sperre nicht, aber Kürzung.

Du musst dich persönlich arbeitslos melden, gehe bitte am Montag sofort hin.
 

gelibeh

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#7
ich war auch krankgeschrieben und war zur Meldung beim Amt. Die haben mir gesagt ich soll wiederkommen, wenn ich gesund bin. Auf mein Drängen hin haben die dann aber notiert, dass ich mich gemeldet habe.
 

HansiPit

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#8
ich war auch krankgeschrieben und war zur Meldung beim Amt. Die haben mir gesagt ich soll wiederkommen, wenn ich gesund bin. Auf mein Drängen hin haben die dann aber notiert, dass ich mich gemeldet habe.
Dann droht mir ja vielleicht keine Sperre/Kürzung.

Werde mich dann am Montag dort melden. Berichte dann hier.

Danke für die Antworten.

Gruß HansiPit
 
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#9
Dann droht mir ja vielleicht keine Sperre/Kürzung.

Werde mich dann am Montag dort melden. Berichte dann hier.

Danke für die Antworten.

Gruß HansiPit
Schon recht so HansiPit, spar dir einfach den Weg. Du mußt dich erst dann melden wenn dein Krankengeld ausläuft. Das wird dir ebenfalls so rechtzeitig mitgeteilt, das es dann zum melden immer noch reicht.

Also mach dir keinen Kopf und freu dich, das du noch Anwartschaftszeiten für das ALG I aufbaust. Dein jetziger Status zählt da nämlich weiter, als wärest du weiter fest beschäftigt.
 

Arania

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#10
Ja mach es so und freu Dich über den Ärger


Wann muss ich mich arbeitslos melden ? Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die von der Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses erfahren, müssen sich unverzüglich persönlich bei der örtlichen zuständigen Agentur für Arbeit als arbeitsuchend melden. Auch bei längeren Kündigungsfristen heißt es sofort tätig werden. Diese Neuregelung ist bereits seit dem 01.07.03 in Kraft, wird aber oft nicht beachtet. Ärger und finanzielle Einbußen sind dann die Folge. Bei verspäteter Meldung wird das Arbeitslosengeld um täglich bis zu 50 Euro, insgesamt um bis zu 1.500 Euro verringert.
http://www.anwalt4you.com/topics/1021
 
E

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#11
Schon recht so HansiPit, spar dir einfach den Weg. Du mußt dich erst dann melden wenn dein Krankengeld ausläuft. Das wird dir ebenfalls so rechtzeitig mitgeteilt, das es dann zum melden immer noch reicht.

Also mach dir keinen Kopf und freu dich, das du noch Anwartschaftszeiten für das ALG I aufbaust. Dein jetziger Status zählt da nämlich weiter, als wärest du weiter fest beschäftigt.
Das ist ja wohl nicht dein Ernst, oder? :icon_kinn:
 
E

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#12
Rechtslage

@HansiPit, Du hast dir die Antwort ja bereits selbst gegeben.

Ist der Arbeitnehmer zu Beginn seiner Arbeitslosigkeit arbeitunfähig, wird durch die Agentur für Arbeit die persönliche Arbeitslosmeldung nur aufgenommen, wenn das Ende der Arbeitsunfähigkeit bereits absehbar ist. Der Arbeitslose hat bei einer Arbeitsunfähigkeit am ersten Tag seiner Arbeitslosigkeit, ohne Einhaltung der sechs Wochen Lohnfortzahlung, grundsätzlich einen Anspruch auf Krankengeld (von der Krankenkasse). Erst nach Beendigung der Arbeitsunfähigkeit ist eine persönliche Arbeitslosmeldung erforderlich. Der Arbeitnehmer sollte darauf achten, dass er sich danach, spätestens am ersten Tag nach seiner Arbeitsunfähigkeit melden muss. Andernfalls gilt der Anspruch auf Arbeitslosengeld nicht nahtlos ab dem Ende des Krankengeldbezuges, sondern erst ab dem Tag der Meldung.

