Kündigung - und nun?

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Patrick T.

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Hallo,

ich war nun seit dem 01.11.08 als Verkäufer in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Gestern habe ich erfahren, dass ich zum 30. November gekündigt werde, da sie das Geschäft schließen werden. Die schriftliche Benachrichtigung steht noch aus, dürfte im Laufe dieser Woche bei mir eintreffen.

Nun wollte ich einfach mal fragen, was ich jetzt alles beachten muss, wie ich mich verhalten muss.

In der Tageszeitung bei uns habe ich am Wochenende gelesen, dass man sich innerhalb einer Woche melden muss. Muss das telefonisch passieren, muss ich die Arbeitsagentur persönlich aufsuchen, wie beantrage ich letztendlich Arbeitslosengeld und was erwartet mich in der Folgezeit?

Wäre schön, wenn mir jemand kurz nen kleinen Leidfaden mit auf den Weg geben kann, wie sich richtig zu verhalten ist.
 

Patrick T.

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Okay, danke für die Hilfe.
Vielleicht noch eine Frage. Bisher war es mir leider nicht gegönnt, eine Ausbildungsstelle zu finden, war dadurch eine zeitlang mit meiner Mutter in einer Bedarfsgemeinschaft (bin 21 Jahre) und habe Hartz IV bezogen, weshalb ich ja auch damals den Weg als normaler Arbeiter gegangen bin, als sich diese Chance mir bot. Ändert sich daran dann etwas, vielleicht auch bezüglich des Anspruchs auf Arbeitslosengeld? Oder muss ich mich neben Arbeitslos und Arbeitssuchend auch noch zusätzlich dann als Ausblidungssuchend melden?
 
E

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Hallo Patrick,

kläre das am sinnvollsten mit dem Arbeitsvermittler der Bundesagentur für Arbeit ab.

Eine Ausbildung solltest Du schon anstreben, denn Du bist ja noch jung und ewige Aushilfsjobs können bzw. sollten es nicht sein.

Viel Erfolg. :icon_smile:
 

Patrick T.

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Ja, in der Zeit als ich Arbeit hatte, bezog ich selbst die Kellerwohnung, nun werde ich wieder in das Stockwerk meiner Mutter gehen. Meine Mutter bekommt weiterhin Hartz IV .

@canigou: Selbstverständlich strebe ich weiterhin eine Lehre an. Zum dortigen Zeitpunkt blieb mir die Entscheidung, diesen Job anzunehmen oder eine Ausbildung einer vom Jobcenter angebotenen Maßnahme entsprechend anzunehmen. Ich habe mich dagegen entschieden, um nichts mehr damit zu tun zu haben. Letztendlich erwies sich das auch für den damaligen Zeitpunkt als richtige Entscheidung, da die Stelle bei der ich hätte anfangen können, damals kurz darauf dicht machte. Nun stehe ich halt leider wieder am selben Punkt wie vor gut einem Jahr. :icon_sad:
 

Octavius

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Wieso ziehst Du wieder zu deiner Mutter?
Ich würde im Keller wohnen bleiben, da bekommst Du die Wohnung bezahlt und hast keine Probleme später mit dem ausziehen bei deiner Mutter wenn du im ALG II bezug bist oder ähnliches.
 
E

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Hallo Patrick,

Selbstverständlich strebe ich weiterhin eine Lehre an. Zum dortigen Zeitpunkt blieb mir die Entscheidung, diesen Job anzunehmen oder eine Ausbildung einer vom Jobcenter angebotenen Maßnahme entsprechend anzunehmen.

Das war damals, heute ist Dein Ansprechpartner die Bundesagentur für Arbeit. Also nutze die Chance. :icon_smile:
 

Mario Nette

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Das war damals, heute ist Dein Ansprechpartner die Bundesagentur für Arbeit.
Aber nur dann, wenn die ARGE Patrick und seine Mutter nicht in eine BG steckt. Darum auch mein Rat: Bleibe in deiner Wohnung und ziehe nicht zu deiner Mutter. Wird eine BG angenommen, hast du nämlich zusätzlich das Problem, dass du dann vier Jahre lang nicht so einfach aus-/umziehen kannst, wenn du nicht durch Lohn o. ä. vollständig unabhängig von der ARGE wirst.

