kündigung auf ärztlichen Rat (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

autonoma

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Hallo,

ich habe zum 30.September gekündigt. Mein Arzt hat mir bestätigt, daß er mir dazu geraten hat.
Der unfreundliche Herr von der Leistungsabteilung hat mir trotzdem die Sperrfrist von 3 Montaten aufgebrummt. Unter anderem deswegen, weil ich mich nicht sofort nach der Kündigung beim Arbeitsamt gemeldet habe (jedoch 3 Monate vor dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses).
Hat jemand Ahnung, welche Chancen ich habe, daß das ärztliche Attest anerkannt wird?
Und nebenbei: macht es Sinn, sich über die unfreundliche, entwürdigende Behandlung an zu beschweren oder macht man sich damit noch mehr Ärger?
 

*kampfpaar*radikal.A

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ich habe zum 30.September gekündigt. Mein Arzt hat mir bestätigt, daß er mir dazu geraten hat.
...
Hat jemand Ahnung, welche Chancen ich habe, daß das ärztliche Attest anerkannt wird?
War es nur ein "Anraten" des Arztes (Motto: Es wäre besser, wenn
...) sieht das bescheiden aus.

War es in der "Ausschließlichkeit" formuliert (z. B.: Herr autonoma
darf in Hinblick auf seine Gesundheit diese Arbeit nicht mehr ver-
richten, weil ...) sieht das schon wesentlich besser aus.

Doch Dein SB wird dann vielleicht sagen:
"Sie hätten sich um eine ArbeitsplatzVersetzung in dem Betrieb
bemühen müssen" :confused: usw. ...

Und ob ein NormalArzt sich eine "AusschließlichkeitsAussage" traut,
...
.

 

Aras

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böse, so was auf jeden Fall vor der Kü mit der AfA oder JC besprechen.
 

wolliohne

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ich fürchte keine Chance,wer selber kündigt.........

warum nicht krankschreiben lassen dann kommt Kündigung wahrsch.automatisch.

auf jeden Fall schriftl.Widerspruch einlegen und RA oder nächste Beratungsstelle aufsuchen.
 

Porks

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hi

das gibt keine Sperre weil den Arbeitsplatz wegen der Gesundheit Kündigen geht solange dein Arzt diese Unterstützt (war bei mir auch so)
Und wenn du alle anderen Auflagen wie Meldung beim Amt soweit du weist, dass du Kündigst (Datum der Kündigung) und du auf den nächstmöglichen Werktag beim Amt warst geht das durch ohne Sperre.
 

Martin Behrsing

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Hallo,

i
Der unfreundliche Herr von der Leistungsabteilung hat mir trotzdem die Sperrfrist von 3 Montaten aufgebrummt. Unter anderem deswegen, weil ich mich nicht sofort nach der Kündigung beim Arbeitsamt gemeldet habe
Die Sperrzeit kann max. 1 Woche verhängt werden

. Meldeversäumnis und verspätete Arbeitsuchmeldung.


Die Sperrzeiten nach Nr 6 und 7 betragen nach § 159 Abs 6 je eine Woche; auch sie können weder verlängert noch verkürzt werden.
Winkler in Gagel, SGB II / SGB III
46. Ergänzungslieferung 2012 § 159 SGB III Rn 372
 

regievirginier

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hi

das gibt keine Sperre weil den Arbeitsplatz wegen der Gesundheit Kündigen geht solange dein Arzt diese Unterstützt (war bei mir auch so)
Und wenn du alle anderen Auflagen wie Meldung beim Amt soweit du weist, dass du Kündigst (Datum der Kündigung) und du auf den nächstmöglichen Werktag beim Amt warst geht das durch ohne Sperre.
Dito, nur mit dem Unterschied, dass ich bereits krankgeschrieben war und ich beim Arbeitsamt gefragt wurde, ob mein Arzt mir geraten hat, zu kündigen. Bekam auch gleich ein Formular für den Arzt mit. Ohne diesen Hinweis, hätte ich wohl eine Sperre bekommen, mit der ich bei der Kündigung ja auch gerechnet habe.
 

autonoma

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Wow,

vielen Dank für die schnellen und ausführlichen Antworten!!
Von meinem Arzt habe ich einen Vordruck vom Arbeitsamt ausgefüllt bekommen.
Unachtsamerweise hat er die Rubrik nicht ausgefüllt, WANN genau er mir zur Kündigung geraten hat.
Wahrscheinlich wäre dann ja sinnvoll, im Nachtrag diesen ärztlichen Rat genau einen Werktag VOR meiner Kündigung bestätigen zu lassen.
Obwohl es mich ärgert, hier auf Fristen festgelegt zu werden. Tatsächlich war es so, daß ich genau eineinhalb Jahre gebraucht habe um diesen Schritt zu gehen...und das ist menschlich...auch nachweisbar und dürfte doch auch von Belang sein.

Merci nochmals!
übrigens FRAU Autonoma
 

Cocolinchen

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keine Ahnung ob das noch so ist

mein Arzt bekam damals (2004) vom (noch) Arbeitsamt ein Formular zugesandt, in dem er bestätigen muste dass und grob warum ich kündigen muss.

