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Kritik an Speicherung von Arbeitnehmerdaten

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Martin Behrsing

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#1
Die ab Januar geplante bundesweite Erfassung von Arbeitnehmerdaten durch die Deutsche Rentenversicherung stößt auf scharfe Kritik von Datenschützern. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sagte, es sei verfassungswidrig, dass in dem Projekt "Elena" nun auch die Teilnahme an rechtmäßigen Streiks sowie Fehlzeiten am Arbeitsplatz oder Abmahnungen von 40 Millionen Arbeitnehmern gespeichert werden sollten. Damit sei die Grenze der Zulässigkeit überschritten.

Kritik an Speicherung von Arbeitnehmerdaten - Yahoo! Nachrichten Deutschland
 

Mario Nette

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#2
Die machen den Erwerbslosen das Arbeiten aber auch wirklich schmackhaft.

Mario Nette
 

ShankyTMW

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#4
Ich häng mcih mal hier mit rein, da das selbe Thema ja auch hier läuft:

http://www.elo-forum.org/news-disku...onischen-signatur-weltweite-fuehrungsrol.html

aber hier die Kritiken kommen ^^

Verdi hängt sich nun auch kritisch mit rein:

Quelle: MZ - Verdi kritisiert speicherung von Arbeitnehmer Daten

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat sich den Bedenken von Datenschützern gegen die ab Januar geplante zentrale Speicherung von Arbeitnehmerdaten angeschlossen. „Ein ursprünglich sinnvolles Projekt wird durch eine aberwitzige Datensammelwut ins absolute Gegenteil verkehrt“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.
...
weiterlesen im MZ Artikel
Ist auch eine Sauerei was die da alles abspeichern wollen. Gewisse Zukunftsromane und Filme lassen grüßen.

Ironie ON: Demnächst auch in ihrem Strichcode und implantiertem GPS RFID Daten Chip.... :Ironie OFF
 

HartzDieter

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#5
... Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sagte, es sei verfassungswidrig, dass in dem Projekt "Elena" nun auch die Teilnahme an rechtmäßigen Streiks sowie Fehlzeiten am Arbeitsplatz oder Abmahnungen von 40 Millionen Arbeitnehmern gespeichert werden sollten. Damit sei die Grenze der Zulässigkeit überschritten.

Kritik an Speicherung von Arbeitnehmerdaten - Yahoo! Nachrichten Deutschland
Was geht die Rentenversicherung eigentlich an, wer an Streiks beteiligt war?!?
Ich glaube eher, daß die Daten über den eher unverdächtigen Begriff 'deutsche Rentenversicherung' den deutschen Geheimdiensten zugeschanzt werden sollen.

Übrigens: Hat schon mal jemand versucht, in einer bayrischen LVA-Klink einen Arbeitsplatz zu bekommen, wenn er Mitglied einer Partei ist, die nicht nach CSU, SPD, FDP klingt?
 

athene

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#6
Zitat:

".... »Wer befürchten muss, dass Informationen über eine längere Krankheit, die Teilnahme an einem Streik oder die Gründe für den Verlust eines Arbeitsplatzes einem zukünftigen Arbeitgeber in die Hände fallen könnten, wird sein Verhalten daran anpassen. ....... Die übermittelten Datensätze enthalten aber nicht nur Namen, Anschrift, Einkommen und Rentenversicherungsnummer der Beschäftigten. Es wird stattdessen zukünftig noch eine Vielzahl anderer Informationen zentral gespeichert. ......
Auch die Teilnahme an rechtmäßigen und unrechtmäßigen Streiks oder eine Aussperrung fallen unter diesen Datenbaustein. Somit erhält der Arbeitgeber ohne weitere Kontrolle die Möglichkeit, durch seine Angabe im Rahmen des ELENA-Verfahrens über die Rechtmäßigkeit eines Streiks zu entscheiden.
ELENA enthält auch anlassbezogene Felder. Der Datenbaustein DBKE beschreibt Angaben zu Kündigungen oder Entlassungen. Dort werden unter anderem Abmahnungen und der Grund einer Kündigung erfasst. Auch wird festgehalten, ob der Arbeitnehmer eine Kündigungsschutzklage erhoben hat. Der Arbeitgeber hat außerdem die Möglichkeit, ein vertragswidriges Verhalten, dass der Anlass einer Entlassung war, in einem Freitext genau zu schildern. Auch hierbei ist eine ausreichende Prüfung der Angaben nicht gewährleistet...............Künftig ist nicht auszuschließen, dass es einem Arbeitnehmer zum Verhängnis wird, wenn er mit einem Arbeitgeber persönliche Probleme hatte und dieser ihn dafür durch die Angaben im Rahmen des ELENA-Verfahrens bestraft. Besonders erschreckend ist in diesem Zusammenhang natürlich, dass die Daten zentral gespeichert werden. .............................."

ELENA - ein tiefer Einschnitt in die informationelle Selbstbestimmung | Piratenpartei Deutschland


auch hier zu lesen:

"Zentralcomputer ''Elena'' Der Ich-weiß-fast-alles-Computer............"