Mario Nette
 

ela1953

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Patrick hat nicht nur Anspruch auf ALG I , sondern auch auf Kindergeld und auf Wohngeld. Wenn er eine Ausbildungsstelle findet kann er sogar noch BAB beantragen (dann entfällt nämlich das Wohngeld)


Zieht er wieder zu seiner Mutter, die ALG II bezieht, dann packt die Arge ihn sofort wieder in eine BG .
 

Patrick T.

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Dazu sei noch gesagt, dass ich lediglich 500 Euro brutto verdient habe (für 40 Stunden/Woche, später auch noch mehr ...), für die Wohnung 195 Euro (+ 50 Euro Nebenkosten) an meinen Bruder (der das Haus in der ich wohne von meinem Vater abbezahlt) bezahlt habe und dadurch 70 Euro Wohngeld erhalten habe. Jetzt ist der Anspruch auf Wohngeld abgeklungen und ich hab daher nun auch nicht gewusst, dass ich weiterhin Anspruch darauf habe.

Theoretisch ließe sich mit meinem Bruder sicher noch etwas reden, damit die Miete n bisschen gedrückt wird.

Wenn man die ganzen Umstände nun berücksichtigt, hat das irgendeinen Einfluss auf irgendwelche Ansprüche?
 
E

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Dazu sei noch gesagt, dass ich lediglich 500 Euro brutto verdient habe (für 40 Stunden/Woche, später auch noch mehr ...),

500 pro Monat? Oder pro Woche?:confused:


für die Wohnung 195 Euro (+ 50 Euro Nebenkosten) an meinen Bruder (der das Haus in der ich wohne von meinem Vater abbezahlt) bezahlt habe und dadurch 70 Euro Wohngeld erhalten habe. Jetzt ist der Anspruch auf Wohngeld abgeklungen und ich hab daher nun auch nicht gewusst, dass ich weiterhin Anspruch darauf habe.

Also ich denke mit der Warmmiete wird dir selbst bei eventuellen ALG 2 Leistungen keine Probleme entstehen.

Habt ihr einen Mietvertrag bzw Untermietervertrag abgeschlossen? Wäre für die Zukunft sicherlich von Vorteil.

Und als arbeitende Person steht dir immer Wohngeld zu.

Theoretisch ließe sich mit meinem Bruder sicher noch etwas reden, damit die Miete n bisschen gedrückt wird.

Das solltest du tunlichst vermeiden. Hört sich ja fast an als soll dein Bruder für dich aufkommen.

Wenn man die ganzen Umstände nun berücksichtigt, hat das irgendeinen Einfluss auf irgendwelche Ansprüche?

Erstmal wirst du in ALG 1 kommen. Wenn du die Kündigung hast direkt beim Arbeitsamt vorsprechen. Auch direkt ansprechen wegen der Arbeitsvermittlung und der Ausbildung. Wenn du als Verkäufer deine Lehre machen willst erkundige dich beim Arbeitsvermittler oder bei der IHK inweit man die Tätigkeit in der du warst anrechnen kann auf die Ausbildungszeit. Den dann kannst du verkürzen.

Zu den Unterkunftskosten. Wohngeld beantragen. Kindergeld steht dir auch zu.

Das heisst du bekommst ALG 1 + Wohngeld + Kindergeld = dein Bedarf.

Viel Glück:icon_daumen:
 

Patrick T.

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Hehe, ja ... 500 Euro pro Monat :icon_sad:

Okay, vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps. Da kommt man offensichtlich doch ganz schnell unter die Räder, wenn man nicht genügend Kenntnisse über Rechte und Pflichten verfügt.
 
E

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Hehe, ja ... 500 Euro pro Monat :icon_sad:
Dann wäre die Frage, ob man den Arbeitgeber nicht wegen Lohndumping drankriegen kann ...

