Kündigung erhalten, 400,-- Eurojob

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Zottele

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Hallo
Als ich heute Mittag mit der Arbeit anfing war noch alles in Ordnung. Und nun sitze ich hier mit der Kündigung und bin total fertig.

Am 01.02.2011 habe ich diesen 400,-- Eurojob angefangen.
Und heute um 16.20 Uhr kommt Chef wieder in den Laden und legt mir ein Schreiben vor die Nase mit der Bitte dieses zu unterschreiben. Auf meine Frage, was das ist, kommt Chef nur mit dem Kommentar- Deine Kündigung!
Ich durfte nach Unterschrift auch sofort den Ladenschlüssel abgeben und bekam noch gesagt, das ich bis 28.02 2013 freigestellt bin. Also nicht mehr arbeiten muß. Und mußte den Laden augenblicklich verlassen. ( Als wenn ich wer weiß was verbrochen hätte, ich fühle mich so verletzt und gedemütigt....)

Nun hätte ich aber nächste Woche noch 3 Tage Resturlaub aus 2012 gehabt. Und hätte dann immer noch einen Tag Resturlaub aus 2012 übrig, ebenso die Urlaubstage für Januar 2013 und Februar 2013.

Nachdem ich nun schon einige Zeit im Inet versucht habe, etwas zur Kündigungsfrist bei einem 400,-- Eurojob zu finden und nun gar nicht mehr durchblicke habe ich einige Frage.

Mein Chef sagte vorhin etwas von- du hast ja eine 4 Wochenkündigungsfrist also brauchst du bis zum Ende Februar nicht mehr kommen und kanns so auch deinen Urllaub noch abfeiern.
Aber da stimmt dann ja irgendwas nicht- oder hab ich jetzt ein Brett vor dem Kopf.
Die vier Wochen Kündigungsfrist werden doch von seiner Seite dann schon nicht eingahlten? Da der Februar ja nur 28 Tage hat. Und selbst wenn sie doch eingehalten wären, dann sind meine Urlaubstage aber nicht abgegolten, oder irre ich mich da.
Er sagte nur noch, das ich Ende Februar noch einmal Gehalt bekomme und dann wären wir klar.
Seh ich jetzt nicht so. Ich möchte ihm nichts schenken, aber auch nichts haben, was mir nicht zusteht.
Und da ich in den letzten 2 Jahren nur zweimal krank war, immer pünktlich zur Arbeit erschienen bin, nie irgendetwas ausser der Reihe gefordert habe( verschieben von Arbeitstagen u.s.w. ) und obendrein auch jede Woche ( doof wie ich bin) 1,5 Std. für lau gearbeitet habe, sehe ich nicht ein, auf meine restlichen Urlaubstage zu verzichten.
Kann mir igrendwer von Euch da raushelfen, ich blicks einfach nicht.
Schonmal herzlichen Dank im Voraus.
 
R

Rounddancer

Gast
Ha no, nun, "Undank ist der Welten Lohn" sagt dazu der Volksmund zutreffend.

Hm, der Februar hat 28 Tage und vier Wochen a sieben Tage sind 28 Tage,- das paßt schon.

Ob Du in der Zeit Resturlaub nimmst, oder arbeitest, oder freigestellt wirst,- das ist da Jacke wie Hose.

Das mit der Kündigung und sofortigen Freistellung ist mittlerweile üblich geworden,-
dadurch soll verhindert werden, daß die, die gegangen wurden, noch was anstellen, z.B. sabotieren können.

Früher bekamen wir im Manager-Seminar z.B. den Rat, niemals z.B. einen Programmierer zu kündigen, da Programmierer nicht selten eine Rache-Routine in ihre Programme bauten, die, wenn der Programmierer gegangen wurde, dann oft auch die Rechner im Betrieb abstürzen ließen ...

Und daß sie nicht noch tage- oder gar wochenlang im Betrieb rumjammern, und die Arbeitsmoral der verbleibenden Mitarbeiter (m/w) runterziehen können.

In der Regel kriegt man als Gekündigter zudem noch den Hinweis, daß man ruhig schon auch früher wo anders anfangen könne, man müsse sich nicht an das offizielle Ausscheidedatum halten, wenn man woanders gleich anfangen könne.