Also erst mal weiterhin arbeitsunfähig mit AU-Bescheinigung, wenn möglich bis zur 78. Woche, bleiben. Während des Bezugs von Krankengeld bist Du auch weiterhin krankenversichert, wird ja vom Krankengeld abgezogen.

Ich wünsche dir ein paar schöne Monate.

Sonst siehe @schnullerbacke.
 
E

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#13
Meiner Ansicht sind die vorher genannten Hinweise so nicht richtig. Um spätere Nachteile zu vermeiden, sollte der Fragesteller unbedingt bei der AfA vorsprechen.
 

gelibeh

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#14
Siehe mein Posting. Ich war in der Situation und das war schon so, wie ich das hier schreibe.
 

Debra

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#15
Ich habe mich am 1. Tag meiner Arbeitslosigkeit gemeldet. Dafür bekam ich einen Abzug von insgesamt 1000 EUR über drei Monate vom ALG I, weil ich bereits am 1. Tag der Arbeitsaufnahme auch zum AA hätte gehen müssen, um mitzuteilen, dass ich zwei Monate später arbeitslos sein würde (da es ein befristeter Vertrag war). Diese neue Regelung war mir nicht bekannt und Widerspruch dagegen wurde abgelehnt.
Man muss sich sofort bei Bekanntwerden einer Kündigung oder wenn abzusehen ist, wann man wieder arbeitslos ist, bei der AfA melden.

Sicherheitshalber würde ich empfehlen, Dich lieber sofort am Montag dort zu melden - wegschicken können die Dich immer noch, sollte es sich bei AU anders verhalten.
 
E

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#16
Ich habe mich am 1. Tag meiner Arbeitslosigkeit gemeldet. Dafür bekam ich einen Abzug von insgesamt 1000 EUR über drei Monate vom ALG I, weil ich bereits am 1. Tag der Arbeitsaufnahme auch zum AA hätte gehen müssen, um mitzuteilen, dass ich zwei Monate später arbeitslos sein würde (da es ein befristeter Vertrag war). Diese neue Regelung war mir nicht bekannt und Widerspruch dagegen wurde abgelehnt.
Man muss sich sofort bei Bekanntwerden einer Kündigung oder wenn abzusehen ist, wann man wieder arbeitslos ist, bei der AfA melden.

Sicherheitshalber würde ich empfehlen, Dich lieber sofort am Montag dort zu melden - wegschicken können die Dich immer noch, sollte es sich bei AU anders verhalten.
So sehe ich das auch!
 
E

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#17
Hier geht es um Hinweise mit Rechtsgrundlage § 122 SGB III

Es kommt hier nicht darauf an, wie das manche Hobby-Juristen bzw. Hobby-Gärtner etc. sehen.

Hier geht es um Fakten, um Theorie und Praxis, um das SGB III gepaart mit jahrelanger Erfahrung.
Und davon spreche ich hier.
Was @Debra schreibt, trifft für ihren Fall zu. Hier geht es aber um arbeitsunfähig vor der Arbeitslosmeldung.
 

Arania

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#18
Dein genannter Paragraph sagt folgendes

§ 122
Persönliche Arbeitslosmeldung


(1) Der Arbeitslose hat sich persönlich bei der zuständigen Agentur für Arbeit arbeitslos zu melden. Eine Meldung ist auch zulässig, wenn die Arbeitslosigkeit noch nicht eingetreten, der Eintritt der Arbeitslosigkeit aber innerhalb der nächsten drei Monate zu erwarten ist.
(2) Die Wirkung der Meldung erlischt
1. bei einer mehr als sechswöchigen Unterbrechung der Arbeitslosigkeit,
2. mit der Aufnahme der Beschäftigung, selbständigen Tätigkeit oder Tätigkeit als mithelfender Familienangehöriger, wenn der Arbeitslose diese der Agentur für Arbeit nicht unverzüglich mitgeteilt hat.
3. (aufgehoben)
(3) Ist die zuständige Agentur für Arbeit am ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit des Arbeitslosen nicht dienstbereit, so wirkt eine persönliche Meldung an dem nächsten Tag, an dem die Agentur für Arbeit dienstbereit ist, auf den Tag zurück, an dem die Agentur für Arbeit nicht dienstbereit war.
http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/03/index.php?norm_ID=0312200
ich lese da immer noch nichts bei AU heraus
 