Folge: keine Sperre o.ä.
 

autonoma

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Was ist RA und wie erhalte ich einen Überblick über in Frage kommende Beratungsstelle in meiner Nähe?
 

cyanrider

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Die Datei "Fragebogen zur Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses auf ärztlichen Rat" ist unter dem Link "https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A07-Geldleistung/A071-Arbeitslosigkeit/Publikation/pdf/da-alg-p144.pdf" nicht mehr verfügbar.

Kann da jemand helfen?
 

Alexandra75

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Hallo zusammne,

ich habe leider das selbe Problem: mein Arzt hat mir aus gesundheitlichen Gründen mehr als nahe gelegt, zu kündigen. Jetzt habe ich aber mehrere Aussagen dazu, wie ich verfahren soll.

Die eine Dame vom Arbeitsamt hat mir gesagt, ich bekomme ein Formular zugeschickt, das mein Arzt ausfüllen muss, die andere hat mir am Freitag gesagt, es gäbe kein Formular, mein Arzt müsste eine Bestätigung schreiben, dass er mir die Kündigung geraten hat. Was ist denn jetzt richtig???
Vor allem müsste er diese Bestätigung aber auch auf den Tag vor der Kündigung datieren....

Hilfe!!

Danke für eure Hilfe im Voraus!

Gruß Alexandra
 

Lilastern

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Es gibt ein Formular von der AFA dieses muss dein Arzt ausfüllen.
 

Alexandra75

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Danke @Lilastern! Ich war mir da eigentlich auch recht sicher, weil ich davon gelesen hatte. Aber schön, dass die Dame von der AFA das am Freitag am Telefon nicht wußte.

Ich werde da dann morgen nochmal anrufen und hoffen, jemand kompetentes am Telefon zu haben.

Ganz vielen Dank!! :icon_smile:

Alex
 

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Das gibt keine Sperre weil den Arbeitsplatz wegen der Gesundheit Kündigen geht solange dein Arzt diese Unterstützt (war bei mir auch so).
War bei mir auch so. Aus gesundheitlichen Gründne vom Arzt attestiert (... und Zettel von der Mobbingebratung). Ich bekam dann vom Arbeitsamt einen Zettel, welchen ich beim Arzt vorgelegt habe. Der hat dann nur einen Satz drunter geschrieben, vom Arbeitsamt 20€ abgerechnet. Ich wurde nicht 1Tag gekürzt / gesperrt.
 

Alexandra75

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Also doch ohne Formular!? Was soll er denn schreiben? Das er bestätigt, dass er mir die Kündigung aus gesundheitlichen Gründen empfohlen hat? Ich hatte einen Tag vor der Kündigung nochmal mit ihm gesprochen und er hat mir auch nur gesagt, ich solle das Formular von der AFA einreichen, er füllt das dann aus.

Danke euch :icon_smile:

Alex
 

HartzVerdient

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Also doch ohne Formular!
Doch Formular! Du gehst zum Arbeitsamt und holst dir dort die Anträge auf ALG1. Gleichzeitig teilst du der Person am Schalter mit, dass du aus gesundheitlichen Gründen und auf Grund der Empfehlung deines Hausarztes gekündigt hast.

Das Arbeitsamt stellt dir sodann noch ein weiteres Formular aus (1 Seite), welche du bei deinem Hausarzt einreichst. Der Hausarzt braucht da nur einen Satz drunter schreiben z.B.

"Aus gesunheitlichen Gründen habe ich Herrn/Frau XYZ nahegelegt, die Arbeit zu kündigen" + Unterschrift.

Davon machst du dann eine Kopie und reichst das Original beim Arbeitsamt ein. Dadurch darf keine Sperrung mehr erfolgen. Ich schreibe dies, da ich das genauso gemacht habe (... und dem Zettel der Mobbingberatung).

Solltest du so einen Zettel nicht bekommen haben, bzw. dein Arbeitsamt Fachidiot anderer Meinung sein, dann könnte es ggf. um eine Falschberatung handeln (... hat wohl keinen Plan).
 

Alexandra75

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Ahh, okay, jetzt habe ich das verstanden!! Vielen Dank!

Ich werde dann da morgen direkt mal aufschlagen (oder muss ich das erst am ersten Tag der Arbeitslosigkeit - habe zum 06.09. gekündigt).

Gruß Alexandra
 

Muzel

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Ich kann Ärzte nicht verstehen, die zur Kündigung aus gesundheitlichen Gründen raten. Mein HA hat das nicht gemacht. Er hat mir abgeraten. Aber ich konnte nicht mehr und einen Sinn hatte das Verhältnis auch nicht mehr. Mein Schwager hat nach einer freiwilligen Kündigung aus gesundheitlichen Gründen niemals eine Stelle gefunden. Mir wurde auch so eine Kündigung von der anstellenden Behörde nahegelegt (höflich ausgedrückt). Ich habe sogar gegen den Rat eines Anwalts geklagt und das Geld für die Dauer des Prozesses nachbezahlt bekommen. Da es viele Jahre gedauert hat, war die entsprechend hoch. Mein Gehalt war nicht hoch. Niemals selbst kündigen!!!
 

