Kündigung ok ?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

frank0265

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 April 2009
Beiträge
762
Bewertungen
171
Meine Frage : Ist diese Ordentliche Kündigung eigentlich rechtskonform und würde sie vor Gericht standhalten ?
 

Anhänge

  • Kündigung.pdf
    15,4 KB · Aufrufe: 203

Porks

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2008
Beiträge
600
Bewertungen
323
hi

soweit in Ordnung ! Was ist der Kündigungsgrund der fehlt da könnte man dann noch was machen, wenn der Grund der Kündigung nicht passt( zb. Auftragslage) und die Stellen neue Ein.
Kündigungsfristen ? Was steht im Arbeitsvertrag.
 

KARLderWEHRER

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
22 Juli 2012
Beiträge
563
Bewertungen
184
Das hängt grundsätzlich von verschiedenen Faktoren ab:

1.) Wie lange bist du dort beschäftigt gewesen? Nach 6 Monaten Beschäftigung greift das Kündigungsschutzgesetz.

2.) Ist die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist eingehalten worden? Hat der Arbeitgeber die Kündigung rechtzeitig ausgesprochen?

3.) Gegen eine Kündigung kann/sollte man eigentlich immer die sogenannte "Kündigungsschutzklage" erheben, insofern das Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate angedauert hat.

Dabei kannst du ggf. auch eine Abfindung für dich rausholen, die u. U. relativ hoch ausfallen kann.

Bei weiteren Fragen einfach melden!
 
S

silka

Gast
Meine Frage : Ist diese Ordentliche Kündigung eigentlich rechtskonform und würde sie vor Gericht standhalten ?
Sorry, Mario A. aus A.
bitte nimm doch deine Klardaten dort raus.
---wer das jetzt alles lesen könnte;-((

Es ist eine ordentliche Kündigung. Was im Arbeitsvertrag steht, weiß ich nicht. Ob ein Tarifvertrag gültig ist, auch nicht.
Deswegen kann man nicht einfach sagen, o.k.
Du hast sie aber offenbar durch Unterschrift akzeptiert.

Wär nett, wenn du das noch erklärst---und anonymisierst.

Falls du dagegen klagen willst, dann ist die Frist 3 Wochen (ab 14.1.203)
 
S

silka

Gast
@KdW
wenn es eine kleine Firma ist, greift das Kündigungsschutzgesetz leider nicht, egal, wie lange man dort beschäftigt war.
Wenn die K-Frist 2Wochen zum Monatsende sind (lt. AV), dann würds passen.
(14.-31.1)
 

KARLderWEHRER

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
22 Juli 2012
Beiträge
563
Bewertungen
184
@KdW
wenn es eine kleine Firma ist, greift das Kündigungsschutzgesetz leider nicht, egal, wie lange man dort beschäftigt war.
Wenn die K-Frist 2Wochen zum Monatsende sind (lt. AV), dann würds passen.
(14.-31.1)

Hallo Silka,

danke für dein Feedback!

KschG greift erst ab einem Unternehmen mit mehr als 5 AN?

Die ganze Sache ist eigentlich sehr komplex, sodass man eigentlich kaum eine vernünftige Antwort auf die Frage "Ist die Kündigung okay?" geben kann.

Vielleicht bekommen wir noch mehr Info´s und können dann ggf. weitere Info´s liefern!
 

Couchhartzer

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
Beiträge
5.550
Bewertungen
9.769
KschG greift erst ab einem Unternehmen mit mehr als 5 AN?
Es gibt 2 Varianten, ab wann das Kündigungsschutzgesetz anzuwenden sein kann.
Die Variante mit regelmäßig 5 oder mehr beschäftigten Arbeitnehmern ist die, welche für Arbeitsverhältnisse anzuwenden ist, die vor dem 01.01.2004 begonnen haben.
In den anderen Fällen für Arbeitsverhältnisse welche nach dem 01.01.2004 begonnen haben gilt die Variante mit 10 oder mehr regelmäßig beschäftigten Arbeitnehmern.
~> https://www.kündigungsschutz.com/
 

Flumpe

Elo-User*in
Mitglied seit
25 Februar 2012
Beiträge
291
Bewertungen
87
Also ich finde die Kündigung nicht korrekt.

Natürlich kann ich mich irren, aber die Geschichte mit dem Urlaub und den Überstunden stößt mir sauer auf.

Aber naja, wer einen Hund schlagen will ......
 

frank0265

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 April 2009
Beiträge
762
Bewertungen
171
Danke erstmal für Euere Antworten.

Also der Betrieb war ein KMU. Nur Chef und sein Angestellter. Dieser begann am 02.03.2012 mit der Probezeit bis zum 30.08.2012. Alles mittels Probearbeitsvertrag abgesichert. Es erfolgte jedoch eine Weiterbeschäftigung - ohne jeden Arbeitsvertrag ( AN hat nie einen bekommen ). Die Auftragslage war nicht die Beste. Und so wurde diese Ordentliche Kündigung zum 31.01.2013 ausgesprochen.
 

frank0265

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 April 2009
Beiträge
762
Bewertungen
171
Also ich finde die Kündigung nicht korrekt.