Im Übrigen ist es ratsam den Arbeitsvertrag zu prüfen, was da in Bezug auf Kündigungsfristen drinsteht. Wenn Du schon über ein Jahr dort arbeitest, dürfte die Kündigungsfrist nämlich länger als 2 Wochen sein, somit wäre eine Kündigung zum 30.11.09 schon mal rechtswidrig.

Und außerdem muss eine Kündigung schriftlich erfolgen. Wenn Dein Arbeitgeber nur sagt, dass Du gekündigt wirst, es Dir aber nicht schreibt (und beweisen kann, dass die Kündigung Dir zugegangen ist!), gibt es auch keine Kündigung.

Du solltest auf jeden Fall am 1.12.09 in die Firma gehen und Deine Arbeitsleistung anbieten. Das ist ganz wichtig, denn sonst hast Du durch so genanntes "konkludentes Verhalten" die Kündigung akzeptiert.

Das AA (Arbeitsamt) wird prüfen, ob die Kündigung fristgerecht erfolgte. Wenn dies nicht der Fall ist, Du die Kündigung aber so akzeptiert hast (also nicht am 1.12. beim Arbeitgeber auf der Matte standest), kann es sein, dass sie eine Sperrzeit verhängen, weil sie annehmen, Du hast der Kündigung zugestimmt.

Geh auf jeden Fall sobald Du die schriftliche Kündigung hast zum Arbeitsgericht zur Rechtspflegestelle zwecks eventueller Klageeinreichung.

Achtung: Fristen beachten!
Ab Zugang der Kündigung hast Du 3 Wochen Zeit der Klageeinreichung.

Bezüglich Arbeitsamt: Du solltest Dich umgehend arbeitssuchend melden. Dem AA sagst Du, dass Du gehört hast, dein AG wolle Dir kündigen und Du Dich rein vorsorglich arbeitssuchend melden möchtest. Soweit ich mich erinnern kann, geht eine Arbeitssuchend-Meldung auch telefonisch. Halte Deinen Lebenslauf bereit, die fragen Dich nach Kenntnissen und Qualifikationen.

ArbeitsLOS kannst Du Dich erst melden, wenn Du definitiv keine Arbeit mehr hast. Dann musst Du aber SOFORT PERSÖNLICH zum AA, gleich am ersten Tag ohne Arbeit.

Grüße
Arbeitssuchend
 
E

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Hehe, ja ... 500 Euro pro Monat :icon_sad:

Das ist doch nicht wahr:icon_eek:

Den AG solltest du da wegen Lohndumping wirklich drankriegen. das sind ja nur 3,71 @ in der stunde die du verdient hast.

Ein Verkäufergehalt bei gelernten liegt im ersten Berufsjahr bei 1600 € brutto ungefähr

Okay, vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps. Da kommt man offensichtlich doch ganz schnell unter die Räder, wenn man nicht genügend Kenntnisse über Rechte und Pflichten verfügt.

Ja das ist allerdings wahr.
 

Patrick T.

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Nunja, mir war ja bewusst, worauf ich mich einlasse. Ich bin ungelernt und wollte einfach vorerst kein Jobcenter-Gesichter mehr sehen. Irgendwann ging es - auch wenn es bei einem 21Jährigen vielleicht komisch klingen mag - an die Psyche. Die Arbeitssuche hat sich ja schon in den Jahren davor als schwierig herausgestellt. Zumal ich glaube, dass für zukünftige Bewerbungen es dem Lebenslauf sicher auch mal gut tut, dass ich nicht nur Maßnahmen drinstehen habe, die über das Jobcenter vermittelt wurden, sondern in dem Falle auch Eigeninitiative erkennbar ist. Darum ging es mir eben auch. Daher habe ich diese Möglichkeit wahrgenommen. Es handelte sich um ein kleines Teppichgeschäft, das der Arbeitgeber aber nun nicht mehr halten kann/will. Daher kann ich auch am 01.12. nicht zur Arbeit erscheinen, weil zu diesen Zeitpunkt das Geschäft bereits geschlossen ist. Laut meinem Arbeitgeber ist die schriftliche Kündigung auch bereits unterwegs.

