Kündigung aus betriebsbedingten Gründen

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Sonnenmond

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Hallo, schön dass ich euch gefunden habe. Sehr informativ hier.

Ein Bekannte von mir hat ein Problem mit seinem Arbeitgeber und ist vollkommen aufgelöst. Leider bin ich damit auch aufgrund der Komplexität etwas überlastet. Es bricht quasi gerade die Welt über ihn zusammen.

Ich hoffe, dass ich ein paar Anregungen weitergeben kann.

Na dann werde ich mal seinen Fall schildern.

Die Arbeitnhemerin A (40, Schwerbehinderung 70%) ist seit knapp 2 Jahren bei einer Berliner Zeitarbeit mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag beschäftigt. Davon war er 2/3 der Zeit im "Mutterunternehmen" beschäftigt.

Ihr wurde mündlich bei Beginn mitgeteilt, dass es sich dabei nur um eine "Krankenvertretung" handelt. Jetzt da der andere Kollege B nach 14 Monaten wieder zurückgekommen ist, wird derArbeitnehmerin A fristgemäß zum Jahresende gekündigt.

Begründung: Krankheitsvertretung und keine weiteren Einsätze

Der Betriebsrat muss nach ZA auch nicht angehört werden. Begründung: Er wusste ja, dass es nur eine "Krankheitsvertretung" war.

Soweit, so gut. :icon_dampf:

Es wurde ihr (A) aber nahegelegt, aufgrund ihrer guten Leistungen sich beim Mutterunternehmen zu bewerben. Man werde auch eine Empfehlung aussprechen. gleichzeitig hatte das Mutterunternehmen eine Stellenanzeige veröffentlicht, welche mit der Arbeitsplatzbeschreibung von A fast identisch ist.

Von der ZA wurde in einem Mitarbeitergespräch auch gesagt, dass wenn es wieder Arbeit für sie gäbe, sie selbstverständlich auch wieder einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhält. (???)

Damit nicht genug. Diese Woche, so teilte er mir mit, hat er per Mailverteiler des Mutterunternehmens die neuen Stellenangebote der Zeitarbeit erhalten. Und siehe da, dort war sein Arbeitsplatz und noch ein weiterer im verwaltungstechnischen Bereich, für die er die Qualifikationen besitzt ausgeschrieben.

Wie soll er sich verhalten?
Sich neu beim Mutterunternehmen zu bewerben, muss er sich erst noch überlegen, da es sich dabei um befristete Verträge (6 Mon.) handelt.
 

Daedalos

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Wie soll er sich verhalten?
Sich neu beim Mutterunternehmen zu bewerben, muss er sich erst noch überlegen, da es sich dabei um befristete Verträge (6 Mon.) handelt.
Ich denke die Entscheidung kann ihr/ihm* Niemand abnehmen. Meiner Meinung nach gibt es aber nicht viel zu verlieren bei einer Bewerbung bei der Mutterfirma.

*Durch die Komplexität der Geschichte scheinst du dir selbst des Geschlechts der betreffenden Person nicht mehr sicher zu sein. :icon_kinn:
 

Mario Nette

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Muss bei der Kündigung eines Schwerbehinderten nicht vorher das Integrationsamt eingeschaltet werden? Es spricht aber meiner Meinung nach auch nichts dagegen, sich nebenbei bei der Mutterfirma zu bewerben. Ggf. könnte allerdings die Leihskalvenklitsche eine Ablöse verlangen. Dazu müsste man dein Vertrag der betroffenen Person genauer angucken.

Mündlich wurde da zu dem Vertrag ein Zusatz gemacht? Wer weiß denn davon? ...

Auf jeden Fall umgehend arbeitsuchend beim Arbeitsamt melden. Ggf. dort das Problem auch vortragen.

Mario Nette
 

alvis123

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Hi sonnenmond...

irgendwie ist Dir bei Deiner Schilderung ein kleiner Fehler unterlaufen. Du hast geschrieben, dass für eine/einen Behinderten (70%) ein unbefristeter Arbeitsvertrag vorliegt.

Falls dies wirklich so ist, dann ist er/sie nach der Probezeit praktisch unkündbar. Bitte überprüf das nochmal.

Sollte mich echt wundern, dass eine Zeitarbeitsfirma solchen exkrement baut.

MfG
 

Sonnenmond

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Du hast geschrieben, dass für eine/einen Behinderten (70%) ein unbefristeter Arbeitsvertrag vorliegt.