Wichtig nun: Unverzüglich als Arbeitssuchend melden. Und das dokumentieren. Für den Fall, daß es beim Amt verschwindet oder durch Falschablage woanders landen sollte.
 

Zottele

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Ja, jetzt wo ich es lese, merke ich auch, das wohl alles ok ist.
Allein durch die freistellung habe ich ja schon mehr frei, als ich an Urlaubstagen noch übrig gehabt hätte. War vorhin nur so daneben, das -denken- einfach nicht mehr ging.
Und klar, morgen ist als erstes ein Anruf bei meinem dritten Fallmanager dran, den habe ich seit einem halben Jahr und der ist irgendwie zusätzlich für mich zuständig.
Und alles was ich im ( Jobcenter) in schriftlicher Form abgebe, lasse ich mir seit einiger Zeit auch quittieren. Hab da leider genug schlechte Erfahrungen gemacht, was das angebliche
verschwinden,
falsch abheften,
nie dort eingereicht- angeht.
Is nur immer wieder spannend, was die, die mir das quittieren sollen, immer antworten, wenn ich drum bitte.
-Ist so aber nicht hier vorgesehen, sie haben es ja jetzt abgegebn.-
-Quittung ist nicht nötig, weil ich gebs ja in den PC ein.-

Merkwürdig ist dabei nur, das, seit ich es mir quittieren lasse, zumindest was Papiere angeht, keine Probleme mehr aufgetreten sind.

Ach menno, nu dachte ich, jetzt läuft alles mal halbwegs rund und kann nur noch besser werden, und nu das. *seuuufz*

Vielen Dank für deine Antwort, wünsche noch einen schönen Abend.:icon_smile:
 

ZynHH

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Früher bekamen wir im Manager-Seminar z.B. den Rat, niemals z.B. einen Programmierer zu kündigen, da Programmierer nicht selten eine Rache-Routine in ihre Programme bauten, die, wenn der Programmierer gegangen wurde, dann oft auch die Rechner im Betrieb abstürzen ließen ...
Das funktioniert anders herum... wenn man plötzlich von heute auf morgen bestimmte Dinge nicht mehr tun kann, fängt die Routine an zu laufen..... hehehe:icon_knutsch:
 

ladydi12

Super-Moderation
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Hallo zottele,

dann werde ich mal versuchen, dir, so gut es geht, zu helfen und deine Fragen zu beantworten denn auch ich hatte bis vor kurzem einen Minijob auf 400€- Basis und mußte meinen Boss wegen diverser Ungereimtheiten inzwischen zweimal vor Gericht bringen und so, wie es aussieht, wird gerichtlich auch Runde drei geben, Begründung ist in diesem Thread gepostet und hat was mit einer Rückforderung seinerseits, die für mich unrechtmäßig ist, zu tun, doch das nur zur Information.

Doch kommen wir nun zu deinen Fragen.

Zunächst mal gilt, daß du die gleichen Rechte wie ein Vollzeitarbeitnehmer hast, beispielsweise auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen, Urlaubsanspruch, Urlaubs- und Krankengeld, Kündigungsfristen etc.pp. Das heißt, daß für dich die selben Gesetze, beispielsweise das Entsendegesetz, das Bürgerliche Gesetzbuch in punkto Dienst-, werksverträge usw., das nachweisgesetz, Mutterschutzgesetz, das Teilzeitbefristungsgesetz, das Entsendegesetz, das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, ggf. entsprechende Tarifverträge je nach Branche, die Regelungen des Schwerbehindertenrechts... gilt.
Auch kann hier die Minijobzentrale der Bundesknappschaft, Link: Minijob-Zentrale - Startseite helfen.

Hallo
Als ich heute Mittag mit der Arbeit anfing war noch alles in Ordnung. Und nun sitze ich hier mit der Kündigung und bin total fertig.

Das du fertig bist, glaube ich dir gerne, läßt sich aber nun nicht mehr ändern.

Am 01.02.2011 habe ich diesen 400,-- Eurojob angefangen.
Und heute um 16.20 Uhr kommt Chef wieder in den Laden und legt mir ein Schreiben vor die Nase mit der Bitte dieses zu unterschreiben. Auf meine Frage, was das ist, kommt Chef nur mit dem Kommentar- Deine Kündigung!