Wie gesagt, auch wenn gerade die letzten Wochen aus diversen Gründen recht hart waren (wenn ich die noch offenlege, haltet ihr mich wahrscheinlich für komplett beschränkt, hehe), war ich mir der Lage bewusst und letztendlich hat es mich zumindest bis zum doch eher abrupten Ende wenigstens wieder n bisschen Selbstbewusstsein beschert. Was mich letztendlich gestört hat, dass mir in den vergangenen Wochen regelmäßig Gehaltserhöhungen in Aussicht gestellt wurde, mit dem Resultat, dass nun plötzlich Schluss ist. Im Nachhinein kommt das dann schon eine Hinhaltung gleich.

Das Arbeitsamt habe ich inzwischen telefonisch kontaktiert, die Daten zum Lebenslauf soll ich - warum auch immer - erst Freitag durchgeben und dann wird mir ein Termin zugeschickt.
 

Mario Nette

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Patrick hat Anspruch auf ALG 1
Ja, in der Zeit als ich Arbeit hatte, bezog ich selbst die Kellerwohnung, nun werde ich wieder in das Stockwerk meiner Mutter gehen. Meine Mutter bekommt weiterhin Hartz IV .
Es ging doch darum, wieder zuhause einzuziehen. Getreu dem Grundsatz: Ist einer in einer BG ein Hartzi, sind es automatisch alle - wegen der Einkommensaufteilung. Und da steht dann nämlich die Unsicherheit im Raum, ob Patrick als Kind durch den auf ALG I aufstockenden Wohngeldbezug doch wieder aus der BG fallen könnte. Ich weiß nicht, ich würde mir derartige Unsicherheiten nicht geben.

Mario Nette
 

Patrick T.

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Vergiß nich dich auch AUSBILDUNGSSUCHEND zu melden damit du weiterhin Anspruch aufs Kindergeld hast

Ich hätte zwischendurch vielleicht mal wieder reinschauen sollen. Diesbezüglich habe ich mich erkundigt und mir wurde gesagt, dass ich erst wieder Kindergeld erhalte, wenn ich auch tatsächlich eine Ausbildung angetreten habe ...

Warum ich diesen Thread wieder hoch hole, hat schließlich nen Grund. Ich habe nämlich nun auf Wohngeld verzichtet, weil der dortige Bearbeiter mir schon nicht glauben wollte, als ich in Arbeit war und tatsächlich Miete an meinem Bruder zahlte, trotz Nachweise. Daher bin ich nun doch in der Bedarfsgemeinschaft mit meiner Mutter wieder und habe ergänzend Hartz IV beantragt.

Ich habe aber das Gefühl (oh Wunder), dass man dort alles dafür tut, um einen Knüppel zwischen die Beine zu pfeffern.

Meine Mutter war am 14. Dezember zum ersten Mal dort, hat angekündigt, dass ihr Ehemann keinen Unterhalt mehr zahlen kann (hat ebenfalls seinen Job im Dezember verloren), um entsprechend zustehende Leistungen nun vom Jobcenter zu beziehen. Bis heute ist seitens Jobcenter kein Entscheid in Sicht. Meine Mutter lebt daher seit Anfang des Jahres mit 191 €uro, ich von 233 Euro ALG I . Und obwohl wir regelmäßig den Forderungen nachgekommen sind, diverse Nachweise zu erbringen, scheint das immer noch nicht genug zu sein. Praktisch wöchentlich kommt ein neuer Brief, wo etwas neues verlangt wird.

Heute ist dann beispielsweise die Aufforderung gekommen, weitere Unterlagen meinerseits einzusenden. Darin wird gefordert, meinen Ebay-Mitgliedsnamen, eine Umsatzaufstellung der letzten drei Monate und ggf. PayPal-Kontoauszüge vorzulegen. Ich habe mich vor Weihnachten einigen Sachen via Ebay entledigt. Die Kontoauszüge meines Girokontos (der letzten 3 Monate) hierzu liegen dem Jobcenter bereits vor. Warum also diese Forderung? Zumal der Verkauf (bis auf 4 Artikel, die ich für meinen Bruder im Januar noch eingestellt habe) noch in der Zeit liegt, als ich noch Lohn vom Arbeitgeber bekommen habe.

