Kündigung - Urlaubsabgeltung - Abwicklungsvertrag - komplett verwirrt...

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Stadtkatze

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Hallo Wissende,

vor gut 2 Jahren habe ich hier schon einmal Hilfe gesucht und gefunden und bin immer noch dankbar für die guten Tipps.

Inzwischen werde ich jetzt im Juli 62 Jahre alt und weiterhin SB 50%.

Mit Euern Tipps ist es mir gelungen, die von der KK verlangte Reha abzuwenden und bin seit 01.07.2017 wieder Vollzeit in Arbeit. So weit so prima. Leider gibt es beruflich, privat und gesundheitlich einige Tiefschläge. Auch dadurch bin ich gesundheitlich auf einem ziemlichen Tiefpunkt. Aber ich wollte ja unbedingt wieder arbeiten.

Nun wird der Betrieb Ende September geschlossen. daher wird das Integrationsamt meiner Kündigung zustimmen (hatte ich ja leider aus selbigem Grund schon einmal) Meine Kollegen haben schon die Kündigung erhalten, bei mir steht es noch aus (da kürzere Kündigungsfrist). Ich habe noch Resturlaub den ich nicht mehr bis dahin nehmen , da mein einziger Arbeitsplatz-Kollege seit fast 2 Jahren krank. Mein AG ist mit einer Urlaubsabgeltung einverstanden.
Es sind 58 Tage (ja das kommt zusammen in 2 Jahren allein und mit dem SB-Aufschlag). Der Arbeitgeber erkennt das auch an.

1. Für die Anzahl der Urlaubstage aus der Abgeltung würde mein ALG 1 ruhen? Also 58 Tage Urlaubsabgeltung = 58 Tage ruhendes ALG? Bsp. statt ALG ab 01.10. also ALG erst am 23.12.19 (Bayern)?

Bin ich in dieser Zeit krankenversichert?

2. Man will mir, nach erfolgter Kündigung zum 30.09.2019 einen "Abwicklungsvertrag" anbieten. 01.10. - 31.12.2019. Erfolgt dann eine Sperre vom AfA 12 Wochen? Die Kündigung ist betriebsbedingt, Integrationsamt wird zustimmen.

Man will dann statt der Urlaubsabgeltung eine unwiderrufliche Freistellung ab 15.11.19 unter Abgeltung aller Urlaubsansprüche reinschreiben. Ginge das überhaupt? Vom 15.11. - 31.12. sind es nur 31 Arbeitstage. Was ist mit den verbleibenden 27 Tagen? Da kann die Afa ja nur drüberstolpern, da man mir für 27 Tage früher ALG zahlen müsste, oder?

3. Im Falle einer unwiderrufliche Freistellung ab 18.11.2020: Erwirbt man in der Zeit weiteren Urlaubsanspruch? Wenn ja, nur für die Zeit bis zur Freistellung oder die ganzen 3 Monate. Das wären ja nochmal 9 (35:12=2,916 x3 = 8,75) Tage für 3 Monate. Ab wann gilt im Falle der unwiderruflichen Freistellung die Arbeitslosigkeit? Ab Ende Abwicklungsvertrag oder Anfang Freistellung? Wann beginnt die Sperrzeit? Habe mal gelesen, dass die Sperrzeit schon ab unwiderruflicher Freistellung beginnt? Wann beginnt das ruhende ALG?

Ruhendes ALG 01.10. - 23.12. wegen Urlaubsabgeltung und anschließend Sperre vom 01.11.19 - 31.01.2020? können die "ruhend" und Sperre kombinieren?

Wie sieht es mit der Krankenversicherung aus während dieser Monate aus? Also während a) Freistellung b) Sperrzeit c)Ruhend

Ich weiß, viele Fragen. Ich finde mich da nicht mehr zurecht. Also schon mal Danke im voraus für die Mühe


Eure Stadtkatze
 

Kerstin_K

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Was ist denn das für ein Arbeitgeber, der dich 2 Jahre für einen Kollegen mitarbeiten lässt und dir nicht mal deinen Urlaub gewährt? Da würde ich keinen Handschlag mehr machen.
 

Stadtkatze

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Was ist denn das für ein Arbeitgeber, der dich 2 Jahre für einen Kollegen mitarbeiten lässt und dir nicht mal deinen Urlaub gewährt? Da würde ich keinen Handschlag mehr machen.