Natürlich kann ich mich irren, aber die Geschichte mit dem Urlaub und den Überstunden stößt mir sauer auf.

Aber naja, wer einen Hund schlagen will ......


Jau, genau das stört mich auch daran. Und auch dieser fettgedruckte Anhangstext - der gehört da gar nicht hin. Das man sich wieder Arbeit suchen muss, dürfte ja eigentlich bekannt sein.

Und - auf eine Kündigung noch handschriftliche Vermerke.... sehr seltsam. Seit wann muss man denn eine Kündigung noch unterschreiben ? Das ist doch eine einseitige Willenserklärung und es bedarf keiner Unterschrift, damit sie rechtsgültig wird. So habe ich das jedenfalls mal gelernt.
 
S

silka

Gast
Danke erstmal für Euere Antworten.

Also der Betrieb war ein KMU. Nur Chef und sein Angestellter. Dieser begann am 02.03.2012 mit der Probezeit bis zum 30.08.2012. Alles mittels Probearbeitsvertrag abgesichert. Es erfolgte jedoch eine Weiterbeschäftigung - ohne jeden Arbeitsvertrag ( AN hat nie einen bekommen ). Die Auftragslage war nicht die Beste. Und so wurde diese Ordentliche Kündigung zum 31.01.2013 ausgesprochen.

KMU??? kleinstes Mini-Unternehemen?

Ich denke, der AV gilt dann weiter so wie der erste der Probezeit fort.
Der AN hat seine Arbeitskraft weiterhin angeboten.
Der AG hat sie weiterhin angenommen.

KS-Klage fällt bei KMU dann aus.
Wenn der AN seine Arbeitskraft nicht jetzt nach dem 14.1 weiterhin angeboten hat, sondern sogar mit Einverständnis am 14.1. die Kündigung entgegengenommen hat---ich sehe da nichts, was möglich ist.
jedenfalls kein Arbeitsgericht.
man kann aber trotzdem nach einer Abfindung fragen---fragen kostet nichts.
Und nach einem wohlwollenden qualifizierten Arbeitszeugnis.
Das würde ich auf jeden Fall haben wollen---für den nächsten AG.
 

frank0265

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 April 2009
Beiträge
762
Bewertungen
171
Um ganz sicher zugehen, suche einen Rechtsanwalt auf der sich im Arbeitsrecht gut auskennt.

Warst du noch in der Probezeit?

Zum Glück betrifft die Kündigung nicht mich, sondern ich frage auf Grund einer Bitte meines Schwagers. Nein, die Probezeit war bereits zum 30.08.2012 abgelaufen.

KMU = Kleines mittelständisches Unternehmen
 

frank0265

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 April 2009
Beiträge
762
Bewertungen
171
KMU??? kleinstes Mini-Unternehemen?

Ich denke, der AV gilt dann weiter so wie der erste der Probezeit fort.
Der AN hat seine Arbeitskraft weiterhin angeboten.
Der AG hat sie weiterhin angenommen.

KS-Klage fällt bei KMU dann aus.
Wenn der AN seine Arbeitskraft nicht jetzt nach dem 14.1 weiterhin angeboten hat, sondern sogar mit Einverständnis am 14.1. die Kündigung entgegengenommen hat---ich sehe da nichts, was möglich ist.
jedenfalls kein Arbeitsgericht.
man kann aber trotzdem nach einer Abfindung fragen---fragen kostet nichts.
Und nach einem wohlwollenden qualifizierten Arbeitszeugnis.
Das würde ich auf jeden Fall haben wollen---für den nächsten AG.


AN ist jetzt 14 Tage krankgeschrieben.... . ALO beginnt somit per 01.02.2013
 

VoPi35

Elo-User*in
Mitglied seit
20 Januar 2012
Beiträge
167
Bewertungen
58
Danke erstmal für Euere Antworten.

Also der Betrieb war ein KMU. Nur Chef und sein Angestellter. Dieser begann am 02.03.2012 mit der Probezeit bis zum 30.08.2012. Alles mittels Probearbeitsvertrag abgesichert. Es erfolgte jedoch eine Weiterbeschäftigung - ohne jeden Arbeitsvertrag ( AN hat nie einen bekommen ). Die Auftragslage war nicht die Beste. Und so wurde diese Ordentliche Kündigung zum 31.01.2013 ausgesprochen.

Wenn eine Weiterbeschäftigung ohne Arbeitsvertrag erfolgte gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen.
Das sind meines Wissens 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende.
Somit ist die Kündigungsfrist hier nicht gewahrt.

Anwalt aufsuchen und klären lassen wäre mein Rat, denn sonst droht auch von der AfA eventuell noch ärger.

Die Unterschrift ist im übrigen völlig egal, da nur der Erhalt bestätigt wurde, nicht dem Inhalt zugestimmt wurde.