E

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#19
Es kommt hier nicht darauf an, wie das manche Hobby-Juristen bzw. Hobby-Gärtner etc. sehen.

Hier geht es um Fakten, um Theorie und Praxis, um das SGB III gepaart mit jahrelanger Erfahrung.
Und davon spreche ich hier.
Was @Debra schreibt, trifft für ihren Fall zu. Hier geht es aber um arbeitsunfähig vor der Arbeitslosmeldung.
Und ich spreche auch von jahrelanger Erfahrung, auch wenn ich keinen "grünen Daumen" habe (habedochgarkeinenGarten) ;)
 

Heiko1961

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#20
Sorry, aber die Einzigen die hier durchsehen, sind Rüdiger_V und gelibeh.
Ich habe das auch durch. War zwar 1998, aber auch während der Krankschreibung wurde mir gekündigt. Damals gab aber noch Abfindungen.
(Ich hatte danach aber wieder Arbeit)
Also, sofort Arbeitslos melden. Punkt aus.
 
E

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Gast
#22
Mir geht es hier nicht um Rechthaberei, sondern nur darum, einen eventuell möglichen Schaden abzuwenden. Es schadet dem Fragesteller nicht, wenn er sich vorsorglich arbeitslos meldet. Sollte er abgewiesen werden, sollte er sich dieses auf jedem Fall schriftlich bestätigen lassen. Nur dann ist er auf der sicheren Seite.
 
E

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Gast
#23
Begrifflichkeiten

Vorab:
Die Welt ist reich und wohlberaten,
nur zäume nicht das Pferd am Schwanz,
wolle die Nachtigall nicht braten
und nicht singen lehren die Gans.
(Emanuel Geibel)

Einige haben es ja verstanden und aus der Praxis heraus auch richtig dargestellt. Andere wiederum haben den Durchblick.

Auch hier erst mal aus der Praxis. Seit 30 Jahren rate ich von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen, lasst euch noch vor der Kündigung krankschreiben und meldet euch mit dem Krankenschein arbeitslos. Der Vorteil dürfte ja jeden bekannt sein und warum soll diese "Gesetzeslücke" nicht ausgenutzt werden. Wer bis zum 31.06.2003 seinen Arbeitsplatz verlor, meldete sich spätestens am 1.Tag der Arbeitslosigkeit beim Arbeitsamt. Am 01.07.2003 wurde dann der § 37b in das SGB III eingefügt. Heißt, Arbeitlose müssen sich seitdem rechtzeitig arbeitslos und auch frühzeitig arbeitsuchend melden. Mit dem 22.12.2005 wurde dieser § 37b nochmals neu gefasst. Inzwischen reicht nach einer erneuten Änderung für die frühzeitige Arbeitssuche (§ 37b) zur Wahrung der Frist erst mal eine fernmündliche Meldung aus.