Falls dies wirklich so ist, dann ist er/sie nach der Probezeit praktisch unkündbar. Bitte überprüf das nochmal.

Sollte mich echt wundern, dass eine Zeitarbeitsfirma solchen exkrement baut.

MfG

Unbefristet ist korrekt.
Die ZA hat den Vertrag 3x verlängert, zuletzt 1 Woche!!! und dann kam der neue Einsatz :icon_party:
Somit ist sie dann automatisch entfristet worden. Da ist wirklich was schiefgegangen :biggrin:

Wieso ist sie jetzt unkündbar?
Ist mir relativ neu. Ok im Schwerbehindertenrecht kenne ich mich nicht aus.
Ich glaub ich werde sie mit zum Anwalt nehmen.

Bewerben beim Mutterunternehmen
Da ist sie sich noch unschlüssig, ob dies sinnvoll ist, oder sie nach nen Jahr wieder reif für einen Burn Out ist. Firmierung ist eine gGmbH.

Geschlecht
Tja das ist nicht so einfach sich festzulegen. Sie/Er wollte nach schreiben des Artikel auch nicht seine wares Geschlecht preisgeben. da er/sie weis, wer von seiner/- en Firma/-en hier mit liest. Somit hatten wir unsfür da sie entscheiden, allerdings nicht ganz aufgepasst beim umschreiben des Artikels. Sorry.:icon_smile:
 

Mario Nette

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"unkündbar" stimmt eben nicht. Das ist ja genau das, was die Arbeitgeber immer vorgeben, um möglichst keine Beeinträchtigten einstellen zu müssen. Wenn ein Beeinträchtigter ein Verhalten an den Tag legt, was nicht tragbar ist, kann er gekündigt werden. Er kann auch unter Absprache mit dem Integrationsamt gekündigt werden. Wenn man dort als AG auf die Tränendrüse drückt, hat man die Zustimmung schneller als man denkt, habe ich gehört.

Was hat es mit dem Burn Out auf sich?

"sie" = die Person. Passt doch. Gibt ja keine Personin. :icon_party:

Mario Nette
 

bonica

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gGmbh - Ohh das wirft Fragen auf. Meistens sind ja gGmbH (gemeinnützige GmbH) eher im "Bildungssektor" zu finden.

Na das ist freilich nicht Jedermanns Ding.
 

alvis123

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hi sonnenmond...

geh bitte mit zum Fachanwalt für Arbeitsrecht. Irgendwie ist das undurchsichtig.

Fakt ist, dass bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag keine Folgeverträge abgeschlossen werden müssen. Fakt ist auch, dass bei einer Kündigung von einem Schwerbehinderten vorher das Versorgungs- bzw. Integrationsamt eine Stellungnahme geben muss.

Zumindest eine saftige Abfindung muss drin sein.

MfG
 

Sonnenmond

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"unkündbar" stimmt eben nicht. Wenn ein Beeinträchtigter ein Verhalten an den Tag legt, was nicht tragbar ist, kann er gekündigt werden. Er kann auch unter Absprache mit dem Integrationsamt gekündigt werden. Wenn man dort als AG auf die Tränendrüse drückt, hat man die Zustimmung schneller als man denkt, habe ich gehört.

Tja da haben wir es wieder. Sie hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, immer stabilste Leistungen und Einsatzbereitschaft gezeigt. Notsituationen souverän gemeistert und den Bereich des Backoffice optimiert.

Also daran kann es nicht liegen. Es sei denn, dass sie zu gut war.:icon_kinn:

Was hat es mit dem Burn Out auf sich?
Vor knapp 6 Jahren musste sie mal eine lange "Zwangspause" machen. Es ging nichts mehr.

Sie hat heute zwar den Willen weiterzumachen, kennt aber ihre Grenzen (hoffe ich) und weiß, dass sie als bald mit einem neuen Projekt aufgrund personeller Veränderung (neuer Mitarbeiter), die dann wieder einzuarbeiten sind, obwohl dafür keine Zeit ist, sich aufreiben wird.

Für sie sind Parallelen von damals zu Heute zu erkennen und dies begründet die Zweifel. Um es mal überspitzt darzustellen: Sie ist gefangen zwischen weitermachen bis zur wiederholten Selbstaufgabe und der Resignation, welche direkt wieder zum Arbeitsamt führt. Das ganze dann im Minutentakt.
 
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