Kündigung auf Anraten des Arztes - Welche Konzequenzen hat das?

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Saitenhieb

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Hallo liebe Mitmenschen,

Ich bin momentan in einem Beschäftigungsverhältnis, welches mich laut Arzt und laut meiner eigenen Beobachtungen psyschich massiv belastet und sich auch auf die physische Gesubdheit auswirkt. - Stichwort psyschosomatische Erkrankungen.

Gründe die ich bisher dafür ausfindig gemacht habe sind: ein massiv zerüttetes Verhätniss zu den beiden nächsthöheren Vorgesetzten und bei einem von beiden Schikane. (Schwer nachweisbar).
Außerdem sind die tatsächlich vorhandenen Arbeitsbedingungen belastend, was sicher für manche kein Problem ist, hat bei mir aber unmittelbar Auswirkungen auf die psyschische- und physische Gesundheit.

Das hat mein Hausarzt/Allgemeinmedizinier bereits festgestellt.
Mehr habe ich bisher nicht mit ihm darüber gesprochen.

Jetzt habe ich mich emtschieden, dass ich so schnell wie möglich aus dieser Situation raus muss, da ich es nicht länger dulden kann durch meinen Job krank zu werden.

Kurze Info zur derzeitigen Arbeitssituation:
Seit ca 7 Jahren im selben Betrieb, unbefristet und ein Lohnsteuerpflichtiges Einkommen.

Ich habe hier im Forum von der Möglichkeit der "Kündigung durch Anraten des Arztes" gelesen.
Und dass ich dadurch einer Sperrzeit beim ALG I entgegen kann.
Dazu habe ich nun ein paar fragen:

- Reicht als "Wichtiger Grund" ein Atest vom Hausarzt, oder muss dafür ein Atest eines Psyschologen vorliegen?

- Wenn zweiteres: Gibt es möglichkeiten durch Überweisung des Hausarztes an den Psyschologen schnell ein solches Atest zu vekommen, oder sind dafür monate lange Gespräche notwendig?

- Wird es irgendwo in den Akten der AfA vermerkt, dass ich gekündigt habe, weil es mich psyschisch und physisch krank gemacht hat UND wird das an zukünftige Arbeitgeber mitgeteilt und kann dadurch zu Problenen in einer zukünftigen Jobsuche führen?

Ich freue mich auf eure Antworden.
Lg
 
G

Gast1

Gast
Saitenhieb, mit einem Attest eines Facharztes (hier: Psychiater, nicht Psychologe) bist Du auf der sichereren Seite. Es kann aber trotzdem sein, dass die Agentur für Arbeit Dich zum Ärztlichen Dienst schickt, wenn sie dem Attest nicht 100%ig Glauben schenkt.

Dein Hausarzt könnte vielleicht für den Psychiater einen so genannten Konzilliarbericht erstellen, dem Du dem Psychiater beim Erstgespräch übergibst. Dann weiß der Psychiater von Deinem Hausarzt, an welchen Beschwerden Du leidest.
 

Saitenhieb

Elo-User*in
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Danke für die Antwort.

Aber wie sieht es mit meiner dritten Frage aus? Bezüglich des Vermerks in der Akte und eventuellen Folgen für zukünftige Bewerbungen.
 
A

ALGler

Gast
Hallo Saitenhieb,

die Leistungsabteilung überprüft deinen Anspruch. Die Arbeitsvermittlung kümmert sich um die Vermittlung in Arbeit, wobei es hier keine Rolle spielt warum du gekündigt hast.

Demzufolge hat der SB auch keinen Zugriff auf ärztliche Unterlagen oder Befunde. Ergo keine Auswirkungen auf mögliche VVs.

Die restlichen Fragen hatte ja bereits schlaraffenland beantwortet.

Gruß vom ALGler
 
G

Gast1

Gast
Demzufolge hat der SB auch keinen Zugriff auf ärztliche Unterlagen oder Befunde. Ergo keine Auswirkungen auf mögliche VVs.

Und was ist, wenn ein Arbeitsvermittler von Saitenhieb eine Schweigepflichtsentbindung gegenüber seinen/ihren Ärzten verlangt und Saitenhieb diese erteilt?

Den Arbeitsvermittler gehen keine Diagnosen an. Anhand festgestellter Leistungseinschränkungen (wie "zwischen 3 und 6 h erwerbsfähig" oder "darf nur mittelschwer tragen" oder "darf nicht im Stehen arbeiten" oder "darf nichts über Kopf bewegen" oder "darf nicht unter Zeitdruck arbeiten" usw.) muss er aber darauf achten, dass er dem Leistungsbezieher nur entsprechend zumutbare Vermittlungsvorschläge unterbreitet.

Nein, ein neuer Arbeitgeber erfährt offiziell nichts von den Erkrankungen eines Leistungsbeziehers über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter.
 

Bitas

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Hallo Saitenhieb,

wenn Du krank bist, sollte Dein HA Dich AU schreiben, dann suchst Du Dir einen Psychiater und besprichst alles weitere mit ihm.
Eventuell möchte nach längerer AU dein Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis auflösen und Du bekommst noch einpaar €.
Nur als Idee

Gruß Bitas
 
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