Zur Praxis:
Betroffene, die bereits noch während des Beschäftigungsverhältnisses arbeitsunfähig wurden und sich mit der AU-Bescheinigung arbeitslos melden wollten, wurden alle wieder weggeschickt, kommen sie wieder, wenn sie gesund sind und unserer Vermittlung wieder zur Verfügung stehen. Die Arbeitslosmeldung erfolgte immer nach der Gesundmeldung. Dann kam der § 37b SGB III und ich sagte den betroffenen kranken Menschen, ihr müsst euch bereits bei der AfA melden, wenn ihr Kenntnis von eurer Kündigung erlangt hat. Alle diese Menschen wurden dann aber auch vom Amt wieder nach Hause geschickt, mit der von mir bereits genannten Begründung. Dies betraf im vergangen Jahr einen meiner Brüder und vor zwei Monaten eine Bekannte. Es waren aber nicht nur die zwei, sondern mehrere. All die andern die sich dann erst mit dem Tag der Gesundung meldeten, hatten, wie hier teilweise befürchtet, keinerlei Nachteile, warum auch. Und ich habe somit dazu gelernt.

Die Logik liegt in der Definition "Arbeitslos" und "Arbeitssuchend" der §§ 118, 119 SGB III. Ein Krankengeldbeziehender wie hier wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Deshalb daraus folgend nach § 122 SGB III die Arbeitslosmeldung nach Beendigung der AU.

Nun zu den Begrifflichkeiten:

wie bereits angedeutet besteht ein Unterschied zwischen Arbeitsuchmeldung und Arbeitslosmeldung. Die Arbeitsuchmeldung fußt auf dem
§ 37b SGB III und Grundlage für die Arbeitslosmeldung ist der § 122 SGB III.

Arbeitslosmeldung und Krankheit:
Krank noch während des Beschäftigungsverhältnisses vor der Arbeitslosmeldung. Nach der Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber (6 Wochen) gibt es Krankengeld für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit bis maximal 78 Wochen. Für diese Zeit besteht Krankenversicherungsschutz.

Krank vor der Arbeitslosmeldung aber nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Hier gibt es Krankengeld und Krankenbehandlung nur für höchstens 1 Monat, § 19 Abs. 2 SGB V. Deshalb erst zum Amt, egal wie und danach dann zum Arzt.

Arbeitsunfähigkeit während des Bezugs von Arbeitslosengeld. Hier gibt es Kranken-ALG und dann Krankengeld.

Sonderfall ist der § 125 SGB III

Sozialrecht

Die Durchblickenden und Rechthabenden werden diesen Ausführungen natürlich nicht folgen. Sie haben ja eine eigene Sicht zum SGB III.
 

HansiPit

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#24
Sorry, dass ich erst jetzt antworte, aber ich hab es eher nicht geschafft.

Bin also am Montag zum Arbeitsamt hin. Teile der netten Dame mit, dass ich meine Kündigung erhalten habe und zum 01. Juni 2007 arbeitslos bin. Ferner sagte ich ihr, dass ich seit Januar 2007 AU bin und diese auch noch weiterhin besteht. Sie hat dann noch fehlende Daten (bezüglich der AG) aufgenommen und mir schon die notwendige Formulare gegeben. Sie teilte mir mit, dass ich mich an dem ersten Tag melden müsse, wo ich nicht mehr AU bin.

Das wars.

Gruß HansiPit
 

bruno

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#27
Habe mich auch arbeitssuchend gemeldet

Hallo Zusammen,

bei mir war es ähnlich, ich habe mich am 04.06 arbeitssuchend zum 01.07 gemeldet.

am 04.06 habe ich mich auch AU schreiben lassen.

wollte Mitte Juni Termin vereinbaren zur Antragsabgabe.

Es wurde mir mitgeteilt, ich solle mich melden, wenn das Ende meiner AU abzusehen ist.

Krankenkasse sagt, sie zahlt ab 01.07 Krankengeld.

Arbeitssuchendmeldung und Krankschreibung waren beide am 04.06.

Ist es in meinem Fall relevant ob ich erst beim Arzt oder erst beim Amt war?

Danke für die Info

bruno
 
E

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#28
Für dich trifft nachstehendes zu:

Arbeitslosmeldung und Krankheit:
Krank noch während des Beschäftigungsverhältnisses vor der Arbeitslosmeldung. Nach der Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber (6 Wochen) gibt es Krankengeld für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit bis maximal 78 Wochen. Für diese Zeit besteht Krankenversicherungsschutz.

