Kritik am Pflegenotstand "Solche Pflege ist Folter" (1 Betrachter)

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Kaleika

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19. November 2013 11:05 Kritik am Pflegenotstand "Solche Pflege ist Folter"

Wer im Alter gut gepflegt sein will, muss jetzt für andere Zustände eintreten: Claus Fussek und Gottlob Schober prangern in ihrem neuen Buch an, wie deutsche Altenheime mit ihren Insassen umgehen. Ihr Werk ist Streitschrift und Mahnung zugleich.
Von Nina von Hardenberg

Sprache ist der Schlüssel zur Verständigung. In vielen deutschen Pflegeheimen aber herrscht Sprachlosigkeit. "Das Schlimmste ist, dass kaum einer von denen Deutsch spricht", klagt eine Heimbewohnerin in Claus Fusseks und Gottlob Schobers neuem Buch. Egal, ob sie eine Bitte habe, über Schmerzen klage oder einfach nur reden wolle, man verstehe sie nicht. Die Antwort der Pflegerin sei stets "okay". Die Schwester kenne eben nur das Wort okay, so die Bewohnerin: "Aber nichts ist okay, und ich bin unendlich alleine."
(...)
Kritik am Pflegenotstand - "Solche Pflege ist Folter" - Gesundheit - Süddeutsche.de
 

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Wenn man alt oder / und pflegebedürftig wird, dann ist man einerseits Sondermüll und nutzt nur noch der pharmazeutischen Industrie ect. und den Eigentümern der Pflegeheime als profitables Einkommensinstrument.

Klingt hart, ist aber so in unserer Gesellschaft.
Die Menschen sind hilflos ausgeliefert. Hier geht es nicht um Lebenshilfe, sondern - wie immer im ganzen Land - ausschließlich um Profitmaximierung, sprich "was können wir aus den Alten noch rausholen".
Die Grundeinstellung ist eine knallhart kapitalkistische, entsprechend weit weg von irgendwelchen humanen Gedankengängen.
Gefördert wird das Ganze durch sehr eng bemessene Zahlungen der Versicherungsträger. Da greift ein Rad sozusagen ins andere.

Wir können das seit Jahr und Tag öffentlich be- und anklagen, aber es wird sich erst dann etwas Grundlegendes ändern wenn dabei wirklich alle Beteiligten mitmachen WOLLEN.

Zur Zeit besteht da eben kein Handlungsbedarf. Die Versicherungen sparen, die Heimbetreiber holen auf Kosten der Betroffenen und der Angestellten noch den letzten Rest Rendite heraus , die Pharmaindustrie und andere Zulieferer leben recht gut davon das es so ist wie es eben ist ... also wer hat hier die Lobby ?
Sichtlich weder die Pflegekräfte noch die betroffenen Kranken.

Dementsprechend wird alles so bleiben wie es ist, wie es seit Jahren ist, Tendenz steigend.
Absichtserklärungen seitens der Politik können wir so verbuchen wie deren anderen Aussagen zu den gesellschaftlichen / politischen Problemen auch. Einfach nur heiße Luft.
 

hartaber4

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Wenn man alt oder / und pflegebedürftig wird (und nicht über ausreichende Mittel verfügt, sich eine adäquate Pflege leisten zu können) , dann ist man einerseits Sondermüll und nutzt nur noch der pharmazeutischen Industrie ect. und den Eigentümern der Pflegeheime als profitables Einkommensinstrument.
siehe Anmerkung im Text


Ferner: Alte Menschen haben so gut wie keine wirksame Lobby...


Alt werden will jede(r)....alt sein jedoch kaum.




P.S.

Das Buch hat fast "Horror"-Quallitäten... soweit ich weiß, ist es das letzte in der Mitarbeit von Herrn Fussek.... (sinngemäß sei er hier zitiert: Ich schreibe mir seit Jahren die Finger wund..... es ändert sich kaum etwas zum Guten... ich gebe zumindest als Buchautor auf)



Guck - Tipp (0,00€):

https://www.elo-forum.org/news-diskussionen-tagespresse/116141-informativer-abriss-thema-pflege.html
 
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