Kündigung vor Arbeitsaufnahme

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burki

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Hi,

Vorgeschichte: Mein AG verkaufte den Großteil seines Unternehmens vor ziemlich genau einem Jahr, wonach die meisten Mitarbeiter aus betrieblichen Gründen relativ zügig entfernt wurden, während unsere Abteilung einen Auflösungsvertrag mit 18 monatiger Laufzeit erhielt.

Natürlich habe ich mich nun in letzter Zeit etwas intensiver beworben und aktuell zwei konkrete Angebote vorliegen.

Firma A hat mir gestern den Arbeitsvertrag zuschicken lassen, während Firma B noch 1-2 Wochen brauchen wird.

Obwohl Firma A etwas bessere Konditionen (Gehalt, Urlaub, Zusatzleistungen...) bietet, könnte ich mir das Arbeiten bei Firma B noch etwas besser vorstellen.
Bei beiden Firmen wäre der Dienstantritt am 1.7. diesen Jahres.

Trotzdem werde ich (der Spatz in der Hand) natürlich den vorliegenden Arbeitsvertrag unterzeichnen, möchte mich aber im Ernstfall (Firma B sagt zu und ich eben auch) evtl. doch noch umentscheiden können.

Laut Urteilsdienst jura-lotse.de: Kündigung vor Dienstantritt
ist ja eine Kündigung vor Arbeitsbeginn möglich, doch ist dieses Urteil tatsächlich (noch) bindend?
Könnten nicht dennoch Forderungen seitens des Arbeitgebers auftreten (es sind beides Jobs weit jenseits des Billiglohnsektors)?

Danke,
burki
https://www.jura-lotse.de/newsletter/nl98-002.shtml
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Burki,

so leicht lässt sich das nicht beantworten, zu einem gibt es die Probezeit wo
gekündigt werden kann, bitte lies hier nach!

Kündigung während der Probezeit – was ist zu beachten? « Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin Blog

Du schreibst Dienstantritt, da stellt sich die Frage was für einen Arbeitsvertrag
hast du und wie sind die Vertragsbedingungen?

Oder schau mal hier rein!

Ist eine Kündigung des Arbeitsvertrages vor Arbeitsbeginn möglich? « Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin Blog

Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist hier grundsätzlich möglich. Dies gilt sowohl für die ordentliche Kündigung als auch für eine mögliche außerordentliche Kündigung (hier muss natürlich ein außerordentlicher Kündigungsgrund vorliegen).Zitat Ende


Gruß Seepferdchen:icon_pause:
 

burki

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Hi Seepferdchen,

danke für die Antwort.

Es geht mir nicht um eine Kündigung in der Probezeit (beide Jobs würden ja zur gleichen Zeit anfangen), sondern davor.

Den Blog kannte ich schon, doch sind die Aussagen z.T. höchst widersprüchlich und ich möchte eben potentielle Regressansprüche (im Arbeitsvertrag gibt es dazu keine Klausel) ausschliessen können (ein Monatsgehalt läge eben über 5000 EUR).

Leider liegt mein zitiertes Urteil liegt schon einige Jährchen zurück, so dass sich hier wohlmöglich die Gesetzeslage geändert hat.

Gruß
burki
 

Seepferdchen 2010

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Burki mit der Probezeit meinte ich das der Vertrag ohne Begründung gekündigt werden kann!

Darum ohne den Vertrag gelesen zu haben, kann man keine 100% Aussage treffen!

Du schreibst "Dienstantritt", also kann man davon ausgehen, das auch ein Auge auf dein Gehalt, in eine verantwortungsvolle Position kommen sollst! (Behörde?)

Kann man grundstzlich vor Dienstantritt kndigen?

BAG, Urteil vom 25. 3. 2004 - 2 AZR 324/03

Und im zweifel sollte ein RA sich den Vertrag mal anschauen!!!

Gruß:icon_pause:
 

burki

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Hi,

so, dass Thema hat sich praktisch mit dem aktuellen Vertragsentwurf (werde aber nächste Woche nochmals weiterverhandeln) erledigt, da nun eine vorzeitige Kündigung (müsste 2 Bruttomonatslöhne Strafe zahlen) richtig teuer würde.
Bleibt also nur die Hinhaltetaktik (Arbeitgeber B hat mir noch kein schriftliches Angebot unterbeitet)...

Achja, es geht hier nicht um eine Behörde, sondern um ein mittelständiges Unternehmen mit etwa 400 Mitarbeitern in der Entwicklung und Produktion.

Gruß
Burki
 

Lilastern

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Hi,

Vorgeschichte: Mein AG verkaufte den Großteil seines Unternehmens vor ziemlich genau einem Jahr, wonach die meisten Mitarbeiter aus betrieblichen Gründen relativ zügig entfernt wurden, während unsere Abteilung einen Auflösungsvertrag mit 18 monatiger Laufzeit erhielt.

Natürlich habe ich mich nun in letzter Zeit etwas intensiver beworben und aktuell zwei konkrete Angebote vorliegen.

Firma A hat mir gestern den Arbeitsvertrag zuschicken lassen, während Firma B noch 1-2 Wochen brauchen wird.

Obwohl Firma A etwas bessere Konditionen (Gehalt, Urlaub, Zusatzleistungen...) bietet, könnte ich mir das Arbeiten bei Firma B noch etwas besser vorstellen.
Bei beiden Firmen wäre der Dienstantritt am 1.7. diesen Jahres.

Trotzdem werde ich (der Spatz in der Hand) natürlich den vorliegenden Arbeitsvertrag unterzeichnen, möchte mich aber im Ernstfall (Firma B sagt zu und ich eben auch) evtl. doch noch umentscheiden können.

Laut Urteilsdienst jura-lotse.de: Kündigung vor Dienstantritt
ist ja eine Kündigung vor Arbeitsbeginn möglich, doch ist dieses Urteil tatsächlich (noch) bindend?
Könnten nicht dennoch Forderungen seitens des Arbeitgebers auftreten (es sind beides Jobs weit jenseits des Billiglohnsektors)?

Danke,
burki


Müsstest du denn eine Konventionalstrafe zahlen?
 

Seepferdchen 2010

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Hi,

so, dass Thema hat sich praktisch mit dem aktuellen Vertragsentwurf (werde aber nächste nochmals weiterverhandeln) erledigt, da nun eine vorzeitige Kündigung (müsste 2 Bruttomonatslöhne Strafe zahlen) richtig teuer würde.
Bleibt also nur die Hinhaltetaktik (Arbeitgeber B hat mir noch kein schriftliches Angebot unterbeitet)...

Achja, es geht hier nicht um eine Behörde, sondern um ein mittelständiges Unternehmen mit etwa 400 Mitarbeitern in der Entwicklung und Produktion.

Gruß
Burki

Hallo Burki,

danke für deine Rückinfo!

Hätte mich auch gewundert bei deinem Bruttogehalt wenn es ohne
Vertragsstrafe möglich gewesen wäre!

Darum schrieb ich ja, lass einen RA mal drauf schauen, eine Stelle
als Leiter hat mitunter dieser Klausel!

Behörde, deswegen "Dienstantritt"!

Gut nun kannst du nur erstmal warten, bis Firma B sich meldet!

Gruß Seepferdchen und toi, toi:icon_pause:
 

Holger01

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Leider liegt mein zitiertes Urteil liegt schon einige Jährchen zurück, so dass sich hier wohlmöglich die Gesetzeslage geändert hat.

Urteil und Gesetz, das sind oft verschiedene Sachen.


Aber du hast ja die Regelung im Vertrag, und die hat hier Vorrang.
 
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