Ja, da magst Du richtig liegen. Nur, der Urlaub wäre mir vllt. gewährt worden, hätte ich ihn denn beantragt. Okay, mein AG wusste immer, dass das nicht möglich ist. Nur stand unsere Finanzierung (e.V. - Zweckbetrieb) immer auf wackeligen Füssen. Ich arbeite für schwerbehinderte Menschen die durch schwerste Krankheit oder Unfall an den Rollstuhl gefesselt sind. Da ist es nicht so einfach Urlaub zu nehmen oder gar mit "keinen Handschlag mehr machen". Die Leistung wird dann eben nicht erbracht. Das konnte und wollte ich nicht zulassen (bis zur Erschöpfung). Und ich werde es auch durchziehen bis zur Betriebsschließung (so es die Gesundheit noch zulässt).

Nun wurde seitens des Vereins beschlossen, unseren Zweckbetrieb zu schließen. Sehr bitter für mich, meine Kollegen und meine Kunden. Und ich stehe vor einem Wust von Fragen, wie ich mich durch den Dschungel Urlaubsabgeltung/ALG1-Sperre kämpfe. Mit 62 und SB wird man sich auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr um mich reißen.

Gruß Stadtkatze
 

Kerstin_K

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Okay, mein AG wusste immer, dass das nicht möglich ist.
Dann sollte Dein Arbeitgeber mal einen Blick ins Bundesurlaubsgesetz werfen. Abgeltung des Urlaubs in Geld ist nur bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses erlaubt.

Ich weiss Deinen Einsatz zu schätzen und ich kann als Rollstuhlfahrerin auch nachvollziehen, dass man ein Problem hat, wenn die Hilfe Urlaub hat. ABER: wenn Du wegen Überlastung zusammenbrichst, haben Deine Kunden auch nichts davon.

Eine Bitte noch: Gewöhne Dir eine etwas bewusstere Ausdrucksweise an. Ichhabe noch keinen Rollifahrer gesehen, der an des Rollstuhl gefesselt war. Sollte mir sowas unterkommen, dann rufe ich die Polizei.

Nachtrag: Dein Arbeitgeber hat eien Fürsorgepflicht. Das heisst, wen Du den Urlaub nicht beantragst, muss er dich sozusagen zwingen, ihn zu nehmen.
 
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Stadtkatze

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Hallo Kerstin, ich bitte um Entschuldigung dass mir der Fehler mit der Floskel unterlaufen ist. Das war bestimmt nicht despektierlich gemeint. Du hast selbstverständlich Recht.

Mein AG wird sich hüten mich zu zwingen Urlaub zu nehmen. Es gibt niemanden, der meinen Job machen könnte. Ich leite den Zweckbetrieb. Wenn ich ausfalle, muss gleich geschlossen werden und alle gebuchten Leistungen ersatzlos gestrichen. Ich habe immer wieder mal Urlaub eingereicht und bin daheim geblieben. Schlußendlich musste ich doch arbeiten (für mich ist auch Homeoffice eingerichtet) weil täglich neue Kundenanforderungen kommen. Ich leite einen Reiseveranstalter und Busbetrieb für Rollstuhlfahrer. So war der Urlaub weg und gearbeitet habe ich trotzdem. Ohne Stundenausgleich. Dazu war ich nicht mehr bereit. Mir war in Aussicht gestellt gewesen, wieder zumindest eine Teilzeitkraft einzustellen und dass ich dann endlich "richtigen" Urlaub machen kann. Statt dessen schließt man jetzt den Zweckbetrieb. Pünktlich nachdem der Afa-Zuschuß (wegen Ü 58 und SB 50%)für mich ausgelaufen ist. Eigentlich wollte ich die Jammergeschichte nicht posten. Man kann mich natürlich jetzt auch als Deppen sehen...

Gruß Stadtkatze
 

Kerstin_K

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Ich leite den Zweckbetrieb. Wenn ich ausfalle, muss gleich geschlossen werden und alle gebuchten Leistungen ersatzlos gestrichen.
Erstens mal ist niemand unersetztlich und zweitens verstehe ich auch solche Arbeitgeber nicht, de sich in derartige Abhängigkeit begeben. Du könntest ja auch plötzlich erkranken.

Dass man gleich alle gebuchten Leistungen streichen kann, nir weil Du nicht da bist, das kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen. Ganz kostenlos werden die Reisen ja auch nicht gewesen sein, dan hängen da oft auch noch Zulieferer dran wie Hotels usw. und du wirst ja auch nicht alle Busse alleine gefahren haben und alle Reisen veranstaltet, oder bist Du in der Lage, dich zu klonen?

Seis drum, das hilft Dir nicht weiter, wenn der betrieb geschlossen wird, bist Du Deinen Job los.
 

karuso

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Ich hätte schon dafür gesorgt das ich mein Urlaub bekomme notfalls hätte ich ihn eingeklagt vor dem Arbeitsgericht.Die Angestellten sollen arbeiten und kein Urlaub nehmen und der Chef macht sich ein schönes leben na soweit komme es noch. Der Betrieb wäre mir so etwas von egal.
 
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