Zentralcomputer ''Elena'' - Der Ich-weiß-fast-alles-Computer - Politik - sueddeutsche.de

2010 willkommen im neuen Jahrzent, 1984 war gestern
 
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#8
Regierung will "Elena" entschärfen
Eigentlich sollte "Elena" beim Bürokratieabbau helfen: Bei dem Megaprojekt werden Millionen von Angestelltendaten erfasst - darunter auch Informationen über Abmahnungen oder Streikverhalten. Doch Gewerkschafter und Datenschützer liefen Sturm, jetzt will die Regierung nachbessern.
"Wir werden nur die zur Berechnung von Sozialleistungen zwingend erforderlichen Informationen speichern. Der entsprechende Datenfragebogen wird in Kürze überarbeitet", sagte ein Sprecher von Bundesarbeitsministerin von der Leyen (CDU) den Zeitungen der "WAZ"-Mediengruppe. Eine direkte Zuordnung von Streiktagen eines Beschäftigten soll dabei unmöglich gemacht werden.
Die dunkle Seite von "Elena": Der Zentralspeicher in Würzburg soll nach aktuellen Plänen auch Informationen über Fehlzeiten, Fehlverhalten oder Abmahnungen speichern. Es sollte sogar in die Datei einfließen, wer wann wo an einem Ausstand teilgenommen hat und ob dieser "rechtmäßig" war.
"Missbrauch fast programmiert"
Gewerkschafter und Datenschützer liefen deshalb Sturm.
Auch Ver.di-Chef Frank Bsirske sagte laut "Süddeutscher Zeitung", seine Gewerkschaft werde "sämtliche Klagemöglichkeiten" prüfen. Bei Elena sei "Missbrauch fast programmiert".
Weiterlesen Mega-Datensammlung: Regierung will "Elena" entschärfen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
So geht es ja nun nicht. Wehret den Anfängen.
Jürgen
 
E

ExitUser

Gast
#10
Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV)
übernimmt
den Betrieb einer Zentralen Speicherstelle (ZSS) in Würzburg. Die DRV betreibt bereits eine Vermittlungsstelle für den automatisierten Datenabgleich bei Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld 2, entsprechend der "Grundsicherungsdatenabgleichsverordnung" (GRSIDAV).
... und irgendwann in naher Zukunft werden die ELENA-Informationen dann mit denen der elektronischen Gesundheitskarte und der Vorratsdatenspeicherung von Telefon und E-Mail-Verkehr in einem noch viel zentraleren Zentralcomputer zusammengefasst.

Das ist dann Stasi 3.0
 
E

ExitUser

Gast
#11
Eigentlich war das als Scherz gemeint.

Worauf ich aber in einem Kommentar des Telepolis-Artikels gestoßen bin, ist unglaublich. In einem Zeit-Artikel wird beschrieben, worauf das alles tatsächlich hinaus laufen soll:

Indect – der Traum der EU vom Polizeistaat

Ein Forschungsprojekt soll Wege finden, Informationen aus dem Netz, aus Datenbanken und von Überwachungskameras zu verbinden – zu einem automatischen Bevölkerungsscanner.

Die Europäische Union finanziert seit Jahresbeginn ein Forschungsprojekt, das all die bestehenden Überwachungstechnologien zu einem Instrument verbinden soll. "Indect" soll es möglich machen, dass alles gesehen und alles verfolgt werden kann. Insgsamt 14,86 Millionen Euro lässt sich die EU das auf fünf Jahre angelegte Projekt kosten.

...

Mit klassischer Verbrechensbekämpfung hat so etwas nichts mehr zu tun. Es ist der Versuch, alle technischen Möglichkeiten zur sogenannten Gefahrenabwehr zu nutzen. Rechtlich ist diese längst in den Polizeigesetzen der Länder und des Bundes verankert. Allerdings verdeutlicht ein Projekt wie "Indect", wie weit dieses Konzept gehen und wie tief es in die Gesellschaft eindringen kann. Begriffe wie Unschuldsvermutung oder gerichtsfester Beweis haben dabei keine Bedeutung mehr, ersetzt es doch die gezielte Suche nach Verdächtigen durch das vollständige und automatisierte Scannen der gesamten Bevölkerung. ...
Überwachung: Indect ? der Traum der EU vom Polizeistaat | Digital | ZEIT ONLINE
 
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#13
AW: Auch 2010 fünf Vorsätze für mehr Datensicherheit

Daten von Arbeitnehmern werden ab sofort erfasst


Mit Beginn des neuen Jahres tritt die Erfassung von Arbeitnehmerdaten durch die Bundesregierung in Kraft. Die deutschen Arbeitgeber sind verpflichtet, einer zentralen Stelle alle Angaben über Einkommen, Fehlzeiten am Arbeitsplatz, Streikbeteiligung oder Abmahnungen der Beschäftigten weiterzugeben.
Gewerkschaften, Datenschützer, FDP und Linkspartei haben Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit des elektronischen Erfassungssystems "Elena" geäußert. Die Sammlung solcher Arbeitnehmer-Daten sei datenrechtlich problematisch.


Quelle:Daten von Arbeitnehmern werden ab sofort erfasst - Weltgeschehen
 
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