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Krise des Kapitalismus: "Natürlich gibt es Auswege aus dem Gefängnis der Märkte"

aji ga warui

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Theißen: Gibt es denn Auswege aus dem Gefängnis der Märkte? Oder kann man nur das Gefängnis humanisieren?
Vogl: Natürlich gibt es Auswege aus dem Gefängnis der Märkte, man müsste nur die offenen Türen nutzen und hindurchgehen. Also, 2008 gab es eine große offene Tür. Es ist ja die ironische Situation eingetreten 2008, dass ein Großteil der internationalen Finanzökonomie sich mit einem hohen Begehren zur Sozialisierung seines Kapitals an die Brust des Staates geworfen hat. Das war im Grunde eine revolutionäre Situation, man hat nur einen eigentümlichen Weg gewählt und dieses sozialisierte Kapital mit hohen Mitteln, mit hohen öffentlichen Mitteln wieder reprivatisiert. Das sind offene Türen gewesen und die werden, da die nächsten Krisen kommen werden, immer wieder offenstehen!
Krise des Kapitalismus - "Natürlich gibt es Auswege aus dem Gefängnis der Märkte"
 

flandry

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Sogar im Kommunismus / Sozialismus gab es Märkte. Die nannten sich dort Planwirtschaft und wurden von oben diktiert.
Für jeden Tag wurden dir dort z. B. 3 Kartoffeln zugeteilt.
 

indiquent

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da stellt sich mir die Frage...
Ist, wie derzeit in Venezuela o.ä., überhaupt der Sozialismus das Problem gewesen? Oder war es nicht doch die Schnittmenge der Verantwortlichen, die dem Kapitalismus die Hand reichten? siehe Öl usw.
Ist das Systemscheitern wirklich dem Sozialismus unterzuordnen?
 

Zeitkind

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da stellt sich mir die Frage...
Ist, wie derzeit in Venezuela o.ä., überhaupt der Sozialismus das Problem gewesen? Oder war es nicht doch die Schnittmenge der Verantwortlichen, die dem Kapitalismus die Hand reichten? siehe Öl usw.
Ist das Systemscheitern wirklich dem Sozialismus unterzuordnen?
Sehr gute Frage. Das Wort Sozial verbreitet unter der Lumpenelite regelrechte Angstzustände.
Das scheitern eines sozialistischen Systems muß ja nicht bedeuten, daß das System falsch war. Es wurde nur falsch angewendet.
Man hat die Menschen darauf getrimmt, ein Sozialistisches System ausschließlich mit dem gescheiterten- in Verbindung zu setzen.
Daß es für ein soziales System viele Wege dazwischen gibt, daran denken die Manipulierten nicht.
Schau Dir an, was momentan in Brasilien passiert. Dort wird gerade vieles erkämpfte gnadenlos zerstört.
Es stecken immer die gleichen Kräfte dahinter. Man hat aus den Kriegen nicht viel gelernt.

Betrachtet man die weltweiten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, kommt man zum Schluß, daß die Weltgemeinschaft
sich selbst auf lange Sicht zum Untergang verurteilt hat.
Der Mensch ist soweit manipuliert, daß er sich der Wirtschaft widerstandslos unterwirft und jede Logik ignoriert.
Fakten werden beiseite geschoben, um einem grenzenlosen Egoismus Platz zu machen und dem HeuteHierUndJetzt-Konsum zu frönen.
Wenn der letzte Baum gefällt, das Trinkwasser ungenießbar, das Meer voll Plastik, die Tiere ausgestorben,
begreift eine inzwischen unfruchtbare Generation, daß man ohne Wasser, Tiere und Wald nicht leben kann.
 

Fabiola

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In Ermangelung eines "DANKE BUTTONS":
DANKE @Aufgewachter !!!
 

flandry

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Sehr gute Frage. Das Wort Sozial verbreitet unter der Lumpenelite regelrechte Angstzustände.
Das scheitern eines sozialistischen Systems muß ja nicht bedeuten, daß das System falsch war. Es wurde nur falsch angewendet. ...
Wenn der Sozialismus so gut war, wieso brauchte man dann dort Stasi und ähnliches???
Ganz abgesehen davon, dass der nächste Regenschauer die Planung von 100 Kuchenstücken im Ausflugslokal am 1. Mai über den Haufen wirft.
Auch wenn nach dem Krieg der Wiederaufbau die Wirtschaft mit angekurbelt hat, die soziale Marktwirtschaft nach Erhard war was feines.
 

