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Kündigung vom Arbeitgeber aber die Frist wird nicht eingehalten. Kann die AfA bestrafen?

elohelp123

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Thematiker*in
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Liebes Forum,

ich wurde am 08.03.19 zum 31.03.19 vom Arbeitgeber gekündigt. Bei ihm war ich seit dem 01.06.2017 beschäftigt. Nach meiner Rechnung müsste ich eine Kündigungsfrist von 4 Wochen haben, also am 05.04.19.

Nun möchte ich ungern gegen die Kündigung wehren, da es für mich kein Nutzen sehe. Am 01.04.19 hätte ich ein neuen Arbeitgeber ist aber noch nicht 100% dingfest. Kann die AfA mich sanktionieren wenn ich nicht gegen die Kündigung wehre?

Gruß
 

vidar

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Moin @elohelp123, und :welcome:

Was steht denn in deinem Arbeitsvertrag hinsichtlich der Kündigungsfristen?
Gibt es zu den Kündigungsfristen eine tarifvertragliche Vereinbarung?

Ansonsten gelten die Kündigungsfristen laut § 622 BGB. Siehe hier: § 622 BGB - Einzelnorm

Da deine Beschäftigungszeit unter zwei Jahren gewesen ist, bedeutet es hier also 4 Wochen zum 15. oder Ende eines Kalendermonats. Aus diesem Grund könnte es durchaus bedeuten, dass die jetzige Kündigung gegen die Gesetzesvorgaben verstoßen hat. Dem zur Folge hätte dir nach dem jetzigen Stand frühestens am 18. März zum 15. April gekündigt werden.

Du hättest jetzt nach Zugang deiner schriftlichen Kündigung noch 3 Wochen Zeit ggf. eine Kündigungsschutzklage bei deinem zuständigen Arbeitsgereicht einzureichen.
.
 

avalanche

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Hallo @elohelp123,

Kann die AfA mich sanktionieren wenn ich nicht gegen die Kündigung wehre?
Klares ja!
Sperrzeiten sind im §159 SGB III geregelt, in den fachlichen Weisungen wird unter 159.1.1.1 auf eine sogenannte Hinnahme der Kündigung verwiesen.
Ob so eine fachliche Weisung in deinem Fall auch einer sozialrechtlichen Überprüfung Stand hält, mag hier mal dahin stehen,
aber nach meiner Erfahrung sperrt die AfA erst mal und wartet ab, wie sich der Antragsteller verhält.
Dies liefe dann auf eine Sozialklage hinaus und wenn voraussichtlich ohnehin geklagt werden muss, empfiehlt sich gleich eine sogenannte KSchKl wie bereits in Beitrag #2 dargestellt.

Nun möchte ich ungern gegen die Kündigung wehren, da es für mich kein Nutzen sehe.
Dir würde eventuell eine Regelabfindung (ca. 1 Monatsgehalt) zugesprochen,
du bekommst deinen Urlaub und dein Arbeitszeitkonto abgegolten
und du kannst den arbeitsgerichtlich protokollierten Vergleich bei der Leistungsabteilung der AfA in Bezug nehmen,
das erspart dir sehr viel Lauferei und Stess, falls es mit der Anschluss-Beschäftigung nicht gleich klappen sollte.

Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich mich am Montag bei der AfA persönlich arbeitssuchend melden gemäß §38 SGB III,
danach eine AU erwirken, um damit die Vergütung während der Kündigungsfrist zu gewährleisten
und zeitnah eine KSchKl beim Arbeitsgericht einreichen, hierfür kann dir die dortige Rechtsantragstelle helfen (aber nicht beraten).

Schönen Sonntag, ave
 
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