Du bist noch während der Beschäftigung arbeitsunfähig geworden. Das Arbeitsverhältnis endete, wie ich entnehme, am 30.06.2007.

Krankengeld ist eine Entgeltfortzahlung. Somit können damit wieder erneut Ansprüche auf ALG I erworben werden.
 

Seebarsch

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#29
Kündigung und Krankengeld

Hallo zusammen,
ich muss hier Mambo mal unbedingt Recht geben.
Der Anspruch auf Krankengeld hat nicht das geringste damit zu tun, ob man in einem Beschäftigungsverhältnis steht oder nicht, sondern ausschliesslich mit dem Tatbestand der Arbeitsunfähigkeit.
Besteht die Arbeitsunfähigkeit über das Ende des Beschäftigungsverhältnisses hinaus, besteht auch ein Anspruch auf Krankengeld.

Eine Arbeitslosmeldung während bestehender Arbeitsunfähigkeit ist rein rechtlich nicht möglich. Arbeitslos ist nur, wer dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Keine Arbeitslosigkeit = keine Pflicht zur Meldung!

Hinweis:
Immer wieder versuchen die Kassen den Kranken zu überreden, sich für einen Tag gesund schreiben zu lassen, Alg zu beziehen und sich dann wieder Krank schreiben zu lassen.
Das hat für die Kasse den Vorteil, dass
a) die Agentur 6 Wochen Lohnfortzahlung übernehmen muss,
b) das Krankengeld welches die Kasse dann zahlen muss, niedriger ist.

Für den Kranken ergibt sich der Nachteil, dass das Krankengeld dann nur die Höhe des Alg hat und nicht wie aus der Beschäftigung nach dem vollen Bruttoarbeitsentgelt berechnet und gezahlt wird. Da sind ca. 25% Unterschied drin!
 

avalon

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#30
Ich kann das von mambo und Seebarsch gesagte nur bestätigen. Mich haben die seinerzeit auch wieder nach Hause geschickt, als ich mich während der AU melden wollte. Man braucht zur AL-meldung einen Termin für das Auslaufen de Krankengelds, sei es durch Aussteuerung oder halt früher. Nichtmal eine Arbeitsuchendmeldung wurde entgegengenommen, weil ich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stand.
 
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#31
Wäre es nicht eh sinnvoll mal zu einem Arbeitsrechter bzw zum Arbeitsgericht zu gehen um zu sehen ob die überhaupt wärend der Krankheit kündigen durften???
 
E

ExitUser

Gast
#33
Meine Freundin hat sich noch vor der Kündigung krankgemeldet und ist seither krankgeschrieben. Arbeitsverhältnis endete am 31.03.08. Sie hat sich beim Arbeitsamt gemeldet und dann aber auch immer die Krankmeldungen brav weiterhin an den AG gegeben bis eben das Arbeitsverhältnis beendet war. Danach hat sie die Krankmeldung immer dem Arbeitsamt gegeben.

Nun hat Sie bei der Krankenkasse gefragt, ob alles vorliegt, damit Sie zum 01.05. nun Krankengeld bekommt, daraufhin meinten die, dass Sie beim Arbeitsamt nicht Krankenversichert sei, und daher auch kein Krankengeld bekommen würde.

Kann mir dazu jemand weiterhelfen.

Jemand anderes meinte zu mir, dass Sie während der Krankmeldung (Am ersten Tag der "Arbeitslosigkeit" Arbeitslosengeld beantragen hätte müssen, aber das wäre mir neu und leutet mir auch nicht ein. Wobei das ja nichts heißen muss. Aber wer versichert Sie während ihrer Krankheit. Bzw. ist das überhaupt möglich / nötig?
 
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