Hast du von diesen Schreiben eine Ausfertigung erhalten? Die steht dir nämlich zu und ist wichtig wegen der Begründung, warum er dich gekündigt hat und für die Kündigungsschutzklage, die du innerhalb von 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung einreichen kannst, wenn du dir die Kündigung nicht gefallen lassen möchtest. Ansonsten forderst du diese Begründung mit Hinweis auf die entsprechende Gesetze schriftlich mit Fristsetzung von deinem Chef an.

Da du seit zwei Jahren bislang dabei bist, gilt für dich zumindest einmal eine vierwöchige Kündigungsfrist, vorausgesetzt, daß es sich um eine betriebsbedingte Kündigung und keine personenbedingte Kündigung handelt. Hier kommt es auch darauf an, was dazu in deinem Arbeitsvertrag steht bzw. was mit dir schriftlich ausgemacht wurde. Sollte hierzu nichts festes ausgehandelt worden sein, gilt hier zumindestens das Bürgerliche Gesetzbuch, Kapitel allgemeines Vertragsrecht ggf. auch das Teilzeitbefristungsgesetz und bezüglich der Lohnabrechnungen auch das Nachweisgesetz und § 105 bis 108 Gewerbeordnung. Falls es eine größere Firma mit mehr als 10 Arbeitnehmern ist, muß auch der Betriebsrat, sofern vorhanden, mit der Kündigung einverstanden sein, bei kleineren "Läden" ist es nicht so. Ähnlich ist es auch, wenn du schwerbehindert bist, denn da muß dann auch noch das Integrationsamt, ehemals Hauptfürsorgestelle, seinen "Segen" dazu geben.

Personenbedingte Kündigung heißt folgendes, nämlich daß der Kündigungsgrund in deiner Person liegt, du beispielsweise etwas gemacht hast, was du, laut deinem Boss, so nicht durftest und die Auswirkungen deines Tuns einen erheblichen Nachteil für das Unternehmen deines Bosses hatten; das nur zum besseren Verständnis, nicht, daß ich dir da was unterstellen möchte.:icon_evil:
Von einer betriebsbedingten Kündigung spricht man dagegen, wenn wegen Auftragsflaute beispielsweise in einer größeren Firma Leute entlassen werden oder innerhalb einer großen Firma Personal umstrukturiert wird. Das hat dann nichts mit deiner Person zu tun.

Bist du sicher, daß du vorher keine Abmahnung erhalten hast,für den Fall, daß dir ein Fehlverhalten beispielsweise beim Kunden passierte und der sich bei deinem Boss darüber beschwerte?
Eine Abmahnung ist normalerweise immer sozusagen Warnschuß für ein Fehlverhalten deinerseits und kommt bislang immer noch vor einer Kündigung.
Hast du einen unbefristeten Arbeitsvertrag oder ist in deinem Vertrag eine Befristung drin?
Auch das ist wichtig, weil dann dein Chef versuchen könnte, um die ggf. dann zu zahlende Abfindung drum herum zu kommen.

Ich durfte nach Unterschrift auch sofort den Ladenschlüssel abgeben und bekam noch gesagt, das ich bis 28.02 2013 freigestellt bin. Also nicht mehr arbeiten muß. Und mußte den Laden augenblicklich verlassen. ( Als wenn ich wer weiß was verbrochen hätte, ich fühle mich so verletzt und gedemütigt....)

Dann muß ja schon was heftiges vorgefallen sein, aber dazu müßte ich wissen, was in dem Kündigungsschreiben drinsteht, entweder "hiermit kündige ich/ kündigen wir den mit Ihnen anno tuba geschlossenen Arbeitsvertrag fristgerecht/fristlos" oder aber er ist eine ganz linke Socke und unterstellt dir, daß du selber gekündigt hast, aber, wie gesagt, kommt es auf den Inhalt des Kündigungsschreibens an, von dem du hoffentlich eine Ausfertigung erhalten hast!!!

