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Krise:Stürzen statt stützen!

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wolliohne

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#1
Flugblatt von Jour Fixe der Gewerkschaftslinken Hamburg, das in den Bussen und in Berlin verteilt wurde (pdf) http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/2009/finanzkrise_gewjf.pdf

Aus dem Text: „…Unser Ziel ist es, das System, daß die Krise verursacht hat zu stürzen. Ein großes Wort, aber wir sind auch große Realisten: Wir wissen wie schwach wir noch sind. Dennoch ist unsere Parole richtig. Stürzen statt stützen, weil wir wissen, daß die Kraft dazu da ist: Bei den Menschen an ihren Arbeitsplätzen. Wenn sie ihre Kraft entdecken und einsetzen, können sie das System stürzen. Es ist ein Krieg um die Köpfe. Die 1.Mai-Parole des DGB in diesem Jahr heißt: „Arbeit für alle bei fairem Lohn!“ Der Spruch ist pure Illusionserzeugung. Arbeit für alle ist im Kapitalismus nicht mal mehr in Hochkonjunkturen möglich – das haben wir die letzten Jahre gesehen! Einen „fairen“ Lohn gibt es nicht. Es gibt nur einen erkämpften Lohn, weil es keinen fairen Kapitalismus gibt, sondern nur einen, der optimalen Profit aus der Ware Arbeitskraft herausholen muß!....“
 

Bienchen

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#2
Die Idee und der Aufruf sind richtig.

Ich sehe es auch so, jeder, der die Politik der Regierung mit macht und still dazu schweigt, unterstützt diesen Unrechtsstaat!!!!


Gerade gestern habe ich gelesen wie die "Tamilen" in Deutschland eine Autobahn gesperrt. Es war aber nur eine kleine Anzahl von Personen.

Unser Volk wäre zu viel mehr in der Lage, ist jedoch zu faul, zu feige und zu unkritisch. Viele haben ihr eigenes Denken verlernt. So etwas begegnet mir fast jeden Tag. Ich kann es kaum glauben. Sie würden wahrscheinlich auch wieder an den Weihnachtsmann und Osterhasen glauben.

Es gibt ein schönes Sprichwort: "Glaube versetzt Berge".
Aber das ist hier leider nicht so.
 

Paolo_Pinkel

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#3
Es gibt ein schönes Sprichwort: "Glaube versetzt Berge".
Hi,

es gibt mehrere. C. F. v. Weizäcker soll es mal auf den Punkt gebracht haben als er in seinem Buch schreib:

Der Deutsche: Absolut Obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!

Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.
Gruss

(Aus dem Buch "Der bedrohte Friede")

Paolo
 

Mario Nette

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#4
Das bei den Tamilen, das war doch der Düsseldorfer Hauptbahnhof. Derweil stand ich in Osnabrück und wartete 95 Minuten länger auf den Zug :icon_smile: - zum Glück mit reichlich Lesestoff im Gepäck. Die Bahn hat verlautbaren lassen, dass der Zug sich aufgrund einer Baustelle verspäte. Reine Lüge.

Bezüglich des Aufrufs sollte man ggf. auch mal die geschichtliche Entwicklung und die "großartigen" historischen Taten dieses Vereins beleuchten. Dann kommt man schnell überein, dass "Stürzen statt stützen" auch für den DGB gelten müsste.

Mario Nette
 

FAR2009

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#5
Hi,

es gibt mehrere. C. F. v. Weizäcker soll es mal auf den Punkt gebracht haben als er in seinem Buch schreib:
Der Deutsche: Absolut Obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!

Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.

Gruss

(Aus dem Buch "Der bedrohte Friede")

Paolo
Das Hauptproblem der Deutschen ist doch: Was werden bloss die Nachbarn denken ...
 

druide65

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#6
Die Idee ist gut...der Aufruf...das Flugblatt....alles in allem richtig.

Nur vergessen diese Menschen wie so oft wieder die Konzepte für das "danach"

Ich kann nicht Revolution rufen wenn ich kein schlüssiges Konzept habe was danach passiert.Was auch funktioniert.

Chaos haben wir jetzt schon genug....
 

mercator

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#7
Gerade gestern habe ich gelesen wie die "Tamilen" in Deutschland eine Autobahn gesperrt. Es war aber nur eine kleine Anzahl von Personen.

Unser Volk wäre zu viel mehr in der Lage, ist jedoch zu faul, zu feige und zu unkritisch. Viele haben ihr eigenes Denken verlernt. So etwas begegnet mir fast jeden Tag. Ich kann es kaum glauben. Sie würden wahrscheinlich auch wieder an den Weihnachtsmann und Osterhasen glauben.
Ganz genau so ist es. All die von Gewerkschaften, den Linken aber auch von NGOs wie Attac etc. organisierten Demos bringen letztlich absolut nichts. Sie lenken den Protest in geordnete, gesetzeskonforme und damit völlig untaugliche weil harmlose Bahnen. Wenn sich die Politik selbst von 1 Mio. Demonstranten nicht von Hartz4 abbringen lies, was sollen dann 100.000 fähnchenschwingende Menschen gegen eine verfiltzte und mit Korruption und Skrupellosigkeit durchsetzte Politik und Wirtschaft anrichten? Da können die Gewerkschaftsfunktionäre wie Sommer oder Bsirske noch so markante Reden schwingen. Diese Form der Demonstrationen sind ein gewolltes Ventil, um den wütenden Massen die Luft rauszulassen.

Ändern würde sich erst etwas, wenn ein Stück weit ziviler Ungehorsam dazu käme (Achtung, VERBOTEN!), und zwar in einer Art und Weise, dass denen "da oben" ein wenig Angst und Bange wird. Das können und wollen die genannten Organisationen nicht leisten, dazu bedarf es eigentlich dezentraler aber dennoch gut vernetzter Organisationen, die ein wenig aus dem "Untergrund" operieren. Außerdem erfordert sowas ein hohes Mobilisierungspotential in der Bevölkerung. Beides sehe ich als nicht gegeben an.

Wie Du schon sagst, viele sind unkritisch, unpolitisch und unineteressiert. Darauf baut die Politik und nur so lassen sich Wahlergebnisse erklären, die wir in der Vergangenheit hatten und vermutlich demnächst wieder haben werden. Wobei man der Fairniss wegen sagen muß, dass diese geballte Medienmanipulation für viele schwer durchschaubar ist.
 
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