Ich mein, was kommt denn als nächstes? Kommt dann nächste Woche die Aufforderung, einen Nachweis der Anzahl an Unterhosen vorzulegen? Ist das denn alles in Ordnung, was die fordern? Und was soll denn so eine Umsatzaufstellung beinhalten? Umsatz und Artikel? Nur Umsatz?

2 Tage nach dem ich überhaupt die Unterlagen angefordert habe, um den Antrag für Hartz IV auszufüllen, habe ich schon einen Termin für den Berufsberater (Post von der Arbeitsagentur wird sicherlich auch in den nächsten Tagen mit einem neuerlichen Termin hereinflattern) bekommen. Der ist nächsten Freitag. Muss man sich den üblichen Pflichten unterordnen, obwohl weiterhin in den Sternen liegt, wann wir überhaupt mal Geld bekommen?

Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen klar ausgedrückt. Bin deswegen gerade schon in Rage. Am Liebsten würde ich sofort wieder den Antrag zurückziehen und hoffen, baldmöglichst eine noch so kleine Anstellung zu finden, um halbwegs über die Runden zu kommen. Ich hoffe, mir kann hier n bisschen geholfen werden...
 
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Ich hätte zwischendurch vielleicht mal wieder reinschauen sollen. Diesbezüglich habe ich mich erkundigt und mir wurde gesagt, dass ich erst wieder Kindergeld erhalte, wenn ich auch tatsächlich eine Ausbildung angetreten habe ...

Und da bist du der Familienkasse auf den Leim gegangen. Solange du ausbildungssuchend, in der Ausbildung oder in einer schulischen Ausbildung dich befindest steht dir Kindergeld zu bzw. deinen Eltern.

Und wie oft noch? lass dir sowas schriftlich geben. Darauf hast du Anspruch. Also auf einen Bescheid. Negativ oder positiv ausfallend ist erstmal egal. Man kann jedenfalls dagegen rechtliche Schritte einreichen. Gegen eine mündliche absage nicht.

Warum ich diesen Thread wieder hoch hole, hat schließlich nen Grund. Ich habe nämlich nun auf Wohngeld verzichtet, weil der dortige Bearbeiter mir schon nicht glauben wollte, als ich in Arbeit war und tatsächlich Miete an meinem Bruder zahlte, trotz Nachweise. Daher bin ich nun doch in der Bedarfsgemeinschaft mit meiner Mutter wieder und habe ergänzend Hartz IV beantragt.


Und wieder bist du einem auf dem Leim gegangen. Dieses mal war es das Wohngeldamt. Auch dort gilt: Du hast einen Anspruch auf einen rechtsmittelfähigen Bescheid wie auch bei der Familienkasse.



Ich habe aber das Gefühl (oh Wunder), dass man dort alles dafür tut, um einen Knüppel zwischen die Beine zu pfeffern.

Glückwunsch zu der Erkenntnis. :icon_daumen:

Aber hättest du dich hier reingelesen und es auch verstanden wäre dir aufgefallen das dies hier keine Märchen sind sondern reale Situationen. Wieso sollte es bei dir anders sein?

Meine Mutter war am 14. Dezember zum ersten Mal dort, hat angekündigt, dass ihr Ehemann keinen Unterhalt mehr zahlen kann (hat ebenfalls seinen Job im Dezember verloren), um entsprechend zustehende Leistungen nun vom Jobcenter zu beziehen. Bis heute ist seitens Jobcenter kein Entscheid in Sicht. Meine Mutter lebt daher seit Anfang des Jahres mit 191 €uro, ich von 233 Euro ALG I . Und obwohl wir regelmäßig den Forderungen nachgekommen sind, diverse Nachweise zu erbringen, scheint das immer noch nicht genug zu sein. Praktisch wöchentlich kommt ein neuer Brief, wo etwas neues verlangt wird.

