Kündigung von Mini-Job ohne Sanktion?

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amd_user

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Hallo,

es geht um folgenden Fall. Jemand arbeitet außerhalb auf Minijob-Basis (derzeit 100 Euro im Monat) und es soll auf 451-Euro (sv-pflichtig) aufgestockt werden. Soweit so gut. Bei den 100 Euro im Monat wurde nur 2 Tage im Monat gearbeitet, das war dann auch kein Problem mit den Fahrten zur Arbeitsstelle.

Nun da es ja auch dann mehr Stunden wären, lohnt es sich rechnerisch nicht (es wurde immer mit Auto zur Arbeit gefahren), da die Spritkosten ja auch aus der eigenen Tasche gezahlt werden müssten. Bei 451 Euro müssten ja rechnerisch 170 Euro über bleiben (es sei denn ich hab da falsch gerechnet). Es geht hier um 45 Stunden im Monat, aber die Fahrtstrecke wäre täglich immer um die 30 km. Fahrtkosten/Spritkosten müssten ja ggf. alleine gestemmt werden.

Nun ist die Frage, ob eine Kündigung (evtl. auch einvernehmlich von beiden Seiten) ohne Sanktionsfolge wäre, oder ob man in solch einem Fall mit Sanktion rechnen müsste.

Vielen Dank schon mal an alle Beteiligten.
 
E

ExUser 2606

Gast
Gehen wir es doch malanders herum an:

DA wäre doch sicher eine Änderungskündigung oder ein neuer Arbeitsvertrag notwendig.

Muss man dem zustimmen?

Oder veilleicht mal mit dem Chef reden, ob man die Arbeitsstunden nicht anders verteilen/bündeln kann, so dass man nicht jeen Tag fahren muss?
 

amd_user

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Wenn die bisherigen Stunden beibehalten wären, wären es rechnerisch 9 Tage im Monat. Es sind also unregelmäßige Arbeitstage, so wie es gerade kommt bzw. notwendig ist (Branche Gebäudereinigung). AG ist es egal, wie man zur Arbeit kommt. Wenn selber gefahren würde, wären es nur 30 km ungefähr pro Tag, sollte derjenige hingebracht werden, wären es quasi das doppelte.

Bei Zugfahrten wären es pro Tag dann 6 Euro. In meinen Augen wäre das ein wenig unwirtschaftlich.

Einen neuen Vertrag gab es nicht, da im alten das so formuliert war, dass bei Eignung eine Übernahme in eine 45-Stunden-Stelle geplant ist.
 

Slavonia

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Die Frage ist doch ,wer will denn das Sie weiter Arbeiten, doch ihr Arbeitgeber. Um dies zu tun müssen Sie sich doch arbeitsvertraglich neu einigen.Wenn sich die Arbeit nicht lohnt, sollten Sie auch keinen anderen AV abschliessen. Wenn Sie die Tätigkeit für 100.-€ jetzt kündigen können Sie kaum sanktioniert werden. Verträge schliessen sie ja immer noch ab. Anders sehe es dann später aus, wenn Sie mehr Geld bekommen. Sie gehen(fahren) doch nicht zur Arbeit um ihr Geld für die Tankfüllung auszugeben.Arbeit muss sich am Ende im lohnen, und zwar auch für den Arbeitnehmer. Scheinbar wurden Sie mit den 100.-€ geködert und später als für wenig Geld zu arbeiten.
 

amd_user

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Jobcenter teilte nun betreffender Person (ich bin diese Person nicht) mit, dass definitiv was schriftliches da sein muss, woraus hervorgeht, dass nun auf 451 Euro Basis gearbeitet wird. AG stellt sich wohl laut der Person "bockig" und ist der Meinung dass ja ein AV besteht.
 

Surfing

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Minijob sanktionslos kündigen kann man immer dann wenn man einen neuen Arbeitsvertrag in Vollzeit in der Tasche hat und die neue Vollzeitstelle angetreten wird.
 

amd_user

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Und was steht in dem bestehenden AV zu Arbeitszeit, Stundenzahl usw? Das passt doch alles nicht mehr.

Den betreffenden angeblich weiterlaufenden AV bekomme ich erst morgen vond er betreffenden Person, dann kann ich dazu genaues sagen. Soweit ich weiss, steht da nur was von aktuell 10 Stunden im Monat drin, bezogen auf den 100-Euro-Job. Dieser sollte sich bei Eignung ändern in 451-Euro-Job mit 45 Stunden im Monat. 100%ig genaues kann ich morgen hier antworten.
 

amd_user

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Guten Morgen. Habe nun endlich den Vertrag der betreffenden Person zu Gesicht bekommen.

Es steht im Wortlaut so drin, dass ab xx.xx.16 Bruttolohn von 100 Euro monatlich gezahlt (bei 10 Stunden) wird und ab xx.xx.17 der monatliche Bruttolohn 451 euro beträgt (bei 45,1 Stunden). AG meint, das reicht für das JC und es müsse kein Änderungsvertrag o.ä. gemacht werden.
 
E

ExUser 2606

Gast
Naja, eigentlich hat der Arbeitgeber recht, steht ja alles drin.

Ich würde mir noch etwas zur Verteilung der Arbeitszeit wünschen, aber schon alleine wenn man mal logisch überlegt: 100 Stunden sind mehr als 50 % eines Vollzeit Arbeitsolatzes. Dass man da an mehr Tagen arbeiten muss und somit öfter fahren, ist klar.

Ich findes es immer wieder seltsam, dass man sowas nicht klärt, bevor man den Vertrag unterschreibt.
 
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