HartzVerdient

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Niemals selbst kündigen!!!
Oh doch!

Und zwar dann, sobald die eigene Gesundheit darunter leidet. Keine Arbeit dieser Welt ist es wert, seine Gesundheit dafür aufs Spiel zu setzen.

  • Wenn du Morgens mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehst, weil du Angst vor deinem unmittelbaren (cholerischen) Vorgesetzten hast.
  • Weil deine neuen Arbeitszuweisungen nur unter Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen stattfindet.
  • Du in all den Jahren deine vertraglich geschuldete Arbeit nicht erledigen kannst (weil es sie nicht gibt) und an anderen Aufgaben kaputt gehst.
  • Weil du versucht hast, an einem anderen Standort unterzukommen und von deinem Vorgesetzten auf Grund von "du Verräter gehörst nicht mehr in unser Team", mit Abmahnungen überhäuft wirst - damit die anderen Vorgesetzten in anderen Standorten ein verzerrtes Bild von dir erhalten.
  • Wenn dir statt Weiterbildung in deinem Aufgabenumfeld irgendwelche hirntoten Aufgaben vermittelt werden (lesen von Dienstvorschriften der Bundeswehr, um den Kunden besser kennenzulernen).
  • Im Unternehmen unterschiedliche Auffasungen deiner "Arbeit" bestehen. Aus dem Unternehmen ist deine Arbeit "Anwendungsentwickler", dein Business Unit Manager sieht dich als "Du machst aber alles, was wir dir sagen", dein fachlicher Vorgesetzer aber von Anwendungsentwicklung keine Ahnung hat und dich mit Schikanen, Bossing, Mobbing, Abmahnungen, Erpressungen, Nötigungen zu andersartigen Arbeiten zwingt (... damit er seinen Bonus kassiert und seine Zahlen stimmen).
  • Der Betriebsrat voll von Arbeitgebervertretern ist und sich, sobald du mit einem Anliegern erscheinst, alle plötzlich Krank melden oder dir nahelegen dich selbst darum zu kümmern.
  • Du auf einmal von Heute auf Morgen von "Guter-Mitarbeiter" zum "Bösen-Mitarbeiter" mutierst und du keinen Plan hast, was da im Unternehmen los ist und warum man dir das antut.
  • Man dich auf Grund von Kosteneinsparung gerne von dir "trennen" möchte und dich mit Abmahnungen und sonstigen Schwachsinn vollmüllt, damit du endlich "freiwillig" gehst.
  • Damit man dich nicht befördern oder gar ein höheres Gehalt zahlen will, wird dir einfach für irgendwelche Sachen Abmahnungen zugestellt. Das macht dich gefügig und hällt dich von Karriereplänen ab. Deiner Gesundheit schadet es obendrein.
  • Usw.

Dann wird es Zeit zu kündigen. Und zwar schnell, bevor das Betriebsklima noch schlimmer wird. Bevor du von einer Brücke oder einem Hochhaus springst.

Wir hatten bein uns im Unternehmen Mitarbeiter, die standen wegen solchen "Machenschaften" kurz vor dem Suizid. Einige hatten 3/4 ihres Körpergewichts verloren andere Mitarbeiter bekamen Probleme mit der Galle oder bekamen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Da lass ich mich lieber Sperren oder Sanktionieren, als mir mein Leben kaputt zu machen.

Im Übrigen hat dieser Vorgesetzte alle seine "neuen" Mitarbeiter nach und nach verloren (26 neue Mitarbeiter innerhalb von 5 Jahren). Mittlerweile wurde bekannt, dass man den "Business Unit Manager" (also der Chef von dem Vorgesetzten) von seinem Amt enthoben hat, da er wohl ungeeignet für diese Position war.

Er erledigt nun normale "Mitarbeiter" aufgaben und sucht klammheimlich nach einer neuen Herausforderung in Sachen "Management". Der fachliche Vorgesetzte ist immer noch in seiner Funktion tätig und schikaniert vermutlich weiter.

Mein voller Erfahrungsbericht mit dem Unternehmen: hier
 

Muzel

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Ich habe statt zu kündigen mir ein Attest geholt.
 

Muzel

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Das hat auch Wollione empfohlen. Für mich war das Attest bares Geld wert. Natürlich hat meine Gesundheit gelitten, denn sonst hätte ich kein Attest bekommen. Ich hätte auch gekündigt, wenn ich eine eine neue Arbeitsstelle hätte, aber die hatte ich nicht. Mein Arbeitgeber hat auch dafür gesorgt, (nicht durch eine Hilfe sondern durch Anerkennung durch Gutachter). dass ich EM bekomme und zusätzlich Versorgungsbeiträge. Der AG hat einfach nur mein Leben zerstört ohne etwas für meine Versorgung zu tun, sondern genau das Gegenteil. Bei mir hat sich der Staat einen teuren Spaß gemacht, was natürlich auch meine Gesundheit zerstört hat.
 
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