Zeitkind

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Wenn der Sozialismus so gut war,
was keiner behauptet hat.
wieso brauchte man dann dort Stasi und ähnliches???
Das richtige Lesen muß ich Dir auch noch abnehmen?
Es wurde nur falsch angewendet.
Vielleicht erkennst Du Dich ja hier wieder:
Man hat die Menschen darauf getrimmt, ein Sozialistisches System ausschließlich mit dem gescheiterten- in Verbindung zu setzen.
Schwarzweiß-Denker bringen auch gerne Definitionen und Zusammenhänge durcheinander. sofern sie diese überhaupt beherrschen. :wink:
 

indiquent

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im Reich wo Angebot und Nachfrage mittels des Marktes den Preis bestimmt, ist das schwächste Glied der Schöpfungskette der Dumme.Soll heissen... wird etwas billiger, wird als letztes nicht der Unternehmer auf Gehalt verzichten...

zum Nachdenken: Warum nur gelten diese Regeln nicht beim Gesundheitssystem und Strom? Da wird alles stets teurer
 

wanderer

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Gutes Buch zum Thema von Sara Wagenknecht:
REICHTUM OHNE GIER

Meine Meinung: Märkte wird es immer geben, die Frage ist, wer die Regeln des Marktes bestimmt. Großkonzerne oder jeder Marktteilnehmer gleichberechtigt.
Freiheit -Gleichheit - Brüderlichkeit
Die heutigen Märkte werden allein durch Freiheit bestimmt - ohne Gleichheit und Brüderlichkeit regiert so allein das Recht des Stärkeren. Ein Widerspruch zur Idee des Gesellschaftsvertrages aus der Aufklärung
 

ZynHH

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Die heutigen Märkte werden allein durch Freiheit bestimmt -
Fragt sich nur, für wen die Freiheit bestimmt ist, sicherlich nicht für den abhängig Angestellten....sonst würde man nicht versuchen die Freiheit durch Abschaffung des Bargeldes abzuschaffen.

Das der Kapitalismus jedes andere System notfalls auch mit Gewalt oder durch Sanktionen vernichtet, merkt niemand?

Der Kapitalismus dominiert notfalls mit waffengewalt die internationalen Märkte...da kann nur bestehen, wer sich mit waffengewalt verteidigen kann....

die soziale Marktwirtschaft nach Erhard war was feines.
Welche von Kohl abgeschafft wurde....
 

flandry

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Markt heißt schlicht und einfach: es gibt einen oder viele, die etwas haben, was ein anderer oder viele andere haben wollen.
Das hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Zugegeben: Der Kapitalismus hat heute einen großen Einfluss auf die Märkte.
Nach der oft verkündeten Philosophie des BGE kann das bedeuten:
Du hast ein (für dich) wunderschönes Gemälde gemalt, gehst auf den Markt (Wochenmarkt, Trödelmarkt usw.) und möchtest dein Gemälde, das dich mit Zufriedenheit erfüllt, verschenken.
Nur: Auf dem Markt will keiner dein Gemälde haben, keiner findet es schön.
>>> Das ist nur zur Verdeutlichung des Begriffes Markt.
 

ZynHH

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Kapitalismus funktioniert nicht ohne Kriege, allein deswegen ist er abzulehnen.
 

wanderer

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Es ist nicht das Gefängnis der Märkte
sondern das Gefängnis des Kapitals
Die große Ungleichheit zwischen Arm und Reich und damit auch die Ungleichheit an Macht und Selbstbestimmung.
 

*kampfpaar*radikal.A

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Und die Märkte funktionieren heutzutag nicht, weil Du Deine eigene Haut dorthin tragen sollst.

Also:
Nicht nur nackt, sondern auch gepellt geprellt.
 
E

ExitUser

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....so etwas wie 'Märkte' existieren nicht - es ist das Krisenhafte + die Abweichung, was den Kapitalismus weiter am laufen hält. Der Kapitalismus scheitert nicht an seinen -durchaus systemimmanten-'Widersprüchen' - sondern daran das er auf die Länge die Basis seiner Existenz zerstört.

Der Kapitalismus ist -vielfach belegbar-zutiefst irrational+gleicht deshalb ideologisch einer Religion. Das erklärt auch das Aufkommen konkurrierender Religionen -z.B. des 'Islams' im Verlaufe der 'Krise'des Kapitalismus. Lebten die Menschen in einer tatsächlich aufgeklärten Welt - so gäbe es keine Chancen für Aberglauben...
 

JobcenterAffe

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Sogar im Kommunismus / Sozialismus gab es Märkte. Die nannten sich dort Planwirtschaft und wurden von oben diktiert.
Für jeden Tag wurden dir dort z. B. 3 Kartoffeln zugeteilt.
Hier und heute wird dir nichts mehr "zugteilt". Man sagt nur zu dir: "Geh' doch zur Tafel, wenn du was brauchst."
 
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