Nun hätte ich aber nächste Woche noch 3 Tage Resturlaub aus 2012 gehabt. Und hätte dann immer noch einen Tag Resturlaub aus 2012 übrig, ebenso die Urlaubstage für Januar 2013 und Februar 2013.

Nachdem ich nun schon einige Zeit im Inet versucht habe, etwas zur Kündigungsfrist bei einem 400,-- Eurojob zu finden und nun gar nicht mehr durchblicke habe ich einige Frage.
Hier hilft die Homepage der minijobzentrale, die ich dir weiter oben verlinkt habe, weiter, denn dein Minijob muß ja von deinem Arbeitgeber auch der Minijobzentrale gemeldet worden sein.
So, wie sich das liest, bist du somit freigestellt worden.icon_kinn:

Mein Chef sagte vorhin etwas von- du hast ja eine 4 Wochenkündigungsfrist also brauchst du bis zum Ende Februar nicht mehr kommen und kanns so auch deinen Urllaub noch abfeiern.

Also können wir hier von einer regulären bestriebsbedingten Kündigung zunächst mal ausgehen, d.h. dir steht auch bis Februar diesen Jahres dein Lohn und die entsprechenden Lohnabrechnungen zu.Gesetzesgrundlage: BGB und auch die §§ 105 bis 108 Gewerbeordnung, Teilzeitbefristungsgesetz

Aber da stimmt dann ja irgendwas nicht- oder hab ich jetzt ein Brett vor dem Kopf.
Die vier Wochen Kündigungsfrist werden doch von seiner Seite dann schon nicht eingahlten? Da der Februar ja nur 28 Tage hat. Und selbst wenn sie doch eingehalten wären, dann sind meine Urlaubstage aber nicht abgegolten, oder irre ich mich da.
Er sagte nur noch, das ich Ende Februar noch einmal Gehalt bekomme und dann wären wir klar.
Seh ich jetzt nicht so. Ich möchte ihm nichts schenken, aber auch nichts haben, was mir nicht zusteht.

Das mit dem nichts-verschenken sehe ich ganz genauso wie du. Die vier Wochen Kündigungsfrist werden seitens deines Bosses eigentlich schon soweit eingehalten, denn bislang ist es bei fristgerechten Kündigungen im Arbeitsrecht immer so, daß sie zu Mitte oder Ende des Folgemonats ausgesprochen werden, insofern liegt er rechtlich auf der sicheren Seite. Gesetzesgrundlage: dein Arbeitsvertrag und beispielsweise das BGB, Kapitel allgemeines Vertragsrecht, ggf. auch ein gültiger Tarifvertrag, falls vorhanden.

Und da ich in den letzten 2 Jahren nur zweimal krank war, immer pünktlich zur Arbeit erschienen bin, nie irgendetwas ausser der Reihe gefordert habe( verschieben von Arbeitstagen u.s.w. ) und obendrein auch jede Woche ( doof wie ich bin) 1,5 Std. für lau gearbeitet habe, sehe ich nicht ein, auf meine restlichen Urlaubstage zu verzichten.
Kann mir igrendwer von Euch da raushelfen, ich blicks einfach nicht.
Schonmal herzlichen Dank im Voraus.

Den Lohn und die Lohnabrechungen forderst du auf jeden Fall ein, denn das steht dir zu, evtl. steht dir auch Urlaubsgeld zu, welches du ebenfalls einfordern solltest. Die Lohnabrechnungen brauchst du zudem zur Vorlage beim Jobcenter, folglich kannst du die in deinem Forderungsschreiben neben dem Hinweis auf die Rechtsgrundlage als weitere Begründung ruhig vor das Loch schieben;).
Das mit dem aus- der- Situation-raushelfen habe ich wenigstens angefangen und ich hoffe auf weitere Antworten von erfahreneren Usern. meinen Fall kannst du in dem weiter oben verlinkten Trööt nachlesen, dort sind mir weitere recht nützliche Hilfen gegeben worden, die auch auf dich passen könnten.:icon_kinn:

meint ladydi12
 
E

ExitUser

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Früher bekamen wir im Manager-Seminar z.B. den Rat, niemals z.B. einen Programmierer zu kündigen, da Programmierer nicht selten eine Rache-Routine in ihre Programme bauten, die, wenn der Programmierer gegangen wurde, dann oft auch die Rechner im Betrieb abstürzen ließen ...

