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Kündigung der Arbeit, Kürzung bei ALGII

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ChrisKid

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Kurze Frage eines Freundes:
Mein Freund bezog 6 Monate ALG II und hat seit dem 01.01.2007 eine Festanstellung.
Nun folgende Situation: Er arbeitet und er bekommt das selbe Geld wie beim Bezug von ALG II, da er Fahrtkosten von ca. 400,- jeden Monat hat. Eben ein schlecht bezahlter Job in der Gastronomie. Umzug kommt im Moment nicht in Frage, da die kleinste noch bis Mitte des Jahres in Wohnortnähe in Behandlung ist.

Gespräch mit dem Arbeitgeber fand statt, der will ihm nicht kündigen.

Wie verhält es sich, wenn er kündigt? Hat er auch mit Sperrzeiten wie beim Arbeitslosengeld oder Kürzungen zu rechnen?
 

gelibeh

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Ich denke mal, das es da Sanktionen geben würde.

Bei den Kosten, die da anfallen, wäre es aber denkbar, dass man Anspruch auf ergänzendes ALGII hat.

Vielleicht fällt jemand anderes aber noch was ein.
 

Xaninchen

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Er hätte Fahrgeldzuschuss beantragen können. Istn un aber leider zu spät, da er schon arbeitet. ;(
 

ChrisKid

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Für hätte, wäre, wenn ist es zu spät.

Ich persönlich kenne Sperrfristen nur beim Bezug von Arbeitslosengeld, wenn man z.B. einen Auflösungsvertrag unterzeichnet hat oder selber gekündigt hat.

Darum die Frage, ob das selbe für ALG II gilt.

Mein Vorschlag wäre gewesen, das er mit seinen "zahlreichen Beschwerden" zum Arzt gehen soll, dass will er aber nicht machen, ist halt ein ehrlicher Kerl.
 
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Er hätte Fahrgeldzuschuss beantragen können. Istn un aber leider zu spät, da er schon arbeitet. ;(
Hat er wirklich richtig durchgerechnet, ob er nicht doch noch einen Anspruch auf ergänzendes ALG II hat? Er kann doch die tatsächlichen Fahrtkosten/Werbungskosten absetzen...hat er Wohngeld und Kindergeldzuschlag berechnen lassen, schon beantragt?
 

RobertKS

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Hallo ChrisKid,

also Anspruch auf ALG II haben erwerbsfähige Hilfebedürftige die in Deutschland leben und über 15 Jahre sind.So sagt es der §7 Abs.1 Nr.: 1-4 siehe hier: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__7.html

Da dein Freund aber arbeitet, ist er eigentlich nicht hilfebedürftig, denn er wird ja entlohnt.Wenn dein Freund aber nun selber kündigt, und damit eine Hilfebedürftigkeit selbst herbeiführt, dürfte das sicher nicht ohne Sanktion bleiben, und das kann eine Sperre sein.

Was dein Freund hätte machen können, wurde hier schon gesagt, nämlich vor Antritt der Arbeit eine Antrag auf Fahrkosten zu stellen, denn die Höhe der Fahrkosten war ihm sicher vorher bekannt, oder.Rückwirkend ist das leider nicht möglich.

Er sollte also den Job keinesfalls kündigen.Zu empfehlen ist, das er sich mit der Arge in Verbindung setzt, die für Ihn zuständig wäre, und da mal anfragt, ob die Möglichkeit bestünde, ergänzendes ALG II - eventuell auch in Höhe der Fahrtkosten - bekommen könnte, und bei der Anfrage durchaus mal auf Möglichkeit eines Lohnzuschusses hinweisen, was bereits vielerorts funktioniert.Das wäre auch die einzige denkbare Lösung des Problems, meine ich.

Gruß Robert ;)
 

lopo

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Hallo.

(1) 1Das Arbeitslosengeld II wird unter Wegfall des Zuschlags nach § 24 in einer ersten Stufe um 30 vom Hundert der für den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen nach § 20 maßgebenden Regelleistung abgesenkt, wenn

c) eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit, ein zumutbares Angebot nach § 15a oder eine sonstige in der Eingliederungsvereinbarung vereinbarte Maßnahme aufzunehmen oder fortzuführen, oder ......

Dies gilt nicht, wenn der erwerbsfähige Hilfebedürftige einen wichtigen Grund für sein Verhalten nachweist.

(5) 1Bei erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die das 15. Lebensjahr, jedoch noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, wird das Arbeitslosengeld II unter den in den Absätzen 1 und 4 genannten Voraussetzungen auf die Leistungen nach § 22 beschränkt;...................

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__31.html
 

RobertKS

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Hallo Lopo,

das würde zutreffen, wenn der Freund von ChrisKid Hartz IV bekäme, das ist aber - wenn ich den ersten Beitrag von ChrisKid richtig lese - noch nicht der Fall.Das könnte auf ihn zukommen, wenn er kündigt und Hartz IV beantragen würde, oder er bekäme gleich im Vorfeld eine Sperre, weil er - so er selber kündigt - seine Arbeitslosigkeit, und damit seine Bedürftigkeit selbst verursacht hat.Das muss man so deutlich sagen.

Gruß Robert ;)
 

lopo

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Hallo RobertKS,

die Frage im ersten Beitrag von ChrisKid war :

" Wie verhält es sich, wenn er kündigt? Hat er auch mit Sperrzeiten wie beim Arbeitslosengeld oder Kürzungen zu rechnen?"

Das ALG II kennt keine Sperrzeit im Sinne des § 144 SGB III. Deshalb mein Hinweis auf die Regelung im § 131 SGB II.
 
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Hallo RobertKS,

die Frage im ersten Beitrag von ChrisKid war :

" Wie verhält es sich, wenn er kündigt? Hat er auch mit Sperrzeiten wie beim Arbeitslosengeld oder Kürzungen zu rechnen?"

Das ALG II kennt keine Sperrzeit im Sinne des § 144 SGB III. Deshalb mein Hinweis auf die Regelung im § 131 SGB II.
Sperre gibts nicht, wohl aber Sanktionen...
 
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