Hier entsteht ein erheblicher Rechtnachteil. Da ich merke das du und deine Mutter nicht die nötigen juristischen Kenntnisse habt solltet ihr einen Anwalt zu rate ziehen.

Gehe zum für die zuständigen Amtsgericht und beantrage einen Beratungshilfeschein . Bitte mit Beistand hin. Sollte dieser dir verweigert werden weise die Dame oder den Herrn auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts
1 BvR 1517/08 hin und das Sie gegen ein Grundrecht verstösst und du dich auch bei ihrem Vorgesetzten beschweren wirst.



Heute ist dann beispielsweise die Aufforderung gekommen, weitere Unterlagen meinerseits einzusenden. Darin wird gefordert, meinen ibääh-Mitgliedsnamen, eine Umsatzaufstellung der letzten drei Monate und ggf. PayPal-Kontoauszüge vorzulegen. Ich habe mich vor Weihnachten einigen Sachen via ibääh entledigt. Die Kontoauszüge meines Girokontos (der letzten 3 Monate) hierzu liegen dem Jobcenter bereits vor. Warum also diese Forderung? Zumal der Verkauf (bis auf 4 Artikel, die ich für meinen Bruder im Januar noch eingestellt habe) noch in der Zeit liegt, als ich noch Lohn vom Arbeitgeber bekommen habe.

Ich denke das geht die Arge nichts an. das ist Umwandlung von Sachen die dir privat gehören.

Solange da kein gewerblicher Handel von dir aus geht ist das rechtlich okay.

Und einen Antrag zu verschleppen wegen angeblicher fehlender Unterlagen ist nicht zulässig.

Ich mein, was kommt denn als nächstes? Kommt dann nächste Woche die Aufforderung, einen Nachweis der Anzahl an Unterhosen vorzulegen? Ist das denn alles in Ordnung, was die fordern? Und was soll denn so eine Umsatzaufstellung beinhalten? Umsatz und Artikel? Nur Umsatz?

Nein es ist nicht in Ordnung. Auch das die Familienkasse und das Wohngeldamt dich da übers Ohr gehauen haben. Aber du hast nicht auf dein Recht bestanden.



2 Tage nach dem ich überhaupt die Unterlagen angefordert habe, um den Antrag für Hartz IV auszufüllen, habe ich schon einen Termin für den Berufsberater (Post von der Arbeitsagentur wird sicherlich auch in den nächsten Tagen mit einem neuerlichen Termin hereinflattern) bekommen. Der ist nächsten Freitag. Muss man sich den üblichen Pflichten unterordnen, obwohl weiterhin in den Sternen liegt, wann wir überhaupt mal Geld bekommen?

Ja du musst da hin da du ja Leistungen vom Amt bekommst. Die Höhe ist da denen egal. die werden dir selbst das wegkürzen wenn du nicht hingehst oder ohne wichtigen Grund fernbleibst.

Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen klar ausgedrückt. Bin deswegen gerade schon in Rage. Am Liebsten würde ich sofort wieder den Antrag zurückziehen und hoffen, baldmöglichst eine noch so kleine Anstellung zu finden, um halbwegs über die Runden zu kommen. Ich hoffe, mir kann hier n bisschen geholfen werden...

Ohhh du gibst schon auf? Den gefallen würde ich denen aber nicht tun. Und mit der Anstellung ist schön und gut, nur bis dahin solltest du von was Leben können. Und das musst du dir "erarbeiten" wenn du so willst.

Mein Rat: Gehe zum Amtsgericht wie oben beschrieben. Kontoauszüge und alles was relevant ist mitnehmen.Mach denen klar das du ein rechtnachtteil hast und dir nicht geholfen wird sein ??? Monaten. Gehe mit dem Schein zu einem Anwalt für Sozialrecht. Am besten Fachanwalt wenn möglich. Dieser wird dir dann alles weitere erklären

Auf eigene Faust würde ich nichts mehr tun. Dazu fehlt dir scheinbar das Durchsetzungsvermögen.

Viel Glück:icon_daumen:
 
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