Die müßte ich aber sehr gut verstecken. Sie dürfte im Test- und Abnahmeverfahren nicht auffallen und weder beim internen noch beim externen Code-Review auffallen.

Und wenn ich dann so eine "Schadroutine" erfolgreich in Produktion brächte, dürfte sie mir nicht zuzuordnen sei, damit ich nicht noch eine Anzeige wegen dolosen Handelns und absichtlicher Schädigung meines AG bzw. seiner Kunden am Hals hätte.

Nee, das ließe ich auch im Falle eines Falles doch lieber sein. :icon_evil:
 
E

ExitUser

Gast
Zwischen einer SV-pflichtigen und einer geringfügigen Tätigkeit besteht arbeitsrechtlich keinerlei Unterschied, sondern nur sozialrechtlich. Ob eine Vollzeit- oder eine Teilzeittätigkeit vorliegt, macht keinen Unterschied; auch eine Teilzeitstelle kann voll SV-pflichtig sein.

Bei rein arbeitsrechtlichen Problemen wird die Minijob-Zentrale vermutlich nicht konkret helfen können, weil das eine Dienststelle der gesetzlichen Sozialversicherung ist, die nur für diesen Bereich zuständig ist.

Hier wäre vor allem wichtig, zu wissen, ob Kündigungsschutz besteht. Mit einem Betriebsrat hat das eigentlich nicht primär zu tun.

In einem Kleinbetrieb (vereinfacht gesagt, bis zu 10 Vollzeitbeschäftigte) besteht keinerlei Kündigungsschutz. Ordentliche Kündigungen sind hier ohne jede Begründung möglich, natürlich unter Einhaltung der Kündigungsfrist. In so einem Fall macht eine Kündigungsschutzklage auch so gut wie keinen Sinn, solange die Formalitäten (Kündigung in Schriftform und mit richtiger Frist) beachtet wurden.

In einem Kleinbetrieb gibt es also gar keine betriebs-, personen- oder verhaltensbedingten Kündigungen (jedenfalls nicht als offiziellen Kündigungsgrund), da eine solche Begründung nicht notwendig ist. Abfindungen gibt es in so einem Fall auch nicht.
 

Zottele

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Hallo und vielen Dank für Eure Antworten

@ ladydi12
Ja, ich habe eine schriftliche Ausfertigung der Kündigung erhalten, gleich nachdem ich selbige unterschrieben hatte.
Es ist eine Betriebsbedingte Kündigung.
Denn als ich Ex-Chef fragte warum ich die Kündigung erhalte, sagte er nur, er wolle in Frührente gehen, demnächst zur Rentenkasse um sich diesbezüglich zu erkundigen, und dann will er den Laden abgeben und müsse seine/n Nachfolger ja noch anlernen und soviel würde der Laden nicht abwerfen das er noch jemanden bezahlen kann.Es ist ein kleine Lotto/Zigaretten/Kiosk und wir haben dort mit chef, seiner Frau und meiner Wenigkeit gearbeitet.
Und Abmahnungen gab es weder schriftliche noch mündliche. Hab Ex-Chef auch gefragt, ob er mit meiner Arbeit nicht zufrieden war oder ob ich etwas falsch gemacht hätte, darauf sagte er : Nein, alles ok, ihm würde nur alles zuviel und er will den Laden abgeben.
Lohn erhalte ich noch für den Februar und es wird auch noch eine Gehaltsabrechnung kommen.

Montag gehe ich zu meinem SB, mit dem ich eben gerade telefoniert habe, und reiche die Kopie der Kündigung ein. Laut seiner Aussage bekomme ich auch gleich ein Stellenvorschlag für eine Bewerbung. Werde ihn dann mal fragen ob er bei meinem Ex-Chef noch mal anrufen kann um ein Arbeitszeugnis zu verlangen. Mag da irgendwie nicht selbst anrufen/ fragen. Vielleicht fordere ich das aber auch schriftlich an, mal sehen.Aber das steht mir ja zu.

Vielen Dank für deine Hilfe
 
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