Nachtrag : Auch der Text über Urlaub und Überstunden wäre zu Prüfen, da eben die gesetzlichen Regelungen greifen.

Nachtrag 2 : Sollte die Kündigungsfrist nicht gewahrt worden sein, ist die Kündigung unwirksam und somit gibts nochmal 4 Wochen mehr Geld vom AN.
 

Ollunddoll

Elo-User*in
Mitglied seit
21 September 2012
Beiträge
399
Bewertungen
335
Sorry, Mario A. aus A.
bitte nimm doch deine Klardaten dort raus.
---wer das jetzt alles lesen könnte;-((

Es ist eine ordentliche Kündigung. Was im Arbeitsvertrag steht, weiß ich nicht. Ob ein Tarifvertrag gültig ist, auch nicht.
Deswegen kann man nicht einfach sagen, o.k.
Du hast sie aber offenbar durch Unterschrift akzeptiert.

Wär nett, wenn du das noch erklärst---und anonymisierst.

Falls du dagegen klagen willst, dann ist die Frist 3 Wochen (ab 14.1.203)

Ich lese da nirgends, dass er die Kündigung akzeptiert hat. NUR, daß er sie am .... erhalten hat.

Ganz abgesehen davon, heute ist man leider gezwungen, eine Kündigungsschutzklage zu machen, das Arbeitsamt droht sonst sofort mit Sperre.
 
E

ExitUser

Gast
Lt BGB § 622 muß die Kündigungsfrist von vier Wochen auch bei KMU eingehalten werden:

[...]

(5) Einzelvertraglich kann eine kürzere als die in Absatz 1 genannte Kündigungsfrist nur vereinbart werden,



1. [...]
2.


wenn der Arbeitgeber in der Regel nicht mehr als 20 Arbeitnehmer ausschließlich der zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten beschäftigt und die Kündigungsfrist vier Wochen nicht unterschreitet.


[...]
 
S

silka

Gast
Ich lese da nirgends, dass er die Kündigung akzeptiert hat. NUR, daß er sie am .... erhalten hat.
Ganz abgesehen davon, heute ist man leider gezwungen, eine Kündigungsschutzklage zu machen, das Arbeitsamt droht sonst sofort mit Sperre.

Da kann man sich streiten. Der AN hat unterschrieben, die K. erhalten---das wird aber regelmäßig als Anerkenntnis gewertet.
-Er hätte nicht unterschreiben brauchen.
-Er hätte schreiben können: zur Kenntnis genommen
Wer aber weiß das schon in diesem Moment?
Jedenfalls hat er sie *erhalten*---also in die Hand bekommen, persönlich übergeben.

KS-Klage geht nicht. Lies bitte nach in Beitrag #11.
und bitte lies auch, was der TE noch so erklärt.
 
S

silka

Gast
Wenn eine Weiterbeschäftigung ohne Arbeitsvertrag erfolgte gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen.
Das sind meines Wissens 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende.
Somit ist die Kündigungsfrist hier nicht gewahrt.

Hast du dazu mal eine Rechtsgrundlage?

Nachtrag : Auch der Text über Urlaub und Überstunden wäre zu Prüfen, da eben die gesetzlichen Regelungen greifen.

Hast du dazu auch eine gesetzliche Regelung?

Nachtrag 2 : Sollte die Kündigungsfrist nicht gewahrt worden sein, ist die Kündigung unwirksam und somit gibts nochmal 4 Wochen mehr Geld vom AN.
Auch dafür was gesetzliches?

Es wäre für alle hilfreich.
Dann könnten alle diese Rechtsgrundlagen lesen, ihren Irrtum erkennen und auch der TE wüßte, was evtl. noch zu richten geht.
Vielen Dank im Voraus;-):icon_daumen:
 

Roter Bock

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 Juni 2011
Beiträge
3.270
Bewertungen
3.303
Ich habe es mir noch mal angesehen. Mit den Fristen stimmt was nicht. Kündigung zum 31.1.2013 erhalten am 14.1.2013? Welche Kündigungsfrist steht im Arbeitsvertrag? Bitte Nachsehen.

In der Probezeit ist die Frist kürzer - aber die war ja vorbei. Darauf kann sich der AG nicht berufen. Mensch ab zum Anwalt oder der Gewerkschaft falls Du Mitglied bist. Prüfen und gegebenfalls Klage einreichen. Kann so hier ohne den Vetrag zu kennen nicht leicht beurteilt werden.

Kündigungsschutz geht bei so kleinen Läden nicht - die Fristen muss er aber einhalten - weil die Kündigung ist ja nicht mit fristlos begründet. Er hat nicht fristgerecht gekündigt - Du kannst nach der Probezeit von den gesetzlichen Regelungen ausgehen!

Schau hier wegen der Fristen:

§ 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen (BGB)

(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.
(2) Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen...

Also Arbeitsvertrag schnappen und zum Anwalt! Oder zum Arbeitsgericht, dort in die Rechtsantragstelle. Die Kündigung ist meiner Meinung nach so unwirksam.



Roter Bock
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten